Beiträge von Yummi

    Ja, ich unterriche jetzt SekII. Aber denkst du die Klientel in beruflichen Schulen ist einfach?

    So habe ich auch in der zweijährigen Fachschule unterrichtet. Klar sind die SuS da etwa 15, aber einfacher ist das Alter auch nicht.

    Mach dich einfach nicht verrückt. Deine Gesundheit ist wichtig. Du hast hier viele unterschiedliche Ansichten und Verfahren. Vielleicht ist ja was für dich dabei.

    Ich gebe Aufgaben aus dem Lehrbuch. Lehrbücher unterliegen dem Anspruch didaktisch aufbereitet zu sein und mittels Unteraufgaben unterschiedliche Anspruchsniveaus anzusprechen. Schüler müssen lernen mit dem Lehrbuch zu arbeiten. Einen Großteil der Aufgaben kann man lösen, indem man das Kapitel daheim wiederholt.

    Wenn jemand meint, Hausaufgaben seien unnötig, dann soll er sie nicht machen. Ich bespreche sie kurz. Wenn Fragen vorhanden sind, dann meist von Schülern die sich damit auseinandergesetzt haben. Das ist mein Beitrag zur Förderung eines selbstverantwortlichen Lernprozesses. :aufgepasst:
    Ich behalte mir vor, in einer Klassenarbeit die gleiche oder nur leicht abgewandelte Aufgabe u.a. abzufragen. Die Schüler die sich mit den Themen auseinandersetzen, kriegen bei einer solchen Reproduktionsaufgabe idR. die Punktzahl. Dem Rest wird es hoffentlich eine Lehre sein. Wenn nicht dann gilt bei mir der Spruch: Man kann ein Pferd zur Tränke ziehen, saufen muss es schon selbst.

    Zu spät dran oder den Thread nur überflogen? Geh mal auf Seite 2. Dasselbe hat Kollege Rau schon erwähnt und von Kollege Mikail gut dargestellt.
    Wenn ich Unterricht (dazu zähle ich Vor-,Nachbearbeitung, Klausuren, Jahres-und Projektarbeiten betreuen und abnehmen, korrigieren, jährliche Prüfungskorrekturen (immer Erst- und Zweitkorrekturen)) sowie allerlei Konferenzen und Klassenlehreraufgaben zusammenzähle erreiche im Schnitt die 41Std/p.W.

    In Bezug auf A12. Du hast jetzt schon Fächer mit viel zu wenig Bewerbern. Jetzt kürzt du das Einstiegsgehalt und ergänzt dieses mit einer nebulösen leistungsbezogene Gehaltszulage. Wie soll diese denn geprüft werden? Dann kann ich bei großen Firmen tariflich schon mehr verdienen. Gerade die Lehrer für bestimmte Fächer wirst du noch weniger bekommen.
    Bei den Lebenshaltungskosten in BaWü und den stetig steigenden Mieten und Kaufpreisen wirst du noch mehr Druck auf den Lehrermarkt mit deiner Idee fördern.

    Das hängt auch von deiner persönlichen Arbeitsmoral ab. Es gibt (leider) immer noch die Kollegen, die mit dem letzten Klingeln schon quasi im Auto sitzen und dann bis zum nächsten Morgen kaum einen Gedanken an den Unterricht verschwenden.Im Normalfall kommen eben ggf. noch Betreuungszeiten in der OGS dazu, Teamsitzungen, Konferenzen, Elterngespräche und ggf. Konzeptarbeit. Wenn man sich ein Pöstchen erarbeitet hat (Betreuung der SchulBib, Homepage, Verwaltung der Lehrmittel), dann auch noch solche Arbeiten. Dafür bekommt man mit viel Glück auch eine Entlastungsstunde.

    Nimm es mir nicht übel. Aber ich verstehe nicht, wie man Zusatzarbeiten übernehmen kann und diese dann im Prinzip kostenlos macht. Manchmal denke ich mir, dass manche glauben dass es einem gedankt wird. Vor allem von der Dienstherrenseite.

    Mein Job ist unterrichten. Dafür werde ich bezahlt. Wenn man möchte, dass die Schule gestaltet wird, muss mir für diese Arbeit eine entsprechende Vergütung, idR bei uns Entlastungsstunden, gegeben werden. Aber solange es noch genug Kollegen gibt, die dies kostenlos machen, lachen sich die Verantwortlichen schlapp.

    Und wenn man die ewigen Diskussionen um Besoldungserhöhungen, Kürzungen und pädagogischen Reformen anschaut, dann kann ich über freiwillige Tätigkeiten nur den Kopf schütteln.

    Ich bin kein Grundschullehrer, aber grds. verdienen Grundschullehrer weniger. Es gibt aber gewerkschaftliche Bestrebungen, dass auch Grundschullehrer mehr verdienen sollen.

    Folgt man der Logik, dass die Ausbildung von Lehrern weniger fachwissenschaftlich erfolgen soll, dann ist es nachvollziehbar, dass auch Grundschullehrer A13 verdienen sollen. Kritiker wenden hier ein, dass eine Änderung zum Einheitslehrer entsteht, bei dem vor allem wohl Gymnasien sich dagegen stellen. Ich halte davon auch nichts.

    Ich habe nichts dagegen, dass Kollegen der Grundschule mehr verdienen. Ehrlich gesagt sind diese Kollegen immer als erstes von irgendwelchen pädagogischen Moden betroffen. Ich bezweifle überhaupt nicht, dass sich die Kollegen vor allem mit sozialen und erzieherischen Defiziten auseinandersetzen müssen. Das ist sehr anstrengend. Und das sollte auch entsprechend entlohnt werden, wenn man sich anschaut, wasdie Politik der Schule ständig an mehr Aufgaben aufbürdet.

    Klar. Wenn die nervigen Mamas dann ruhig sind und sich eine bessere Heilung einbilden. Kann ich verstehen.

    Es ist ja in Ordnung dass du Homöopathie nimmst. Ich kann nur nicht verstehen, wie man als Elternteil Kindern Sachen schlucken lässt, deren Wirksamkeit man selbst als nicht gesichert ansieht. So etwas käme mir nicht mal annähernd in den Sinn.

    Dann lieber 0,0 Pils mit Tagesbedarf an Folsäure und B-Vitaminen :P

    Ich bezog es auf Schwellungen, wie man sie bei Stürzen erhält.

    Bezüglich Arnica; ist mir schon klar. Der Großteil der Hebammen glauben an diese Esoterik. Wenn ich da nur an die Empfehlungen denke, die meine Frau zu dieser Zeit erhalten hat :autsch:
    Du sollst bei Kindern nicht zu früh das Fieber senken. Geht es über 40 Grad wird es Zeit für den Arzt und für fiebersenkende Mittel. Wenn du dich mit deinen Globulis toll fühlst, ist es ja okay. Aber deine Kinder ständig diese Kügelchen achlucken zu lassen :traenen: . Da gebe ich meinem Kind lieber ein alkoholfreies Bitburger :P .

    Bei Schwellungen hilft ein Kühlpad. Bei Erkältungen selbstgemachte Gemüsesuppen, Tee und Ruhe.

    Bei Fieber dasselbe. Und wenn es nach oben Richtung 40 Grad schnellt, musst du mit dem Kind zum Arzt und dann nimmt es Paracetamol.

    Da muss man seinen Kindern nicht irgendetwas schlucken lassen, von dem man selber zugibt, nicht zu wissen ob es hilft. Das ist wirklich lächerlich als Akademiker.

    Von mir aus soll jeder, der Homöopathie nehmen will, sie nehmen. Wenn man glaubt, das rythmische Bewegungen und irgendwelche Potenzierungen wirksame Medikamente herstellen, dann kann man daran nichts ändern.
    Mit Naturgesetzen zu argumentieren, hilft da nichts. Von mir aus sollen diese Personen sich auch homöopathische Zeichen auf die Haut zeichnen.

    Was mich nervt, ist dass dies von den Kassen gezahlt wird und das solche Personen Kinder damit hineinziehen.

    Das Referendariat war okay. Das Seminar war nervig. Insbesondere die Dokumentationsarbeit war unnötig. Ansonsten kommt es wohl auf die Schule und die Klassen an die man unterrichtet. Ich hatte mit beidem wohl Glück.

    Ein volles Deputat finde ich jetzt auch nicht wirklich schlimm. Ich überarbeite mich nicht. Die Prüfungszeitäume sind etwas stressiger.

    Aber wenn man den Job als Job und nicht als Berufung und sich auch nicht als pädagogischer Heilsbringer sieht, dann läuft das.

    Einfach auf sich zukommen lassen. Locker bleiben unf sich nicht verrückt machen lassen. Solange man das was man unterrichtet versteht und eine klare Unterrichtsstruktur hat, hat man die halbe Miete. Wenn man dann kein ängstliches Küken ist, läuft die Sache.

    Viel Erfolg!

    @Trantor
    Ist das eine Vorgabe eures KuMi oder eine schulinterne Vereinbarung mit dem Wiederholen?

    @Schantalle
    Und wenn der andere keinen Stift dabei hat, der andere kein Papier, der nächste sein Geodreieck usw. vergessen hat? Veantwortung zu lernen heißt eben auch Konsequenzen für sein Verhalten zu tragen. Ein normaler Schüler vergisst das vermurlich nicht mehr.

    Willst du die Fahrtkosten erstattet haben? Das ist eine Abordnung und keine Dienstreise. Meines Wissens kannst du nur über ESt-Erklärung im Rahmen der Pendlerpauschale deine Kilometer ansetzen.

    @meike
    Verstehe nicht ganz was du meinst. Jeder Lehrer ist selbst verantwortlich, ob er seine Klasse im Griff hat. Wie soll ich da den Einfluss nehmen, wenn dem Kollegen X die SuS auf der Nase herumtanzen?
    Selbst wenn der Schulleiter da eine Ansage machen würde, dann hält das höchstens eine Stunde.
    Entweder man hat eine Autorität als Lehrer und die SuS akzeptieren das, oder man hat ein großes Problem.

    Dieses pädagogische "Wir ziehen an einem Strang" funktioniert halt nicht bei allem. Irgendwo muss eine Person auch in der Lage sein, sich durchzusetzen. Wir stehen nun einmal alleine vor einer Klasse. Wer das nicht kann, ist wohl im falschen Job. Spätestens nach einem Jahr wäre die Person erst einmal krankgeschrieben.

    Mir macht die Arbeit im beruflichen Schulwesen auch sehr viel Spaß. Stell dir die Arbeit mit "unserem Klientel" aber nicht zu rosig vor. Wenn du aus Praxissemester/Ref raus bist, war es das mit der Schutzzone und dann muss man für sich Wege finden zurecht zu kommen.

    Und man muss sich klar im Hinblick auf die Stundentafel sein. Im Vergleich zu den Profilfächern hat man weniger Stunden. Ein volles Deputat zu füllen, heißt also mehr Klassen. Bei Abschlussprüfungen kann man dann eine Menge an Korrekturaufwand haben.

    Das ist neben dem u. U. höheren Anspruchsniveau und anderer Schülerklientel auf allgemeinbildenden Gymnasium ein großer Unterschied: Auf verschiedenen Stufen gibt es bei uns immer zentrale Abschlussprüfungen. Und dann noch auch die Unterteilung in Voll- und Teilzeit.

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