Beiträge von plattyplus

    itte erklärt mir jetzt nicht, dass es auch ein billigeres Auto tut. Das hab ich schon mal durch.

    Ich hätte jetzt zu einem neuen VW Up oder so geraten. Der kommt auf knapp 10k€, aber dafür ist er bei der Steuer recht günstig und mit einem eigenen Auto kämst du bei der Kasko-Versicherung auch mal bei der Schadenfreiheitsklasse runter. Ein Neuwagen deswegen, weil du dann inden ersten Jahren erst einmal nicht mit Reparaturkosten rechnen mußt.

    Die Frage, die Du dir selber stellen mußt, ist halt: Will ich meine Kinder täglich sehen oder nicht?

    @Mikael:
    Tja, und wann kommen jetzt die Tuberkulose-Reihenimpfungen zumindest an der einen Schule für alle Schüler, um die Pandemie einzudämmen?

    Reihenimpfungen durch das Gesundheitsamt an allen Schulen durchzuführen wäre da doch schon einmal eine gute Übung, sollte es wirklich mal zu einem Katastrophenfall kommen, wo ganze Bundesländer innerhalb kürzester Zeit versorgt werden müssen. Ich denke da an Pandemien wie die spanscihe Grippe nach dem ersten Weltkrieg oder Ebola.
    Ob bei einer solchen Katastrohenlage unser Gesundheitssystem auch nur den Hauch einer Chance hätte? Ich glaube nicht.

    Und generell ist billiger, nur einen Wohnsitz zu haben.

    Vor allem ist der doppelte Wohnsitz gerade als Referendar super nervig, weil du quasi zwei Büros unterhalten mußt und alle Bücher etc. eigentlich doppelt brauchst.
    Ich war wie gesagt Wochenendpendler und jeden Freitag war das Packen etwas langwieriger, weil ich mir immer überlegen mußte, welche Materialien ich jetzt mit nach Hause nehmen muß/soll und was am Zweitwohnsitz zurückbleiben kann.
    Bei der Menge wäre das Zugfahren auch aussichtslos gewesen. Meine Klamotten paßten zwar alle in eine Sporttasche, aber Klassenarbeitssätze und Co. paßten nicht mehr in die Umhängetasche.

    80km mit der Bahn kann gehen, wenn es sich dabei um eine Strecke zwischen zwei größeren Städten handelt. Also in München an die Uni und dann in Ingolstadt wohnen z.B., aber wenn du von Kleinkleckersdorf nach Unterfalldorf mußt, weil die Uni da eine Außenstelle hat, dann wird das nichts.

    Hast Du dir die Fahrpläne schon einmal angesehen? Also wann kannst Du mit dem ÖPNV morgens frühestens an der Uni sein und wann mußt du abends spätestens los? Denk dran, daß zumeist der Bus zum Bahnhof an deinem Wohnort der kritische Faktor ist und nicht die Bahn selber. Wann fährt morgens der erste Bus zum Bahnhof und wann abends der spätesteste vom Bahnhof zu deinem Wohnort.

    Wenn Du eine funktionierende Familie im Hintergrund hast und nicht alleinerziehend bist, wovon ich nicht ausgehe, weil Du die Schiwegereltern erwähnst, würde ich das Pendeln vorziehen. Ich war über Jahre Wochenend-Pendler im Studium und Referendariat und diese Wochenendpendelei ist der reinste Beziehungs- und Freundeskreis-Killer, weil Du nirgendwo wirklich zuhause bist und an beiden Standorten eigentlich gar nichts mehr mitbekommst.

    @Wollsocken80:
    Ich habe hier Schüler von der Ausbildungsvorbereitung, die die Hauptschule nach Klasse 6 verlassen haben, weil sie die 5. Klasse dreimal und die 6. Klasse viermal wiederholt haben, bis sie irgendwann mal 16 Jahre alt sind und die Hauptschule ohne Abschluß verlassen, bis zur Technikerschule, in der zum nicht unerheblichen Teil abgebrochene Studenten sitzen, denen an der Uni irgendwann die Mathevorlesungen das Genick gebrochen haben.

    Ich fühle mich in der Abendschule wesentlich wohler, auch wenn ich da ganz offen im Unterricht manchmal einräumen muß, daß ich fachlich an meine Grenzen komme, entsprechend Ruhe bei meinem Tafelanschrieb brauche und auch meine Erklärung erst komplett fertig machen will, bevor ich auf Rückfragen antworten kann. :)

    Nachtrag: Ich sag nur: "Ermitteln sie den notwendigen Stichprobenumfang beim Qualitätsmanagement. Da es sich um eine verstörende Prüfung handelt, sollen natürlich möglichst wenige Teile geprüft werden. Wie viele Teile müssen sie testen, um mit einem Konfidenzniveau von 99,9% sagen zu können, daß die Charge der produzierten Teile in Ordnung ist?" Dazu dann noch ein Konfidenzintervall, das nicht symmetrisch ist und eine Streuung, die man selber erst noch errechnen muß.

    Bei solchen Aufgaben erlebe ich regelmäßig, daß sogar meine Fachkollegen anfangen zu kotzen und sich mit Schaudern an ihre Studententage erinnern. :pirat:

    Ehrlich gesagt habe ich auch je mehr zu tun, je besser eine Klasse ist.

    Also bei mir istes umgekehrt. Ich freue mich immer über leistungsstarke Klassen, weil ich dort zumeist wesentlich weniger Zeit für den Erziehungsauftrag einsetzen muß. Bei mir korreliert das irgendwie. In manchen Klassen kommt man de facto vor lauter Erziehungsarbeit gar nicht mehr zum Unterrichten. :(

    Und nochmal großes Nein: Differenzierung ist Merkmal eines jeden guten Unterrichts, gerade in eher homogenen Klassen mit vielen leistungsstarken SuS.

    Dem wage ich zumindest in der Lehrlingsausbildung zu widersprechen. Es ist nicht in erster Linie unsere Aufgabe den Unterricht für alle so zu differenzieren, daß sie Spaß am Unterricht haben. Wir sind die Gatekeeper, die dafür zu sorgen haben, daß gewisse Qualifikationen am Ende der Ausbildung vorhanden sind. Sind diese nicht da, muß der Azubi auch im dritten (und damit letzten) Versuch durch seine Prüfung durchfallen. Schließlich haben wir als Lehrer nicht nur eine Verantwortung gegenüber dem Schüler/Azubi (m,w,d) sondern auch gegenüber der Gesellschaft.

    Und wenn am Ende des Schuljahrs alle Schüler die Anforderungen nicht erbringen, dürfen nicht etwa die Anforderungen abgesenkt werden sondern dann müssen eben alle durchfallen. Das hat es bei uns z.B. diesen Sommer auch echt gegeben. Da hat eine ganze Klasse bei einem Kollegen mit der Note 6 abgeschlosen, eb gab nicht einen 5er Kandidaten.

    Als es dann zum Gespräch mit der Schulleitung kam, hat der Kollege dem Chef nur eine Frage gestellt: "Würden sie diese Schüler an die Radbolzen ihres Autos lassen?" Als der Chef verneinte, war der abschließende Kommentar des Kolegen nur: "Sehen sie, aber wenn sie bei uns bestehen würden, dann dürften sie das ganz offiziell."

    Wie gesagt, wir sind die Gatekeeper und haben eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Wenn bei uns die Gesellen bzw. Facharbeiter nach ihrer Ausbildung Mist bauen, kann es wirklich schnell Tote geben, egal ob sie an PKWs schrauben oder bei euch daheim die Gasleitungen einbauen bzw. reparieren. Oder würdet ihr einen Elektriker tolerieren, der die Steckdosen falsch anschließt, auf das dann die Gehäuse Eurer Elektrogeräte unter Strom stehen, ohne das irgendwo eine Sicherung rausfliegt? Sicher nicht! Da hilft dann auch kein Verweis auf eine schlechte Kindheit, auf Inklusion und Nachteilsausgleich oder sonst irgendetwas. Da geht es rein darum, ob der Azubi die Arbeiten zuverlässig durchführen kann oder eben nicht.

    Es ist ja nicht nur das "ß", es gibt viele Fallstricke und als größtes Problem stelle ich mir bei Korrekturen vor, daß man selber als deutscher Lehrer gar nicht alle Besonderheiten des Schweizer Deutsch kennt.

    Allein schon die Frage, ob "so daß" auseinander (Deutschland) oder zusammen (Schweiz) geschrieben wird, wird interessant.
    Oder "Ski" und "Schi"... oder war das nur Österreich, die das mit "Sch" schreiben?

    @Karl-Dieter:
    "Normalerweise" geht aber gerade im berufsbildenden Bereich nicht, wenn es die Fakulten so in dem anderen Bundesland gar nicht gibt.
    "Normalerweise" heißt auch, daß jemand, der von NRW nach Bayern will, zwar das 1., nicht aber das 2. Staatsexamen anerkannt bekommt.

    Normal ist da also gar nichts. Normal würde es erst, wenn Bildungspolitik eine Bundesaufgabe wäre und wir keine 16 Kultusministerien in den Ländern mehr hätten.

    Dabei haben wir sowas für seltene Berufe im berufsbildenden Bereich schon seit Jahrzehnten. So müssen z.B. alle angehenden Hörgeräteakustiker zur Berufsschule nach Flensburg. Dort findet dann für 12 Wochen/Schuljahr der Unterricht im Internatsbetrieb statt. Gleiches gilt für Steinmetze, die müssen alle nach Mainz. In den dortigen Schulen gibt es Bundesfachklassen, es gibt also in ganz Deutschland wirklich nur eine Berufsschule, in der die Azubis unterrichtet werden können.
    Eine Stufe darunter sind die Landesfachklassen. Sowas haben wir bei uns am Berufskolleg auch. Da kommen meine Azubis dann morgens aus ganz NRW. Entsprechend lang sind mitunter die Schulwege, was nicht selten dazu führt, daß die Azubis mit Dienstwagen zur Schule kommen, weil sie mit dem ÖPNV morgens gar nicht so früh losfahren könnten, als das sie pünktlich zur ersten Stunde im Unterricht wären.

    Hier mal eine Liste der Berufe, in denen es Bundesfachklassen gibt, es geht also auch bundesweit.
    --> https://www.kmk.org/fileadmin/Date…Fachklassen.pdf

    Nur braucht man als Lehrer in solchen Berufen natürlich nicht denken, daß man irgendwann noch einmal an eine andere Schule wechseln kann.

    Aber ein Staatsexamen ist ja ein Staatsexamen? Die abgeprüften Kompetenzen werden durch dieselben Prüfungen bescheinigt?

    Ein Staatsexamen im Lehrbereich ist aber Landes- und nicht Bundesrecht. Das jeweilge Bundesland, in dem du unterrichtest, muß das andere Staatsexamen anerkennen. Meine Cousine hat in NDS auf Lehramt Grundschule studiert und wollte damit in NRW arbeiten. Das wurde nichts, weil NRW den Abschluß aus NDS nicht anerkannt hat. Ich selber habe es damals mit meinem 2. Staasexamen in der Gegenrichtung versucht, also Studium in NRW, Anerkennung des Abschlusses durch NDS, funktionierte auch nicht.

    Wenn man direkt an einer Landesgrenze (bei mir NRW/NDS) wohnt, kommt schnell der Gedanke auf, daß man sich auch im Umkreis in der anderen Himmelsrichtung bewerben will, aber dann kommt der Amtsschimmel. :(

    Also die lateinische Herleitung in allen Ehren:

    Eingedeutscht kenne ich es so:
    Singular: Fakulta
    Plural: Fakulten

    Die Fakultät ist etwas anderes. Das ist eine Abteilung an einer Universität und der Plural von Fakultät. ;)

    Und jetzt mal mit Klugscheiß-Modus zuende:
    Unterrichten darfst Du auch mit dem Bachelor-Studium alles. Die Frage ist nur, ob Du Abschlußprüfungen abnehmen darfst. Dafür brauchst Du leider das komplette Studium. Die Möglichkeit eines Erweiterungsfachs (3. Fach) wurde bei Umstellung auf den Bologna-Prozeß gestrichen. Als es noch das klassische Grund- und Hauptstudium gab, war dies problemlos möglich.

    Wie sieht das bei euch aus?

    Der Geruch kommt dadurch, daß die Geruchsstopper in den Toiletten trockenfallen (das Wasser verdunstet) und dann der Geruch aus der Kanalisation hochkommt. Das hat mit Putzen nichts zutun. Wenn ihr den Geruch loswerden wollt, einfach jede Woche einmal bei jeder Toilette die Spülung bedienen (großes Volumen, nicht Wasserspartaste) und bei allen Waschbecken das Wasser mal für 30 Sekunden laufen lassen, damit sich die Siphons wieder füllen. Bei den aktuellen Temperaturen verdunstet das Wasser, das darin steht, nämlich und auch dort kommt dann der Kanalisationsgeruch hoch.

    Bei den Temperaturen der letzten Woche hatte ich den gleichen Effekt bei mir zuhause. Da zog der Kanalisationsgeruch aus dem Abfluß des Bidet hoch, weil der Siphon trockengefallen war (Wasser verdunstet). Wie gesagt, das hat mit Putzen nichts zutun. Das passiert einfach, wenn die Abflüsse lange nicht benutzt werden. In Verbindung mit den hohen Temperaturen und der entsprechend hohen Verdunstungsrate tritt der Effekt allerdings schneller auf als im Winter.

    Da gab es doch Ausnahmen für bestimmte Berufsgruppen.

    Ja, die Ausnahme gibt es für Arbeiter auf Bohrplattformen, was das Wochenende angeht sowie im Katastrophenfall.

    Aber sogar diese Ausnahmen hat die EU genau spezifiziert und zwar in der "Mitteilung zu Auslegungsfragen über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung - rechtliche Orientierungshilfe".

    Dort steht auf Seite 11f:
    „(1)Diese Richtlinie findet Anwendung auf alle privaten oder öffentlichen Tätigkeitsbereiche (gewerbliche, landwirtschaftliche, kaufmännische, verwaltungsmäßige sowie dienstleistungs- oder ausbildungsbezogene, kulturelle und Freizeittätigkeiten usw.).
    (2)Diese Richtlinie findet keine Anwendung, soweit dem Besonderheiten bestimmter spezifischer Tätigkeiten im öffentlichen Dienst, z. B. bei den Streitkräften oder der Polizei, oder bestimmter spezifischer Tätigkeiten bei den Katastrophenschutzdiensten zwingend entgegenstehen. In diesen Fällen ist dafür Sorge zu tragen, dass unter Berücksichtigung der Ziele dieser Richtlinie eine größtmögliche Sicherheit und ein größtmöglicher Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer gewährleistet ist.“

    Also sollte uns unser Dienstherr im Rahmen des Katastrophenschutzes bei einem Notstand dienstverpflichten, gilt die Arbeitszeitrichtlinie nicht. Für den normalen planbaren Unterrichtsbetrieb gilt sie aber sehr wohl.

    or allem müsste sich der AG hier entgegenhalten lassen, dass nach seinem Verständnis - in nahezu allen deutschen Lehrer-Dienstordnungen so geregelt - die Bestimmungen des ArbZG für Lehrer gar nicht gelten sollen. Ob eine schlichte Landes-Dienstordnung das ArbZG (immerhin Bundesrecht) aushebeln kann, sei dahingestellt, aber immerhin kann niemand sich auf Regelungen berufen, die er selbst nicht für gültig hält.

    Die Arbeitszeiten sind durch die Europäische Union geregelt. Genauer gesagt in der Richtlinie 2003/88/EG. Darin wird auch die maximale wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden, 8 Stunden/Tag und max. 6 Tage/Woche aufgelistet sowie eine Mindestruhezeit von 11 Stunden.
    --> https://ec.europa.eu/social/main.js…d=205&langId=de

    Die Frist, die das Land NRW zur Umsetzung dieser Richtlinie hatte, ist schon lange abgelaufen. Damit gilt die Richtlinie direkt. In Folge müßte man also das Land NRW vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen, auf das die EU-Richtlinie auch für Lehrer umgesetzt wird.

    Und die Ruhezeiten gelten doch nicht für mehrere Arbeitgeber, oder?

    Die Arbeitszeiten gelten für alle Arbeitgeber zusammen. Bei insg. 48 Stunden/Woche (in Ausnahmefällen 60 Stunden), nach 8 (bzw. in Ausnahmefällen 10) Stunden am Tag ist Schluß und pro Woche muß ein Tag komplett Ruhe sein. Wobei dieser eine Tag von Woche zu Woche wandern kann. Du kannst also in der ersten Woche den ersten Tag frei haben, dann in der ersten Woche 6 Tage arbeiten, in der 2. Woche in den ersten 6 Tagen arbeiten und hast dann am Ende der zweiten Woche den zweiten Ruhetag. Also maximal dürfen 12 Arbeitstage am Stück kommen.

Werbung