Ich frage mich wie ihr das Gendern in eurem Unterricht oder in eurer Klasse handhabt.
Gar nicht, ich bleibe bei den Vorgaben des Dudens. Sollten Gendersternchen, -doppelpunkte etc. in Klassenarbeiten auftauchen, werden sie als Fehler angestrichen. Einen Punktabzug gibt es dafür aber nicht, auch wenn wir als fachfremde Kollegen ja auch die Leistungen in der Deutschen Sprache mit in die Bewertung einfließen lassen sollen.
Bei vielen Klassen fällt mir zudem auf: Die Azubis in den einfachen zweijährigen Ausbildungen sind von der Sprache überfordert. Sie liefern regelmäßig bei den gebundenen Aufgaben (Multiple-Choice) schlechtere Ergebnisse ab als bei den ungebundenen Aufgaben (offene Fragestellung). Bei der Besprechung fällt dann regelmäßig auf, daß nicht die Beantwortung der Frage sondern das Textverständnis, wonach wird eigentlich gefragt, das zentrale Problem ist. Sie sind von den politisch korrekten und gegenderten Fragestellungen einfach überfordert.
In den Vollzeitklassen ist es das gleiche Spiel. Wir haben den Mathematik Förderunterricht schon abgeschafft und bieten ausschließlich Deutsch Förderunterricht an, weil wir feststellen mußten, daß die Sprachleistungen so extrem schlecht sind, daß die Schüler deswegen in allen anderen Fächern scheitern, weil sie die Fragen gar nicht verstehen.
Oder, wie es meine Abteilungsleitungen formulieren: "Wir bekommen hier Analphabeten mit Fachoberschulreife. Die Zeugnisse der Sek 1 Schulen sind heute nichts mehr wert!"