Beiträge von FeBe97

    Ah, zunächst einmal danke für die vielen Antworten. Das hilft mir sehr bei meiner Studienwahl, auch wenn die Meinungen und Ratschläge hier sehr divergieren.


    Aber als Lehrer? Vertreter für Schulbücher?

    Na, der Stellenmarkt ist wahrscheinlich eher klein. Allerdings habe ich auch noch keinen arbeitslosen Lehrer getroffen - nun gut, will vielleicht auch nicht jeder gleich zugeben.


    Darüber hinaus gibt es neben den allgemeinbildenden Schulen auch noch die beruflichen Schulen, in denen hier in BAWÜ alle Klassen G/GK haben - man braucht eine ganze Menge Kollegen, die das unterrichten.
    Wenn du u.U. örtlich flexibel bist und auch in der Schulform sehe ich überhaupt kein Problem darin, D/G zu studieren. Ein drittes Fach ist sicher eine gute Überlegung, aber kein Muss.
    Ich empfehle frühe freiwillige Praktika in mehreren Schulformen.

    Kann man denn also von Gymnasium auf Berufsschule einfach so wechseln? Entschuldigung wenn ich so viele Fragen habe, aber man sollte sich ja nicht blindlings in ein Studium stürzen.


    Wenn du Deutsch und Geschichte auf Lehramt studieren willst, weil das deine Fächer sind, du ein hohes fachliches Interesse in dem Bereich hast und diese Inhalte anderen vermitteln willst, dann mach das.
    Es ist ja nicht so, dass es da keine Stellen gibt. Deutsch ist, wie andere schon schrieben, eines der am meisten unterrichteten Fächer mit entsprechend hohem Stellenbedarf. Sehr gute Leute werden da immer eine Stelle finden. Man muss aber ganz klar sagen, dass die Note und der persönliche Eindruck im Ref da relativ wichtig werden können.

    Das trifft schon auf mich zu, ohne in Eigenlob verfallen zu wollen. Ich war in unserer Schulbibliothek immer ziemlich der einzige, der historische Werke oder Literaturklassiker ausgeliehen hat. Du hast Recht, es werden ja so viele Mathe- wie Deutschlehrer gebraucht. Studieren denn einfach mehr Leute Deutsch als Mathe? Zumindest habe ich von einer Lehramtsstudentin gehört, dass einige nur Deutsch wählen, weil sie von diesem Studienfach den geringsten Widerstand erwarten.

    Und in Bayern ist das Gymnasium im Moment so gut wie komplett zu, auch für Mathematiker. Das kann sich zwar ändern, aber mit D/Ge wirst du immer schlechte Chancen haben, einfach, weil es immer noch sehr viele Leute studieren.


    Wie wäre es mit einem dritten Fach? Vll einem aus einem anderen Bereich, eine Naturwissenschaft? Kunst? Musik?

    Danke schon einmal für die Antworten.


    Nun, ich hatte jetzt nur die Zahlen aus Bayern gesehen, die hier in einigen Archiven rumgegeistert sind. Ich komme aus Niedersachsen, wo laut Kultusministerium "allgemein gute Einstellungschanchen" herrschen (http://www.mk.niedersachsen.de…raucht-das-land-6374.html). Das klingt deutlich besser, mir aber auch auch etwas zu schwammig. Und Geschichte und Deutsch werden wahrscheinlich auch in Niedersachsen nicht zu den gesuchten Fächern gehören, selbst wenn die Lage hier besser zu sein scheint.


    In Naturwissenschaften war ich ordentlich, würde mir aber nicht ein Studium zutrauen, da das Level dann doch etwas höher liegt. In Kunst bin ich bis zu einem gewissen Umfang talentiert und war auch immer recht gut, hatte das in der Oberstufe aber nur als Abdecker-Fach. Geht es denn so einfach, ein drittes Fach zu nehmen?

    Hallo zunächst einmal! Ich komme aus Niedersachsen und wollte gerne zum Sommersemester mit einem Lehramtsstudium beginnen. Meine Noten waren auch soweit so gut, dass ich an ein paar Unis in NRW, die das zum Sommersemester anbieten, auch schon Zusagen habe. Ich interessiere mich aber vor allem für Deutsch/Geschichte, was ja sozusagen der Klassiker unter den wenig gefragten Fächern zu sein scheint. Ich hatte im LK in diesen Fächern konstant 13-15 Punkte, ein ziemlich gutes Allgemeinwissen und habe auch mit meinen Lehrern dieser Fächer geredet, die mir einen guten Studienabschluss zutrauen. Die sagten auch, dass Einstellungen heute in Deutsch/Geschichte leichter sind als noch vor 20 Jahren.


    Allerdings lese ich dann zum Beispiel Horrorzahlen aus Bayern, nach denen nur ca. 2-6% der DE/GE-Lehrer jedes Jahr angestellt werden. Ohne unbescheiden wirken zu wollen, ich traue mir einen sehr guten Schnitt zu - aber einen so guten Schnitt? Und vor allem: Was passiert mit den anderen 95%, weichen die auf andere Bundesländer, Schulformen etc. aus oder stehen die am Ende perspektivlos da. Ich habe aus meinem Umfeld noch nie wirklich von dauerarbeitslosen Lehrern gehört, aber gibt es das? Ich hatte jetzt auch schon überlegt, ob ich nicht statt Geschichte Kunst nehme, da ich immer gut darin war und die Einstellungschancen dort besser sind. Einerseits wäre Lehramt für mich ein Traum, andererseits verunsichern mich die oben genannten Zahlen.


    Bevor ich einem der Angebote zusage, möchte ich doch wissen, ob man nicht nach sieben Jahren dann auf der Straße landet. Natürlich ist heute schwer zu sagen, was in sieben Jahren ist (wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass auf einmal Deutsch als Fremdsprache gesucht wird). Aber dennoch meine Frage: Kann man da (tendenziell) noch zum Lehramtsstudium in den Geisteswissenschaften raten? Danke schonmal.

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