Beiträge von Philio

    Also ich muss ja zugeben, ich habe bisher weder Studien zu den Impfstoffen noch Statistiken gelesen, sondern... nun ja... mich einfach impfen lassen (2 mal plus Booster) - in dem Wissen, dass ich bisher jedes Arzneimittel und jede Impfung problemlos vertragen habe. Nachdem ich keine Ahnung von Pharmazie und Epidemologie habe und mich diese Themen auch, ehrlich gesagt, sehr peripher interessieren, vertraue ich schlicht und einfach darauf, dass die professionell damit befassten Personen schon Ahnung von dem haben, was sie tun.

    In der Schweiz benötigt man kein Hochschulstudium (aber Schwitzer Dütsch). Die Chancen im Ausland ohne abgeschl. Lehrerausbildung eingestellt zu werden sind auch nahezu nicht vorhanden.

    Ich sehe schon, du hast umfassende Recherchen zur Lehrerausbildung in anderen Ländern angestellt. Die Quelle war die BILD-Zeitung?

    Wichtiger: Der Arbeitsplatz Schule erfordert sehr viel an Wissen. Jedoch kein wissenschaftliches Fachwissen. Die Schüler sollen lernen, hierbei muss der Lernprozess richtig gesteuert werden. Ob man den Stoff selbst beherscht ist dabei irrelevant solange man die Schüler richtig fördern kann.

    "Herr Philio, können Sie mir sagen, was ich in meiner Rechnung falsch gemacht habe? Ich finde den Fehler nicht."

    "Tut mir leid, ich habe keine Ahnung. Wissen Sie, es ist irrelevant, ob ich als Ihr Mathematiklehrer den Stoff beherrsche, solange ich Sie richtig fördern kann."

    Mathe würde dir als Erweiterungsfach vielleicht helfen, ja. Aber ich würde das Ganze aus einer anderen Richtung angehen. Welches Fach studiert du gerne? Welches Fach kannst du dir vorstellen, Jahrzehnte zu unterrichten? Nur auf die Einstellungsmöglichkeiten zu schauen, greift zu kurz. Ja, vielleicht bringt ein Zweitfach einen Vorteil, aber du musst es auch dann unterrichten. An meiner Schule wurde ich nur wegen meines Zweifachs Mathe angestellt und ich unterrichte nur dieses - mein Erstfach Physik gibt es an meiner Schule nicht. Mir persönlich macht das nichts aus, ganz im Gegenteil.

    Du hast viele mögliche Zweifacher in die Diskussion eingebracht, aber würdest du die wirklich alle gerne studieren und auch unterrichten? Chemie und Biologie würde ich persönlich niemals studieren, selbst wenn sie mir eine 100%ige Einstellungsgarantie brächten, denn für mich wäre das Studium schon der Horror.

    Ich denke, was dir am meisten hilft - mehr als ein Zweifach - ist Networking. Gehe an Schulen, hospitiere dort, mach dort Praktika wenn möglich, hinterlasse einen guten Eindruck und bleibe den Leuten dort in guter Erinnerung. Wenn dann wirklich einmal Stellen zu besetzen sind, wird dir das am ehesten helfen 🙂

    Und ja, wir haben echt Kollegen, deren Frauen heimlich Spyware auf ihre Smartphones installiert haben, um jederzeit sehen zu können, wo sich das Gerät gerade befindet (GPS-Position). Im Lehrerzimmer ist dann auch schon mal Thema, wie man dieser Überwachung mittels FakeGPS entgehen kann.

    What? Und ich dachte schon, mich kann nichts mehr schockieren… Aber das wirft schon Fragen auf: Wie schaffen die Ehefrauen es, etwas „heimlich“ zu installieren? Nachdem die Kollegen die heimlich installierte Spyware offensichtlich entdeckt haben - warum löschen sie die nicht? Und vor allem: Warum reichen sie nicht die Scheidung ein?

    Aber im Ernst: Erwachsene Männer suchen lieber nach Möglichkeiten, ihr GPS Signal zu faken als mit ihrer Partnerin eine grundlegende Diskussion über ihre Beziehung zu führen? Uff, das muss ich erstmal sacken lassen…

    Noch ein Kommentar zu den anderen Optionen. Meiner Meinung nach würde dir nur Chemie als Ergänzung eventuell einen Vorteil bringen. Bei Bio und Geo würdest du sehr wahrscheinlich wegen Wirtschaft angestellt - Geo ist wie fast überall wenig gesucht in der Sek II und in Bio gibt es ein Überangebot an Bewerbern, da das Fach sehr beliebt ist.

    Neues Studium: Wenn du mit Physik/Bio die Kombination beider Fächer meinst, würde ich davon dringend abraten, wenn du in endlicher Zeit fertig werden willst - es gibt kaum Synergien zwischen den Fächern, denn effektiv studierst du, vor allem in den ersten Semestern, mit dieser Kombi 4 Fächer: Mathe, Physik, Bio und Chemie.

    Physik/Chemie oder Bio/Chemie sind da deutlich besser.

    Ja, ein paar Infos habe ich. Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten mit Wirtschaft und Recht.

    1. Am Gymnasium gibt es Wirtschaft und Recht als Schwerpunktfach und als Ergänzungsfach. Wirtschaft und Recht wird meines Wissens sehr häufig als Schwerpunktfach gewählt, ich meine, es wäre schweizweit das am häufigsten gewählte.

    2. An einer kaufmännischen Berufsschule (in einer solchen arbeite ich) hättest du die Optionen, Lehrlinge in der kaufmännischen Grundbildung oder lehrbegleitenden Berufsmaturität zu unterrichten, bzw. Volljährige in der Berufsmaturität nach der Lehre in Vollzeit- oder Teilzeitklassen. Hier gibt es die beiden „Wirtschaftsfächer“ Wirtschaft und Recht sowie Finanz- und Rechnungswesen. In der Berufsmaturität hast du je nach Profil unterschiedliche Schwerpunkte, teils mehr BWL, teils mehr VWL.

    Obwohl ich jetzt kein Experte für den Arbeitsmarkt bei Wirtschaftslehren bin, würde ich sagen, dass die Aussichten bei entsprechender Flexibilität gut sind.

    Aber kontaktiere am besten Wirtschaftslehrer an Gymnasien und/oder Berufsschulen - die können dir sicherlich besser sagen, wie die Berufssaussichten sind.

    Dyskalkulie gibt es IMHO nicht.

    Dieser Meinung kannst du sein, aber wie @karuna schon gepostet hat, deckt sich deine Meinung nicht mit dem wissenschaftlichen Konsens.

    Tatsächlich habe ich auch schon Erwachsene mit diagnostizierter Dyskalkulie unterrichtet, die im Kindesalter nicht erkannt bzw. als „ist halt schlecht in Mathe“ zu den Akten gelegt wurde. In diesen Fällen kann ich sicher sagen, dass weder Flüssigkeitenumschütten noch Üben mittelfristig eine wesentliche Verbesserung brachten - die Betroffenen können bestimmte Formen von Informationen schlicht nicht verarbeiten, das habe ich live miterlebt. Schon vorher hatte ich an der Existenz von Dyskalkulie keine Zweifel, aber die Auswirkungen bei eigenen Lernenden mitzuerleben, das ist schon noch eine andere Qualität.

    Was der Artikel als „Unlogik“ bezeichnet, würde ich die (fehlende) Fähigkeit zur Abstraktion nennen. Eben genau das ist die Stärke der Mathematik, dass man mit Zahlen ganz ohne Referenz auf Objekte der realen Welt rechnen kann - abgesehen davon war dieser Abstraktionsschritt eine der grössten Leistungen unserer Vorfahren.

    Aber tatsächlich ist die fehlenden Abstraktionsfähigkeit oft ein Problem beim Mathematikverständnis. Den Sprung von „2 Äpfel + 3 Äpfel“ zu „2 + 3“ sollte aber für einen normalintelligenten Menschen ohne Dyskalkulie o. ä. möglich sein. Der Artikel ist eher als Kuschelwerbung für die angesprochene Zielgruppe zu verstehen.

    Seit Jahren geb ich gerne die 5 EUR an Aldi für die Steuer-Software von Buhl. Darüber rufe ich die Daten vom Finanzamt ab und reiche per MyElster-Verknüpfung ein. Bislang war ich sehr zufrieden. Für die 5 EUR kann ich 3 Steuererklärungen machen; die werden auch familiär ausgereizt.

    Als ich meine Steuererklärung noch in Deutschland gemacht habe, war das auch immer meine erste Wahl. Eine Kollegin, die in ihrem früheren Berufsleben bei einem Steuerberater arbeitete, hatte mir die Software empfohlen. Sie meinte, die Programmführung sei identisch zu ihrem „Profiprogramm“ aus der Steuerkanzlei.

    Als jemand, der kein klassisches Lehramtsstudium gemacht hat, muss ich etwas differenzieren.

    Das Fachstudium an der Uni habe ich geliebt und würde ich auch sofort wieder machen. Mich fachlich vertieft mit Inhalten auseinandersetzen, mit viel Eigenverantwortung und freier Zeiteinteilung - das ist genau mein Ding und ich mag es auch gerne, zu improvisieren, wenn etwas unvorhergesehenes passiert 😉 Die freie Zeiteinteilung und die Eigenverantwortung, das finde ich gerade das Tolle am Lehrberuf … ich hatte auch schon 9-to-5 Jobs vor meinem Lehrerleben und die entsprachen mir überhaupt nicht.

    Das Pädagogikstudium an der PH empfand ich aber als etwas mühsam, vor allem da oft sehr weltfremd. Aber ich wusste, dass ich das brauche, um Lehrer werden zu können. Also habe ich die Zähne zusammengebissen und es hinter mich gebracht.

    Aber sehr wichtig war mir tatsächlich der persönliche Kontakt zu anderen Menschen. Wie gut oder schlecht ich mit einem Studium unter Pandemiebedingungen zurecht gekommen wäre - schwer zu sagen. Wenn ich mir aber meine Erfahrungen als Lehrer aus der Fernunterrichtszeit 2020 in Erinnerung rufe - das habe ich psychisch schon als schwierig empfunden und viele meiner Lernenden auch.

    Auch von meiner Seite vielen, vielen Dank für deine Arbeit - ich war und bin regelmässiger Nutzer deiner Seite und deiner Software. Alles Gute für dich und meine besten Wünsche, dass du deine Kraft und Motivation wieder findest.

    Allerdings möchte ich mich dennoch auch dem hier schon gesagten anschliessen und hier deutlich aussprechen - mit deiner Aussage zu den Grundrechten bist du auf dem Holzweg.

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    Interessant und abwechslungsreich, ja, das trifft es bei mir auch. Aber ich gebe auch zu, dass ich es mit meinem Fach hier in der Schweiz und mit meiner Schule optimal getroffen habe - ich unterrichte nur Berufsmaturität, Mathe gibt es als Fach bei uns in der beruflichen Grundbildung nicht.

    Philio: ich war irgendwie noch beim iPad/Tablet.

    Ah, sorry, dann bin ich etwas vorgeprescht 😊

    Na ja, das Tablet/Convertible ist der Schlüssel zu den meisten Punkten, die ich oben erwähnt hatte. Wenn ich interaktive Arbeitsaufträge auf Geogebra gebe, dann müssen die Lernenden halt auch die Möglichkeit zur Bearbeitung haben.

    Was das reine Schreiben angeht… für mich ist die Archivierungsmöglichkeit der entscheidende Pluspunkt vs. Tafel oder Dokumentenkamera. Weitere Vorteil: Wenn ich mal einen Fehler gemacht habe oder ich noch etwas zusätzlich anmerken möchte, kann ich das einfach einfügen - und die Lernenden können es einfach korrigieren 🙂

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