Beiträge von Valerianus

    Den Vertag schließt der Schulträger, das ist in der Regel die Kommune. Er untersagt der Stadt den Abschluss, bzw. die Weiterführung des Vertrages, dafür muss er dir als Landesbediensteter gar nichts vorschreiben. :)

    Zusätzlicher Hinweis (nur als Ergänzung, die Punkte der beiden Vorposter sind die relevanteren): Wenn du in den ersten beiden Semestern die Universitätsmathematik nicht gepackt hast, dann brauchst du keine "Lehramtsmathematik", sondern ein anderes Fach. Du musst nicht nur das verstanden haben was die Schüler verstanden haben, du musst fachlich besser sein und zwar so viel besser, dass du bei jeder erdenklichen Frage in 99% der Fälle richtig antworten kannst und in den anderen Fällen weißt wo du nachgucken und es am nächsten Tag erklären kannst und dafür brauchst du fachliche Grundlagen, üblicherweise vermittelt in Analysis I + II sowie Lineare Algebra I + II. Falls es dich tröstet: Wenn du das überstanden hast, bestehst du auch alle Folgeveranstaltungen, in Mathe wird am Anfang gesiebt, wer das übersteht, schafft auch seinen Abschluss. ;)

    @samu: Hier kannst du dir die Finanzberichte des Bistums Essen der letzten Jahre anschauen. Einfaches Beispiel, weil ich davon betroffen bin: Im Jahr 2018 hat hat das Bistum für die Schulen 38 Millionen vom Land NRW erhalten (weil das ansonsten für die entsprechenden Schüler ja Schulen vorhalten müsste), das Bistum hat aber 44 Millionen dafür ausgegeben. Die fehlenden 6 Millionen werden aus den 207 Millionen Euro Kirchensteuereinnahmen bestritten. Der größte Posten ist der seelsorgliche Bereich (Kirchen instand halten (das macht in Frankreich übrigens der Staat, außer er hat kein Geld, dann verfallen die halt), Priester bezahlen, etc.), das ist in etwa die Hälfte der Kirchensteuereinnahmen.

    O. Meier: Grundgesetz ist dir ein Begriff oder? Leider muss sich unser säkularer, nicht laizistischer (vgl. Grundgesetz) Staat daran halten, sowas dummes aber auch. Aber dass du das Grundgesetz nicht toll findest haben wir schon mehrfach festgestellt, nicht wahr?

    puntino: Der Aufwand ist ob mit oder ohne Kirchensteuer derselbe. Du brauchst keinen einzigen Sachbearbeiter mehr und auch keine Software mehr, es muss nur eine Abfrage für eine einzige Variable einprogrammiert werden, den Aufwand hast du mit den Einnahmen einer Person drin, ok bei staatlicher Auftragsvergabe vielleicht eher 10 Personen. (Quelle zum Aufwand)

    2017 haben katholische und evangelische Kirche 12 Milliarden Kirchensteuer eingenommen. Davon 3% sind 360 Millionen (jedes Jahr), was willst du davon denn bezahlen (denn zusätzliche (!) Sachbearbeiter brauchst du wie gesagt nicht)? Deine Quelle stützt dein Argument übrigens überhaupt nicht, "von einer vollständigen Kostendeckung auszugehen ist" heißt nicht, dass es ein Nullsummenspiel ist, sondern heißt "die werden nicht blöd sein und die Einnahmen mindestens auf dem Niveau der Ausgaben liegen, aber genau wissen wir es nicht".

    "Ich denke nicht" ist ja ein tolles Argument...du bist doch Wirtschaftswissenschaftler, ein bisschen Logik lernt man da doch sicher auch:

    Die Kirchen haben die Kirchensteuer bis 1949 selbst eingezogen, seitdem gibt es in jedem Bundesland dazu Staatsverträge. Der Staat erhält 3-4% der erhobenen Steuern, was den Staat effektiv gar nichts kostet, da das Merkmal in die Lohnsteuerkarte eingetragen ist und die Abrechnung EDV-automatisiert erfolgt. Gar nichts kostet gilt hier im Sinne von: Es kostet nach Programmierung der Software nicht einen Cent mehr. Wenn die Kirchen das selbst machen würden, müssten sie wieder Kirchensteuerämter eröffnen, was für die Kirchen definitiv mehr kostete als die 3-4% des aktuellen Aufkommens. Der Staat würde dadurch übrigens nicht nur die 3-4% verlieren, sondern hätte auch höhere Kosten, weil den Kirchen zur Erhebung der Kirchensteuer gemäß §137 WRV "bürgerliche Steuerlisten" zur Verfügung gestellt werden müssten, d.h. das Finanzamt stünde in regelmäßigem automatisiertem (und im Fehlerfalle manuellen) Austausch mit den Kirchensteuerämtern.

    Dir ist aber schon klar, dass die Kirchensteuer im Auftrag der Kirche durch den Staat eingezogen wird und der Staat davon seinen Teil abbekommt, also netto daran verdient, oder? Die Kirchensteuer ist kein Transfer des Staates an die Kirche, die gibt es auch, das sind allerdings zu großen Teilen die Ausgleichszahlungen für die Enteignungen im Zuge der Säkularisierung. Aktuell stehen die Kirchen tatsächlich sehr schlecht da, weil die Kirchensteuer an die Einkommenssteuer geknüpft ist und auf Kurzarbeitergeld keine Einkommenssteuer gezahlt werden muss, d.h. da brechen gerade große Einnahmequellen weg (vor allem für die jüngeren Bistümer ist das prozentual eine Katastrophe, ein Bistum wie Köln kann das über Einkünfte aus Vermögen gut ausgleichen und selbst die leiden gerade massiv).

    Was Schulen, Kitas, Krankenhäuser, etc. angeht: Ja, der größte Teil wird durch den Staat finanziert, aber eben nicht alles. Wie viele Organisationen gibt es denn noch, die zum selben Preis wie der Staat (vgl. mal was ein privater Kindergarten kostet und die bekommen auch Geld vom Staat) diese Leistungen erbringen, aber eigenes Geld zuschießen? AWO und DRK fielen mir ein, aber denen wird ja auch oft jeder Schwachsinn vorgeworfen, i.S.v. "hurhur, das DRK verdient Geld mit meiner Blutspende, wie unverschämt" - "ja, es heißt ja auch Spende du Otto und die querfinanzieren damit andere Satzungszwecke"...

    Miss Jones: Was genau findest du denn an der heutigen Kirche menschenverachtend und welche Werte findest du falsch? Das zweite ist eine Frage aus Interesse, was Werte und deren Wichtigkeit angeht kann man ja gut anderer Meinung sein...

    Hattest du schon mal eine siebte Klasse, die mit der Brause Drogendealer gespielt hat und sich das Zeug durch die Nase gezogen hat? Wusstest du, dass Schüler selbst aus den Augen schäumen können? xD
    Ich bleib beim guten alten Haribo... :)

    Zum Abschied hab ich jedem Schüler meiner ersten Klasse als Klassenlehrer einen kleinen individuellen Brief von Hand geschrieben. Aber das war mehr für mich und vielleicht 3-4 Schüler wichtig, andererseits will ich nicht das Elterntheater haben, wenn ich nur denen schreibe von denen ich weiß, dass es ihnen wichtig wäre. ^^

    Kurse halten sich nicht an den Klassenfrequenzmindestwert, das wird leichter einsichtig, wenn man es auf Religion oder die 2. Fremdsprache bezieht (haben dann alle Latein wenn nur 10 Leute Französisch wählen oder gehen die 8 Protestanten dann in den katholischen Religionsunterricht?). In der APO steht ja "bietet an" und nicht "bietet zur Wahl an", d.h. meiner Auffassung nach, das Informatik sowie die 3. Fremdsprache immer zustandekommen müssen.

    Alternativ gäbe es ja auch immer noch die Möglichkeit Leute mit dem Zweitwunsch Französisch da hineinzupacken um die von der Schulleitung geforderte Mindestgröße zu knacken (sollte man nicht machen, wenn der Erstwunsch ebenfalls relativ klein ist, aber ist eigentlich immer gut möglich).

    P.S.: Andererseits steht hier, dass die Schule eine 3. Fremdsprache anbieten kann. Ach, ich liebe unser Ministerium. :)

    Moebius: Das mit der Einstellung stimmt pauschal so nicht, das ist vom jeweiligen Träger (Bistum/Orden) abhängig. Es gibt Bistümer, die nehmen nur Katholiken, andere sind da offener, genauso bei wilder Ehe oder Wiederheirat nach Scheidung...manche Bistümer setzen dich dann vor die Tür, andere erwarten nur, dass du damit nicht selbst ein Fass in der Schule aufmachst. Bei den Beförderungen ist eigentlich bei allen Trägern die erste Beförderung drin (d.h. am Gymnasium A14), A15 und A16 gelten allgemein als Leitungsstellen, dafür muss man dann tatsächlich katholisch sein, weil es dazu einen deutschlandweiten Beschluss der Bistümer gibt.

    Abendmahl, Eucharistie und Kommunion werden von den meisten Laien meines Wissens nach recht synonym benutzt für den entsprechenden Teil des Gottesdienstes, aber ich bin auch kein Theologe. Hast du eine Quelle für das "Abendmahl bezieht sich nur auf die erstmalige Durchführung"? Welches deutsche Wort benutzt man als Katholik denn? Das altgriechische und lateinische wäre ja geklärt. ;)

    Transsubstantiation, Ubiquität und Konsubstantiation sind mir als Unterschied der Konfessionen klar, aber das bestimmte Worte nicht benutzt werden war mir neu. :)

    Humblebee: Wir haben hier dasselbe wie immer bei dem Thema. Es melden sich jede Menge Leute die auf die Ausgangsfrage gar nicht antworten können und schreiben viel Offtopic-Krempel, dadurch gleitet der Thread ins Offtopic und bald wird über Kirche und Schule allgemein diskutiert. Das sind die einzigen Threads wo das nie irgendeinen Mod kümmert, komisch oder? :)

    In den Gottesdiensten heißt Teilnahme im Wesentlichen Aufsicht über die Schüler, deren Benehmen in Gottesdiensten auch nicht anders ist als in sonstigen Veranstaltungen. Die Teilnahme am Abendmahl ist optional (wenn du nicht katholisch bist, "darfst" du ja sowieso nicht, aber auch wenn du katholisch bist gibt es eine Menge Gründe nicht teilzunehmen). Du bleibst dann einfach an deinem Platz, das machen jede Menge Schüler (und z.B. alle evangelischen Kollegen) bei uns genauso. ;)

    Du meinst laizistisch O.Meier... du lernst es bestimmt noch irgendwann... :teufel:

    Bei uns wird eigentlich erwartet, dass die Kollegen zum Gottesdienst (einmal in der Woche) kommen und morgens zu Beginn der ersten Stunde mit der Klasse ein Gebet (in der Regel das Vater unser) gesprochen wird. Aus eigenen Beobachtungen und vielen Gesprächen mit Schülern weiß ich, dass das nicht alle Kollegen auch durchziehen und sie sind alle immer noch bei uns an der Schule und machen ihren Unterricht...im Biologieunterricht ein flammendes Plädoyer für Abtreibungen zu halten könnte auch problematisch sein, die Vorteile von Verhütungsmitteln zu erläutern ist aber in Ordnung, steht ja auch im Lehrplan (also wenn du Biologielehrer bist...als Sportlehrer käme das sicher komisch, aber unabhängig von der katholischen Schule).

    Die Frage ist relativ einfach: Was ist die Rechtsgrundlage, die Lehrer dazu verpflichtet die Dinger daheim aufzubewahren? Wenn die jemand findet, ok...aber ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, dass es die gibt (auch nicht in Bayern) und damit gilt: Nicht dein Problem, sollen sie doch in der Schule gucken, wo sie den Krempel lagern...

    Was bei Antidepressiva ebenfalls häufig zu beachten ist: Sie wirken relativ schnell (und gut) gegen Antriebslosigkeit und fördern die Morivation. Der stimmungsaufhellende und angstlösende Effekt tritt allerdings meist verzögert auf (da solltest du also keine Wunder erwarten). Das sollte bei dir (nach deinen Schilderungen) kein Problem sein, aber ist ist unter Anderem einer der Gründe, warum manche Erkrankungen häufig nur stationär mit Antidepressiva (+ andere therapeutische Maßnahmen) behandelt werden.

    Ich vertraue nur Ärzten, was Medikamente angeht, einfach mehr als dahergelaufenen Leuten ohne jegliche Fachkenntnis. Es gibt vielleicht drei psychische Erkrankungen bei denen ich mir zutraue, dass ich mehr weiß als die meisten Ärzte (weil ich dazu selbst gearbeitet habe) und eine körperliche (weil ich sie selbst habe und sie selten ist), aber ja im Prinzip erkenne ich an, dass diese Personen erst mehrere Jahre studiert haben, dann mehrere Jahre eine Facharztausbildung gemacht haben und danach mehrere Jahre in ihrem Beruf gearbeitet haben und deshalb wissen sollten wovon sie reden und ich gehe bei eigentlich allen Menschen erst einmal davon aus, dass sie keine schlechten Absichten haben. Das hat auch nichts mit Autorität zu tun, sondern mit Professionalität. Welche Qualifikation hast du denn, dass du Leuten sagen kannst sie sollten Medikamente nehmen oder nicht nehmen?

    Ich finde es grenzwertig, wenn hier irgendwelche - lass es mich so unfreundlich formulieren wie ich kann, ohne gebannt zu werden - Küchentischpsychologieamateure Ratschläge dazu geben, wann und unter welchen Umständen Medikamente zu nehmen seien. Bei allem Respekt, das ist der Job von Medizinern und Pharmazeuten, nicht von Lehrern. Ja, Neurologen und Psychiater neigen viel schneller dazu bei psychischen Problemen Medikamente zu verschreiben als Psychologen (dazu zum Psychiater zu überweisen, damit der verschreibt, weil sie selbst ja nicht dürfen), aber das ist kein auszuschließender Therapieansatz, insbesondere da ja noch nicht einmal klar ist um was für Wirkstoffe es sich handelt und welche Diagnose gestellt worden ist.

    Zitat

    Die Tabletten nicht zu nehmen, halte ich für eine gute Entscheidung von dir. Das sollte meiner Meinung nach zu den letzten Möglichkeiten gehören

    "Die Zusatzaufgaben nicht zu machen, halte ich für eine gute Entscheidung von dir. Das sollte meiner Meinung nach zu den letzten Möglichkeiten gehören." Was würde ich im Dreieck springen, wenn ich so einen Kommentar in der Klasse oder auf dem Elternabend hören würde... :P

    Mit der PKV hatte ich noch nie Probleme (DBV) und weiß von Kollegen, dass es bei der ganz Großen (Debeka) auch unproblematisch ist... die Beihilfe spinnt oft rum, wenn der Zahnarzt mehr als den 2,3fachen Satz abrechnen möchte, bei normalen Ärzten ist das aber auch kein Problem. Kontaktlinsen, etc. kann die Beihilfe auch mal rumspinnern, aber häufig ist das nicht...

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