Beiträge von Yummi

    @Kapa

    Warum sprichst du mich mit deinen Auslandsjahren an? So angepisst dass du nur noch selektiv liest?

    Btw. das Klischee des verkalkten Beamtenkopfs lass mal lieber sein. Kommt sicher gut, seine Kollegen so zu bezeichnen.

    Wenn du von Job zu Job springen willst, kannst du das gerne tun. Und nein, nur nicht zu verhungern reicht mir nicht. Wenn dir ein Leben am Existenzminimum genügt, dann mach das.
    Ich will meiner Familie nun einmal was bieten.

    @Jenso2017
    1. Du suchst einen Job, bei dem das Gehalt nicht wichtig ist sondern der dir Spaß macht. Du bist bereit dafür 50% zu arbeiten. Dagegen verlangst du mind. 5.000€ Brutto wenn du dann in die Wirtschaft zurückwechselst, weil du dafür umziehst. Irgendwie passt das nicht.

    2. Du willst 50% arbeiten, weil du guten Unterricht machen willst, den du bei einer VZ nicht hinbekommst. Das halte ich aus mehreren Gründen für völligen Humbug

    • Selbst als TZler musst du an allen Veranstaltungen teilnehmen wie die VZler (Konferenzen, Elternabend...)
    • Du zeigst implizit dass ein VZler, vor allem jemand der neu beginnt, niemals guten Unterricht hinbekommt. Dabei hängt guter Unterricht nicht nur davon ab, was du dir als Junglehrer überlegst, sondern von der Erfahrung die du nur durch unterrichten erhälst. Dass dein Unterricht am Anfang nicht immer super ist, ist völlig egal. Unterrichten ist ein Lernprozess.
    • Du verzichtest auf 50% Gehalt, wobei die Unterrichtsvorbereitung nicht proportional mit der Anzahl deiner Stunden ansteigt. Es kann auch sein, dass du durch Parallelklassen weniger Aufwand hast.

    3. Für einen Schulleitung macht das schon einen unterschied ob jemand bereit ist mehr Stunden zu arbeiten als geplant war. U. U. zeigt sich dies durch eine wohlwollendere Klassenzuteilung.

    4. Nimm die PKV. Als Anwärter spottbillih

    Wer den Lehrerberuf nur attraktiv findet, wenn man verbeamtet werden kann, sollte er besser nicht Lehrer werden. Ich bin seit 9 Jahren in Anstellung tätig in einem Land, in dem verbeamtet wird, und ich beeile mich nicht, in den mir verbleibenden 5 Jahren noch verbeamtet zu werden.

    Wenn es gelingt, fein, wenn nicht, auch in Ordnung.

    Nö. Warum sollte ich auf wesentlich mehr Gehalt ohne Mehrarbeit verzichten?
    Warum soll ich auf ein höheres Ruhegehalt verzichten?
    Die Verbeamtung war für mich ein wichtiger Faktor.
    Ansonsten ist es ein Job, nicht mehr und nicht weniger.

    Staatswesen basieren auf Gewalt. Deswegen nennt man die Herrschaft z.B. auch "Staatsgewalt". Niemand wird gefragt, ob er einem Gesellschaftsvertrag zustimmt.
    Dieser genannte Gesellschaftsvertrag à la Hobbes ist die Behauptung, dass es für jeden das beste sei, wenn man sich beherrschen lässt. Wenn man so will ist die Zustimmung zu dieser Legitimation der staatlichen Herrschaft der "Glaube an eine höhere Macht".

    Und warum sollte ich mich (nur) auf Hobbys berufen? Er war ein wichtiger aber nicht der einzige Staatstheoretiker.

    Das a hast du im Alltag bei Banken. Zinsen werden immer p.a. angegeben :top:

    Bezüglich der Unis sind Bestrebungen meines Wissens vorhanden, das Latinum als Pflicht in einigen Studiengängen zu streichen. Es gilt ja in den Studiengängen als die Hürde.

    Konfessionell muss der Religionsunterricht für meinen Geschmack auch gar nicht sein. Aber ich bleibe dabei: Staatlich kontrollierter Religionsunterricht ist für mich auch Radikalisierungs- und Missbrauchsprävention. Wer die Lehre der großen Kirchen nicht kennt, erkennt auch gefährliche Sekten nicht.
    (Im Übrigen kann man Kinder in beide Richtungen überwältigen: Eltern können Kindern eine dezidiert ablehnende, vorurteilsbehaftete Haltung gegenüber Kirche und Religiosität anerziehen, die sie ebenso kaum wieder loswerden.)
    Daneben ist die christliche Lehre eben auch Kulturgrundlage der sog. westl. Gesellschaften. Ohne deren Kenntnis ist ein großer Teil aller medialen Kunst für den Betrachter nicht erschließbar. Und das sage ich als jemand, der da deutliche Kenntnislücken hat, die immer mehr auffallen.

    Meine Kolleginnen und Kollegen, die Religion (ev. oder kath.) unterrichten, haben übrigens alle eine sehr reflektierte Einstellung. Von keinem von ihnen sehe ich eine irgendwie geartete Gefahr ausgehen. Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass speziell wir ein ziemlich linker Haufen sind. ;)

    Also Kunst wird im Geschichtsunterricht behandelt. Meine Kinder brauchen kein Religionsunterricht um Veränderungen zwischen MA-Malerei und der Renaissance zu erkennen.
    Aber gut, wir sind konfessionslos. Grimms Märchen genügen ;)

    Die Mär des demographischen Wandels als Problemlöser für die Arbeitswelt wird dir nicht viel helfen, denn es

    1. werden erheblich weniger Arbeitskräfte in der Produktion/bestimmten Dienstleistungen (Banken, Investmentbereich (siehe Blackrock)) benötigt,

    2. Standard Dienstleistungssektoren bezahlen idR. im Vergleich zur Industrie erheblich schlechter.

    3. Die Qualität der nächsten Generation wird nicht dadurch automatisch besser nur weil sie weniger sind als die Babyboomer.

    Wer einem Schüler als Tipp mitgibt, er soll studieren wa ihm Spass macht handelt fahrlässig. Mit einem sicheren Beamtenstatus lässt es sich leicht solche Phrasen sagen.
    Ich zeige meinen Schülern lieber auf, welche Entwicklungen anstehen und ob sie mit einem anderen Studiengang ihre Hoffnungen erfüllen können (Haus/Wohnung, Familie, Urlaub). Ansonsten viel Spass in prekären Beschäftigungsverhältnissen.

    Es gab schon Jahre, da hatte ich in allen vier bei uns angebotenen Schularten Prüfungen. Ist halt so an den BS. Ich unterrichte zwei Hauptfächer.

    Dafür haben wir dann in anderen Bereichen weniger zu tun. Es fällt sehr wenig Elternarbeit an; Konferenzen halten sich auch in Grenzen.

    Wenn ich von den Kollegen am Allgemeinbildenden höre, dass sich da abends um acht getroffen wird um Bilder von der Klassenfahrt gemeinsam anzugucken... Also ne, danke, da korrigiere ich lieber...

    Naja, Mathe und BWL sind erheblich weniger korrekturaufwendig . Ein Satz Klausuren an einem Nachmittag ist für Deutsch eher weniger möglich.

    Die Konferenzen gehen bei uns recht schnell, weil da großartige Diskussionen über Gott und die Welt von der SL rigoros gestoppt werden. Vor allem Kolleginnen haben die Art, ihr Herz ständig ausschütten zu müssen. Das zieht eine Konferenz unnötig in die Länge. Wenn ich von Nachbarschulen höre, bei denen Konferenzen bis Abends gehen... :autsch:

    @TS
    Wenn es tatsächlich so stressig ist, würde ich darauf schauen, dass du dein Tagesgeschäft so korrekturfreundlich wie möglich gestaltest. Wie das für Deutsch geht, das musst du schauen. An den Prüfungen selbst kannst du ja nichts ändern. Dann sorge für eine Erleichterung auf der anderen Seite. Und kein TZ beantragen; damit würdest du nur auf Geld verzichten. Dann lieber im Tagesgeschäft auf zeitaufwendige Methoden verzichten.

    Schönwetterparolen sind für mich: "Klar gibts gute und schlechte Arbeitsbedingungen. Die Gründe und das Lösungensuchen interessieren mich nicht. Wichtig ist ausschließlich mein Konsumverhalten."

    Ich bin jedenfalls dankbar, dass an der Uni Leute arbeiten, die -leider befristet und schlechtbezahlt- die Gesellschaft analysieren. Und dass jemand meinen Popo putzt, wenn ich es selbst nicht mehr kann. Unsere Gesellschaft besteht doch nicht nur aus VW, E.ON und Bayer.

    Was mein Konsumverhalten mit Arbeitsbedingungen von Altenpflegern zu tun hatte, verstehe ich zwar nicht aber okay...

    Unsere Gesellschaft steht vor einem massiven Wandel und ich habe den Eindruck, dass unsere Jugend von Seiten des Bildungssystems darauf nicht adäquat vorbereitet wird.
    Die Gründe dafür habe ich dargelegt. Letztlich muss ich darauf schauen, dass meine Kinder da konkurrenzfähig sind.

    Hohes Gehalt ist ja auch um so Vieles wichtiger, als mit seiner Entscheidung glücklich zu sein.

    Hast du eigentlich eine Ahnung wie beschissen der Job als Altenpfleger ist? Für die Arbeit ist das Gehalt ein Witz. Wer es nicht muss, der würde das sicherlich nicht 40 Jahre lang machen. Hauptsache Schönwetter-Parolen damit das eigene Weltbild nicht getrübt wird.

    Da merkt man, wie sehr die meisten von uns den Babyboomern angehören.
    Sie sind damit aufgewachsen, dass sie viele waren und sich ihr Leben lang einem Konkurrenzkampf ausgesetzt gefühlt haben.
    Die enstandene Lebenseinstellung wurde auch an die nachfolgenden Generationen weitergegeben.

    Unter diesen Umständen mag es schwerfallen, einzusehen, dass die jetzt kommenden Schülergenerationen so klein sind, dass von ihnen wrklich jede/r gebraucht wird auf dem Arbeitsmarkt.
    Egal, was sie mitbringen, sobald die Babyboomer sich aufmachen in die Rente sind eine Menge Jobs frei, egal, wo.

    Ich mache mir bei der jetzigen/kommenden Schülergebneration viel weniger Sorgen um das, was sie machen werden, als um die Kompetenzen und das Durchhaltevermögen. Sie werden, um die Bevölkerung zu unterhalten, viel produktiver sein müssen als wir. Natürlich kommt Industrie 4.0, aber da braucht man fitte und flexible Arbeitskräfte. Und die Arbeitszeit sehe ich eher steigen als sinken.
    Eine zunehmende Anzahl meiner SUS ist chronisch/psychisch krank, die Zahl der Krankschreibungen auch während der Ausbildung ist tw. sehr hoch. Unter dem Arbeitsdruck knicken viele schon in der Ausbildung ein, mit den Erwartungen an sie/sich haben auch nicht wenige Probleme.

    Ich sehe eher das Problem, dass eine Vielzahl früher gut bezahlter Industriearbeitsplätze wegfallen werden. Andere gutbezahlte Jobs bedürfen spezieller Fähigkeiten, denen ein großer Teil der Schüler einfach nicht erfüllt.

    Bestes Beispiel ist die Autoindustrie. Neue Jobs werden vor allem im IT-Bereich entstehen. Gut bezahlte Arbeiter in Fabrikhalle werden massiv zurückgehen. Man sieht doch was VW im Bereich Jobwesen plant.
    Von den Zulieferern ganz zu schweigen.

    Jetzt nehmen wir den Brandbrief der Lehrerkollegen und Professoren die einen massiven Verfall der mathematischen Fähigkeiten durch die Bank erkennen, dann erkennt man das Problem ganz klar. Wer keine solide mathematischen Kenntnisse aufbringt und bereit ist einen entsprechenden Studiengang zu wählen, der wird am Arbeitsmarkt ganz klar kleine Brötchen backen müssen.

    Deine Schulleitung kann dir versichern was sie will; die hat da nichts zu melden.
    Es hat mich keine Minute gekostet um zumindest rudimentär festzustellen, wie der grds. Bewerbungsablauf (für unser BL) verläuft.
    http://www.km-bw.de/,Lfr/Startseit…andsschuldienst

    Es klingt so als ob du schon alles geplant hast ohne die Zusage der entsprechenden Stellen zu haben.


    Zu deinem Punkt: Du willst den Beamtenstatus aufgeben und komplett ausscheiden um Ortslehrkraft im Ausland zu sein. Danach willst du dich wieder für den Schuldienst bewerben? Verstehe ich das richtig? :staun:

    Ich weiß gar nicht was hier für ein Aufstand gemacht wird. Ich habe immer Zugriff auf meine dienstliche Email.
    Mir ist das allemal lieber dass ich während der Zufahrt per Handy Themen abklären kann, als wenn ich in der Schule die Eltern anrufen muss oder gar ständig Sprechstundentermine vereinbaren muss.

    Ich bin froh dass meine Schule da recht gut ausgestattet ist. Vertretungsplan per Email, Zugriff auf meinen Stundenplan, mögliche Raumänderungen, Reservierungen usw.

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