Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Ob im Endeffekt mehr Geld für den Neubau von weiterführenden Schulen als für den von Grundschulen ausgegeben wird, kann ich natürlich nicht sagen.

    Ich zitiere mich zum Verständnis nochmal:

    "Ba-Wü 2024: 112.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler / es stehen 29 500 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Gymnasien vor dem Abitur"

    Alle ersten Klassen müssten demnach (mehr als) 3 Mal soviel Finanzmittel erhalten, wie alle Abschlussklassen der Gymnasien im Sprengel, damit Gerechtigkeit herrscht - und genug Mittel bereit stehen. Davon sind wir weit entfernt.

    Aber nicht an den einzelnen Grundschulen. Die sind hier bei uns eher 1-2 zügig mit 4 Jahrgangsstufen, die weiterführenden 4-6 zügig mit 6-9 Jahrgangsstufen.

    Wer kapiert es endlich ??? Ist es soooo schwer? Es gibt im Einzugsgebiet eines Gymnasiums mehr Grundschüler als Schüler in der SekII - und weniger Gymnasien als Grundschulen. Oder stockt ihr die Schülerzahl aus unbekannten Quellen auf? Für EINEN Grundschüler muss derselbe Betrag vorhanden sein, wie für EINEN Schüler der Sek II. Das geschieht jedoch nicht.
    Falls das Konsens und Vorschrift für den Stadtkämmerer wäre, müssten die GS-KuK nicht mehr als "Aufstocker" den eigenen Geldbeutel öffnen.

    Wandern eure Grundschüler geschlossen hoch bis in die SekII? Nur dann ergäbe deine Rechnung Sinn.

    Mach' eine Selbstevaluation. Dazu gibt es mehrere Webseiten, auf denen du dir darüber klar werden kannst, ob der Lehrerberuf wirklich das Richtige für dich ist.
    BTW: Alle Schulen - btw. die dort befindlichen Schüler und Lehrkräfte sind "Assi" - auf die eine oder andere Weise. In der Regel sind es die Schüler an Privatschulen, die sich ausgeprägt asozial verhalten.

    Tests zur Selbstevaluation hab' ich hier aufgelistet:
    https://www.autenrieths.de/lehrerberuf.html#Lehrer

    Du magst es einfach nicht verstehen oder? Das Berufsschulzentrum hat ein viel größeres Einzugsgebiet als die Dorfgrundschule.

    Wer etwas nicht verstehen will, bist du. Es geht um die Pro-Kopf-Ausgaben. Das Einzugsgebiet ist dafür irrelevant. Mit derselben Begründung könntest du verlangen, dass die Waldorfschule denselben Unterstützungsbeitrag bekäme wie das Berufschulzentrum. Das Einzugsgebiet ist dasselbe.

    Der Landkreis hat regional die SekI-Schulen aufwärts, die Grundschulen werden von den Gemeinden getragen,

    Das ist für die Angabe der Ausgaben pro Schüler je Schulart irrelevant. Es handelt sich um öffentliche Gelder zur Finanzierung der Schulen. Da sind Grundschulen die "Armenkinder" - obwohl dort die Grundlage allen Wissens gelegt wird. Bei uns im Landkreis wird derzeit ein neues Berufschulzentrum gebaut. Geplante Kosten derzeit: 99 Millionen €. Die Ausstattung ist erst teilweise in der Planung enthalten.

    Ach, die überspringen die Grundschule? Interessant.

    In der Grundschule bilden die künftigen Abiturienten nicht die Mehrheit. In der Sek II landen in Ba-Wü derzeit 26% der Grundschulkinder - knapp ein Viertel. Und noch immer sind das nicht Kinder, die der Unterschicht oder Migrantenfamilien entstammen.

    Ba-Wü 2024: 112.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler / es stehen 29 500 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Gymnasien vor dem Abitur

    Back on topic:

    Kommt nur mir das so vor, dass die Forumsbereiche beim Posten immer häufiger nicht beachtet werden? Aufgefallen ist mir das im Primarstufenforum.

    Die Ursache dafür liegt m.E. darin, dass der Titel des Threads zwar deutlich sichtbar ist - schaut man jedoch nach einem Thema, das in den "Ungelesenen Beiträgen" oder den "Themen der letzten 24 Stunden" gelistet ist, sind alle Themengruppe durcheinander gewürfelt und die übetrgeordnete Gruppe eines Threads wird nur sehr klein angezeigt. Ich übersehe das auch - und gebe zu, bei einzelnen Threads mit aus diesem Grund zur "Abschweifung" beigetragen zu haben.

    Vielleicht wäre es hilfreich, die übergeordnete Gruppe etwas deutlicher sichtbar zu machen - evtl. durch eine größere Schriftart im Footer.

    Überdies erwähnte ich bereits, dass die Sek II da eigentlich sehr viel teurer ist als die Primarstufe. Umso absurder, dass an den Primarschulen so viel eigenes Geld ausgegeben wird.

    Nicht absurd, sondern Ursache. In die Sek II wird von den Schulträgern viel Geld investiert. Auch, weil dort die Kids der Stadträte und der Oberschicht sitzen, die viel Einfluss auf die Entscheidung der Stadträte haben - die wiederum die Schuletats absegnen - und darin ist die Gesamtsumme gedeckelt. Da wird das Geld oben in den Trichter geleert und unten, in der Primarstufe tröpfelt es nur noch. Klebestifte, Scheren, Papier, Bastelmaterial sind Sache der Eltern und kosten ja kaum etwas.

    Da jedoch die Hälfte der Schüler diese Dinge nicht besitzt, kannst du deinen geplanten Unterricht an der GS in den Wind schieben. Also hat man davon immer etwas Vorrat. Damit beißt sich die Katze in den Schwanz - weil die Kids sich darauf verlassen, dass etwas vorrätig ist.

    Dann wird der Kopieretat gerecht über die Schularten verteilt. In der GS benötigst du jedoch ein Vielfaches an Kopien, damit du vernünftig unterrichten kannst. Die Vorlagen bereitet man Zuhause vor - und weil man nicht bereits um halb sieben morgens oder nach dem Unterricht am Kopierer der Schule in der Schlange stehen will, kauft man eben selbst Papier und druckt das Ganze Zuhause aus.

    Und so gibt man eben eigenes Geld dafür aus, um sich das eigene Lehrerleben zu erleichtern. Eigentlich müsste jede Grundschullehrkraft einen eigenen Etat für solche Ausgaben zur Verfügung bekommen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Das Gehalt ist geringer als in Sek I und II, Aufstiegsämter sind nur in der Schulleitung oder als "Schulflüchtling" ans Seminar oder Amt zu ergattern.

    Und wie die Sache rechtlich aussieht hat sich zum Beispiel die GEW überlegt:

    https://www.gew-bw.de/aktuelles/deta…t-arbeitszimmer


    Ich bin kein großer Fan, aber so ganz unbedacht stellen die solche Aritkel nicht ins Netz.

    OK. In diesem Fall ist es eine vereinfachte Regel zum Absetzen des Arbeitszmmers - das dann nicht zusätzlich abgesetzt werden darf.
    Von daher ein Nullsummenspiel. Der Betrag mit 210 Tagen à 6 € ergibt exakt den Höchstbetrag für's Arbeitszimmer von 1260 €.
    Für Teilzeitkräfte kann sich bei Inanspruchnahme dieser Regelung jedoch ein Nachteil ergeben - weil dann keine 210 Arbeitstage anerkannt werden - sofern sich in der Stundenplanung ein freier Tag ergibt.

    Dann habe ich schon vor vielen in der freien Wirtschaft eine Zeiterfassung gehabt. Karte ranhalten fertig. Beim Rausgehen Karte ranhalten fertig. Arbeitszeiten außerhalb wurden kurz über den PC nachgetragen.

    Gibt es eine Karte, die du an deinen Kopf halten kannst? Leistest du deine Arbeitszeit als Lehrer nur in der Schule ab? Du Glücklicher. Keine Arbeit am häuslichen Schreibtisch, keine Wochenendarbeit, kein Einkauf für den Unterricht ... ;)

    Du hast in der Schule kein Büro, das wäre eine Tätigkeitsstätte. Die Vorbereitung oder andere Dinge für die Schule werden typischerweise nicht im Klassenraum erledigt.

    "Schlaue" Interpretation. Du bist in der Schule also nicht tätig? Priml. ;)
    Vielleicht hat ja jemand die Muße, seinen Steuerberater oder Finanzbeamten zu fragen - bevor sich hier noch mehr Leute "in die Nesseln setzen" und sich beim FA unbeliebt machen. Wie ich die Sache sehe, hab' ich dargelegt.

    Homeoffice-Pauschale im Detail | Steuern | Haufe (Bis zum Abschnitt "Mischarbeitstage" scrollen, da bekommst du nähere Infos)

    Dacht' ich mir es doch. Da steht eindeutig:

    "Ist diese Voraussetzung erfüllt, lässt sich die Pauschale auch für Tage mit stundenweisen Auswärtstätigkeiten abziehen. Es darf jedoch an diesen Tagen keine erste Tätigkeitsstätte aufgesucht werden."

    Die Schule IST deine erste Tätigkeitsstätte.

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