Beiträge von plattyplus

    Wie wäre es statt dessen damit, so etwas geplant und organisiert einzuführen. Dazu gehört dann zunächst eine funktionierende Software auzuwählen, dafür zu sorgen, dass die nötige Hardware/Infrastruktur (Netz) zur Verfügung steht und funktioniert. Und dann sollte man die Kolleginnen, die das benutzen sollen, auch entsprechend schulen. Wenn dann alles läuft, hat keine ein Problem.

    Und was würdest Du sagen, wenn die Kollegen extra fürs Klassenbuch Dienst-Notebooks bekommen haben, das WLAN auch zuverlässig steht und es eine Schulung gab?

    Wie gesagt, es gab halt einfach einige Kollegen, die es selber erfolgreich getestet haben, dann aber doch zum Papier zurück sind, weil die digitale Version keine Pflicht war. Aber man kann langgedienten A15ern ja nicht zumuten das jetzt einfach mal digital zu machen.

    Ich frage jetzt noch mal nach, welche Ecken das wären. Welche Arbeit verursacht jemand anderen, durch die Entscheidung etwas nicht „digital“ machen zu wollen?

    Darf ich antworten?

    Wir hatten in der Schule z.B. ein Jahr lang das digitale Untis-Klassenbuch neben dem papierbasierten Klassenbuch im Einsatz, um den Fachlehrern den Übergang zu "erleichtern". Im Ergebnis waren 85% der Kollegen nach 3 Wochen ausschließlich bei Untis. Die restlichen 15% wollten sich damit nicht befassen, weil es ja nicht verpflichtend war und es ja noch die Papierklassenbücher gab. Am Ende durfte ich mich dann als Klassenlehrer jede Woche hinsetzen und sämtliche Unterrichtsinhalte und Fehlzeiten aus dem Papierbuch ins Untis hämmern.

    Als Dank von den analogen Kollegen gab es dann noch Mecker, daß sie jetzt ja im Papierbuch gar nicht sehen könnten, ob die Schüler in ihrem Unterricht entschuldigt oder unentschuldigt gefehlt hätten. Ich solle gefälligst auch noch sämtliche Einträge aus dem digitalen Klassenbuch manuell ins Papierbuch kopieren.

    Ich hab mir in dem Jahr echt gewünscht, daß die Schulleitung auf den Tisch haut, daß digitale Klassenbuch verbindlich vorschreibt und das dann auch notfalls mit disziplinarrechtlichen Mitteln durchdrückt.

    Aufgrund der Problematik der doppelten Buchführung hatte unser Nachbarberufskolleg die Übergangsphase zwei Jahre vorher absichtlich extrem kurz gehalten. Da war diese Mehrarbeit nach drei Wochen vorbei.

    Ich nehme nichts zu persönlich - aber ja, es nervt mich, wenn die SuS bessere Leistungen haben wollen, wir ihnen dafür z.B. Präsentationen anbieten und einplanen, die sie dann aber doch nicht wahrnehmen (wollen). Da komme ich mir veräppelt vor. Nur muss man es ja durchaus differenzierter sehen: In den beiden LKs sind 3 Lerner, die dringend einen bestimmten NC brauchen, um das zu studieren, was sie studieren wollen gerne.

    Würde von mir ein Schüler mit dem Verweis auf den NC bessere Noten einfordern, würde ich ihn daran erinnern, daß es seine Aufgabe ist entsprechende Leistungen für bessere Noten abzuliefern.

    In letzter Konsequenz könnte der Schüler natürlich auch bei sämtlichen Klausuren ab jetzt ein leeres Blatt abgeben, könnte so wiederholen und dann im zweiten Anlauf auf bessere Noten hoffen. Man darf das Abitur zur Notenverbesserung ja nicht nach dem Bestehen freiwillig wiederholen.

    War das eine besondere Serviceleistung dieser Sparkasse, die es anderswo schon lange nicht mehr gibt?

    Mag sein. Bei meiner Volksbank wurde der Panzer-Schalter, an dem es Bargeld gab, 1997 abgeschafft. Seitdem ging alles über die Bankautomaten. Da haben meine Eltern, Onkel, Tante, … dann regelmäßig mit den Großeltern vorm Automaten gestanden, weil die alten Leute das nicht hinbekommen haben.

    Hat man in der Volksbank ein normales Sparbuch und will Geld abheben, geht man zum Schalter und bekommt dort eine Plastikkarte mit Magnetstreifen zur einmaligen Benutzung am Bankautomaten. Der Automat behält die Karte anschließend ein.

    … Die Schüler sind doof. :autsch:

    Einer meiner Schüler hat im Unterricht einen blanken Draht, sie haben bei mir im Unterricht Werkzeug und Kabel, in eine Steckdose gesteckt und einen elektrischen Schlag bekommen bevor der FI-Schalter ausgelöst hat.

    Ich soll dem 17jährigen jetzt einen Unfallbericht schreiben. Nur würde ich ihn am liebsten zum Amtsarzt bzw. Psychologen schicken wegen versuchter Selbstverstümmelung / Suizid. Aber ein Unfall war das meiner Meinung nach nicht!

    Als verbeamteter Lehrer bringt mir die Möglichkeit Streikgeld zu erhalten ja gar nix, also ist die GEW für uns auch nicht die richtige Gewerkschaft.

    Ich mache es nicht vom Streikgeld abhängig sondern von den Abschlüssen, die die Gewerkschaft schafft. So wäre ich gerne bereit für einen Verhandlungsführer vom Schlag eines Claus Weselsky mehr zu bezahlen.

    Aber mit den linken Weltverbesserern von der GEW komme ich auch nicht klar.

    Wie meinst du das? Die Entwicklung der realen Bruttostundenlöhne lag in den letzten 4 Jahrzehnten im Durchschnitt in einer Bandbreite von knapp 1-2% p.a. und folgte damit in etwa den Zuwachsraten des BIP.

    Ich glaube CandyAndy vergleicht unsere Abschlüsse mit denen der IG Metall und im Vergleich ist der öffentliche Dienst einfach nur weit weit ins Hintertreffen geraten.

    https://oeffentlicher-dienst.info/vergleich/entw…twicklung-2.png

    analoges Whiteboard

    Das schädigt massiv die Ärmel der Linkshänder. :daumenrunter:

    Die Filzstift-Farbe bekommt man aus den Klamotten nicht mehr raus, Kreide klopft man einfach aus dem Pulli aus.

    Wenn das digitale Whiteboard mit Kreidestaub nicht klarkommt, dann duales System aus Beamer samt Projektionsfläche und großer Kreidetafel. :top:

    Wenn ich eine ausreichende Schriftgröße wähle, paßt aber nicht einmal eine einzelne Aufgabenlösung auf das Whiteboard.

    Früher hatten wir da eine große Tafel von 4m Breite und 1,2m Höhe. Das Whiteboard, das die ersetzt/ersetzen soll, sollte tunlichst die gleiche Größe haben.

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