Beiträge von plattyplus

    Wie schaut es aus bei versäumten Klausuren, ohne Attest! Dürfen diese zeitnahe dann mit "ungenügend" bewertet werden, aufgrund des fehlenden Attests?

    Sie dürfen nicht nur mit "ungenügend" bewertet werden, sie müssen sogar mit "ungenügend" bewertet werden.

    Ich hatte selber mal den Fall, daß einer meiner Schüler sich direkt vor der Ausgabe der Klausuraufgaben ins Waschbecken übergeben hat. Ich habe ihn nach Hause geschickt und durfte mich anschließend vor den Kollegen erklären, daß ich ihn ohne Attest nachschreiben lasse. Ich habe mich dann im Sinne des Schülers darauf berufen, daß er ja das Fernbleiben von der Klassenarbeit nicht zu vertreten hat, eben weil ich ihn nach Hause geschickt hatte. :rotwerd:

    Einschlägig sind hier:

    • §19 APO-BK NRW
    • §48 Schulgesetz NRW

    dann beneide ich Euch wirklich um den Platz.

    Wir sind halt an einem technischen BK und da haben die Azubis halt üblicherweise eine Lehrzeit von 3,5 Jahren. Im zweiten Halbjahr, wenn die Prüfungsklassen weg sind, haben wir entsprechend Platz und machen das dann auch.

    Dank unerwartet vieler Azubis

    Keine Sorge, ich habe auch zwei Klassen mit 34 bzw. 35 Azubis im Plan. Soll ich mich jetzt wegen der Überbelegung über 30 aufregen?

    Vielleicht sollten wir das Problem mit dem Lehrermangel auch so lösen.... ;)

    Genau... Platty unterrichtet demnächst in der Aula vor 500 Schülern. Problem mehr als nur gelöst. :teufel:
    Schließlich durfte nach preußischem Landschulrecht, erlassen von Friedrich II. jeder Lehrer 100 Schüler unterrichten. Mit den modernen Medien und der entsprechenden Pädagogik sollte da doch noch eine gewaltige Effizienzsteigerung drin sein.

    Ihr werdet lachen, aber wir haben schon möglichst viele Klassen für Montag-Donnerstag einbestellt. Mehr geht nicht, weil die Kollegen noch in anderen Klassen unterrichten müssen und weil nicht mehr Räume zur Verfügung stehen.

    Hintergrund ist, daß die Azubis an Freitagen richtig super motiviert sind: "Im Betrieb hätte ich jetzt schon Wochenende und da muß ich hier in der 8. Stunde noch in der Berufsschule rumsitzen."

    Von mir aus wäre eine 3-Tage-Woche kein Problem. Dank Abendschule kann jeder bei uns an einem Tag 12 Unterrichtsstunden geben. Das macht in Summe dann 36 Stunden bei einem Deputat von 25,5 Stunden... das würde also gehen. :pirat:

    Die eigentliche Sauerei daran sind nicht die Höhen der Pensionen der Abgeordneten oder der anderen Politker oder gar des Fußvolks sondern der Umstand, dass kaum ein Bundesland für entsprechende Rücklagen gesorgt hat. Das Geld ist an anderer Stelle ausgegeben worden, da steigenden Pensionslasten aus Sicht der Entscheidungsträger von damals noch mehrere Legislaturperioden entfernt waren.

    Zumal man noch ergänzen muß, daß in den 1950er Jahren die Beamtenbesoldung um insg. 15% gekürzt wurde mit der Begründung, daß Rücklagen für die Pensionen gebildet werden müssen. Unser Arbeitgeber hat das Geld für die Pensionen also bereits eingestrichen, die entsprechenden Rücklagen aber nie gebildet sondern das Geld zur Finanzierung diverser Wahlversprechen ausgegeben.

    --> https://www.myheimat.de/bobingen/polit…n-d1279941.html

    Bei der Übernahme der Tariferhöhungen der angestellten gab es auch immer wieder Abstriche mit Verweis auf "Rücklagen für die Pensionen".

    Bei uns ist es z.B. eine Kirmes mit spätem Feuerwerk. Gibts diese Begründung bei Euch auch?

    Bei mir am Heimatort (andere Bezirksregierung) gibt es eine Schule, die den 7. Januar regelmäßig als beweglichen Ferientag einsetzt, wenn dieser Termin nicht auf ein Wochenende fällt. Begründung ist, daß ein Großteil der Schüler russisch orthodox ist und dort am 6. und 7. Januar Weihnachten gefeiert wird. Entsprechend bekommen die Kinder auch am Abend des 6. Januars ihre Geschenke und mit ihnen ist am 7. Januar nichts anzufangen in der Schule. Aber ok, bei der Schule handelt es sich um ein Gymnasium mit Sek I.

    An unserer Schule gibt es gar kein Brauchtum, das es zu pflegen gibt. Und bevor ihr jetzt sagt, daß Christi Himmelfahrt und Fronleichnam Brauchtum ist, können wir das aus pädagogischen Gründen nicht umsetzen, weil die Brückentage immer auf den gleichen Wochentag fallen.

    Moin,

    meine Kollegen meinen, daß es in NRW irgendwo eine Bestimmung gibt, daß man die beweglichen Ferientage, die jede Schule selber festlegen kann, nicht im Anschluß an Schulferien legen darf. Ist dies wirklich verboten und wenn ja, wo steht dies genau?

    Hintergrund ist, daß wir bisher immer alle beweglichen Ferientage in die Pfingstwoche gepackt haben, um dort die ganze Woche freizumachen. Immer nur die Brückenfreitage zu nehmen ist keine Option, weil Azubis nur 1-2 Tage in der Schule sind und so bei ihnen dann der Unterricht praktisch über Monate komplett ausfällt, wenn sie gerade am Freitag ihren Berufsschultag haben. Da war es also bisher immer möglich an den einen Schulferientag (Pfingstdienstag) die beweglichen Ferientage anzuhängen.
    Im Schuljahr 2020/21 fangen die Weihnachtsferien in NRW an einem Mittwoch an und enden an einem Mittwoch. Wir würden ggf. ganz gerne an dem Montag und Dienstag vor den Weihnachtsferien zwei der beweglichen Ferientage legen, um so zwei komplette Ferienwochen zu haben und eben keine zerstückelten Wochen.

    Begründung mancher Kollegen: So können dann die Scheidungskinder (also sowohl die eigenen als auch die Schüler) eine Woche bei einem Elternteil verbringen und die andere Woche bei dem anderen Elternteil.

    Wie sieht es diesbezüglich rechtlich aus?

    @Herr Rau:
    Wie gesagt, außer daß mir die Medien (und damals meine Lehrer in praktisch sämtlichen Fächern) eine Schuld eintrichtern, habe ich überhaupt keinen Bezug mehr dazu und meine Schüler sind noch einmal 1-2 Generationen weiter.

    Dafür habe ich selber als Schüler noch sehen dürfen was Tuberkulose etc. bedeutet und wenn ich an die Generation meiner Großeltern zurückdenke, ist die Schwester meiner Omi im Krankenhaus verstorben, als dieses im Tiefflug von Jagdflugzeugen beschossen wurde. Das ist zweifelsfrei auch ein Kriegsverbrechen. Der Bruder meines Opas wurde als Kriegsversehrter im Tiefflug von einem Jagdflugzeug auf offener Straße erschossen. Eine Brandbombe lag sogar über Jahrzehnte in meinem Garten.

    Trotzdem fange ich jetzt nicht an die Kriegsverbrechen aufzurechnen. Im Gegenzug erwarte ich dann aber auch, daß keiner mir eine "ewige Schuld" vorschreibt.

    Niemand von uns mag persönliche Verantwortung für die Taten von damals tragen, für den verantwortungsvollen Umgang mit unserer eigenen Geschichte im Sinne eines "Wehret den Anfängen" darf, soll und muss aber jeder Demokrat in der Bundesrepublik Deutschland stehen und das nicht nur 70 Jahre nach Kriegsende, sondern für alle Zeiten.

    "Sondern für alle Zeiten" sehe ich gerade nicht. Wenn wir nämlich so anfangen die Geschichte aufzurechnen, müßten wir auch Reparationsforderungen an Schweden stellen, weil sie im 30 Jährigen Krieg in Deutschland einmarschiert sind. Dann müßten wir auch Reparationsforderungen an Frankreich stellen, weil Napoleon durch Deutschland durchmarschiert ist. Dann...

    Das wird ein Faß ohne Boden und so lange von oben verordnet alle wegen der "ewigen Schuld" für alle Zeit in Sack und Asche gehen sollen, wird das nichts mit der Aussöhnung. Ich erinnere nur an die aktuellen Reparationsforderungen Griechenlands und Polens.

    In der BRD profilieren sich ja vor allem die Grünen mit solch einem Punktesystem*, das die wirtschaftliche Verwertbarkeit eines Menschen zum alleinigen und transparenten Maßstab macht.

    Ich denke mal, daß alle politischen Parteien sich mit so einem Punktesystem anfreunden könnten. Es stellt sich dann "nur" die Frage wie hoch man die Hürde bei der zu erreichenden Mindestpunktezahl legt. Legt man sie so niedrig, daß 90% der Bewerber durchkommen oder legt man sie so hoch, daß es nur 5% schaffen?

    Darüber, dass man Verantwortung für sein Handeln übernehmen sollte, statt infantile Ausreden zu suchen.

    Ich denke bei der Diskussion hier eher an plumpe Bevormundung: "Wir haben entschieden, daß du dich gefälligst einschränken sollst, weil es uns so gefällt." Das Ganze dann noch mit grün/linkem Anstrich.


    Überhaupt sollten wir die ganze Welt bereisen, bevor alle Wälder abgebrannt und Gletscher geschmolzen sind. Nicht dass wir noch ein schönes Fleckchen Erde verpassen, bevor es kaputt gemacht wurde.

    Ich weiß, daß Du das ironisch meinst. Aber so lange die Politiker, insb. die der Grünen, es uns doch genau so vormachen, sehe ich nicht ein, warum ein 08/15 Bürger das nicht ebenso machen darf.

    --> https://www.youtube.com/watch?v=FXBVFNt3FcE

    "Veggie-Day Verbotspartei" :pirat:
    Die Diskussion hier ist aber genau so müßig, wie die Diskussion vor einigen Jahren, ob man die Formel 1 aus ökologischen Gründen verbieten solle. Das bisschen Sprit, das die Rennwagen verfeuern, ist doch komplett uninteressant im Vgl. zu dem, was mehrere 10.000 Zuschauer bei ihrer Anreise an Strecke in die Luft blasen. So gesehen müßten wir dann aus ökologischen Gründen in Deutschland zuerst einmal die Fußball-Bundesliga abschaffen. Dann würden auch nicht 1. Mio. Bürger jedes Wochenende quer durch die Republik reisen.

    Allerdings könnt ihr jetzt nicht mehr sagen, dass ihre Aktionen keinen Einfluss auf euer Handeln haben.

    Ja klar hat das einen Einfluß auf unser Verhalten. Nur ist das Ergebnis genau das Gegenteil von dem, was die Aktionen eigentlich erreichen wollen. Motto: "Laßt uns die Dinge, die wir im Leben verwirklichen wollen, noch schnell durchziehen, bevor alles verboten wird und dann nichts mehr geht."

    Dieses Ergebnis erinnert mich irgendwie an die Baumschutzsatzung bei mir am Wohnort. Alle Bäume, die in 1m Höhe mehr als 80cm Stammumfang haben, stehen automatisch unter Schutz. Das ERgebnis ist jetzt aber, daß nicht mehr Bäume groß werden, sondern das meine Nachbarn alle ihre Bäume bei Erreichen von 79cm Stammumfang fällen, wo sie sie ohne Baumschutzsatzung noch länger hätten stehen lassen. Sie wollen alle keine Scherereien mit dem Umweltamt haben, sollten die Bäume doch einmal gefällt werden. Da fällen sie sie bei 79cm präventiv, um aus der Baumschutzsatzung herauszufallen. Es wird jetzt also dank der Baumschutzsatzung mehr abgeholzt als vorher.

    Nachtrag: Den Wahnsinn habe ich gerade heute Morgen auf der Titelseite des Lokalteils der Zeitung gesehen. Oben groß ein Foto, daß eine große fff Demo für Freitag den 20. September angekündigt wird (halbe Seite inkl. Bilder) und direkt darunter ein halbseitigen Artikel über die Klassenfahrt der örtlichen Gesamtschule nach Namibia mit einem Foto der Klasse in den Wüstendünen. Also über was reden wir hier? Fliegt mit der Klasse nach Irland und gut.

    Wie naiv sind deine Kollegen? Und nein, damit meine ich nicht, dass diese das Visaprozedere für die Schüler abwickeln sollen.

    Der Schüler hatte die doppelte Staatsbürgerschaft und die grandiose Idee, daß er mit seinem türkischen (= nicht EU-) Paß mal eben nach GB einreisen könne. Den deutschen Paß hatte er zuhause gelassen und verstand die Welt nicht mehr, daß das jetzt an der Grenze ein Problem wäre.

    Wie schaut es bei euch aus? Fahrt ihr dieses SJ nach GB?

    Bei uns steht statt der Ziele in GB Irland oder Skandinavien an. Und ja, es wird geflogen, weil bei uns an der Schule alle Kollegen die Nase gestrichen voll haben von Gretchen. Da geht das aktuell eher nach dem Motto "Jetzt erst Recht, wer weiß, wie lange wir (es finanziell) noch können."

    Zitat eines meiner Kollegen von heute Morgen: "Greta ist eh eine reine PR-Kampagne ihrer Eltern und blickt selber gar nicht, was sie da macht."

    Sollte es wirklich nach GB gehen, würde ich mir erst einmal weniger Sorgen um eine Reisekrankenversicherung machen als viel mehr um etwaig notwendige Visa für die Schüler. Ist ja nicht so, daß alle Schüler einen deutschen Paß haben. Meine Kollegen haben einzelne Schüler mit ausländischer Herkunft jedenfalls schon in Calais nach der versuchten Einreise nach GB alleine nach Hause schicken müssen, weil sie Visa gebraucht hätten, diese aber nicht hatten. Könnte mir durchaus vorstellen, daß bei einem Brexit die Visa-Vorschriften noch strenger werden. Die Kontrolle über die Grenze ist ja ein Ziel des Brexits.

    Ich erwarte von der Politik klare Ansagen darüber, wie jungen, gesunden und kräftigen Männern aus aller Welt der Weg freigemacht werden kann, zum Arbeiten nach Deutschland zu kommen.

    Und ich erwarte von der Politik ein Einwanderungssystem nach australischem Vorbild. Ich will keine kräftigen jungen Männer, die nichts in der Birne haben. Stattdessen ein ganz klares Punktesystem:

    • Dein erlernter Beruf steht auf der Liste gesuchter Berufe? Gibt Punkte
    • Du hast bereits bei einem deutschen Arbeitgeber unterschrieben? Gibt Punkte
    • Du bist noch jung und zahlst entsprechend lange in hiesige Sozialversicherungen ein? Gibt Punkte, je jünger, desto mehr.
    • Du kannst die deutsche Sprache? Gibt Punkte, je besser, desto mehr
    • Du kommst mit deiner Frau? Gibt Punkte... eben damit hier bei uns der Männerüberschuß nicht zu den Auswüchsen führt, wie anderswo beschrieben
    • Deine Frau hat auch einen gesuchten Job? Gibt Punkte
    • Sie kann auch Deutsch? Gibt Punkte

    Übersteigt dann die Gesamtpunktzahl einen bestimmten Wert, dürfen die Leute kommen. Etwaige Abschiebungen laufen dann aber auch nach australischem Vorbild mit der entsprechenden Härte. Wir brauchen hier keine Leute, die ihr Geld mit dem Graben von Löchern verdienen wollen, dafür gibt es bei uns Bagger.

    Bei uns kräht kein Hahn danach, wenn zwei Männer eine Schulreise begleiten.

    Bei Euch vielleicht nicht, bei uns schon. Da müssen im Zweifelsfall auch Referendarinnen mitfahren, auch wenn diese per Sondergenehmigung dafür freigestellt werden müssen und mit der Klasse ansonsten eigentlich gar nichts zutun haben. Ist halt so Gesetz. Andersrum ist es komischerweise zulässig, also das zwei Frauen mitfahren.

    weshalb sie es dann tendenziell oft unfair finden, wenn plötzlich andere auch mal was sagen wollen.

    Geht andersrum aber auch. Warum darf es z.B. per Gesetz nur eine Gleichstellungsbeauftragte geben (und eben keinen Gleichstellungsbeauftragten), auch wenn in der Grundschule, der in der weiterführenden Schule oder in dem konkreten Berufskolleg Männer die Minderheit stellen?

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