Beiträge von Valerianus

    kodi: ad1) Das ist nicht abschließend geregelt und kann auch schlecht abschließend geregelt werden, ansonsten ploppt morgen eine neue Social Media Plattform auf und alle Lehrer unterschreiben eine neue Dienstvereinbarung? Der Sinn dahinter ist die massive Datensammelwut von Facebook et al., die das Land nicht mit seinen Rechnern in Zusammenhang sehen möchte.

    ad2) Wieso nicht? Du wirst da ja kaum Schülernotenlisten ablegen, aber vor allem wo ist das denn ein Cloudspeicherdienst? Da geht es eher um sowas wie Dropbox.

    ad3) Daten mit Personenbezug, die schulischen Kontext haben und sich nur auf dich beziehen? Was willst du da hochladen? Deine Gehaltsabrechnung?

    ad4) Wenn ein Vertragsverhältnis besteht, solltest du das wissen, weil es dir dein Dienstherr mitgeteilt hat. Gibt es das beim Land über Logineo? Bei uns wären es Microsoft Produkte, weil unser Träger das bestellt und ausgerollt hat. Ansonsten musst du erst einmal davon ausgehen, dass kein Vertragsverhältnis besteht. Bei uns gäbe es dann die Möglichkeit beim Datenschutzbeauftragten des Trägers um Prüfung und Erlaubnis zu bitten (ist etwas weniger restriktiv als beim Land), aber der Hintergrund ist auch einfach. Das wäre eine Datenverarbeitung in Auftrag, die darfst du als Lehrer gar nicht in Auftrag geben, das muss das Land oder der Träger machen, sonst verstößt es gegen die DSGVO.

    Die Beiträge von O. Meier sind leider mal wieder sehr gefährliches Halbwissen. Warum verbietet der Arbeitgeber auf den Geräten per Nutzungsvereinbarung die private Nutzung (wie er es sinnvollerweise vermutlich auch für die dienstliche Logineo-eMailadresse getan hat)? Um dich zu kontrollieren, dir auf den Geist gehen zu wollen oder weil er dich für dumm hält? Ich würde doch mal eher vermuten, damit er, falls du krank wirst, verstirbst oder meinetwegen auch der Verdacht besteht, dass du damit ziemlichen Unfug getrieben hast, auf das Gerät zugreifen darf. Das darf er nämlich explizit nicht mehr, wenn die Privatnutzung gestattet ist, nicht einmal wenn er exzessiven Pornographiekonsum während der Arbeitszeit vermutet.

    Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass der Personalrat bei der Mustervereinbarung beteiligt worden ist, genau diese Dienstvereinbarungen sind nämlich auch in allen Bistümern in NRW ein richtig heißes Thema, weil man da (auch zu Lasten des Arbeitnehmers) einiges versauen kann. Ich würde also erst einmal darauf vertrauen, dass euer HPR einen guten Job gemacht hat und nicht dass ein Random BK Lehrer über profunde Kenntnisse in Arbeits- und Beamtenrecht verfügt. :P

    Ich bin da zwiegespalten:

    Einerseits mag ich den Satz "bei mir läuft es doch" überhaupt nicht, gerade wenn er von Klassenlehrern kommt. Schüler sind nicht doof, natürlich benehmen die sich bei ihrem Klassenlehrer. Gerade deshalb muss der Klassenlehrer ihnen den Hintern aufreißen.

    Auf der anderen Seite höre ich viel zu oft den Satz "Bei mir hat xyz dies und jenes gemacht, sag dem doch mal was dazu" und denke mir dann so: Klar, soll ich mich noch in den Unterricht setzen und den Umgang mit Störungen für dich mit übernehmen, damit deine Stunde funktioniert oder wärst du so nett und machst deinen Job selbst. Und natürlich gilt das auch für Studenten, wenn sie so tun als könnten sie unterrichten, die Referendare müssen ja auch damit klar kommen, der Umgang mit Schülern ist im größten Teil Handwerk und nur in Teilen akademische Ausbildung, wer was anderes behauptet, soll sich mal einen handwerklich unbegabten, aber sehr belesenen und schlauen Zahnarzt suchen. :P

    Informationen die einmal im Langzeitgedächtnis sind (auch für Vokabeltests) gehen eigentlich auch nicht wieder verloren, nur die Abrufbarkeit kann arg eingeschränkt sein, wenn zu wenig Verbindungen/Vernetzungen aufgebaut worden sind. Was das mit Biologie zu tun haben soll ist mir aber irgendwie unklar, Gedächtnistheorien werden eigentlich von Psychologen aufgestellt und validiert, ab und an mischen sich Mediziner halbgar mit MRI-Forschung ein, aber wieso Biologen? :)

    Nein. Das sind am Anfang irgendwas um 20 Wörter pro Woche, die sind zumutbar. Die schlechten Noten ergeben sich daraus, dass ich nur richtig oder falsch werte - sprich, ob das Wort einen Rechtschreibfehler hat oder überhaupt gar nicht gewusst wurde, macht keinen Unterschied und gibt beides 0 Punkte. In den ersten Tests lernen die Kinder einfach noch wahnsinnig schlampig und meinen es reicht, wenn ersichtlich ist, dass sie das richtige Wort meinen. Mir ist aber wichtig, dass sie von Anfang an sorgfältig schreiben. Auch wenn das vermutlich nicht ihren Erfahrungswerten aus der Grundschule entspricht. Fange ich damit erst verspätet an, weil sie erst "ankommen müssen", müssen sie hinterher doppelt lernen.

    Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den man nicht unterschätzen darf. Wenn man die Latte niedriger hängt passiert nämlich nur eins: Die Schüler machen das auch und das Gesamtniveau sinkt innerhalb von einem Monat massiv ab. Ich komme mit all meinen Schülern menschlich und auch im Unterricht prima klar, aber was die Anforderungen angeht gibt es keinen Übergang. Es gab die Kuschelzeit in der Grundschule und das ist für mich auch völlig ok und dann gibt es die Möglichkeit sich eine Woche lang Achsenspiegelungen mit Kästchenzählen und Geodreieck anzuschauen oder eben nicht, der Test am Ende der Woche zeigt das dann schon. Dafür muss man noch nicht einmal zuhause besonders lernen, die Tests sind immer so gestellt, dass die Aufgaben in den vier vorangegangenen Wochenstunden schon mit gleicher Aufgabenstellung drangekommmen sind.

    Vielleicht sollte die Grundschule in Klasse 4 den Übergang besser gestalten und mal ein bisschen Leistungsanspruch reinbringen? (Nur als Hinweis, das war Ironie...ihr macht euren Job prima und wir wissen wie wir unseren machen. ;) )

    Nee, weil sie unser Denken verfestigen. Humor ist, was uns einen Spiegel vorhält, aber nicht was und in unserer Wohlfühlwelt gefangen hält weil wir meinen, alles zu wissen und auch nichts ändern zu können. Wir sollten im Gegenteil versuchen, unvoreingenommen auf Menschen zuzugehen. Gelingt natürlich nur bedingt, aber es ist das Training wert.

    Humor ist die Begabung des Menschen, der Unzulänglichkeit der Welt im Allgemeinen und der Sonderpädagogen im Speziellen, den alltäglichen Schwierigkeiten und Seltsamkeiten im Forum mit heiterer Gelassenheit zu begegnen. (Quelle: Wikipedia):teufel:

    Zitat

    Sollte Ihre Ehegattin / Ihr Ehegatte in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein, so besteht für die Dauer der Beurlaubung aus familienpolitischen Gründen ohne Teilzeitbeschäftigung nach dem Urteil des Bundessozialgerichtes vom 23. Oktober 1996 – 4 RK 1/96 – ein Anspruch auf Familienversicherung nach § 10 SGB V. Ein Beihilfeanspruch besteht in diesem Fall nicht.

    Das steht oben verlinkt. :P

    Ich würde vielleicht noch was anderes mit einbeziehen, was ich bisher noch nicht gelesen habe:

    Unsere aktuellen Fünftklässler sind eine Katastrophe (alle mit 1-2 in Mathematik zu uns gekommen), bei den schriftlichen Rechenarten sitzt die Addition sicher, die Subtraktion zumindest ansatzweise (von Umkehraufgaben und Zusammenhang zwischen Addition und Subtraktion wollen wir nicht anfangen, ich hab meine alten Hefte hier, das haben wir ab der 1. Klasse gemacht, so weit können die Anforderungen ja nicht gesunken sein), Multiplikation und Division sind schon beim Kopfrechnen eher Glückssache, in der schriftlichen Variante das seltsamste was ich je gesehen habe. Die Schülerinnen und Schüler haben zu >75% massive Probleme mit dem sinnentnehmenden Lesen und rufen sofort nach Hilfe, wenn da so komplizierte Dinge stehen wie "Übertrage die Punkte A-D sowie die Geraden g und h in dein Heft (s. Abb.1)," Schreibschrift kann in den Jungenklassen fast keiner lesen und einen Tafelanschrieb abzupinnen dauert bei manchen locker 15 Minuten (für 6 Zeilen).

    Jetzt könnte ich mich darüber aufregen, dass die Grundschulen offenkundig ihr ureigenstes Ziel, den Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen völlig in den Sand gesetzt haben und ich das jetzt nachholen darf.

    Alternativ schaue ich mir meine Neuntklässler an, die ich schon etwas länger im Unterricht habe und die auf einmal Sachen nicht mehr können, die sie Anfang der 8. Klasse definitiv noch konnten und hervorragend verstanden hatten, die unglaubliche Probleme haben sich auf Aufgaben zu konzentrieren und durchzuarbeiten und nicht mehr den geringsten Schimmer haben, wie man sich anständig auf eine Klassenarbeit vorbereitet. Schaut euch mal die Effektstärke von Sommerferien auf den Lernertrag an (wohlgemerkt: 6 Wochen Sommerferien) und dann überlegt mal was passiert, wenn man im März die Schulen dicht macht und sie effektiv erst seit Ende August wieder auf sind. Je jünger die Klassen sind, desto krasser merkt man, wie ihnen Corona und die Schulschließungen das Lernen versaut haben. Das Problem müsste doch auch an den Grundschulen auftreten (ansonsten frage ich mich nämlich wirklich, was mit unseren 5ern passiert ist).

    Dieses pauschale Bashing des Gymnasiums aufgrund anekdotischer Evidenz hier in dem Thread ist toll. Ich kenne auch Grundschullehrer die in die "singen und klatschen"-Fraktion fallen, allerdings kenne ich auch deutlich bessere.

    BTW: Wie man "Gymnasiallehrer" an der Kleidung erkennen will, ist mir völlig schleierhaft..die Fächer erkennen ist relativ leicht (Kunst und Sport sind super einfach, Naturwissenschaften geht meistens auch klar, Sprachen sowieso)...die Primimäuse konnte man früher auf dem Campus auch ganz gut identifizieren (da gab es bis auf die Sportlerinnen auch wenig Differenzierungsmöglichkeiten), allerdings weiß ich nicht, ob der Kleidungsstil bis zur Pensionierung trägt. :P

    @samu: Was das Handy angeht...wir haben die Wohlstandsverwahrlosung, die Frage nach der Mediennutzung und der Gestaltung des Arbeitsplatzes ist fast immer zentral, wenn es um Probleme bei den Hausaufgaben geht. Die pikierten Blicke, wenn man eine Reihenfolge für daheim empfiehlt (Essen - Hausaufgaben unter Aufsicht - Freizeit mit meinetwegen so viel Konsole spielen bis das Kind viereckige Augen hat), die voraussetzt, dass man sich für ~60 Minuten am Tag mit seinem Kind beschäftigt, kommen häufiger als du dir vorstellen kannst. Und ja, irgendwer sollte für so ein Kind zuhause da sein nachmittags (mir ist auch völlig Wurscht ob Vater, Mutter oder Großeltern, aber wenn ein Kind bis 18:00 dann alleine zuhause hockt, wundert mich nicht, dass da nicht alle Hausaufgaben fertig sind. Das bezieht sich explizit nicht auf die Threaderstellerin, da habe ich keinerlei Informationen. Aber als ich hörte, dass jemand an meinen Aufgaben (Wochenplan mit ~8 Aufgaben) jeden Tag zwei Stunden säße, bin ich beim letzten Elternsprechtag vom Glauben abgefallen. Ich gehe in der Regel davon aus, dass auch schwächere Kinder die Hausaufgaben kognitiv packen können (Differenzierung in 3 Schwierigkeitsgraden, Pflicht- und Wahlaufgaben, etc.) und dass man die mit 15 Minuten pro Tag (oder halt 2 Stunden gebündelt auf die gesamte Woche) gut erledigen kann. Wenn ein Kind 3 Stunden am Tag an den Hausaufgaben sitzt gibt es in der Regel drei Möglichkeiten:

    - massive inhaltliche Überforderung (sehr selten)

    - fehlende Arbeits- und Lernstrategien & mangelhafte häusliche Organisation

    - der Lehrer hat einen an der Murmel (gibt es natürlich auch, würde ich aber auch unter sehr selten packen)

    Damit ist Punkt 2 fast immer relevant, selbst wenn es hauptsächlich an 3 liegt, kann man da mit 2 extrem viel abfangen...

    Zwei Anregungen:

    1.) Was ist der Lernfortschritt, d.h. was können die Schüler am Ende besser als vorher? Wenn dir da nichts einfällt: Lass es sein, das zerpflückt dir jeder Fachleiter.

    2.) Woran machen die Schüler fest, dass sie was gelernt haben (Reflexionsphase, metakognitive Elemente etc. - in Coronazeiten wird das Ganze möglicherweise sehr individualisiert werden müssen, also wie bekommst du das als Lehrkraft mit?)

    Das mit dem Gesundheitsamt muss ich leider bestätigen die aktuelle Linie ist: Es tragen ja alle Masken und es wird gelüftet, dann ist niemand ein Kategorie 1 Kontakt, d.h. es geht auch niemand in Quarantäne. Die Kontaktnachverfolgung funktioniert ebenfalls überhaupt nicht mehr. Die Tochter einer Kollegin ist in Quarantäne gegangen weil die Schulleitung das angeordnet hat (Grundschule, d.h. keine Maske), die Quarantäneanordnung vom Gesundheitsamt kam einen (!) Tag bevor die Quarantäne enden sollte...völliger Unfug...

    Es ist überhaupt kein Problem in NRW vom Ersatzschuldienst in den öffentlichen Schuldienst zu wechseln (auch im Beamtenverhältnis oder auf der beamtenähnlichen Planstelle im Kirchendienst), vor allem solange man noch auf einer A13 Stelle sitzt. Ich halte es allerdings für keine besonders geschickte Idee im Kirchendienst zu arbeiten, wenn man sich mit der Ausrichtung der Schule nicht identifizieren kann.

    Die Geldmenge ist ziemlich exakt auf 500€ pro volle Stelle berechnet (ich kenne über die Mitarbeitervertretung unsere Stellenberechnung und die Geldmenge pro Schulträger steht ja online), deswegen gibt unser Träger weniger pro Gerät aus, damit jede Lehrkraft am Ende ein Dienstgerät erhält. Die Geräte sind bei uns bereits bestellt, wann geliefert wird ist noch offen, aber die müssen laut Aussage unseres Trägers noch in diesem Jahr in Rechnung gestellt werden, sonst gibt es im schlimmsten Fall Probleme mit der Refinanzierung...keine Ahnung wie das bei öffentlichen Schulen aussieht.

    Patriarchat setzt sich ja zusammen aus Pater für Vater und arche (ἀρχή) für Beginn oder Herrschaft. Das irgendwie zu feminisieren ist aus einem relativ einfachen Grund Quatsch. ἀρχή ist schon weiblich. :)

    Dass der Mensch erst mit der Geburt entsteht ist zivilrechtlich in manchen Fällen richtig (im Erbrecht z.B. falsch, da schon mit der Zeugung), medizinisch gibt es gute Gründe Spätabtreibung für moralisch verwerflich zu halten, bei früher Abtreibung ist die medizinische Einschätzung mehr moralischen Zwängen unterworfen.

    Schmidt: Ich mag es ja immer, wenn ich Leuten vorhalten kann, dass sie nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, vor allem wenn es auf dasselbige vereidigte Lehrer sind: Es ist ständige Rechtsprechung des BVerfG, dass Embryonen die Menschenwürde ab Nidation (Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter) zusteht. Deine "Meinung" ist also mit gutem Willen lediglich verfassungswidrig, meiner Ansicht nach zutiefst menschenfeindlich...

    Weil Sprache wie Mathematik funktioniert...natürlich kann ich 1*x + 0 = 5 schreiben, aber Mathematiker sind auch nur Menschen und Menschen sind faul. :P

    Die Fälle in denen Frauen weniger verdienen als Männer (gibt es natürlich) laufen im Grunde immer auf einer Ebene auf der das Gehalt frei verhandelt wird...kann mir jetzt mal jemand erklären, warum bei freien Verhandlungen Frauen signifikant schlechtere Ergebnisse erzielen und warum das nicht gerechtfertigt ist, wo es bei diesen Jobs doch relativ häufig zum Aufgabenprofil gehört, dass dort frei verhandelt werden muss? (Sarkasmus-Alarm).

    O.Meier hat mal wieder mein Posting nicht verstanden, aber das ist ok so, kenn ich schon...vielleicht sollte ich die Ignorierfunktion nicht nur anschalten, wenn ich ihn über religiöse Themen schreiben sehe...

    Genau, die Welt ist so einfach. Und dass es viel weniger Frauen in Chefinnenpositionen gibt ist natürlich auch selbstgewählt. Sollen sich doch die Frauen einfach verhalten wie Männer und ruckzuck sitzen sie im Konzernvorstand. Jeder ist seines Glückes Schmied.

    Man muss sich nicht mal die traurige Rolle von Frauen weltweit ansehen, in denen meist noch Religionen das Rollenbild mit verfestigt haben, sondern es reicht, die letzten 100 Jahre in Deutschland zu betrachten und was für einen Weg sie gegangen sind. Im und nach dem Krieg haben sie die Gesellschaft am Laufen gehalten und hinterher sind sie (tendenziell, vielleicht sind deine Großeltern eine Ausnahme), abserviert worden und nur der Mann galt im Westen was, der die Familie allein ernähren konnte. Von Gewalt gegen Frauen mal ganz abgesehen.

    Ach, es ist zu traurig und zu ernst.

    Schauen wir uns mal die aktuell größten, neueren Unternehmen der Welt an...Microsoft, Apple, Google, Facebook, Instagram, Whatsapp, Snapchat, Alibaba, Twitter, Zoom Paypal, ebay, Tesla, etc.

    Wer hat die denn alle gegründet und wer genau hält Frauen davon ab eigene Unternehmen zu gründen und groß zu machen? Man kann sich natürlich immer schön darauf zurückziehen, dass man doch gerne die Vorstands- und Aufsichtsratsposten in den DAX-Unternehmen haben möchte, aber bei den selbstgegründeten Unternehmen sieht es doch noch viel eindeutiger aus.

    BTW: Der bereinigte Gender Pay Gap ist bei 2% und drunter (weil man eben nicht alle relevanten Kovariablen erfasst in den meisten Studien), das ist nicht existent...

    Zitat

    Das ist doch abstrus. In dem verlinkten Artikel steht es doch, junge Frauen berücksichtigen bei der Berufswahl die Kindererziehung, junge Männer nicht. Berufe, die Frauen tendenziell häufiger ergreifen werden schlechter bezahlt, weil es soziale Berufe sind, die unsere Gesellschaft nicht wertschätzt, obwohl sie logischerweise unentbehrlich sind. Frauen erziehen häufiger und länger und häufiger alleinerziehend Kinder als Männer und sicher nicht nur, weil das alle gleichermaßen gerecht finden

    Der Punkt ist richtig abstrus, denn den könnten Frauen am leichtesten ändern (tun sie btw auch, z.B. in Indien wo der Anteil der weiblichen Ingenieure deutlich höher liegt, tun sie nicht in eher liberalen Ländern wie z.B. Schweden oder auch Deutschland). Es ist eine Wahl gegen Karriere...wie kann man, wenn man sich gegen Karriere entscheidet, erwarten, dass man genauso viel Geld dafür bekommt? Das klingt ziemlich seltsam in meinen Augen. Wenn eine Frau sich für Karriere entscheidet und dann weniger bekommt oder schlechter behandelt wird, dann ist das ein Problem, aber das sehe ich aktuell eher nicht, da gibt es, auch in der Wirtschaft, massive Frauenförderprogramme, weil die alle Angst vor Quotenregelungen haben und gerne Frauen für höhere und höchste Positionen qualifizieren möchten, aber niemand geeigneten finden...du wirst halt nicht Vorstand mit 40 Stunden in Vollzeit, in Teilzeit kannst du es völlig knicken...

    Es wird nicht ignoriert, es gibt keinen Gender Pay Gap wenn man die richtigen Variablen (Teilzeit, Vollzeit, Jobwahl, Spartenwahl, Erziehungszeiten, etc.) als Kovariablen mit einbezieht. Eine Frau und ein Mann die sich ähnlich verhalten, bekommen auch dasselbe Gehalt. Die Design Absolventin in Teilzeit verdient allerdings weniger als der Maschinenbauer in Vollzeit. Wenn du mehr Kohle willst, dann mach die Sachen die mehr Kohle bringen. Das hat nichts mit deinem Geschlecht zu tun, sondern mit deinen persönlichen Entscheidungen. ;)

    Den zweiten Punkt kannst du eigentlich nur absichtlich falsch verstanden haben, deswegen würde ich da einfach mal darum bitten, nochmal zu lesen. Das war nur ein Versuch einer Erläuterung, wieso unsere Sprache nun einmal so ist wie sie ist und dass da kein diskriminierendes Gedankengut hintersteckt. Das was du machst ist Cherry-Picking...hab noch nie gehört, dass jemand von Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen schreiben wollte oder von Coronaleugnern und Coronaleugnerinnen.

    Die DIskussion übers Gehalt willst du nicht anfangen, die ist abgelutscht und du hast sie schon verloren als du den unbereinigten Gender Pay Gap ins Spiel gebracht hast, danach sind Kinder und Jugendliche auch massiv strukturell benachteiligt, die verdienen durchschnittlich 98% weniger als Erwachsene (Zahl ausgedacht, dürfte aber ca. hinkommen). Dafür gibt es Gründe, so what? Die Zahl macht sich halt gut. :P

    Und was das generische Maskulinum angeht:

    1.) Fast alle germanischen Sprachen haben im Plural überhaupt kein Genus, wenn ich mich richtig entsinne.

    die Herren, der Herren, den Herren

    die Damen, der Damen, den Damen

    2.) Die ursprüngliche Trennung in den germanischen Sprachen ist meines Wissens nach "alles" vs "explizit weiblich" gewesen. Sieht man ganz schön an man (Person) und woman (weibliche Person), der Grund warum man das generische Maskulinum nutzt dürfte also auf der Hand liegen, weil es schlicht das "alles" Genus ist.

    3.) Natürlich kann man das jetzt ignorieren und sich benachteiligt fühlen, aber was möchtest du an deiner Schule gern sein? Der beste Lehrer oder die beste Lehrerin? Dabei geht es nicht um eine Frage nach Geschlechtsangleichung. :P

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