Hier muss man sich auch mal die andere Seite anschauen (ich habe während des Studiums in einem Kinderheim gearbeitet):
- für Bekleidung gibt es ein festgesetztes Budget vom Jugendamt (das reicht im Normalfall aus, aber wenn andauernd was kaputtgeht, ist einfach kein Geld da)
- Frühstück und auch das Schulfrühstück machen sich die Kinder üblicherweise selbst (Tisch ist gedeckt, aber den Rest kriegen Kinder üblicherweise allein hin) - wenn ein Kind dann meint beim Frühstück den Aufstand zu proben, hat es selbstverständlich nix dabei, weil es sich ja nichts schmieren konnte, es war ja beschäftigt
- Wechselsachen hätte ich jetzt (außer bei Kindern bei denen das regelmäßig passiert) auch nicht mitgegeben und wenn das regelmäßig passiert, hätten wir versucht die in der Schule zu deponieren
- Abholen während der Schulzeit ist in den regulären Einrichtungen (also denen in die "normale" Kinder kommen) auch selten durch das Budget gedeckt, in der Zeit in der die Kinder in der Schule sind, bezahlt das Jugendamt sicherlich niemanden dafür im Heim Däumchen zu drehen. Im Regelfall gibt es allerdings eine Bereitschaft, die man in ernsten Fällen auch erreicht
Und noch was: Ein Kind was erkältet ist, ist natürlich krank, aber es gibt da schon noch einen Unterschied zwischen leichtem Husten und hohem Fieber. Bei Fieber oder Erbrechen würde ich definitiv auf Abholung bestehen und falls das wiederholt abgelehnt wird das Jugendamt einschalten. Das geht einfach nicht...