Beiträge von Philio

    Im Grunde kann man allem zustimmen, was vorher schon geschrieben wurde. Ich persönlich bin skeptisch mit dem Einsatz von Macs im schulischen Umfeld, weil es doch etliche Nischensoftware gibt, die halt nur in der Windows-Welt funktioniert;

    Das lässt sich durch Virtualisierung elegant lösen. Ich benutze dazu auf meinem Mac VirtualBox und habe damit eine virtuelle Maschine eingerichtet, auf der Windows 10 als Anwendung innerhalb von macOS läuft (wichtig: Win 10 mit 32 Bit installieren, so kommt man mit relativ wenig RAM aus). Für VirtualBox braucht man etwas Computer Know-How, dafür ist es kostenlos. Parallels Desktop ist ein kommerzielles Produkt, aber es soll eine rundum sorglos Lösung sein, die mit ein paar Mausklicks funktioniert (habe ich noch nicht ausprobiert, VirtualBox ist für mich okay). Man braucht nur eine gültige Windows Lizenz und ein Installationsmedium als ISO Datei (kann mein bei Microsoft herunterladen, dauert nur etwas, da die Datei einige GB groß ist). Aber klar, Gaming oder umfangreiche Videobearbeitung unter Windows geht so nicht, da geht der Computer schnell in die Knie …

    Radfahren können

    Darf ich fragen, warum? Mir fällt kein lebenswichtiger Grund dafür ein – ich kann Rad fahren, aber mein Leben wäre nicht anders verlaufen, hätte ich es nicht gekonnt, da ich seit 20 Jahren nicht mehr gefahren bin und vorher nur sehr sporadisch. Radfahren macht mich überhaupt nicht an und hat es auch als Kind nicht. Zur Schule oder sonst wohin bin ich damals gelaufen, mache ich heute noch so oft ich kann (nicht zur Schule, aber sonst wohin ;) ).

    Ja, zumindest scheint die Mail ein Signal zu sein, dass der Vater seinen Konfrontationskurs nicht mehr weiterverfolgen möchte – ich finde, dieses Signal alleine ist schon viel wert, unabhängig davon, ob die Entschuldigung ehrlich gemeint (oder nur durch äussere Umstände erzwungen) ist.

    Oha, jetzt kommen die wirklich spannenden Fragen. Ein ethisches Urteil über diesen Fall zu fällen, ist nicht so einfach, wie es den Anschein hat.

    Moralisch kann man schon jetzt die Nase rümpfen.

    Kann man, muss man aber nicht. Je nach ethischem Erklärungsansatz ist das durchaus diskutabel.

    Allein die Absicht sich eine Qualifikation durch die Leistung Fremder zu erschleichen ist moralisch abzulehnen.

    Wenn man einer gesinnungsethischen Theorie folgen möchte, ja, nach einer konsequentialistischen Ethiktheorie nicht unbedingt.

    Und dass es ich um eine feste Absicht und eben nicht nur einen flüchtigen Gedanken handelt zeigt die Tatsache, dass die Dame bereit ist 300€ (eine Stange Geld gerade für einen Reffi) für einen Ghostwriter auszugeben.

    Es ist ein, möglicherweise starkes, Indiz für eine feste Absicht. Ein zwingender Schluss ist es aber nicht.

    ABER im Vergleich zum durchgezogenen Täschungsversuch wäre diese Option natürlich immer noch etwas weniger schlimm (=/= gut!).

    Wie gesagt, das ist ethisch durchaus diskutabel. Je nach ethischer Theorie hätte sie mit dem Rücktritt keine unethische Handlung begangen – und wenn man nur die Handlung bewertet, hat sie ethisch eine blütenweisse Weste.

    Immerhin erklärt sie ja an Eides statt, dass sie den Entwurf selbst verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen verwendet hat. Dass das auch so ist, ist die Voraussetzung dafür, dass sie das zweite Staatsexamen bekommt. Dass Ghostwriting mittlerweile wohl häufig in Anspruch genommen wird, heißt hoffentlich nicht, dass es keine Konsequenzen hat, wenn man damit auffliegt, zumal sie Beamte auf Widerruf ist, von ihr also besonders korrektes Verhalten erwartet werden muss.

    Wenn sie das an Eides statt erklärt, dann ist es eine falsche Versicherung an Eides statt – diese ist tatsächlich strafbar (allerdings ist es immer noch kein Betrug).

    Das ist Betrug. Eine Straftat. Und diejenigen, die solche Aufträge annehmen, sind sich offensichtlich ihrer wissenschaftsethischen Verpflichtungen nicht bewusst. (Ja, die gibt es auch für Geisteswissenschaftler.)

    Moment, so einfach ist das nicht. Nach der Umgangssprache ist es vielleicht Betrug, aber nach dem Strafrecht nicht. Betrug nach StGB ist ein reines Vermögensdelikt. Kein Vermögensschaden – kein Betrug. Wahrscheinlich noch nicht einmal eine Urkundenfälschung. Über das Strafrecht ist hier nichts zu holen, würde ich sagen. Auf Seiten der Referendarin ist es allenfalls ein Verstoß gegen ihre dienstlichen Pflichten, auf der Seite des Ghostwriters (Privatschule) höchstens ein Verstoss gegen seine arbeitsvertraglichen Pflichten (wenn überhaupt).

    Wenn möglich, nehme ich auch immer DHL und lasse an die Packstation liefern, die nächste ist gerade mal 5 Minuten Fußweg von mir entfernt. Bisher hat immer alles super geklappt und es gibt für mich nur Vorteile: kein Warten auf den Zusteller mehr, keine Abholscheine im Briefkasten, kein Nachbar, der nach Annahme des Pakets verreist ist …

    Theologen? Genau wissen? Das hat schon eine gewisse Drolligkeit. Denen dann aber noch historische Expertise zu unterstellen, finde ich ein wenig viel.

    Da muss man nichts unterstellen. Selbstverständlich arbeiten historisch forschende Theologen nach den wissenschaftlichen Standards der Geschichtswissenschaft. Wie sonst?

    Und dann ist da noch der Katholik und Biologe Kenneth Miller, der im Dover-Trial als Gutachter gegen die Kreatinisten ausgesagt hatte. Nota bene: in Übereinstimmung mit seinem Glauben, die katholische Kirche ist pro Evolution. Keine Ahnung, wie das zusammen geht.

    Kein Thema – solange die Evolution einen göttlichen Schöpfungsakt nicht ausschliesst, ist für die katholische Kirche alles tutti. Jedenfalls solange man die entsprechenden Stellen der Schriften nicht fundamentalistisch (also als wortwörtlich geltende Wahrheit) deutet. Auf eine fundamentalistische Lesart berufen sich die Kreationisten, die mehrheitlich protestantisch sind – nicht verwunderlich übrigens, da im Protestantismus die Schriften eine höhere Bedeutung haben ("sola scriptura").

    Astronomie und Religion waren in der Vergangenheit sehr stark miteinander verknüpft. Glaub bloss nicht, dass einer wie Kopernikus nicht religiös war und so findest Du natürlich auch heute noch religiöse Astronomen und Astrophysiker.

    Eines der spannendsten Beispiele in diesem Zusammenhang ist Isaac Newton. Der "Uhrmacher-Gott" geht unter anderem auf ihn und seine mechanistische Interpretation des Universums zurück. Er kannte die Bibel auswendig, war aber entschiedener Gegner der Trinitätslehre, entsprechende Schriften wurden erst nach seinem Tod veröffentlicht. Ausserdem war er ein begeisterter Alchimist, der nach dem Stein der Weisen suchte.

    Und trotzdem haben sie ein einige Hundert Jahre gebraucht, um zu merken, dass Galieo Recht hatte (bzw. das öffentlich zuzugeben).

    Ich denke, das öffentliche Zugeben war eher das Problem. Die (theologisch) Verantwortlichen waren sicherlich gebildet genug, um Fakten richtig interpretieren zu können.

    Was meinst du mit romantisch?

    Möglicherweise eine besonders emotionale Verbindung zur Natur, eine "erhabene und mystische" Empfindung bei der Betrachtung des Kosmos, ausgedrückt durch Sprachbilder wie z. B. die Erde als "kleiner blauer Punkt im unendlichen All", usw. Siehe zum Beispiel die Bücher von Carl Sagan, bzw. seine Fernsehserie "Unser Kosmos" – das verstehe ich in diesem Zusammenhang unter "romantisch". Falls Wollsocken80 das so gemeint haben sollte, bekenne ich mich, als ehemaliger Astrophysiker, an dieser Stelle schuldig. ;)

    Und gibt es unter Astrophysikern auch religiöse Menschen? Gerade wenn ich mir die Amis so ansehe halte ich das nicht für ausgeschlossen...


    Dafür musst du nicht den Kontinent wechseln. Der Vatikan betreibt seit dem 16. Jh. eine Sternwarte, die auch heute in der Fachwelt einen sehr gut Ruf genießt.

    Was besser hilft: Zentraler Nachschreibtermin für alle solche Fälle. Und der liegt dann am Freitag in der 7./8. Stunde bzw. noch besser in der 9./10. Stunde. Aus "organisatorichen Gründen" selbstverständlich. Wenn man im Kollegium die Aufsicht gleichmäßig verteilt, kommt jeder einmal alle 5-10 Jahre dran.

    Da habe ich es noch besser – bei mir an der Schule gibt es Samstagsunterricht. Der Termin für hartnäckige Fälle ist demnach Samstag, 7:35. :teufel: Der Mega-Abturner für alle, die an Freitagabenden gerne feiern gehen wollen. Da überlegt man sich das Fehlen bei Prüfungen schon mehr als einmal …

    Idealfall: Daraus können dann die SuS zunächst eine Problemstellung ("Wir wollen rausfinden, wie weit Betty Heidlers Hammer geflogen ist") ableiten, sind anschließend bestenfalls intrinsisch motiviert diese zu lösen und eignen sich somit das benötigte Wissen korrekt an. Durch die emotionale Verknüpfung/Identifikation mit dem Problem wird das Wissen dann nachhaltig im Gedächtnis verankert.

    Soweit die Theorie der Konstruktivisten. Meine Gegentheorie: Nachhaltiger Kompetenzaufbau erfolgt in der Übungsphase durch Anwendung und Wiederholung. Da kann diese Aufgabe sehr sinnvoll eingesetzt werden – von der Verwendung in der Erarbeitung halte ich nichts, vom "Entdeckenden Lernen" (in der Mathematik) in dieser Form auch nichts. Neue Inhalte müssen nach meiner Philosophie vor allem schnell und effizient vermittelt werden, denn umso mehr Zeit bleibt für die Übungsphase – denn diese legt den Lernerfolg fest, nicht eine langwierige "wir stochern im Nebel"-Erarbeitung. Das setzt allerdings voraus, dass Lernende auch Definitionen lernen - man muss sie ihnen natürlich erklären und auch praktisch demonstrieren.

    Mache ich auch :) - Wenn es jemand anderes auf eine andere Art erklären kann und der Schüler versteht es dann umso besser :)

    Mache ich auch. In Mathe hauptsächlich "Simple Math" und "Mathe mit Daniel". Inhaltlich finde ich beide super, allerdings nervt mich bei "Simple Math", dass die dauernd mit dieser "Hey, yo, Alter"-Sprache um die Ecke kommen, aber ich bin ja nicht die Zielgruppe ... ;) . Bei "Mathe mit Daniel" ärgert mich sein fast inflationäres verbales Clickbaiting (auch in den Kommentaren) "Ich habe für das, das und das auch noch Videos gemacht, einfach klicken ...". Yo, Alter, aber dafür hat er doch 'ne Playlist ... :P

    Meine Erfahrung nach haben Lernende eher Probleme wegen mangelnden Wissens, nicht wegen mangelnder Kompetenzen. Mein Lieblingsbeispiel aus der Mathematik: "Bestimmen Sie rechnerisch die Nullstelle der Funktion f". Das "rechnerische Bestimmen", hier die Kompetenz, ist so gut wie nie das eigentliche Problem bei Lernenden, die diese Aufgabe nicht lösen können. Das Problem ist meistens, dass Sie den Fachbegriff "Nullstelle", hier also das Wissen, nicht verstehen (oder falsch verstehen), weil Sie das Lernen von Definitionen für unnötig halten.

    "Reinhardt: (...) Was muss ich konkret tun, um wirksamen Unterricht in meinem Fach anzubieten?"
    "SPIEGEL ONLINE: Und diese Antworten können Sie jetzt liefern?"
    "Reinhardt: Zumindest teilweise. Dafür haben wir Experten aus Schulen und Hochschulen befragt, (...) Uns interessierte, wie viel fachwissenschaftliches und wie viel fachdidaktisches Wissen die Lehrkräfte jeweils brauchen."

    :hammer:

    Na supi. Alles wie gehabt – Deutschland, das Land der weltfremden Elfenbeinturmpädagogik.

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