Beiträge von Valerianus

    Moralisch stimme ich PrimaBallerina durchaus zu, die Frage ist, ob du das auch juristisch begründet bekommst. @Lehramtsstudent: Lehrer müssen sich keinesfalls politisch neutral verhalten, sie dürfen nur nicht politisch werbend auftreten. Was unsere demokratischen Werte und Normen sind und warum man auf dieser Basis an der Grenze nicht auf Flüchtlinge schießen sollte u.ä. kann man Schüler durchaus vermitteln, auch wenn man dann vielleicht auf einer bösen Meldeplattform für alternative Faktenfans landet. ;)

    kleiner gruener frosch: BLM ist aktuell ja nicht nur in der "das Leben von Schwarzen spielt eine Rolle"-Szene unterwegs, sondern auch in der "wir bringen pro Tag mehr Leute zu Tode als die amerikanische Polizei"-Szene und der "wir machen auch Statuen von Leuten kaputt, die eindeutig gegen Sklaverei gewesen sind ("54th Massachusetts Regiment", Kościuszko, etc.)-Szene. Das kann man durchaus als strafbares Verhalten ansehen und kritisieren wollen.

    Das ist ziemlich sicher unzulässig und verfassungswidrig. Bei Lehrern könnte man das aufgrund des Mäßigungsgebotes versuchen durchzuziehen, aber bei Schülern? Auf welcher Rechtsgrundlage soll die Meinungsfreiheit und das allgemeine Persönlichkeitsrecht eingeschränkt werden?

    Was Thor Steinar angeht, gibt es ein Gutachten zur Rechtmäßigkeit von Verboten in Parlamenten, das könnte man evtl. übertragen: Verfassungsrechtlicher Rahmen für spezifische Bekleidungsmarkenverbote in Hausordnungen von Parlaments- und Verwaltungsgebäuden

    Hat sich das eure Schulleitung ausgedacht und sich das von der Bezirksregierung absegnen lassen? Selbst die sog. "Huckepackkurse" aus GK/LK müssen doch genehmigt werden und dafür gibt es wenigstens eine Rechtsgrundlage...wie das im Zusatzkurs gemacht werden soll ist mir völlig schleierhaft, aber bietet dem Schüler im zweiten Versuch immerhin eine gute Einspruchsmöglichkeit falls er es nochmal vergeigt. :)

    Ich fände es aus schulischer Sicht ziemlich seltsam in einem Jahr zwei SoWi-LKs anzubieten und im Folgejahr keinen. Was genau macht ihr dann, wenn ein Schüler wiederholen muss? Außerdem müssen ja auch nicht alle Wahlmöglichkeiten angeboten werden, der Verweis von Bolzbold ist da als Rechtsgrundlage eigentlich ausreichend. Wieso sollte eine Schule mit 100 (!) Schülern jedes Jahr Physik, Chemie und Biologie LKs einrichten müssen? Das funktioniert doch nur, wenn man alle Mathe/Deutsch/Englisch Grundkurse bis an die Belastungsgrenze vollkloppt, um irgendwie die Lehrer/Schüler Relation im Kurssystem insgesamt aufrecht erhalten zu können.

    Wacom Intuos wenn du zeichnen willst, die kleine Version für 70€ sollte da ausreichend sein (es gibt sicher auch andere gute Firmen, aber mit Wacom hab ich nie schlechte Erfahrungen gemacht). Dazu Screensharing (in eigentlich jedem Programm möglich) und ein Avatar mit Foto oder Webcam (wenn du bewegte Bilder für sinnvoll hältst).

    Was ist denn die unabhängige Variable in Schweden für das Experiment, bzw. was wären da die Experimentalgruppen, die haben doch an Schule nie was geändert und die Infektionszahlen für Kinder aus Schweden kannst du dir online angucken, die haben nur beim "case tracking" und Testungen in den Schulen nichts gemacht, da wäre mehr drin gewesen...

    In NRW könntest du einfach alle Kinder jede Woche testen, eine Woche vor Öffnung, zur Öffnung und dann bis in die erste Woche der Sommerferien hinein und zack, weißt du ob Grundschule ohne Abstand und ohne Masken ein Problem sind. Dasselbe machst du (falls es gut geht) für alle anderen Schulformen nach den Sommerferien, schön nach Alter getrennt ausgewertet und dann hättest du auch da eine vernünftige Datengrundlage.

    Das eigentlich traurige ist ja, dass sie die Gelegenheit nicht einmal für eine solche Studie nutzen...wenn sie es sowieso machen, könnten sie jetzt auch hervorragend Daten erheben und schauen was Sache ist...

    Meinen Fachleitern war das herzlich egal, im Kollegium und (sogar öfter) von den Schülern wurde manchmal aus Interesse gefragt in welchem Bereich und zu welchem Thema, aber das sehe ich jetzt weder als Vor- noch als Nachteil...eventuell könnte dir das passieren was Kiggie gesagt hat, wenn du dir in dem Bereich dann fachliche Fehler erlaubst ist es schon seltsam, genauso wie wenn du in einen Dauerbesserwissermodus wechselst, weil du in einem kleinen Spezialbereich wirklich viel Ahnung hast, das mag auch keiner (vor allem nicht wenn es um Pädagogik oder Didaktik geht, fachwissenschaftlich geht es da nie so heiß her), aber das mag ich persönlich auch nicht, also konnte ich mich da so ganz knapp zurückhalten. ;)

    Es ist glaube ich einfach eine Frage des Umgangs damit was man da gemacht hat...wenn man jemand ist der zwei Tage nach Erhalt der Promotionsurkunde zum Einwohnermeldeamt läufst um sich das in den Perso eintragen zu lassen, könnte es schwierig werden, aber das hat glaube ich nichts mit dem Referendariat zu tun... :)

    PeterKa: Bei uns kommen die aus dem Lehrerentlastungstopf, aber wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe, stopfst du einfach die Kurse etwas voller (über die durchschnittliche Sollgröße) und sparst dadurch Lehrerstunden ein, z.B. indem du anstatt 6 Mathekursen nur 5 einrichtest, hast du 3 Stunden gewonnen, die du für Entlastung verplanen kannst.

    1.) Nachteile? Vielleicht, dass die Schüler immer überlegen, ob sie dich mit Doktor ansprechen sollen oder nicht , das stört den Singsang des Namens bei der Begrüßung insbesondere in Vertretungsstunden ganz gewaltig...mir sind bisher keine Nachteile aufgefallen. ;)

    2.) Wenn es fachwissenschaftlich sein soll würde ich vor dem Referendariat empfehlen, weil du einfach noch tiefer drin bist, danach wenn du in die didaktische Richtung gehen willst (einfach um ein bisschen Erfahrung zu haben wie es läuft). Eine Promotionsstelle zu finden ist eigentlich kein Problem, achte am Besten darauf, dass sie drittmittelfinanziert und auf drei Jahre ausgelegt ist. In solchen Programmen verzögern sich Promotionen erfahrungsgemäß am wenigsten

    3.) Der Doktortitel sorgt erfahrungsgemäß dafür, dass dir Leute Kompetenzen zuschreiben (die du möglicherweise gar nicht hast) und dass du ein paar (nicht inhaltliche, sondern was Soft Skills angeht) auch tatsächlich erworben hast, ansonsten hättest du die Promotion nämlich gar nicht durchgestanden. Beides hilft bei Beförderungsverfahren, auch wenn es kein direktes Auswahlkriterium ist.

    Wir haben Entlastung für Klassenlehrer (1 Stunde), Stufenleitungen (2 Stunden) und Korrekturfachlehrer (ab 6 Korrekturgruppen,wobei Oberstufenkurse nur zählen, wenn voll geschrieben wird oder es ein LK ist). Darüber kann ich mich jetzt echt nicht beschweren...

    Es sind auch rein logische Überlegungen: Was nützt dir in der Sek I der Kollege mit Latein/Biologie, der seine Klasse als Gesamtverband nur 2 Stunden im Fachraum sieht, da steigen dir doch die Eltern auch sofort aufs Dach? Dann bleiben auch nicht mehr so viele Kollegen für die Stufenleitungen übrig, selbst wenn du da zufällig ziehst, erwischt du fast nur die Nebenfachkollegen.

    BTW: Hat irgendjemand eine Rechtsquelle für eine vorgeschriebene Entlastung der Stufenleitungen? Die kannte ich noch gar nicht, wär aber interessant zu wissen.

    Als Klassenlehrer nimmst du normalerweise jemand mit einem Hauptfach her, für die Stufenleitung werden bei uns nur Kollegen ohne Hauptfach herangezogen (damit sich das halt übers gesamte Kollegium verteilt). Es gibt ein paar Leute, die die Schulleitung lieber nicht für Klassenleitungen einteilt, aber das ist kein Merkmal, das man sich unbedingt verdient haben möchte...

    Ich kann gerne meine Meinung als Klassenlehrer dazu abgeben, was ich vom Fernunterricht mancher Kollegen halte. Alternativ haben wir aber gerade an der Schule auch eine Umfrage bei Schülern und Eltern laufen, die sind eher deckungsgleich mit dem was Bolzbold schreibt: Einige Lehrer haben extrem viel gemacht, andere haben sich quasi in Luft aufgelöst...

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