Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Microsofts ChatPilot schwurbelt wohl gerne - und das kann sogar Existenzen bedrohen.
    Einem Tübinger Journalisten unterstellt die KI, er sei Vergewaltiger, Kinderschänder und sei aus der Psychiatrie ausgebrochen.

    Hintergrund:
    Weil er als Journalist und Reporter über derartige Fälle berichtet hat, setzt die KI seinen Namen mit dem Rest der Artikel in Beziehung - und macht ihn zum Täter.

    https://www.swr.de/swraktuell/bad…aender-100.html

    Auch an der GS sind das teilbare Aufgaben. Wenn man also mit 40%- Stelle eine volle Klassenleitung bekommt, sollte man erfragen, welche Aufgaben man als Ausgleich liegen lassen darf. Irgendwo muss der Zeitausgleich schließlich geschaffen werden. Vielleicht sprecht ihr mal eure Personalvertretung am Schulamt an in der Frage.

    Der Drops ist schon lange gegessen. 40%-Stellen gibt es in Ba-Wü nicht. Minimum sind 50%. In der Regel arbeiten TZ-Kräfte bis 75%. Klassenleitung gehört zum Aufgabengebiet und wird in den seltensten Fällen auf 2 Schultern verteilt. TZ-Kräfte haben auch Anwesenheitspflicht bei allen Konferenzen. Da sind die Klagen Legion. Geändert hat sich daran nichts.

    definiere das bitte. Denn sowas passiert in der Regel überhaupt nicht. Bis die Schulaufsicht kommt, müssen sich einige Leichen im Keller türmen.

    An der Berufsschule mag das zutreffen. An Grund- und Hauptschulen achten die Eltern und - an den Schulen, an denen ich unterrichtet habe - die Schulleitung darauf, dass guter Unterricht stattfindet. Ich habe auch keine KuK kennengelernt, denen die Schüler und deren Lernzuwachs egal war.
    Vom Gymnasium wurde die Story eines Religionslehrers kolportiert, dessen Jutetasche mit dem Schreibzeug immer im Lehrerzimmer hing - wo er sie vor dem Unterricht abholte. Eine Schultasche besaß er nicht. DAS war praktizierter Laberunterricht. Aber sonst - keine Anzeichen für pädagogische Fehlleistungen.

    Bitte was? Meine Schulleitung ist per Verordnung durch die BKSD, vertreten durch Frau Regierungsrätin Monica Gschwind, verpflichtet, die Einhaltung des Berufsauftrags zu kontrollieren. Was weiss ich, was das deutsche Beamtenrecht dazu sagt, aber *mir* kannst du in dieser Sache nicht mit "nein" antworten.

    Mal wieder auf Krawall gebürstet? Du interpretierst überall rein, was in deinem Kopf passiert. Was der Verfasser schreibt, ist dir wurst.
    Und Nein. Man ist als Beamter nicht zur Arbeit bis zum Umfallen verpflichtet. Und alle Kollegen, die ich kenne, haben ihren Job gelernt und erledigen den bestmöglich.
    Wer unterirdisch unterrichtet oder nur on the lowest level, bekommt irgendwann Ärger mit Eltern, Schulleitung und Schulaufsicht. Auch außerhalb der Schweiz. Dass niemand so gut unterrichtest wie du, wissen wir jedoch.

    Wieso der Relilehrer die Gnaden-4 hätte erteilen sollen, damit sich das Mädchen mit lauter 4en und 5en bei den Betrieben vorstellt, ist mir immer noch nicht klar. Irgendwann muss doch bei ihr selbst der Groschen fallen.

    Weil es sich um eine labile Schülerin gehandelt hat, welche die Klasse sicher nicht wiederholt, sondern ohne Abschluss abgegangen wäre. Ich hätte auch Befürchtungen gehabt, dass sie völlig abstürzt - oder Schlimmeres passiert. Schmidt wäre das vielleicht egal gewesen - mir nicht.
    Zum Glück hat die Versetzungsordnung der HS Klauseln und Berechnungsmethoden, über die sie dann doch den Abschluss erhalten hat.
    Und ja - auch das gibt es: Betriebe, die Schülern auch mit einem miserablen Abschluss eine Chance geben.

    Allen, die hier meine Formulierungen interpretieren, empfehle ich, darüber eine umfangreiche Interpretation zu erstellen und zur Benotung einzureichen. Vielleicht empfinden sie das selbst dann doch noch als sinnvoll. Ich bin da raus.

    jede Menge Entlastungsstunden für die Chorleitung

    Man sieht, dass du über die deutsche Schullandschaft und über die Regeln genauestens informiert bist. Sorry. Ich hab' für die Betreuung des Schulnetzwerks, Server, Homepage und 75 Rechner gerade 2 Entlastungsstunden erhalten. Ja. Ich hätte das dafür auch hinschmeißen können. Mir war es jedoch wichtig, dass auch Hauptschüler Basiskenntnisse in EDV und Office bekommen und die Öffentlichkeitsarbeit funktioniert.

    Vor mehreren Jahren gab es dann für kurze Zeit ein Beförderungsprogramm für Hauptschullehrer mit besonderen Aufgaben. Für die Arbeit am Schulkonzept und Profil habe ich dann die Beförderung auf A13 bekommen. Davon zehre ich noch heute - das ist besser als eine Entlastungsstunde.

    Bei Chorleitung unterstelle ich 1 UE Entlastung.

    Nein, die Relinote, die man angeblich ja laut Wolfgang im Zweifelsfall basierend auf „christlicher Barmherzigkeit“ erstellen soll damit sie niemals schlechter als ausreichend wird im Abschlussjahr, womit sie komplett nichts-sagend wäre, weil abschlussgerecht zusammengewürfelt, diese Note soll jetzt auch noch im Zweifelsfall allein entscheidend sein für die Chancen von Bewerberinnen und Bewerbern.

    Du verdrehst meine Aussage.
    Mein Ärger über den katholischen Relilehrer kam daher, dass er im Widerspruch zu seiner Religionslehre gehandelt hat und die Schülerin mit dieser letzten, Ausschlag gebenden 5 " aus dem Schulabschluss "abgeschossen" hätte. Hier nicht auf die Kommaregel zu achten, wäre barmherzig gewesen.
    Ich plädiere nicht dafür, dass in Religion grundsätzlich nur die Note 2 - unabhängig von der Leistung - vergeben wird.

    Ich sage auch nicht, das diese Note für die Entscheidung des Lehrherrn ALLEIN Ausschlag gebend ist. Im Verlauf meiner Tätigkeit habe ich mich jedoch oft mit Lehrmeistern unterhalten und gefragt, worauf sie bei der Einstellung achten und welche Qualifikationen ihnen wichtig sind. Religion wurde als Ersatz für Verhalten und Mitarbeit mehrfach genannt. Das ist Fakt und keine Anekdote.

    Denke ebenfalls über einen Ausstieg nach. Ich tue mich aber schwer damit, irgendwie Alternativen zu finden, wo man unterkommen kann.

    Nun - mit Latein und Geschichte ist das Spektum schon eingeschränkt - jedoch nicht aussichtslos. In Museen mit geschichtlichem Schwerpunkt gibt es eventuell Möglichkeiten. Wenn du Museumsmanagement nachqualifizierst, sind die Chnancen nicht schlecht.

    Weitere Möglichkeiten für "Lehrer auf Abwegen" findest du hier:
    https://www.autenrieths.de/lehrerberuf.html

    Ooooookeeeeeeeey. Man merkt, dass es in NRW schon wieder zur Sache geht, wenn ein vermeintlich harmloser Thread zur Noten-und Klassenverwaltung direkt Assoziationen an Waffengesetze und Klingenlängen auslöst. :schreck: :flieh:

    Das liegt nicht an Chemikus, sondern an der verlinkten Liste ;)
    Darin habe ich auch Vorschläge für Themenbereiche aufgelistet, die am Elternabend angesprochen werden können. Nachdem an unserer Schule Schüler mit Butterfly-Messern gespielt haben, fand ich es nötig, das mal anzusprechen. Die Kids hatten die aus pubertärem Interesse dabei. Zu vermitteln, dass ihnen im Kontakt mit der Polizei mit derartigen Messern recht üble Maßnahmen drohen, war mir als Präventionsmaßnahme wichtig.

    Was mich wundert, ist die Schnittmenge der Personen, die sowohl Kathies Aussage "Arbeitgeber achten auch gerne mal auf solche Noten" also auch Gingergirls Zweifel an eben dieser Aussage (jetzt getätigt von Wolfgang) zustimmen.

    Das wundert mich nicht. Dass die Personen immer wieder dieselben sind, die bei meinen Beiträgen scheinbar reflexhaft einen "Verwirrt-Smiley" setzen, ist mir auch schon aufgefallen. ;)

    In der ganzen Republik suchen Betriebe Auszubildende. Ausbildungsplätze bleiben massenweise offen. Nur in Oberschwaben kann man es sich als Handwerksmeister offensichtlich leisten, die Leute, die sich um Ausbildungsplätze drängeln, auszusieben.

    Wolfgang, erzählst du nicht Geschichten von vor 20 Jahren?

    Nun - ich bin seit 3 Jahren in Pension - und habe bis zuletzt in Klasse 8-9-10 unterrichtet. Mein Schwager hat ein Bauunternehmen, ich bin immer wieder (auch im Ruhestand) in Kontakt mit Handwerksmeistern und Firmeninhabern. Bei der Organisation und Vermittlung der Schüler in Betriebspraktika hatte ich regelmäßig Kontakt zu mehr Handwerkern, als du in deinem Leben begegnen wirst.
    Ich erzähle keine "Geschichten" - zudem ist deine Aussage aus dem Olymp des Gymnasiums sicher nicht von valider Kenntnis der Befindlichkeiten in der Handwerkerschaft geprägt.

    Und ja. Handwerksmeister können es sich leisten, Bewerber für Ausbildungsplätze abzulehnen. Die werben dann bei Bedarf Mitarbeiter der Konkurrenz ab. Das ist billiger, als viel Geld in die Ausbildung unwilliger Azubis zu stecken. Die offenen Stellen werden dann zwar ausgeschrieben, wandern anschließend jedoch zu anderen Arbeitgebern.

    Und Religion! Wegen einer 5 in Religion bekommen bestimmt ganz viele SuS keinen Abschluss!

    Schon eher. Ich kenne Handwerksmeister, die zuerst die Religionsnote im Zeugnis anschauen. Ist die schlechter als 3, hat der Bewerber keine Chance. Das liegt nicht daran, dass die Handwerker besonders gläubig wären.
    In den Abschlusszeugnissen wird keine Verhaltens- und Mitarbeitsnote vergeben. Hier gilt dann Religion als Ersatz - weil eine schlechte Note auf Desinteresse oder Fehlverhalten hinweist.

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