Beiträge von Ratatouille

    Er bräuchte eine schriftliche Mitteilung meinerseits zum Nicht-Einsatz meines Fahrzeugs, um dies ans Schullamt weiterzugeben. ...
    Ich soll jetzt über den Dienstweg erst einmal eine Anfrage an das Schulamt stellen, wo ich nach den Rechtsgrundlagen zur Bereitstsellung meines Privatwagens frage

    Pruhaha. Geht's noch?


    Da ich somit in der Beratung nicht mehr einsetzbar wäre, dies aber eine so zentrale Aufgabe an einer Schule unserer Art sei, wäre eine womöglich eine Versetzung an eine andere Dienststelle die Folge. Das wäre vermutlich in der Inklusion, wo ich nur einer Schule fest zugeordnet wäre und solche Fahrten nicht mehr machen müsste.


    welche Konsequenzen es voraussichtlich für mich hätte, sollte ich mein Auto nicht mehr für dienstliche Fahrten bereitstellen. Er sei selbst gespannt auf die Antwort und mit dieser Information könne ich dann entscheiden, was ich letztendlich tue.

    Hört sich an wie aufm Leadership-Seminar gelernt. Dass in letzter Zeit verstärkt mit Abordnung und Versetzung gedroht wird, fällt bei uns auch auf.


    Ich würde dem Schulleiter einfach nochmal schriftlich zusammenfassend mitteilen, dass dein Auto bei einer Dienstfahrt zu Schrott gefahren wurde und du nun folglich keins mehr hast/zur Verfügung stellen kannst. Der Rest ist sein Problem.

    Ich finde, es kann gute Gründe geben, sich als Lehrerin zurückhaltend zu verhalten. Zum Beispiel treiben die Segregationsbemühungen mancher Elternblase gerade in der Grundschule für die Kinder der anderen Familien öfter unangenehme und traurige Blüten. Und wenn ein Teil des Kollegiums bestimmte Eltern als herausfordernd erlebt, würde ich mich auch erkennbar heraushalten. Befreundet bleiben kann man ja trotzdem. Es zu demonstrieren, kann aber wirklich ungeschickt (oder Schlimmeres) sein.

    Mir geht es hier aber nicht darum, was die Lehrer denken, sondern welchen Nutzen/Mehrwert die Schülerschaft von den Seiteneinsteigern haben können.

    Seiteneinsteiger haben unterschiedliche Biografien, orientieren ihr schulisches Handeln dann evtl. Auch mehr auf Basis " was hat mich im Leben" weitergebracht.
    ...


    Ich höre lediglich sehr oft von Lehrplangetriebenheit.

    Ich habe miterlebt, wie ein Seiteneinsteiger einen Kurs anderthalb Jahre ausschließlich mit Inhalten seiner Dissertation beglückt hat. Da konnten die Schüler zweifelsohne erkennen, dass sich wohl nicht jede Promotion auszahlt. Nur wollten sie eigentlich erstmal Abi machen. Diesen Murks konnte dann auf den letzten Drücker nur ein ausgebildeter Lehrer noch halbwegs hinbiegen. Der Seiteneinsteiger fand sich selbst super, sah keinen Anlass, sich an den Schulrahmen zu halten und wurde auch von der SL nicht eingenordet. Dabei war er tatsächlich noch einer der besseren.

    Ich kann deine Hin- und Hergerissenheit verstehen. Bei mir war es umgekehrt, ich habe nach dem Referendariat eine Chance genutzt, verschiedene Kompetenzbereiche auf noch nicht vorgespurte Art zu kombinieren und eine Weile einen interessanten Job in der Wirtschaft quasi neu mitzuentwickeln. Bald gab es auch entsprechende Studiengänge, so dass sich mir weitere Möglichkeiten eröffnet haben. Nur wollte ich eigentlich Lehrerin werden und als das Stellenangebot dann kam, habe ich mich dafür entschieden.

    Deine Ausgangsposition ist doch wirklich gut! Ich würde überlegen, was es genau ist, das dich zum Lehramt zieht und dann anfangen herumzusuchen und herumzudenken, wie du deine Begabungen in deinem Berufsfeld umsetzen kannst. Wirtschaftsjournalismus? PR? Schulungen durchführen? Kommunikationsabteilung? Wirtschaftsministerium und so etwas schreiben: https://www.steinbeis-europa.de/files/eu-foerderlotse_web.pdf?, einen neuen dualen Studiengang mitentwickeln oder bei der Lehre mithelfen …) Leute, die gut kommunizieren und Sachverhalte vermitteln können, werden überall gebraucht.

    An den weiterführenden Schulen gebe ich recht wenig aus, weil die Umsetzung beim Fachlehrerprinzip einfach schwierig ist. Das sind drei individuell angepasste PPP-Folien, wo das Wichtigste draufsteht, was ich ausgebe.

    So ist das auch wirklich hilfreich. Mit voller Stelle bei Fachlehrerprinzip hat man je nach Fächerkombination und Besonderheiten an der Schule ja zwischen 200 und im Extremfall (zwei oder drei Kurzfächer, eins wegen Lehrermangel auf eine Stunde heruntergekürzt) bis zu 400 pubertierenden Schülern. Da hat man ständig mit Magersucht, Mobbing, Depressionen, schwer kranken Geschwisterkindern, sich trennenden oder sterbenden Eltern ... zu tun, von den Sprachproblemen, Verhaltensstörungen usw. einmal abgesehen. Deshalb muss die Beratung pragmatisch sein.

    Hilfreich finde ich eine kompakte Information über die Problematik und einen gerne umfangreichen Katalog an möglichen Maßnahmen an den Klassenleiter, umgesetzt wird, was gerade geht. Ich habe aber auch schon erlebt, dass ein mit etwas Nachdruck über die Stufen- und Klassenleitung zum Gespräch eingeladener Kollege eine gemeinsam ausgearbeitete, sehr konkrete Maßnahme dann doch gerne angenommen und tatsächlich umgesetzt hat.

    Oder ans Schwarze Brett der Hochschulen? Es gibt ja welche in Berlin, Mannheim, Ludwigshafen. Hat bei mir bei der Babysittersuche immer gut geklappt, ich habe jeweils eine Sekretärin angerufen und nett gefragt, ob sie meinen Aushang aufhängen würde, wenn ich ihn per Email schicke. Haben alle gemacht.

    Oder du kennst jemanden in einer großen Firma vor Ort, der dein Angebot ins Intranet stellen kann?

    Ein Widerrufsrecht gibt es nur bei Außerhausgeschäften und im Fernabsatzhandel. Hast du den Vertrag denn online abgeschlossen?
    Interessant wäre dann auch besonders Punkt 6 "Belehrung": Die Widerrufsbelehrung gilt nur, wenn du sie tatsächlich bekommen hast (per Post oder Email), nicht wenn du sie nur angeklickt hast.
    http://www.jura-basic.de/aufruf.php?fil…lgen__Belehrung

    Wenn du den Vertrag jedoch im Studio abgeschlossen hast, kannst du ihn nicht widerrufen.

    Privatschulen werden verstärkt in Anspruch genommen werden, denke ich. Ist doch bestimmt schon der Fall.

    Allerdings (auch ohne/mit nur wenigen Inklusionskindern).

    "Die soziale Segregation zwischen den privaten und öffentlichen Schulen wird immer größer", fassen die Autoren der Studie zusammen. […] Privatschüler […] kommen im Schnitt aus gebildeteren und wohlhabenderen Elternhäusern als Kinder an öffentlichen Schülern. Und sie haben seltener einen Migrationshintergrund. Im Osten zeigen sich diese Unterschiede deutlich stärker als im Westen. Beispiel Bildungshintergrund: 12 Prozent der Kinder an einer öffentlichen Schule kommen aus einem Akademikerhaushalt - an einer Privatschule sind es im Westen 21, im Osten sogar 35 Prozent. Beispiel Einkommen: Etwa eins von fünf Kindern an einer öffentlichen Schule kommt aus einer Familie, die dem Einkommen nach zum obersten Fünftel der Bevölkerung gehört; an einer Privatschule trifft das im Westen auf jeden dritten Schüler zu (33 Prozent), im Osten sogar auf nahezu jeden zweiten (49 Prozent).

    https://www.sueddeutsche.de/bildung/schule…ueler-1.4258364

    Pausenaufsicht, die Aufsicht bei Schulfesten etc. ist etwas anderes als die Aufsicht in Prüfungsstunden, da Prüfungen Bestandteil des Unterrichts sind. Daher sind Prüfungsaufsichten mehrarbeitsfähig (sollten es zumindest sein, in Bawü kenne ich mich nicht aus).

    https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/deta…und-mehrarbeit/

    Vor einigen Jahren waren Aufsichtsstunden angeblich keine Vertretungsstunden, was an einigen Standorten dazu führte, dass die Teilzeitkräfte einen seeehr löchrigen Stundenplan hatten und jede Menge Aufsichtsstunden. Neeiin, keine Vertretungsstunden = kein Ausgleich für Mehrarbeit. Tja, Dienstpflicht, schulterzuck. Das geht jetzt nicht mehr.


    Eine Lehrkraft wird zur Prüfungsaufsicht eingeteilt. Laut Stundenplan hätte sie zu diesem Zeitpunkt Unterricht.
    Die SL verlegt diesen Unterricht wg. der Prüfungsaufsicht an einen anderen Tag, dass die Lehrkraft den durch die Prüfungsaufsicht entfallenden Unterricht nachholen muss.

    Ist das rechtens (in B.-W.)?

    Vermutlich also ja, wenn es a) aus dienstlichen Gründen zwingend erforderlich war und b) schriftlich (per Vertretungsplan) angeordnet wurde. Die zusätzliche Stunde ist aber wohl als Mehrarbeit anzurechnen.

    Wer das Verhalten von Usern kritisiert, sollte aber schon erstmal die betreffenden Threads lesen. Wasserstofperloxid hat vier Fäden gestartet (zwei als studentin234), die sich alle um dasselbe Thema drehen und die sie alle auf dieselbe unglaubliche Weise hat eskalieren lassen. Sie hat jedes Mal sehr gute, brauchbare Antworten bekommen und die User haben regelrecht gekämpft, ihr deutlich zu machen, dass sie mit ihrer anspruchsvollen und uneinsichtigen Art vorsichtig sein sollte, sicher auch, weil sie einem, wenn sie eine wirkliche Person sein sollte, leid tut. Trotzdem wird das jedes Mal immer absurder und verdrehter. Ich finde es normal, dass die Leute lachen, wenn man sich so daneben benimmt, eigentlich ist das noch eine vergleichsweise freundliche Reaktion und jedenfalls eine realistische Rückmeldung, die vielleicht doch noch ankommt, wo alles andere verpufft ist. Ich wünsche Wasserstofperloxid, dass sie hilfreiche, auf ihre eigentlichen Probleme spezialisierte Ansprechpartner findet, aber das wird wohl nicht im Lehrerforum sein. Hier haben es viele Leute ernsthaft versucht und es ist nicht fair, sie jetzt an den Pranger zu stellen.

    Seit Hattie (eigentlich schon immer) wissen wir ja, dass alle Schulfaktoren zusammen nicht so viel ausmachen wie das Elternhaus. Bei einem Lehrerkind, das zuhause anregende Gespräche und Bücher vorfindet, würde ich es mir erlauben, das Klima der Schule am allerwichtigsten zu finden. Lauf doch mal an einem normalen Tag mit offenen Augen und Ohren durch die Schulhäuser, schau was in der Pause und zum Schulschluss so passiert, mach einen Termin mit der Orientierungsstufenleitung und schildere dein Dilemma und lass das auf dich wirken. Manchmal hilft der Bauch mehr als der Kopf.

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