Ich nehme mal die amtlichen Schuldaten für NRW zur Hand und halte mich ans Gymnasium:
Wir haben in NRW 519.798 Schüler am Gymnasium, davon sind 220.055 katholisch, 148.165 evangelisch, 55.793 muslimisch und 70.655 ohne Konfession (der Rest hat andere Konfessionen und ich bin zu faul das abzutippen. NRW bietet Religionsunterricht in katholisch, evangelisch, syrisch-orthodox, orthodox, jüdisch, islamisch, alevitisch und mennonitisch an. Was macht jetzt mehr Sinn:
Religionsunterricht für die 86,4% Schüler anzubieten die einer Religionsgemeinschaft angehören oder gar keinen für die 13,6% ohne Konfession anzubieten. Das sieht mir ehrlich gesagt ein bisschen zu sehr nach Diktatur der Minderheit aus...
P.S.: Was die Ernsthaftigkeit der konfessionslosen Eltern angeht: In NRW haben 13,6% der Schüler an Gymnasien keine Konfession. An katholischen Ersatzschulen bei uns im Bistum (mehrheitlich Gymnasien, aber nicht nur) haben 14,2% der Schüler keine Konfession. Wenn es um Schulqualität geht, wird der Atheist gläubig und bietet bisweilen auch die Taufe an. ![]()