Tja,
das ist halt die Kehrseite der ach so gelobten Premium Sozialhilfe, die an uns Beamte gezahlt wird. Wenn der Lebensentwurf nicht zu dem paßt, was die Politik für uns vorgesehen hat, fällt man durch das komplette Netz durch gleich ganz nach unten. Das habe ich nach dem Referendariat ja schon gemerkt. Dank der Verbeamtung auf Widerruf im Ref. gab es nicht einmal Arbeitslosengeld sondern sofort Hartz 4.
Daher lehne ich das aktuelle Alimentationsprinzip, das zumindest in NRW inzw. zum überwiegenden Teil auf irgendwelchen Zulagen basiert, ab und fordere eine strikte Leistungsorientierung bei der Alimentation. Das Grundgehalt muß nach oben und dann soll jeder Beamte selber entscheiden dürfen wie er leben will. Das fängt schon bei der unseligen Beihilfe, die uns de facto in die PKV zwingt, an.
Aber was will man schon von der Politik verlangen? Meine Großeltern waren (verbeamteter) Lokführer und Hebamme. Damals hatten beide Residenzpflicht. Was meint ihr, was da der Amtsschimmel gewiehert hat, als beide geheiratet haben. Welche Residenzpflicht ist jetzt vorrangig? Das es so eine Konstellation geben könnte, war im Gesetz so nicht vorgesehen. 
das klingt für mich alles sehr alarmierend
Die Kosten sind halt auch gewaltig gestiegen. Als ich 2015 mein Auto gekauft habe, habe ich für den Neuwagen 32.000€ gezahlt. Wenn ich heute ein Elektroauto kaufen muß, ich sprach ja schon den VW id.3 mit großem Akku als Golf-Nachfolger an, bin ich bei 60.000€, also beim doppelten Preis. Als ich mit der Fliegerei angefangen habe, hat mich eine Flugstunde 65,- € gekostet. Inzw. sind wir bei 110,- €. Nur sehe ich nicht, daß unsere Alimentation entsprechend mit angestiegen ist. Sie ist so niedrig, daß sie inzw. schon verfassungswidrig ist. Aber anstatt diesen Mißstand zu beseitigen, wird ein paar Exoten (Eltern mit drei oder mehr Kindern, bei denen die Kinder auch alle auf der Lohnstueerkarte stehen) das Geld in den Allerwertesten geblasen und das Gros der Beamten geht leer aus.