Beiträge von Milk&Sugar

    Hallo Yummi,

    ich gehe mal davon aus, dass das in meine Richtung zielte.

    Ist mir alles klar und ich habe mich nicht beschwert oder "gejammert", sondern im passenden Thread meinen Eindruck kundgetan.

    Feste Kontaktzeiten wären meiner Ansicht nach hilfreich und auch im Sinne der Transparenz, da man z.B. auf längeren Urlaubsreisen nicht immer per Mail oder Handy erreichbar ist. Meine ehemalige Schulleitung fasst das eher so auf, dass die SuS Ferien haben, während die Lehrkräfte ihre unterrichtsfreie Zeit abfeiern und dabei möglichst in regelmäßigem Takt an ihre Pflichten erinnert werden sollten. Schließlich hat ja auch die Schulleitung keine Ferien...

    der Buntflieger

    Die Situation ist aber schon sehr speziell und hängt mir dem einzelnen Schulleiter zusammen.

    Da wäre es sinnvoll, wenn der Personalrat gemeinsam mit der Schulleitung konkrete "Kontaktregeln" vereinbaren würden.

    Ich kann Bolzbold nur zustimmen.
    In meinen Mutterschutz vor der Geburt fiel die Abschlussprüfung meiner Klasse und natürlich haben die Schüler gefragt, ob ich nicht noch längern bleiben könnte und sie begleiten möchte. Sie haben sich durchaus - wenn auch nur ganz leise - bei mir "beschwert", dass ich genau jetzt schwanger geworden bin.

    Aber kaum war ich weg und die neue Lehrkraft in der Klasse, war alles gut. Die Schüler waren gut vorbereitet und haben alle ihren Abschluss geschafft. Im Nachhinein war es auch gar nicht sooo schlimm, dass ich nicht dabei war.

    Was ich damit sagen will, auch wenn man manchmal das Gefühl hat unersetzlich zu sein, in vielen Fällen ist es dann doch nicht so.

    Überleg dir wirklich gut, ob du dir das antust und erwarte keinen Dank dafür.

    Bei uns kommt auch fast zu jeder Pause eine Durchsage.
    Das kann manchmal richtig nerven, wenn man eigentlich noch was erklären möchte, die Hausaufgaben anschreiben will oder sonst was und die Schüler dann schon einpacken, weil "ist ja schon Pause".

    Nach einer Weile gewöhnt man sich allerdings daran und plant diese Zeit in seinem Unterricht ein ;) (nicht die beste Lösung aber was will man machen ;) )

    Die Durchsagen wurden aber schon weniger, seit in der letzten Lehrerkonferenz darauf hingewiesen wurde, dass man sich doch gut überlegen soll, ob die Durchsage nötig ist.

    Hallo Palim,

    das ist wohl eine Frage des Geschmacks bzw. der persönlichen Präferenzen (ist eigentlich dasselbe...?!), seit ich viel mit Handschrift mache, bin ich deutlich schneller als mit rein digitalen Vorlagen. Das liegt bei mir hauptsächlich an dem genannten Problem: Ich will, dass alles akkurat angeordnet ist, nichts verschoben ist und dann tendiere ich auch dazu, wenn der Rechner schon läuft, noch schnell andere Dinge zu machen... :pfeifen:

    Die ABs kann ich trotzdem weiter nutzen. Einfach kopieren und/oder scannen. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich - der sonst eher der Fortschrittstyp ist - in dieser Hinsicht wieder überspitzt gesagt in der Steinzeit lande. :rotwerd:

    der Buntflieger

    Zum von mir fett markierten:
    Das Problem lässt sich relativ schnell lösen, wenn man sich mit den verschiedenen Bearbeitungsprogrammen auseinandersetzt. Dann passiert es relativ selten, dass sich alles komisch verschiebt.
    Und langfristig spart man auf jeden Fall Zeit, wenn man das Arbeitsblatt wieder verwenden kann.

    Aber das ist eigentlich schon total Off-Topic.

    Zur Frage:
    Im Gegensatz zu dem, was einige von euch schreiben, fand ich mein Ref in Bayern fast entspannt (aber wirklich nur im Vergleich zu euch - eigentlich war es auch super anstrengend :P ) obwohl es bei uns an Mittel- und Grundschulen auch nochmal anders ist.

    Die ersten 2-3 Wochen waren fast nur Hospitationen und Seminarsitzungen. Dann hat man mit einer Stunde die Woche pro Fach angefangen. Ab den Allerheiligenferien hatte man dann eine Klasse pro Fach. Die Seminarlehrer und einige Mitrefs saßen anfangs immer hinten drin. Da verliert man nach ner Weile die Angst vor Beobachtung :)
    Am Halbjahr wurden die Klassen teilweise getauscht oder schrittweise noch mehr übernommen (wenn möglich).
    Allerdings mussten wir auch ziemlich lang noch Unterrichtsentwürfe im Voraus abgeben - teilweise länger als andere Referendare an der gleichen Schule aber mit anderen Fächern. Das raubt einem dann schon irgendwann den letzten Nerv, wenn man nicht nur die Stunde planen muss, sondern auch noch drei Seiten Verlaufsplan schreiben muss.

    Im zweiten Jahr war man dann auf sich gestellt und in der Einsatzschule mit meist 17 Stunden eigenverantwortlichem Unterricht dran.
    Da saß dann nur noch hin- und wieder der betreuende Lehrer mit drin.
    Ich weiß noch wie erleichtert ich war, dass ich dort eher kurzfristiger planen konnte und für mich Sachen testen konnte.

    Der Austausch bei uns im Seminar war super, jeder hat seine Sachen digital über Dropbox zur Verfügung gestellt. Das war gerade im Einsatzjahr super, weil man ja teilweise viele Kilometer weit weg war und dennoch gab es eine Art "Zusammenarbeit".

    Hab jetzt auch mal mitgemacht.
    Ich hatte Frage 1 so verstanden, was es alles an unserer Schule gibt und Frage 2 dann - nach den Antworten hier - so interpretiert, was ich nutze. z.B. wir haben Smartboards aber nicht in allen Zimmern, deshalb bei Frage 1 ein Ja, bei Frage 2 ein Nie, da ich kein solches Zimmer habe.

    @ Umfragenersteller: es wäre sehr sinnvoll bei Frage 2 eine Frage zu formulieren, woher soll ich wissen, wonach gefragt wurde.

    Am "interessantesten" fand ich vor eingen Jahren die FB "Alltagskompetenzen und Lebensökonomie". Da wurden aus jeder GS des Landkreises ein Kollege aus 1/2 und einer aus 3/4 verpflichtend hingeschickt.
    Es ging dann um Schnürsenkel binden üben und richtiges Händewaschen mit einem Smiley-Motivation-Sammel-Irgendwas.
    Irgendwann ist einer anwesenden Schulleiterin aus einer benachbarten Schule der Kragen geplatzt und sie meinte: "Wer bei mir in der 3. Klasse immer noch nicht Schuhe binden kann, soll welche mit Klettverschluss tragen. Ich habe Wichtigeres zu tun, als das zu üben." Sprachs und verließ die Veranstaltung.

    Ich hatte vor einigen Jahren im Schullandheim einen Fünftklässler, der wollte, dass ich ihm die Schuhe ausziehe, seine Mama würde das zuhause auch machen. :staun: Da hilft auch Übung in der GS nichts.
    Er saß dann ziemlich lange da :) und hatte zum Glück noch ein zweites Paar Schuhe ohne Bänder.

    Zurück zum Thema: Wir hatten erst letztens eine SCHILF zum Thema Smartboards. Ich hatte gehofft was neues zu lernen aber über "da macht man es an", "da muss man drücken, damit die DVD ausgespuckt wird"... kamen wir nicht hinaus. ;( (und da haben schon viele Kollegen nachgefragt)

    Grauzonen gibt es in der Arbeit mit Menschen meines Erachtens immer, weil eben nicht alles vorhersehbar ist und auch LehrerInnen nicht alles wissen, bzw. umsetzen können, was sie wissen und auch Lehrpläne und die Uni nicht alles abdecken können... Es gibt Dinge, die man in der Auseinandersetzung mit einer Situation lernen muss, sich aber dennoch stückweit vorbereiten kann, wenn man absehen kann, was die Knackpunkte sein könnten (das versuche ich gerade). Zudem sind Grenzen häufig fließend und wenn man auf einem Gebiet Neuland betritt, könnte es passieren, dass man z.B. die Grenzen der eigenen Zuständigkeit über- oder unterschreitet --> beispielsweise in Überforderungssituationen von LehrerInnen…

    Ob du es glaubst oder nicht, aber das kann man erst in der Praxis lernen. Bei einer konkreten Frage wendet man sich dann an das Seminar, erfahrene Kollege, Sozialpädagogen, Leute im Forum oder andere Personen mit Fachwissen.


    Was ist denn z.B., wenn ein traumatisiertes Kind immer wieder in Wutphasen gerät, in denen es z.B. Gegenstände zerstört und andere Kinder oder sich selbst gefährdet, obwohl es die Regeln kennt? Holt ihr euch da immer wieder die Sozialarbeiterin oder Kollegen zur Hilfe? Wie versucht ihr, abgesehen von interdisziplinären Maßnahmen, Regeln und Strukturen zu intervenieren? Und wie verändert ihr die Situation langfristig (insbesondere, wenn ergriffene Maßnahmen nicht fruchten)?
    Ist es da nicht besonders schwer das Gleichgewicht zwischen Distanz und Empathie, zwischen Überforderung und Selbstschutz zu wahren? Und dem betroffenen Kind weiterhin so gegenüberzutreten, wie den anderen Kindern?

    Was bringt es dir, wenn wir dir 100 verschiedene Fälle schildern, bei deinem Kind aber erst die 101. Maßnahme helfen würde.
    Ja, es ist wichtig Grenzen zu ziehen aber auch die muss man persönlich setzen und kann dir (außerhalb der gesetzlichen Regelungen) keiner vorgeben.

    Deshalb, beende dein Studium, geh ins Ref und schau dann konkret, welche Situationen auf dich zukommen.

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