Bei allen Prognosen muss man immer auch bedenken, dass es eben nur Vorhersagen sind, von denen keiner mit Bestimmtheit sagen kann, ob sie auch eintreffen.
Als ich Anfang der 2000er mein Studium zur Sonderschullehrerin aufnahm, waren die Prognosen zum Beispiel katastrophal. Noch dazu hatte ich einen angeblich "aussterbenden" Schwerpunkt gewählt.
Im Grunde stellte man uns Langzeitsarbeitslosigkeit, bestenfalls noch gelegentliche Jahresverträge in Aussicht.
Wie alle wissen, wie die Sache ausging. Die Prognosen waren komplett daneben, heute fehlen Sonderpädagogen allerorts.
Ich vermute, dass es bei der nachwachsenden Generation schon alleine aufgrund des demographischen Wandels in fast allen Berufsfeldern ähnlich aussehen wird.
Im Übrigen habe auch ich mich von den Prognosen nicht abhalten lassen, das zu studieren, was ich eben unbedingt studieren wollte.
Man kann also Schüler beraten, entscheiden müssen sie aber letztlich selbst. Und das finde ich auch gut so, denn im besten Fall müssen sie ein Leben lang mit ihrer Entscheidung zufrieden sein.