Beiträge von Yummi

    Zähl die Schülerzahl, erstelle die Gruppenanzahl und verteile sie.
    Warum macht ihr euch das Leben mit diesen "fancy-methods" so schwer?

    Du hast eine Lehrprobe in der ein Lernziel angestrebt wird. Das solltest du verfolgen und nicht in unnötige Verteilungsmechanismen dich verheddern.

    Wo spare ich denn ein?

    In BW gilt Lernmittelfreiheit; die Bücher werden als Leihbücher den Schülern gegeben. Selbst wenn eine Schule ein Lehrbuch als Kaufversion anordnet, kann jeder Schüler der Schule den Vogel zeigen und ein Leihbuch verlangen.

    Dasselbe gilt für Taschenrechner. An beruflichen Schulen in BW gelten wieder wissenschaftliche und nicht grafische Taschenrechner. Die Kosten sind massiv gesunken. Wir haben da auch Leihgeräte.

    Die einzigen Kosten die Schüler haben sind Hefte/Blöcke und Ordner.

    Doch,im ersten Jahr ist das leider absolut normal. Ab dem 2. Jahr wird es dann schon besser und ab dem 3. Jahr bist richtig drin in der Methodik. Das dauert einfach alles. Was mir gerade bei den Klausuren immer hilft: Steck den Hirnschmalz in die Aufgabenstellung der Klausur, dann minimierst du den Korrekturaufwand enorm.

    Ok, ich habe mit Sprachen nichts zutun, aber vielleicht mal ein Beispiel aus dem Rechnungswesen, wie ich mir die Arbeit einfach mache:
    Im Rechnungswesen besteht die ganze Klausur aus einer einzigen Aufgabe. Es bringt also nichts nur die Ergebnisse zu bewerten, ich muß auch auf die Zwischenergebnisse und insb. die Folgefehler eingehen. Bei meiner ersten Klausur habe ich nur die Geschäftsfälle vorgegeben. Die Schüler mußten daraus im ersten Schritt selber die Buchungssätze bilden, die dann verbuchen und die Konten abschließen. Da es praktisch niemanden gab, der alle Buchungssätze richtig hatte, mußte ich dann wirklich jede Klausur komplett nachrechnen.
    --> Zeitaufwand = gewaltig :(

    Heute mache ich es so, daß ich den Schülern die Geschäftsfälle gebe und sie daraus die Buchungssätze bilden lasse. Diese Buchungssätze geben sie dann ab und bekommen von mir das Lösungsblatt mit den korrekten Buchungssätzen, die sie dann in die Konten verbuchen. War zwar erstmal etwas schwer den Schülern das Verfahren beizubringen, aber mein großer Vorteil ist, daß ich jetzt nicht mehr wirklich jede Klausur komplett durchrechnen muß, da sich das Potential der Folgefehler deutlich minimiert hat.

    Auch das ist zu kompliziert.
    Eine ganze Aufgabe vom EBK bis zum SBK zu verbuchen ist wie du schon sagst völlig hirnrissig und bringt uns Arbeitsaufwand wie Deutschlehrer in einer Korrektur :staun: .
    So etwas mache ich nur im Unterricht.

    Ich trenne das in Arbeiten. Eine Aufgabe sind Geschäftsvorfälle für die BS gebildet werden sollen. Eine andere Aufgabe soll nur die Buchung in T-Konten exemplarisch gezeigt werden. Dann noch Verständnisfragen und die Klausur ist blitzschnell korrigiert.

    Moin,
    womit unser Lehramtsstudent damit doch wohl raus wollte ist die Frage: Wie geht es denn weiter, wenn wir jetzt jeder Minderheit hinterherlaufen und alles verbieten bzw. absagen, weil es jemanden stören könnte?

    Und ja, da bin ich, gerade auch aufgrund diverser Auswüchse rund um den Ramadan auf seiner Seite. Es gibt keine Sonderaktinen, denn: Reicht man ihnen den kleinen Finger, reißen sie einem gleich die ganze Hand ab. Diese ganzen Absagen und Rücksichtnahmen werden uns doch auf Basis ihres kulturellen Hintergrunds nicht als Bezeugung des guten Willens sondern als "Schwäche des Westens" ausgelegt.

    Bsp.:

    • Sportfeste wegen Ramadan absagen.
    • Klausuren sollen nicht mehr im Ramadan geschrieben werden. Diese Forderung kommt bei uns echt schon.
    • Ramadan + aktuelle Hitzewelle = Unterricht sollte nach der 4. Stunde gleich ganz abgesagt werden. Hitzefrei auch in der Berufsschule.
    • Mitten im Unterricht rennen Schüler mit Gebetsteppichen in einen Nebenraum.
    • Irgendwelche Gestalten im Nikab rennen durch die Schule und bestehen darauf nur von Lehrerinnen unterrichtet zu werden. Als ich die das erste Mal auf dem Flur gesehen habe, hatte mich gerade umgedreht und erschrocken festgestellt, daß so jemand 1m hinter mir steht, dachte ich nur noch "Gevattern Tod" steht hinter mir, Terrorangriff... Wo ist der Amokalarm?

    Klar werde ich da nicht in all den Einzelfällen das Jugendamt einschalten. Aber ich sanktioniere das unentschuldigte Fehlen im Unterricht über die Noten. Und ja, mir wäre da das französische Modell auf ganzer Linie lieber, bei dem sich in letzter Konsequenz immer der Staat mit aller Härte durchsetzt.

    Und das Freitagsgebet, weswegen man früher die Schule verlassen möchte.

    Aber ich verstehe dich; einen Nikab in der Schule geht gar nicht.
    Aber größer kann der Unterschied nicht sein, wenn du Schülerinnen in Hot Pants und Vollverschleierte auf einem Gang siehst.
    Über Erstere regen sich zu Sommerzeiten immer wieder SL/Politiker usw. öffentlichwirksam auf. Bei der Zweiten muss man ja aufpassen bloß nichts politisch inkorrektes zu sagen und mögliche "religiöse Befindlichkeiten" zu verletzen.

    Naja, dank dieser Endgeräte und der Digitalisierung hätten die Schüler Zugriff auf soviel Wissen; aber es kommen vor allem nur die Sozialen Netzwerke vor. Man stelle sich vor, unsere Schüler würden Youtube für BWL und Mathe nutzen und nicht für Schminktipps

    Oder anders:
    Die üblichen Tagträumer haben zu Beginn der digitalen Revolution die massive Demokratisierung und Verbesserung des allgemeinen Bildungsniveaus verkündet.
    Heute herrscht Ernüchterung. Viele Menschen können Bullshit nicht von Fakten trennen; Idioten können hohe Ämter bekleiden und Fake News ist Tür und Tor geöffnet.

    Schulisch werden digitale Medien vor allem denjenigen helfen die auch analog eher die helleren Köpfe sind. Den Rest kann man mit dazugehöriger Unterhaltungssoftware "beschäftigen". Nicht unsonst schicken viele Programmierer bei den großen IT-Unternehmen ihre Kinder auf analoge Schulen.

    Ansonsten profitiert eine bestimmte Lehrergruppe davon, die jetzt kostenfrei ein Diensttablet erhält.
    Schulträger können Ausgaben durch BYOD reduzieren und zugleich die Wartung den Lehrkräften übertragen.
    Ach, Aktionäre profitieren davon.

    Wie war das mit der Kritik an der Ökonomisierung der Bildung liebe GEW?

    Ich halte nichts davon.

    Ich habe mehrere Kinder, die dann parallel auch mehrere Tablets benötigen. Die einen in SEK1, die anderen in Sek2. Soll ich jetzt mir mehrere Tablets anschaffen?

    Darüberhinaus muss es Lehrbücher in einer Form geben, die über eine reine Digitalisierung hinaus geht.
    Ich habe aus Spass mal ein Lehrbuch in digitaler Form beschafft. Ich konnte es lediglich in einem speziellen Programm öffnen, die Aufgaben ließen sich digital gar nicht bearbeiten usw.

    Aber letztlich ist es hervorragend für jeden Investor. :cash:

    Und wenn eine SPD-Regierung BYOD durchsetzt ist es ein weiteres Beispiel dafür, dass sich diese Partei endgültig abschafft.

    Auf Fortbildungen bin ich auch schon mit so Klang-Gepinge „konditioniert“ worden, durch das uns das Ende von Arbeitsphasen angezeigt wurde.

    :victory: Das kam einmal vor und ich musste laut lachen. Ein Grund warum ich Firtbildungen grundsätzlich meide. Es gibt nur selten interessante und von erfahrenen Kollegen durchgeführte Fortbildungen. Häifig ist es einfach nur lächerlich.
    Aber für einen solchen Unsinn gibt es haufenweise Geld.

    @Buntflieger
    Bist du Lehramtsstudent oder Referensar?

    Sind meine Schüler religiös, ist das okay. Ich bin es nicht. Aber ich muss meine Einstellung nicht allen auf die Nase binden.

    Weshalb man es nötig haben sollte, im Unterricht seine Einstellung zu Religion so thematisieren, verstehe ich nicht.
    Fühlt man sich da besser oder intelligenter?

    Der einzige Punkt bei dem ich mich einmische ist, wenn irgendwelche Halbstarken ihr religiöses Märchenbuch über das Grundgesetz stellen.
    Ansonsten sollen sie ruhig in die Luft beten.

    Ja, wären die einen sich an der mangelnden Lehrmittelfreiheit reiben und es bedauerlich finden, dass die Schüler sich die Bücher selbst kaufen müssen, bauen die anderen schon die nächste Hürde auf, indem sie nur Schüler aufnehmen, die 1000 Euro für ein solches Spielzeug, äh, Arbeitsmittel über haben.
    Ich bin sehr dafür die finanziellen Anforderungen für Schulbildung möglichst gering zu halten, um möglichst vielen Menschen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Ohja, der Staat soll die Kohle hinlegen.

    BOYD - Buy your own device!

    Als Lehrer und Vater finde ich BYOD absolut schwachsinnig und eine Frechheit im Hinblick auf die Vermittlung von Bildung.

    Als Investor finde ich es super :cash:

    Jeder Lehrer der diese Form der Voraussetzung an den Schulbesuch unterstützt sollte sich un Grund und Boden schämen.

    Geht mir mit diesen Smartboards weg. Ich nutze die gar nicht mehr. Ältere Modelle haben nur Probleme gemacht; ich musste da ständig kalibrieren. :autsch:

    Und ich renne doch nicht vor der ersten Stunde hoch und schalte alles ein, damit ich dann doch tatsächlich pünktlich anfangen kann weil alles hochgefahren ist.
    Und dann gibt es noch Kollegen, die das jedes Mal herunterfahren, obwohl sie nicht die letzte Stunde haben.

    Eine gute alte Kreidetafel geht immer.

    Letzter Tag werden die Klassenarbeiten geschrieben. Nachschreibearbeiten sind dann heftiger. Wenn Eltern der Meinung sind, dass ihre Ferien wichtig sind, dann soll es halt so sein. Aber diskutieren über Noten gibt es bei mir nicht. In der Regel sacken die Schüler in der Nachschreibearbeit ab; ich kann damit leben.

    Die Arbeiten sind glücklicherweise schnell erstellt; dank Excel schnell zu korrigieren.

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