Beiträge von Yummi

    Ich sehe es eher wie Mikail. Klar, die Kollegen in der Grundschule freut es A 13 zu bekommen.

    Ich dagegen musste während grün-rot auf meine Besoldungserhöhungen ein halbes Jahr länger warten. Ich hoffe,meine neue Kultusministerin, die mir mit ihrer Politik erheblich sympathischer ist als ihre Vorgänger, wehrt ihren Koalitionspartner hier klar ab.

    Und was bringen uns Besoldungserhöhungen wenn der Dienstherr dies auf anderer Seite ausgleicht? Und ja, Verschlechterung gibt es definitiv, nur wird dies öffentlich nicht publik.

    Erhöhung der Kostendämpfungspauschale, Fixierung der Beihilfe für neue Beamte ab dem 1.1.13 auf 50%. Erhöhung der Unterrichtsverpflichtungen...

    Ich warte bloß noch auf die glorreiche Idee unsere Besoldungserhöhungen auf 1% zu fixieren oder im Lichte der Schuldengrenze ganz auszusetzen. Aber das kommt noch :aufgepasst: . Aber wir sollen weiterhin immer mehr Aufgaben bewältigen.

    Ich bezweifle arg, dass Schantalle derart unglücklich in ihrem Job ist.

    Und nein, sobald man verantwortlich für Kinder ist, kann man nicht einfach eine 180 Grad Wendung in seinem beruflichen Werdegang eingehen. Umso weniger wenn man entweder alleinerziehend ist oder der Partner in einem normalen Arbeitsverhätnis steht und man vielleicht noch eine Baufinanzierung zu tragen hat.
    Da muss man nüchtern herangehend und eine Risikoanalyse durchführen. Schulterklopfen und Motivationssprüche zahlen einem nicht die Wohnung, das Essen, die Kleidung usw.


    Generell sollte ich vielleicht zu mir als Person sagen, dass bei mir zumindest momentan das Gehalt definitiv nicht an höchster Stelle steht, d.h. ich mich mit A12 durchaus anfreunden könnte. Von daher fallen die ersten Punkte von @Mikael schonmal weg. Deine anderen Punkte haben mich allerdings auch schon beschäftigt, besonders die zukünftige Schülerschaft betreffend. Deshalb möchte ich aber auf jeden Fall auch noch ein Praktikum in einer Schule machen, wo, im Gegensatz zu meinem ersten Praktikum, nicht die heile Welt herrscht. Soziale Brennpunkte gibt es da, wo ich wohne, auf jeden Fall genügend, leider.

    Als Schüler klingt A12 viel. Als Ehemann, Vater, Schuldner, mit regelmäßigen Besoldungsverzögerungen, Kürzungen im Beihilfebereich, Bildungsreformen konfrontiert...definitiv nicht.

    Bei meinen Kindern gibts nur das weibliche Geschlecht als Lehrer. Da ich wenig Kontakt habe, stört es mich nicht.

    Du kannst auch auf europäischer Ebene das weiterführen. Dank Dublin haben sich doch die nordeuropäischen Staaten auf Kosten des Südens die Flüchtlingsproblematik vom Hals gehalten. Und da hat es auch kaum jemand in D gestört. Das ist heuchlerisch.
    Und was ist mit der Mauer in Ceuta?

    Man kann durchaus die Flüchtlingsproblematik zurecht kritisieren, ohne in eine rechte Ecke gestellt zu werden. Wer sich schon auf pluralistische Werte beruft, muss bereit sein, andere Argumente zu akzeptieren sofern sie schlüssig und nachvollziehbar sind.

    Es stimmt, dass ein Quereinsteiger sich (leider) damit verstärkt auseinandersetzen muss. Im Ref würde ich sogar empfehlen, dass zu machen was erwartet wird. Danach kräht später kein Hahn mehr.

    Aber state of the Art war auch das Spinat und das Eisen.... :P

    Redeanteil gering? Nichts da. Ich habe einen Dialog mit meinen Schülern.

    Unterscheide theoretische Schuldidaktik von gutem Unterricht. Das ist mehr als Stationen abarbeiten und Ergebnisse präsentieren.

    Als ob meine Schüler ohne Lehreranleitung die Rechte bei Schlechtleistung korrekt in der Reihenfolge mittels des BGB selber herleiten könnten. So ein Unsinn diese ständige Verallgemeinerung eurer Pädagogik.

    Angst ist sowieso kein guter Ratgeber. Denn dann könnte man nicht fliegen, Bahnfahren wäre noch riskanter und generell müsste man jegliche Menschenmassen meiden.

    Aber über die Konsequenz der politischen Entscheidungen muss man definitiv diskutieren, ohne dass wieder hämische Kommentare kommen.

    Danke für deinen Bericht katta. Und das wird nicht besser.

    Warten wir auf die Schuldenbremse ab 2020. Ihr glaubt doch nicht, dass euer Dienstherr massive finanzielle Investitionen im Bildungsbereich durchführen wird ohne die Möglichkeit einer Nettokreditaufnahme zu haben. Ich sehe eher Steuererhöhungen auf uns zukommen. Bei uns in BW wird wohl die Grunderwerbssteuer spätestens dann auf 6,5% steigen.

    Was macht ihr euch ins Hemd wegen der Schulleitung? Solange ihr den Lernsstoff vermittelt und dies mittels Klassenbuch nachweisen könnt, kann sie euch gar nichts. Ich geh jetzt einmal davon aus dass euer Unterricht keine Katastrophe ist. Also ihr habt echt Sorgen...

    @Susannea

    Du sagst nein und das Kind geht nicht, weil es deine Antwort befolgt. Und dann pieselt es sich ein. Was dann?

    Und du kannst dich doch nicht damit rausreden, dass du es ihm nicht erlaubt hast, aber sollte trotzdem jemand gehen, dann akzeptierst du das. Ohne Konsequenz für den entsprechenden Schüler. Wenn die anderen das merken, werden die dich gar nicht mehr fragen.

    Bei mir können sie trinken wann sie wollen. Also wegen dem Trinken ein Fass aufzumachrn ist doch wohl ein Witz.
    Zumal ich ohne Kaffee auch nicht unterrichte. Kaffee, Kreide und eine Tafel...stilvoller kann man nicht unterrichten 8)

    Mal im Ernst. Ich reg mich doch nicht wegen dem Toilettengang auf. Wer gehen will soll gehen, solange sie ruhig sind. Wer länger als 5 Min. braucht hat dann sowieso meist ein Problem sich in den Unterricht wieder einzuklinken. Das hilft dann ganz gut die Anzahl zu reduzieren.

    Das ist interessant. Den Stoff von 13 Jahren in 12 schaffen, weder nachmittags, noch am Samstag in die Schule gehen und ein Elternteil verdient so viel, dass das andere ab 11 Mittagessen kochen kann. Vielleicht nicht für jeden realistisch oder überhaupt erstrebenswert.

    Wo habe ich geschrieben, dass ich den Stoff in 12 Jahren schaffe? Oder beziehst du dich auf G8? Gibt es im beruflichen Schulwesen nicht.

    Gäbe es Samstags noch Schule wie zu meinen Zeiten, wäre der Stundenplan entzerrt und es gäbe weniger Nachmittagsunterricht. Hat alles Vor- und Nachteile.

    Nein, niemand ist um 11 Uhr daheim. Und kochen kann der Vater auch wenn die Kleinen von der Schule kommen.

    Und solange die Kinder klein sind muss ein Partner halt Teilzeit arbeiten. Macht doch ein großer Teil der weiblichen Kollegen im Schuldienst mit kleinen Kindern ebenfalls.

    Ich will die Ganztagsschule doch gar nicht abschaffen. Mir genügt es, dass es weiterhin dir Halbtagsbeschulung gibt. Wer die Ganztagsschule haben will, soll sie nutzen. Ich persönlich halte nichts davon.

    Diejenigen, die vom Ganztag (ursprünglich) profitieren sollten, würden dann auch nicht im Schwimmbad, sondern vom Fernseher/Computer sitzen, anstatt in der Schule noch etwas halbwegs sinnvolles zu tun.

    Also die zumindest "pädagogisch" bessere Verwahranstalt. Zumindest habe ich mit dem Halbtag bei meinen Kindern alles richtig gemacht. Wer lernen will muss Halbtagsunterricht wählen 8)

Werbung