Puh, ich habe bei der Wahl der Lieblingskumpels/inen meines Kindes echt Glück. Entweder sind es Eltern, mit denen wir auch ganz gut auskommen, oder Eltern, mit denen man ohne die Kinder niemals etwas zu tun hätte, alle Parteien sich aber darüber einig sind, dass es zum Wohl der Kinder ist, wenn man sich zusammenreißt. Zwischen den Eltern herrscht dann oft eisiges Schweigen, aber dafür gibt es leuchtende Kinderaugen.
Zu den besten Spielfreunden meines Kindes gehören auch zwei, deren Eltern entweder gar kein Deutsch können bzw kein Schulabschluss vorhanden ist. Und weiter? Dann male ich eben eine Stadtkarte auf und markiere unser Haus, zum Spielen in unserem Garten hole ich halt die Kinder ab und bringe sie wieder heim, wenn die Eltern keinen Führerschein oder Auto haben. Ich bin froh, dass mein Kind nicht nach Hautfarbe, Geschlecht, Kontostand oder Körperumfang seine Freundschaften wählt, sondern wer nett ist. Und wer andere ausgrenzt, auf den können wir eh verzichten. Das hat erstaunlicherweise auch schon der Nachwuchs begriffen und weint solchen Kindern nicht hinterher.