Beiträge von plattyplus

    Natürlich spielt die Produktion bei der Preisbildung eine Rolle.

    Falsch! Wenn du als Produzent nicht wenigstens deine Produktionskosten beim Verkauf wieder reinbekommst, solltest du tunlichst die Produktion einstellen, weil du langfristig Verlust machst. Damit verknappst Du dann durch dein Ausscheiden aus dem Markt das Angebot, so daß sich ein neuer höherer Gleichgewichtspreis einstellt. Aber der Marktpreis hat mit den Produktionskosten nichts zutun.

    Das letzte Mal haben wir das deutlich im April 2020 gesehen. Damals brach die Wirtschaft wegen Corona dermaßen schnell zusammen, daß der Rohölpreis am Weltmarkt sogar negativ wurde. Die Händler haben also noch Geld an die Kunden bezahlt, damit die ihnen das Öl abnehmen. Das kam dadurch zustande, daß die Öltanker schon lange unterwegs waren, das Öl während der Fahrt ziegfach verkauft wird und es am Ende aber jemanden geben muß, der freie Lagerkapazitäten hat, um den Öltanker auch wirklich löschen (=entladen) zu können.

    Du wirst ja wohl nicht leugnen, daß die Ölförderung und der -transport gewisse Kosten verursachen, die garantiert nicht negativ sein werden, oder?

    Ich weiss von einem Deutschen, den die Kantonspolizei in Genf mit Handschellen aus dem Hotelzimmer gezerrt hat, weil er eine Parkbusse ignoriert hat. Der wurde zum Bancomaten begleitet und durfte den fälligen Betrag unter Aufsicht abheben und direkt begleichen. Ist dir das hart genug?

    Wenn der Deutsche gegenüber der Gendarmerie das gleiche Auftreten hingelegt hat, das manche hier gegenüber der deutschen Polizei an den Tag legen, dann ist das Verhalten der Kantonspolizei durchaus gerechtfertigt. Wenn das dann noch durch die Presse geht, weiß wenigstens jeder, daß es keinen Sinn hat sich mit der Gendarmerie anzulegen, weil man dabei garantiert den Kürzeren zieht.

    Bei uns hingegen weicht die Polizei vor dem Mobb zurück, weil ein Durchgreifen ja nicht deeskalierend wäre und unschöne Bilder in der Presse verursachen würde. Ich denke da nur an die alljährlichen Straßenschlachten zum 1. Mai oder die Partyszene in Stuttgart. Da bin ich eher Fan einer echten Null-Tolleranz-Strategie mit vielen vielen kleinen Nadelstichen.

    Aber keine Sorge, ich war in Frankreich auch mal 2km/h zu schnell. Bei uns würde das niemanden interessieren, aber dort wurde selbstverständlich abkassiert. Auf die Idee gegen die Gendarmerie in Frankreich anstinken zu wollen, brauchst gar nicht erst zu kommen, die greifen durch. Gleiches bei der Guardia Civil in Spanien. Sind alle nett, aber auf die Idee denen zu widersprechen brauchst nicht zu kommen. Ich war gerade in Madrid im Urlaub, als es zu Protesten kam, weil Puigdemont Katalonien abspalten wollte. Da wurde auch nicht diskutiert. Da hat mir der eine Polizist der Guardia Civil nur noch geraten das Hotel an der Puerta del Sol einen Tag eher zu verlassen, was ich dann auch getan habe, weil es am Tag danach ganz unschön wurde. Hab mir spontan ein Auto gemietet und bin von Madrid aus zur Alhambra gefahren, weit weg. Das ist halt der kleine Unterschied zwischen allen europäischen Nachbarländern und Deutschland.

    In Australien und Neuseeland habe ich es auch so kennengelernt. Die sind alle ganz lieb und nett, aber es ist ganz klar wer da das Sagen hat. Im Zweifelsfall weichen die keinen Millimeter zurück.

    fragte mich hinterher eine Schülerin, warum eigentlich so was aufwändig produziertes wie Zucker so billig verkauft wird. Nun, die hat's überrissen.

    Die hat es nicht überrissen, weil ihr das ökonomische Wissen dazu fehlt. Du hast oben ja selber gesagt, daß Dir dieses Wissen ebenfalls fehlt. Darum jetzt mal die Kurzform: "Der Preis, den man für ein Produkt am Markt erzielen kann, hat etwas mit Angebot und Nachfrage zutun. Die Frage wie aufwändig die Produktion ist, stellt sich bei der Preisfindung nicht.

    Jetzt bei Corona hatten sie die am Flughafen jedenfalls inkl. Einreiseanmeldung mit Angabe des Hotels, Kontrolle des impfnachweises/Tests etc. ...

    Die Einzigen, die mich nicht einmal ansatzweise kontrolliert haben, waren die Grenzer bei der Wiedereinreise in Deutschland.

    Also dann müssen Neuseeland, Australien und auch Spanien alles Diktaturen sein, dort wird nämlich bei der Einreise kontrolliert wer rein kommt. In Deutschland interessiert das niemanden.

    Ein einziges Mal in all den Jahren ist ein Zug sehr verspätet gewesen, nie ausgefallen oder sonst irgendwas.

    Schön für Dich. Meine persönliche Statistik sieht ganz anders aus. Bei mir fallen mehr als 2/3 aller Züge entweder mehr als 1 Stunde verspätet oder fallen gleich ganz aus. Und ja, wenn ich eine Umsteigeverbindung habe und der zweite Zug weg ist, weil der erste Zug 10 Minuten Verspätung hat, sodaß ich am Ende über eine Stunde Verspätung habe, weil ich den nächsten Zug nehmen mußte, für den ich dann natürlich keine Sitzplatzreservierung mehr habe, dann habe ich über eine Stunde Verspätung und nicht 10 Minuten und der Rest war Pech.

    Konkret sieht es so aus, daß ich eh immer mit dem Auto zum Bahnhof fahren muß, weil die Bahn eh nicht mehr in die Fläche kommt und dann plane ich immer so, daß ich notfalls auch mit dem Auto die Strecke spontan durch fahren könnte, wenn die Bahn mal wieder nicht fährt. Einmal habe ich dann sogar notgedrunden nachts die Strecke Bielefeld --> Friedrichshafen (Bodensee) mit dem Motorrad abgepult, weil das Auto gerade in der Werkstatt stand. Spaß oder Komfort geht anders.

    Daher noch mal langsam: es ist die Aufgabe eines Staates, Zusammenleben zu regeln. Gewählte Vertreter erlassen Gesetze, dies ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie.

    Und um mal wieder auf das Thema dieser Diskussion, nämlich die Kanzlerkandidatur zurückzukommen:

    Wen muß ich wählen, wenn ich weniger Gesetze will, diese wenigen Gesetze dann aber auch wirklich durchgesetzt sehen will?

    Das ist nämlich meiner Meinung nach in Deutschland eines unserer Hauptprobleme. Wir haben mehr Gesetze als jedes andere Land auf der Welt. 60% aller Gesetzestexte weltweit sind in deutscher Sprache verfaßt. (Ich wußte noch gar nicht, daß in so vielen Ländern Deutsch Amtssprache ist. :staun:) Aber durchgesetzt wird davon praktisch nichts. :daumenrunter:

    • Masern-Impfpflicht an Schulen? Ich habe noch keine Kinder gesehen, die beim Amtsarzt zur Zwangsimpfung vorgeführt wurden.
    • Straßenverkehr? Davon reden wir mal lieber gar nicht.
    • Meine Kollegen (nicht die Schüler!) parken derweil bei uns an der Schule auf den Behindertenparkplätzen. Darauf angesprochen: "Kontrolliert doch eh keiner!"
    • Corona-Bestimmungen und Quarantäne bei der Einreise nach Deutschland? Ein schlechter Scherz, kontrolliert doch eh niemand.
    • ...

    Ja, dank Corona war das mündliche Abitur zwischen 12. - 23. Juli terminiert

    Ich frage michgerade wie das funktioniert, wenn jemand von Euren Abiturienten in einem anderen Bundesland an die Universität will?

    Üblicherweise ist bei uns in Deutschland die Meldefrist für zulassungsbeschränkte Studiengänge der 15. Juli.

    Hier mal ein Beispiel: https://www.uni-hamburg.de/campuscenter/b…en-termine.html

    Humblebee:

    Dann freu Dich. Wenn ich solche Fahrten bei Bahn.de eingebe, kommt irgendwie immer dabei raus, daß ich 3-4 Stunden nachts auf dem Bahnhof Hamm (Umsteigebahnhof in der Nähe von Dortmund) festhänge, weil nachts nichts geht.

    Mein letzter Stand ist, daß die DB ihre Nachtzüge im Dezember 2016 mangels Konkurrenzfähigkeit gegen das Flugzeug eingestellt hat.

    --> https://traintracks.eu/nachtzug-konzept-deutsche-bahn/

    Du kannst ja einen Umweg fahren, damit du nicht über den weißen Fleck auf der Landkarte kommst.

    In der Nähe von Bielefeld gibt es tatsächlich einen weißen Fleck auf der Landkarte. Östlich von Bielefeld bzw. nördlich von Paderborn befindet sich der Truppenübungsplatz Senne.

    —> https://www.google.de/maps/place/Tru…cd4eddff60e6368

    In den Zeiten, in denen das Militär dort nicht übt, darf man auch als deutscher Zivilist die Wege dort nutzen.

    —> https://bfgnet.de/sennelager-range-access.html

    Wenn sich jetzt jemand wundert, warum die Seite mit den Senne-Sperrzeiten auf Englisch ist: Der Truppenübungsplatz wird von der britischen Rhein-Armee verwaltet, die Briten sind hier halt immer noch Besatzungsmacht.

    In NRW gibt es derweil die große Kontroverse ob/wie man aus dem Truppenübungsplatz ein Naturschutzgebiet machen könnte. Die Umweltschützer übersehen dabei nur, daß die militärische Nutzung über 100 Jahre das Gebiet erst schützenswert gemacht hat. Warum soll man das dann nicht dabei belassen?

    Das der Mensch dort tunlichst die Straßen nicht verlassen sollte, weil überall Blindgänger im Gelände rumliegen, ist für den Naturschutz sehr hilfreich.

    Ihr habt in der Schweiz den Gotthard-Basistunnel ja auch unter Budget und schneller als geplant gebohrt bekommen. Von so eine Leistung braucht man bei uns in Deutschland nicht einmal zu träumen.

    Aktuell bauen die Dänen die Fehmarn-Belt-Querung und wir schaffen es nicht einmal die alte Fehmarn-Sund-Brücke ausreichend zu ertüchtigen.

    Und wenn es dein Grundstück wäre?!

    Dann sollen sie bitte das ganze Gründstück nehmen.

    Meine Großeltern wurden enteignet als die Eisenbahn hier gebaut wurde, mein Papa kann sich noch aus Kindertagen daran erinnern. Meine Eltern wurden enteignet, weil zum Hochwasserschutz ein Fluß-Deich gebaut werden mußte, ich kann mich aus Kindertagen noch daran erinnern.

    Was alle richtig geärgert hat: Sie haben nicht das ganze Grundstück genommen sondern nur einen Teil, so daß wir jetzt ein 8m breites und ca. 50m langes Grundstück hinterm Deich haben, mit dem man aber aufgrund der Abmessungen nichts anfangen kann. Bei dem geforderten Mindest-Grenzabstand von 2,5m könntest Du da noch ein 3m schmales Haus draufsetzen.

    Das Hauptproblem bei der DB ist der Fernverkehr, der auf der gleichen Schiene wie der Nahverkehr unterwegs ist und das lässt sich eben nicht von heute auf morgen lösen. Die Strecken werden aber ausgebaut, das dauert halt.

    Bei mir vor der Haustür planen sie schon seit 20 Jahren eine Neubaustrecke, weil die alte Strecke extrem kurvenreich ist, bekommen sie aber gegen die Umweltschützer und Anwohner nicht durch. Aktuell steht die Frage im Raum, ob eine Fahrzeitverkürzung auf der Strecke Köln <--> Berlin von 8 Minuten Enteignungen beim Grunderwerb rechtfertigen oder nicht. Die lokalen Gegner sagen natürlich, daß die 8 Minuten nicht hinreichend sind, um Enteignungen zu rechtfertigen. Aber es ist ja auch nur ein 70km Streckenabschnitt. Wenn sie auf jedem Streckenabschnitt 8 Minuten rausholen, ist das am Ende dann doch über eine Stunde.

    Aber bis die Strecke wirklich in Betrieb geht, vergehen bei unserem Planungsrecht mit den etlichen Widerspruchsmöglichkeiten vor Gericht betimmt noch 25 Jahre bis da der erste Zug fährt. Dann bin ich Pensionär und brauche die 8 Minuten auch nicht mehr.

    Das mag dir nicht gefallen, mir gefällt es auch nicht. Aber in der Häufigkeit, in der das passiert ist es halt irgendwann doch ein Problem der Bahn, weil man sich nicht mehr auf deren Transportleistung verlassen kann. Der Einzelfall ist tragisch ohne Zweifel, aber in der Masse verliert die Bahn damit gewaltig Boden gegenüber dem PKW.

    Mein Opa war selber Lokführer und hatte in seiner Dienstzeit zwei Selbstmörder vor der Lok. Er meinte rückblickend nur, daß eine Dampflok Gottseidank den Führerstand hinten hat, so daß man das nicht so genau gesehen hat, was da direkt vor der Lok ist. Aber damals hätte es nicht diese ewig langen Streckensperrungen zur Beweissicherung nach so einem Vorfall gegeben.

    Ich glaub, Du hast im Punkto Bahn einfach nicht so den Überblick 😉

    Also für die DB AG kann ich dir sagen: Wenn es darauf ankommt, fährt sie nicht. Das gilt insb. für die Langstrecke. Der Regionalverkehr läuft noch am zuverlässigsten. :daumenrunter:

    Wie gesagt, 2/3 meiner Fernstrecken liefen in den letzten Jahren nicht so wie erwartet.

    • Bielefeld --> Friedrichshafen (Bodensee), bitte morgens gegen 6-10 Uhr ankommen
      Bahn fällt aus, da sie keine Nachtzüge mehr haben. Mit dem Auto wollte ich nicht fahren, weil es der erste Tag der Osterferien war und entsprechend die Autobahnen voll sein dürften. Letztlich bin ich mit der Lufthansa ab Hannover mit Umsteigen in Frankfurt nach Friedrichshafen geflogen. Das war zudem noch günstiger als Bahnfahren, wo ich bei der Bahn noch einen Tag eher hätte fahren müssen.
    • Urlaub Südafrika, Rückflug nach Frankfurt, Bahnfahrt Frankfurt --> Bielefeld
      Wir standen im Frankfurt Flughafen Fernbahnhof 2,5 Stunden, weil der Lokführer sich weigerte wegen Überfüllung zu fahren und die Bahnpolizei so lange brauchte, um den Zug zu räumen. Die Bahn-App zeigte allen, daß die nächsten Züge noch voller sein würden als der jetzt schon überfüllte.
    • Urlaub Madeira, Bahnfahrt Bielefeld --> Frankfurt Flughafen
      Von den eingeplanten 6 Stunden Zeitreserve vorm Abflug habe ich 4 Stunden auch benötigt. Die Bahn fuhr mal wieder nicht, weil sich einer umbringen mußte und die Strecke dann über Stunden gesperrt war.
    • Lissabon/Mardrid (jeweils 5 Tage, also erst nach Lissabon, dann von dort nach Madrid und von dort wieder zurück) nach dem Rückflug nach Frankfurt, Bahnfahrt Frankfurt --> Bielefeld
      Die Lufthansa konnte in Frankfurt im Sturm landen, aber die Bahn konnte wegen Sturm natürlich nicht fahren, aufm Bahnsteig übernachtet.
    • Urlaub Australien, Bahnfahrt Bielefeld --> Frankfurt Flughafen
      3 Stunden Verspätung, weil die Klimaanlage in einem Wagen des ICE kaputt war. Dort lief die Klimaanlage auf voller Leistung und es war zu kalt. Da macht man aber nicht einfach den einen Wagen dicht und fährt weiter, nein, da müssen alle in Wuppertal aussteigen. Der komplette Zug fällt aus.
    • letzten Sonntag, Rückflug Gran Canaria --> Hannover, Bahnfahrt Hannover --> Bielefeld
      4 Stunden Verspätung auf den ca. 100km, weil eine Strecke wegen einer Bombenentschärfung und die Ausweichstrecke wegen Suizid gesperrt waren. Dazu kamen dann die "Einstigsprobleme" = mehr als 200% Auslastung, der Lokführer weigert sich zu fahren, bei den wenigen Zügen, die noch irgendwie irgendwo hin gefahren sind.

    Ist in meinem Bekanntenkreis - auch bei den Lehrkräften - genauso. Die allermeisten fliegen - wenn überhaupt - höchstens alle paar Jahr mal in den Urlaub.

    Bei mir sieht das im Bekanntenkreis auch unter den Lehrkräften ganz anders aus. Die fliegen auch über das lange Pfingst-Wochenende (4,5 Tage in NRW) mit Ryan-Air in die Türkei. Oder halt für 4 Tage nach Singapur oder solche Scherze.

    Als während meiner letzten Lehrerfortbildung Fr. Baerbock mit dem Verbot von innerdeutschen Flügen um die Ecke kam, war die Antwort nur: "Dann fliegen wir demnächst die Strecke Köln/Bonn <--> Berlin mit der KLM, mit Umsteigen in Amsterdam."

    Es wird nicht per se zu viel gereist, es wird zu viel geflogen.

    Das würde ich so nicht sehen. Wenn ich alleine mit dem Auto durch Europa fahren würde, würde ich auf 100km 6 Liter Diesel verbrennen. Reise ich mit dem Flugzeug, sind es nur noch knapp 3 Liter auf 100km (pro Passagier). Das "Problem" ist, daß man mit dem Flugzeug ganz andere Strecken zurücklegt, als man es mit dem Auto tun würde.

    Ich bin mit dem Zug in 80 min in Strassburg, in 3 h in Paris und in 4 h in Mailand. Nach Hamburg sind es nur 6 1/2 Stunden mit dem Zug

    Das mag in der Schweiz so funktionieren. Ich habe bei über 2/3 meiner Zugreisen erlebt, daß das alles vorne und hinten nicht funktioniert. Ich sage nur:

    • Streckensperrung wegen Fund einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg
    • Einstiegsprobleme = Zug ist zu über 200% ausgelastet und der Lokführer weigert sich weiterzufahren bevor nicht hunderte Leute wieder aussteigen, was natürlich niemand macht, kann dann schonmal 2 Stunden dauern bis die Bahnpolizei den Zug geräumt hat.
    • Streckensperrung wegen Suizid-Versuch
    • Zugausfall wegen defekter Klimaanlagen
    • Streckensperrung wegen eingefrohrener Weichen im Winter
    • Bahnhofschließung und Streckensperrung bei Sturm. Da jagd man bei Mistwetter die Leute aus dem Bahnhof auf die offene Straße, weil in der Bahnhofshalle die Deckenverglasung im Sturm runterfallen und jemand verletzen könnte und das dann ein Versicherungsproblem wird.

    Die ersten drei Punkte hatte ich in Kombination mal wieder bei meiner letzten Zugfahrt vor 6 Tagen. Kommentar des Schaffners: "Denken sie mal an den Krieg, seien sie froh, daß sie zumindest in die Richtung fahren, in die sie wollen." Wir hatten ca. 4 Stunden Verspätung.

    Für mich ist die DB ein nicht kalkulierbares Transportmittel, weswegen ich immer das Auto bevorzugen würde. Außerdem muß ich eh erst einmal 25km zum nächsten Bahnhof fahren und dort dann zusehen, wo ich in der Innenstadt das Auto langfrisitig parken kann. In der Fläche hat die Bahn die Gleise ja alle abgebaut. Nee, Leute. Bahnfahren ist nur etwas für ÖPNV-Verwöhnte Stadtmenschen, die von einer Großstadt in eine andere Großstadt wollen und die dabei Zeit haben. Für alle anderen Menschen ist die Bahn (insb. der ICE) einfach nur unbrauchbar.

    Wenn sie den Zug wirklich als Alternative zum Flugzeug entwickeln wollen, müssen sie das japanische Shinkansen System 1:1 kopieren. Also eigene Strecken für die Schnellzüge, die auch bei schlechtem Wetter offengehalten werden. Bahnhöfe außerhalb der Städte, wo man die PKWs in Massen parken kann und das zu den japanischen Sinn von Pünktlichkeit. Bei denen ist jeder Zug, der mehr als 10 Sekunden zu früh oder mehr als 15 Sekunden zu spät ist, unpünktlich!

    Aber sowas wird es bei uns nicht geben. Das scheitert schon am Grunderwerb und den Demonstrationen gegen die notwendigen Streckenneubauten. Außerdem schafft unser Maschinenbau es nicht Züge zu produzieren, die die notwendige Zuverlässigkeit bieten. Siemens hat sich vor wenigen Jahren auch mal beworben für einen japanischen Shinkansen-Zugauftrag. Die Siemens-Offerte wurde gleich vorab mit verweis auf die allgemein bekannte mangelnde Zuverlässigkeit der Züge des Herstellers aussortiert.

    Ich habe mir schon zig mal unterwegs gedacht, es ist sowas urdeutsches irgendwo hin zu fahren nur um rumzukacken, was nicht alles doof ist.

    Kann ich von meinem Urlaub auf Gran Canaria bestätigen. 5-Sterne Hotel, das richtig gut war, und ein paar Deutsche nölten, weil es am Buffet Kokos-, Pistazien- und Caramel-Eis gab und nicht Vanille, Schokolade und Erdbeer.:autsch:

    Im a la Carte Restaurant hätten sie das alles bekommen können, aber dann wäre es natürlich essig gewesen mit der legeren Kleiderordnung auf der Terrasse am Pool.

    Mich guckten manch andere Gäste auch nur noch mit ganz großen Augen an und nölten über die Küche. Neben dem Buffet gab es halt täglich zwei Menüs als "Menü des Tages". Als der Küchenchef morgens an die Tafel geschrieben hat, was es abends gibt, hat Platty halt gleich beim Frühstück das Abendessen bestellt. Über die frühzeitige Bestellung (morgens um 8 Uhr bestellt für abends 21 Uhr) und den entsprechend großen Vorlauf war der Küchenchef dann so froh, daß es für Platty immer was extra gab. :victory:

    Außerdem sollte man die Bestecksprache können. Aber das lernt heute wohl niemand mehr, wie man das Besteck auf dem Teller ablegt und welches Zeichen man der Küche damit gibt?

    Man muß es der Küche doch nicht übermäßig schwer machen. :top:

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