Beiträge von Catania

    Hast Du einen vorläufigen Vertrag o.ä. (ein Wisch von einer A4-Seite)? So etwas wird gerne mal ausgestellt, wenn man mit der Bearbeitung des eigentlichen Vertrages nicht hinterherkommt. Damit bist Du rechtlich und versicherungstechnisch abgesichert. Der richtige Arbeitsvertrag wird dann - so meine Erinnerung - rückwirkend ausgestellt.

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    Ja. Du schriebst sinngemäß, dass alles heute ein riesen Quatsch ist, nur da, wo zufällig die Schriftart gelehrt wird, die der in DDR verwendeten ähnlich ist, da hattest du 'Glück'. Ich kenne solche Sprüche.


    Das ist dann wohl das, was DU herausliest (herauslesen MÖCHTEST).


    Weder habe ich das so geschrieben, noch gemeint.

    Habe ich an den Schulen meiner Kinder im Gymnasium Klasse 5 anders erfahren: regelmäßig Vokabeltests mit je einem Umfang von bis zu 6 Seiten (...)


    Was ich zuvor an der Grundschule schwierig fand: Eng-Vokabeln sollten gelernt werden bzw. sollten die Kinder diese kennen, sie durften aber nie aufgeschrieben werden (in Klasse 4) :-/

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    Und als Lehrer der Sekundarstufe weiß ich, welches Drama es in Klasse 5 gibt,


    Das habe ich in allen weiterführenden Schulen in den Einstiegsklassen als Dauerproblem erlebt... Und ja, es gibt Grundschulen, die leider NIE irgendeine Art von Schreibschrift lehren. Das ist ein ähnliches Problem wie das "Schreiben nach Gehör". :autsch: Besonders schwierig finde ich es auch hier, dass die eine Schule ein bestimmtes Prinzip lehrt, die Schule nebenan ein ganz anderes.


    Bei unseren eigenen Kindern hatten wir zufällig Glück: Es wurde Schreibschrift gelehrt, noch dazu die "Schulausgangsschrift", die auf der ostdeutschen DDR-Schreibschrift beruht (und das mitten in NRW)*. Diese habe ich selbst als Kind ab der ersten Unterrichtsstunde gelernt, anno dazumal ;-)


    * Eine vollwertige Schreibschrift einschließlich der Buchstabenverbindungen, aber sehr schlicht und ohne Schnörkel.

    Wenn ein Rettungswagen gerufen wird, wieso muss dann noch eine Begleitung mit? Die (medizinische) Verantwortung geht dann doch auf das medizinische Personal über. Dachte ich jedenfalls bis jetzt.


    Im Übrigen: Seid Corona sind Mitfahrten selbst von engsten Angehörigen im Krankenwagen (vom Unfallort zum Krankenhaus) nicht mehr zulässig oder zumindest unerwünscht. Wir hatten das letztens im privaten Fall.

    Wenn sich die Probleme nicht im Voraus abstellen lassen, würde ich die Eltern ins Boot holen, die Situation beschreiben und nach ihrer Meinung fragen: Fahrt trotzdem durchführen oder absagen? (Als Mutter würde ich absagen, bei diesen Zuständen.) Dann hast Du zumindest die Eltern auf Deiner Seite. Das verhindert u.U. viel "Theater" im Nachgang.


    Eine ganze Mittelstufe aus Kindschule war kürzlich auf Klassenfahrt und in unbeheizten Hütten untergebracht (Mitte Mai). Direkt danach waren wohl ein Großteil aller SuS und L krank gemeldet, teils mit hohem Fieber. Die Schule hat für 3 oder 4 Tage die ganze Stufe zu Hause gelassen. Das ist auch nicht im Sinne des Erfinders (...)

    ...und als Minderheiten-Gruppe hat man bei einer demokratischen Wahl keine Chance gegen die Lobbyisten ("Wir wählen immer unsere Freundin Frau X")

    (Anmerkung: die Lobbyisten sowie Frau X bekommen seltsamerweise nie die bekanntermaßen unbeliebten Stunden zugewiesen wie Nachmittagsunterricht oder Wahlpflichtunterricht, sowie Frau X segnet im Rahmen ihrer PR-Tätigkeit die Stundeneinteilung ab)

    Vorgaben zur Erfüllung bestimmter Zahlen in Statistiken, z.B.

    • Erreichen von bestimmten Schulanschlüssen --> "Hochloben" von SuS bei Lernschwächen (z.B. im L-Förderbereich, über den Kopf des Fachlehrers hinweg) sowie generelles "über den Klee loben" von SuS
    • Vermeidung von Versetzung von SuS an andere Schulen wg. Disziplinproblemen --> Verharmlosung/Herunterspielen von Disziplinproblemen
    • Eingliederung von bekannten und nicht-beschulbaren SuS (lt. Gutachten) --> Verharmlosung gegenüber den Eltern

    und schließlich: allgemeiner/genereller Druck gegenüber den SL --> Weiterreichen nach unten an Mitarbeiter/Lehrer + Kompensation durch Beliebtmachen bei Eltern (und SuS!)

    Ja, so sieht die Realität leider aus.


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    Das läßt sich relativ einfach lösen. Jeder Schüler, der die Klamotten nicht dabei hat, darf nicht am Unterricht teilnehmen und stattdessen die Zeit vor der Tür auf dem Flur (oder bei der Aufsicht extra für solche Fälle) verbringen. In der Stunde fehlt er dann unentschuldigt und bekommt als SL-Note für die Stunde eine 6.


    Das Problem fehlender Sanktion(smöglichkeiten) sehe ich auch. Man hat eigentlich überhaupt nichts mehr in der Hand. Dazu kommen dann u.U. abstruse Elternbeschwerden, und der Rückhalt durch die SL fehlt. Weil, und das kenne ich einerseits aus eigener Erfahrung, anderer hört man es oft und liest es auch hier immer wieder, die SL sich teils derart bei den Eltern anbiedern, dass es kontraproduktiv ist bis hin zu pädagogisch wenig hilfreich oder gar fatal. Warum? Weil die SL Druck von oben durch die Schulbehörde bekommen (und diesen dann eben auch nach unten weiterreichen).


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    daß den Schülern, wenn sie dann mal zur Berufsschule kommen, gehörig die Ohren schlackern. Ein Maurer ohne Kelle kann halt nicht arbeiten


    Totschlagargument vieler Eltern ist dann: "Aber das sind doch noch Kinder." (Kommt auch bei 8-Klässlern, die bereits wiederholen.) Manche dieser SuS stehen ja tatsächlich ein Jahr später mit der Maurerkelle auf dem Bau (siehe Berufsreife).

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    Was viele eher abhält und was viele, die in der SEKI feststecken, bereuen, sind die teils unterirdisch leistungsschwache Schülerschaft (auch an Realschulen), das oft eher sozial schwache Klientel (vor dem man oft eben nicht mehr an die Realschule flüchten kann, da die meisten Förder-/Hauptschulen dicht gemacht wurden), die teils als überbordend empfundene Inklusion, die Menge an verhaltensauffälligen Kids sowie die allgemein schlechtere Ausstattung und die schlechteren Arbeitsbedingungen (Ganztag trotz fehlender Räumlichkeiten, kaputte Geräte etc.).


    Das trifft den Nagel auf den Kopf! Große Leistungsschwächen und ausgeprägtes Nicht-(irgendwas)Lernen-Wollen (Unterricht wird als Störung der Freizeit empfunden) sind nach meiner Auffassung die wesentlichen Probleme. Lösbar eigentlich nur mit DEUTLICH kleineren Klassen (gefühlt max. 20 SuS/Klasse, besser 15) und Materialausstattung. Bei Letzterem denke ich noch nicht einmal an das Arbeitsmaterial für die L, sondern das für die SuS. Welches sie normalerweise selbst mitbringen sollten. Was sie aber nicht tun. Fängt beim Collegeblock an und endet noch lange nicht bei den Hausaufgaben.


    Etwas mehr Geld für die L mag für den einen oder anderen Kollegen ja motivierend sein - WIRKLICH? - löst aber nicht die alltäglichen Probleme in den Schulen.

    Ja, an die Befristung werden strenge Maßstäbe gelegt. Ich müsste jetzt in einer alten Vertrag schauen, wie dort die Formulierung war. Aber seit wann muss z.B. Pausenaufsicht explizit schriftlich aufgeführt werden? Das ist doch normaler Bestandteil der üblichen Lehrer-Arbeitstätigkeit. In keinem Arbeitsvertrag wird detailliert jede einzelne Teilaufgabe aufgelistet.


    Natürlich wird in Gesetzestexten nicht alles haarklein geregelt. Aber wenn eine Sache fehlerhaft sein soll (z.B. die Übernahme von Pausenaufsichten), dann muss sich zumindest aus der Auslegung ergeben, dass diese Tätigkeit nicht üblicher Bestandteil der Arbeit ist - und somit anfechtbar ist. Und auch die Auslegung muss sich in irgend einer Art und Weise auf gesetzliche Grundlagen beziehen.


    Ich fänd es ja sehr interessant, wenn man sich allein wegen der (stundenplanmäßigen) Ableistung einer Pausenaufsicht einklagen könnte - allein, ich glaube nicht daran. Also: Welche Rechtsgrundlage gilt hier?


    (Ich habe schon viele Vertretungslehrer kennengelernt, aber noch keinen, der nicht auch ein oder mehrere Pausenaufsichten macht, und das lt. seinem Stundenplan. Deutschlandweit gibt es sicher Tausende. Sollten die sich alle mit positivem Ausgang einklagen können? Nein, ich denke nicht.)

    Ich denke, dass das Schulsystem viel strenger ist, als hier. Das Problem wird wohl eher sein, dass die SuS den Unterricht hier von vorne herein nicht ernst nehmen, weil es eben nicht die normal übliche Unterrichtssituation (im eigenen Land) ist. Zudem vermute ich auch, dass das Verhalten der deutschen Schüler im Unterricht wesentlich undisziplinierter ist als im eigenen Land üblich, die bekannte Strenge fehlt und den SuS daher der richtige Bezug zum eigenen Verhalten fehlt.

    Ich freue mich für meinen Sohn, weil der ab nächstem Schuljahr zum Berufskolleg und zur Praktikumsstelle fahren muss und damit günstiger fährt (aber nicht besser). Ich selbst kann es mir aufgrund der ätzenden Verbindungen (auf dem Land) gar nicht vorstellen.

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