Beiträge von Ummon

    Das ist nur die eine Seite. Die andere ist, dass man gleichzeitig mit aller Gewalt eine komplette Neuerfindung des Schulsystems versucht, die enorme Ressourcen verschlingt.

    Ganz toll auch das Projekt G9 (bzw. besser G8+1; es werden ja weiter die Bildungsstandards von G8 verwendet) - der Versuchsballon soll noch zu Ende laufen, aber dann wieder zu Gunsten des G8 eingestellt werden. Warum zum Geier hat man uns das dann probieren lassen, wenn es, weit bevor die ersten G9-Absolventen fertig sind, wieder eingestampft wird?

    Vielleicht habe ich auch die letzten Beiträge nicht gelesen, aber bisher fand ich ihn "nur" polarisierend und (vielleicht sogar unbewusst) provokant.

    Kontroverse Charaktere haben in auch gewissen Unterhaltungswert. Ohne Elternschreck, Pausenclown und Silicium wäre es viel langweiliger hier :laola:

    Und da der Einzelfall von den Mods nicht diskutiert werden soll, bin ich jetzt brav still, bevor ich auch gesperrt werde. Hat mich nur interessiert, weil er ja offensichtlich kein Fakeuser war und auch nichts entegegen den Forenregeln geschrieben hat.

    Vielleicht einige Aufklärungsunterrichtsunterrichtsfragen angehen?
    Jeder darf eine Frage aufschreiben, die er sich in Anwesenheit der Mädels zu fragen nicht trauen würde.

    Das mit den Blackstorys würde ich ebenfalls befürworten, gerade bei einer schwachen Klasse und angesichts des Zeitdrucks, dass in der gezeigten Stunde auch wirklich "was rauskommt".
    Die Blackstorys kannst du dann auch etwas abspecken oder detaillierter gestalten, um Binnendifferenzierung hinzukriegen.

    Was das Problem mit dem ernst nehmen angeht:

    Sieh dich als Teil der Schule. Die AG ist Teil der Schulzeit und wird von dir geleitet. Bei entsprechendem Auftreten und Disziplinarmaßen - Zusatzaufgaben, vor die Tür oder in die Ecke stellen, Elterngespräche "androhen" (aber dann auch durchführen, wenn nötig) - kriegst du schon Ruhe rein.

    Natürlich ist das dann mehr wie Unterricht als eine lustige Bespaßungs-AG, aber a) soll es eh ein versteckter Förderunterricht sein und b) hat von einer chaotischen Lernatmosphäre keiner was, dann könnten die Schüler stattdessen auch heimgehen und da Spaß haben.

    Eine Positivkorrektur empfinde ich hier definitiv als unnötig Mehrarbeit, die niemandem etwas bringt.

    Ich würde vorschlagen, dass sich die Personalräte verschiedenner Schulen untereinander verständigen und den Kollegen empfehlen, die Positivkorrektur einfach mal zu "vergessen" oder zumindest zu reduzieren - sprich, genauso aufmerksam und korrekt wie immer zu korrigieren, die Beurteilung zu schreiben (diese finde ich beispielsweise recht sinnvoll für den Drittbeurteiler) und abzuwarten. Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Drakonische Disziplinarmaßnahmen werden sicher nicht ergriffen.

    So mache ich das bei Aufzählaufgaben auch - bei drei zu nennenden Elementen lese ich auch nur die ersten drei geschriebenen Elemente durch und nicht mehr.
    Bei komplexeren Aufgaben mit dem Operator begründe statt nenne ist es nicht ganz so einfach.
    Wie handhabt ihr es da?
    Wenn gewünscht, sauge ich mir da auch ein Beispiel aus den Fingern, aber ich denke, wer etwas dazu beisteuern kann, kennt solche Situationen auch so.

    @Pausenclown, jetzt komplett OT:
    So eine Aufgabe wäre für die Fünftklässler denkbar, da ist der evolutionäre Aspekt natürlich noch nicht besprochen.
    Ganz genau (und damit auch sachlich richtig) würde ich die Aufgabe wie folgt formulieren:
    Begründe, durch welche Merkmale der Pinguin zu den Vögeln zuzuordnen ist.

    Was du meinst, ist auch weniger eine Evolutions- als eine Kladistik-/Systemnatikfrage, aber auch hier ist die Antwort eigentlich das, was die Fünftklässler geben - der Pinguin ist tatsächlich ein Vogel, weil er Federn hat. Federn sind die Alleinstellungsmerkmale der Tiergruppe, die wir als Vögel bezeichnen.
    Nach der "Ursache" zu fragen, warum der Pinguin ein Vogel ist, ist letzten Endes ein Fehlverständnis zwischen den Bezeichnungen der Menschen (wir geben nun mal allem Namen) und den tatsächlichen Gegebenheiten der Natur.

    Welche Aufgaben jetzt Zusatzaufgaben sind, muss ja nicht dazu gesagt werden.
    Der Hinweis "Es gab 120 Punkte, bei 110 Punkten gibt es schon eine Eins" reicht da eigentlich schon.
    Und wer Zeit in eine Aufgabe gesteckt hat, die er nicht lösen konnte, hat immer Pech - ob das jetzt eine Zusatzaufgabe war oder nicht.

    Noch eine weiterführende Frage zum Bewerten von falschen Antworten:

    Wie geht ihr mit Lösungen um, die die Aufgabe zu 100% korrekt beantworten, aber zusätzlich noch falsche Teile beinhalten?

    Frage: Wieso ist der Pinguin ein Vogel?
    Antwort: Er hat Federn. Er legt Eier. Er hat einen Schnabel. Er frisst Fische.

    Wenn es drei Punkte für die Aufgabe gibt, wie viele gebt ihr in solchen Fällen?

    Aus Hartz IV rauszukommen mag evtl. schwierig sein. Was man jedoch für die Kinder tun kann, ist, sie zum vernünftigen Weg zuweisen, damit diese einen vernünftigen Schulabschluss bringen, der ihnen den Weg für eine gute Bildung für deren Zukunft öffnet.viele grüße und kopf hoch an diejenigen die es betrifft :)

    Lass mich raten - du hast weder den Ausgangspost noch sonst was gelesen, oder? :)

    Bei uns wurde es früher genutzt und wurde dann von moodle abgelöst.

    Das Problem des Materialienaustauschs bei solchen "offiziellen" Plattformen sind die Copyright-Verletzungen, die dort vermieden werden sollen - unser Admin möchte, dass alle Materialien in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden sind. An sich ja eine nachvollziehbare und vernünftige Haltung.
    Nur enthalten praktisch alle meine Materialien streng genommen Verstöße gegen das Urhebergesetz - in fast jedem Arbeitsblatt gibt es Bilder, bei denen ich die Quelle nicht angebe (sei es, weil die Schüler damit arbeiten sollen oder, viel häufiger, damit es einfach ansprechender aussieht) oder Texte, bei denen ich die Quelle nicht angebe und die gekürzt oder umformuliert habe.

    Man kann sich jetzt natürlich darüber streiten, ob es sinnvoll ist, von Schülern in ihren Arbeiten saubere Zitiertechnik und Quellenangabe zu verlangen und dann selbst so zu schlampern, aber ich für meinen Teil finde es didaktisch sinnvoll, auf den Arbeitsmaterialien wirklich die nur Informationen zu haben, die die Schüler fürs Arbeiten benötigen.
    Als ich am Anfang bei Präsentationen unter dem gezeigten (Einstiegs-)Bild die Quelle stehen hatte und die beabsichtigte Wirkung bei einigen Schülern völlig verpuffte, weil sie sich mehr aufs Lesen der URL konzentrierten als sich vom Bild beeindrucken zu lassen, habe ich das ganz schnell wieder gelassen. Überall.

    Deshalb habe ich auf unsere Plattform bisher keine Materialien hochgeladen und werde es wohl auch nicht tun.

    Meinst du die Schulleiterbeurteilung, die entscheidet, ob du auf Lebenszeit verbeamtet wirst?

    Bei uns ist das einfach ein Unterrichtsbesuch des Schulleiters, mehr eine formale Sache (wobei sich natürlich jeder Mühe gibt, eine gute Stunde zu zeigen), mehr gab's da nicht.

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