Ich kündige meine Klassenarbeiten Anfang des Halbjahres an. Wenn dann jemand drei Monate später einen Kieferorthopädentermin genau am Termin meiner Klassenarbeit hat, dann gibt es dafür keine Befreiung. Das ist kein unentschuldigtes, sondern vorsätzliches Fehlen. Den Termin hätte man verlegen können. Das ist was anderes, als wenn ich in Geschichte einen Test für die nächste Stunde ankündige und jemand dann einen solchen Termin hat. Dann fehlt der halt, das dann zu verlegen (vermutlich auf einen Termin in zwei Monaten) halte ich für wenig sinnvoll.
Generell sind fachärztliche Termine in die außerunterrichtliche Zeit zu legen, mit wenigen Ausnahmen (Notfall, lange Terminfristen, OP Planung, Kieferorthopädie zählt da sicherlich nicht zu). §43 SchulG NRW ist da relativ eindeutig, Absatz 1 heißt "hat da zu sein", Absatz 2 bezieht sich auf "Krankheit oder andere nicht vorhersagbare Gründe", Absatz 4 ist eine "Kann"-Regelung, die mit Vorlauf sicherlich nicht zum Einsatz kommen muss, ob der Grund überhaupt "wichtig" ist, kann dahingestellt bleiben. Absatz 3 und 5 sind nicht einschlägig.