Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Das "Schwabenländle" geht mal wieder innovativ und sparsam voran.
    Im Landkreis Biberach wurde nun ein Solarpark eröffnet, mit dem 3400 Haushalte mit Elektrizität versorgt werden können. Das Besondere daran:
    - Die Solarmodule wurden in Holland ausschließlich mit regenerativen Energien hergestellt.

    - Die Anlage ist mit zwei Batteriespeichern mit jeweils 1,2 MWh ausgestattet. Diese bestehen als "Second-life-Speicher" aus 24 recycelten Akkus von Audi-e-tron-Fahrzeugen.

    Weil du es jetzt schon ein paar mal augenzwinkernd schriebst: das Problem ist nicht das Gerät und die mögliche Fotoqualität, sondern die Internetfähigkeit, das Teilen der Bilder und die Speicherung sowie nicht erfolgende endgültige Löschung von Daten. Du hast deine Filme im letzten Jahrhundert wahrscheinlich weder in der ganzen Welt auf Kinoleinwände projiziert, noch im Schaukasten der örtlichen Sparkasse ausgestellt, noch die Fotos an Millionen Unbekannter verschickt, noch alle Filme aufgehoben, um später mal noch Abzüge der 10b bei ihrer Abschlussfahrt zu erstellen.

    Glaubst du, dass ich das nicht weiß? Es bleibt trotzdem eine traurige Entwicklung und ein Verlust der Erinnerungskukltur.
    Nebenbei: Es werden derzeit millionenfach mehr Fotos 'geschossen' als zur Jahrhundertwende 1900. Eventuell bleiben in hundert Jahren weniger übrig, als aus jener Zeit. Was bleibt, werden gedruckte Fotoalben sein. Digital gespeicherte Bilder werden nicht mehr lesbar sein, weil es die Geräte nicht mehr gibt. Meine ersten digitalen Fotos hatte ich noch auf 5 1/4 - Zoll-Disketten "gesichert". Wobei ... einige hatte ich zuvor schon auf 200 MB-Platten abgelegt - davon besitze ich jedoch noch Hardcopies auf chemisch beschichteter Kunststoff-Folie. DVD-Laufwerke werden nicht mehr verbaut. Cloud-Speicher mancher Anbieter sind bereits vom Netz genommen ...

    Eine 200 MB-Platte, die ich 1984 verwendet hatte - ob du dafür noch ein Lesegerät findest?
    Winchester_disk_nixdorf.jpg

    Wozu auch. Ich habe noch nie auf Klassenfahrten fotographiert.

    Ich habe immer fotografiert - und die Schüler haben sich gefreut. Zudem waren die Stunden, als wir wieder in der Schule waren und die (von mir vorzensierten) Bilder per Beamer angeschaut haben immer ein guter Einstieg in den Pflichterlebnisaufsatz zur Klassenfahrt. Die Fotos gab es von mir dann als "Goodie" auf DVD für die Kids gratis. Ja o.Maier. Ich bin Schwabe - aber die paar Euronen waren mir die "leuchtenden Augen" immer wert ;)
    Weder Eltern noch Schüler hatten protestiert. Zu jener Zeit -im letzten Jahrtausend - war auch noch keine Einverständniserklärung notwendig - wobei mein Anspruch an Fotografie immer über das hinaus ging, was mit Handyknipserei möglich ist und keine Kritik an den Fotos und der Art der Darstellung aufkam.

    Walter Benjamin hätte sein Büchlein Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit heute sicher in einer Neuauflage stark überarbeitet.

    Die ganze Diskussion über Grenzsicherung, Rückführung, Abschiebung, "Madig-Machen" des Daseins in Deutschland durch Leistungsminimierung ist eine dilettantische Pfuscherei an Symptomen. Eine "Krankheit" wird nur geheilt, wenn die Ursache beseitigt wird. Bei einem eitrigen Blinddarm können Schmerzmittel Linderung bringen - lösen jedoch nicht das Problem.

    Wie sollen wir den Glaubenskrieg zwischen Suniten und Schiiten lösen? Diesen Konflikt, ich vergleiche ihn gerne mit dem 30 jährigen Krieg (Protestanten gegen Katholiken),

    Wie sollen wir den Glaubenskrieg zwischen Söder und den Grünen lösen? Diesen Konflikt, ich vergleiche ihn gerne mit dem 30 jährigen Krieg (Protestanten gegen Katholiken), können wir nicht lösen, weil er tief in der Seele verwurzelt ist und die Verletzungen 40 Jahre und mehr zurück reichen.

    Beim "Konflikt" in Syrien - ich bezeichne das lieber als Krieg gegen das eigene Volk - kann man nur darauf hoffen, dass die herrschende Clique um Assad sich irgendwann in den Ruhestand nach Dubai verabschiedet und dort die ergaunerten Milliarden verprasst. Besser wäre natürlich der Ammersee (worüber sich Söder wegen der Milliarden freuen würde). Aber dann bitte ohne Leibwache durch die deutsche Polizei und ohne Kosten für die Steuerzahler.

    Ebenso würde ein Ende des Ukrainekrieges mehr als eine Million Geflüchteten den Rückweg in die Heimat ebnen. Hier hoffe ich darauf, dass sich Putin endlich ans Herz fasst. Leider kommt meistens nichts Besseres nach.

    Für alle Herkunftsländer gilt, was ich geschrieben habe:
    Menschen, die in ihrem Land eine Zukunft für sich und ihre Kinder sehen, fühlen sich in der Heimat wohler als anderswo.
    Leider hat Lindner dafür gesorgt, das der Etat des Ministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit gekürzt wurde. Leider wollen auch die CDU/CSU und die AfD, dass der "Cash-Flow" der Entwicklungshilfe einen Ǜberschuss für Deutschland ergibt. In Eurocent auf dem Konto.
    Geringere Ausgaben für Migrationskosten und Grenzsicherung haben die - in diesem Zusammenhang - nicht auf dem Schirm.

    ICh bin durchaus dafür Sozialleistungen zu kürzen, auf Sachleistungen umzustellen etc.. Es ist aber am Ende ein kleiner Schritt. Dadurch löst Du das große Problem nicht.

    WIRKLICH lösen kann man das Fluchtproblem nur, indem die Fluchtursachen bekämpft und beseitigt werden. Dafür müssen keine Großindustrien aufgebaut werden. Es genügt, wenn die Menschen eine Grundlage für eine friedliche Existenz besitzen, die das Überleben in der Heimat garantiert.
    Klingt idealistisch und weltfremd. Kann jedoch funktionieren. Aus Bisoro in Burundi fliehen die Menschen nicht. https://bisoro.de

    Schüler: "Mein Papa findet das unfair, dass du jetzt mit uns auf Klassenfahrt schon wieder Ferien hast!"

    Genießt es. Damit die Planung klappt, findet ihr in meiner Sammlung Musterbriefe und Planungsraster, Checklisten, Finanzierungs- und Planungstipps, die ich gefunden, verfasst, erfahren und gesammelt habe. Ohne Anmeldegedöns, Nagging-Werbung und Gebühren. Vom Lehrer für Kollegen und Kolleginnen.

    Schönen "Urlaub" allerseits! :pfeifen:

    https://www.autenrieths.de/klassenfahrt.html

    Häh? Unsere Schulen sind top ausgestattet und einstürzende Brücken haben wir auch keine. Deutschland gibt kein Geld für Rückführungen *und* kein Geld für Bildung und Brücken aus. Das ist schlau! :aufgepasst:

    Dder Schweiz stehen billige Finanzmittel aus den schwarzen Kassen der Welt zur Verfügung. Da werden keine Zinsen gezahlt, sondern "Verwahrentgelte" kassiert. Zudem gibt es in der Schweiz vermutlich mehr Tunnels als Brücken ;)

    Ich glaube, es ist kaum jemandem bewusst, was so eine Rückführung ins Herkunftsland kostet und wie hoch der Personalaufwand dafür ist.

    Was dafür "verbraten" wird, fehlt an anderer Stelle. Zum Beispiel für die Ausstattung es naturwissenschaftlichen Bereiches an den Schulen. Oder zur Sanierung der Toiletten. In Schulen und auf Autobahnen. Oder zur Sanierung von Brücken. Oder ...

    Man müsste mal gegenrechnen, wie viele Menschen man durch Bürgergeld mit dem Betrag einer einzigen Rückführungsmaßnahme über mehrere Jahre ernähren könnte.

    Das Problem in Deutschland ist auch, dass die Situation oft überzeichnet und zu schlecht dargestellt wird. So lautete die fette Schlagzeile auf der Titelseite unserer regionalen Tageszeitung "Gschwätz"* vor einigen Tagen:
    "513.000 Asylanträge im ersten Halbjahr" - Eine erschreckend hohe Zahl!

    Erst nach einigen Absätzen im Artikel stellt sich heraus, dass sich diese Zahl auf ganz Europa bezieht - auf ein Gebiet mit 464 Millionen Einwohnern. Der Anteil Deutschlands mit 124.000 Anträgen liegt - relativ bezogen auf die Einwohnerzahl - sogar unter dem anderer Länder Europas.
    Die Schlagzeile hätte auch anders lauten können: "30.000 Asylanträge weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres!"

    Schade, dass ein Haudrauf wie Merz nun Kanzlerkandidat der CDU geworden ist, der die Rhetorik der AfD nur wiederholt - und damit "adelt" - genauso wie manche Schreiberlinge der Presse.
    Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte Merz geraten, es sei nicht gut, immer nur draufzuhauen und das Land schlechtzureden - manchmal sogar schlechter, als es ist. Es sei sogar brandgefährlich, ständig nur schwarz zu malen. Hat er Recht.

    Von "der Politik" erwarte ich, dass nicht nur rhetorische Worthülsen und "Haudraufgeschrei" in die Welt geblasen wird, sondern konkrete Vorschläge für die Lösung der wirklichen Probleme unseres Landes genannt und diskutiert werden:
    Wie lässt sich unsere Infrastruktur erhalten und sanieren? Wie kann der Klimawandel gebremst werden? Wie werden Arbeitsplätze geschaffen und erhalten? Wie gestalten wir eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder?

    Migration ist nicht unser Hauptproblem. Es ist nur ein prächtiges Wahlkampfthema.

    * Schwäbische Zeitung

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