Beiträge von plattyplus

    Eine Pflicht zur Anwesenheit in des Ferien gibt es natürlich nicht.

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Rein rechtlich heißt es bei uns ja: "30 Tage Urlaub, in den Schulferien zu nehmen". Da könnte eine SL also auch zu Beginn des Kalenderjahres fragen: "Hr. Plattyplus, wann beabsichtigen sie ihre 30 Tage zu nehmen? [...] Und an den anderen Tagen sind sie bitte in der Schule und lutschen am Däumchen."

    Bei den Arbeitnehmern in der Wirtschaft läuft es ja auch nicht anders. 30 Tage Urlaub und den Rest der Zeit ist man bitte im Betrieb.

    Was mich persönlich echt ärgert ist die Denkweise, dass im Brennpunkt Lehrer unterrichten, die fachlich nicht so viel drauf haben. Im Gegenzug sind dann Lehrer mit hoher fachlicher Kompetenz zu schade für den Brennpunkt...

    Ich würde es mal so formulieren: Im Brennpunkt arbeiten Lehrer, die es im System "Referendariat" nicht soweit gebracht haben. Ob sie fachlich besser sind ist eine andere Sache. Oder gibt es irgendwo wirklich objektive und für alle gleiche Bedingungen wie in einer Zentral-Abitur-Klausur im Fach Mathematik?

    Das Einstellungssystem beruht nun einmal auf Ordnungsgruppen, also auf Noten. Entsprechend können sich die Absolventen mit besseren Noten eher die Schulen aussuchen und die mit schlechteren Noten müssen das nehmen, was übrig bleibt.

    So, wer von den sehr guten Absolventen geht jetzt freiwillig an eine Brennpunktschule? ;)
    Diese Lehrer sind sich selber zu schade für den Brennpunkt.

    wird das bei euch an der BBS wirklich so streng gehandhabt?

    Als ich am Ende des Refs. meine UPP bestanden habe, hatten wir an dem Freitag um 16 Uhr noch eine Kiste Bier im Lehrerzimmer verköstigt. Da war also nicht einmal ein Schüler dabei. Selbst das gab schon einen gehörigen Anschiß von der damaligen Schulleitung.

    Naja, ich wollte eh nicht an der Schule bleiben und die wollten mich auch nicht haben. Als die SL an der Schule mich alleine dann dafür zusammenfalten wollte und nicht die übrigen Kollegen bis rauf zum Studiendirektor (a15), die dabei waren und ebenfalls Bierflaschen in Händen hielten, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Nach 2 Jahren Gängelung war einfach Schluß. So entgegnete ich der Chefin nur noch: "Sie sind zwar ranghöher als ich aber nicht meine weisungsbefugte Dienstvorgesetzte. Mein Dienstvorgesetzter ist der Seminarleiter." :teufel:

    Als studierte Juristin mußte sie den Unterschied kennen.

    Da dachtest du wohl falsch.

    Wie würdest Du das hier denn interpretieren?

    "Ich verpflichte mich, nach dem Studium unter Einsatz meines ganzen Wissens und Könnens an der Stelle tätig zu sein, wohin mich die Organe unseres Arbeiter-und-Bauern-Staates gemäß den Erfordernissen des sozialistischen Aufbaus stellen."
    Quelle: https://www.kas.de/c/document_lib…&groupId=252038

    Damit erklärte man sich bei Aufnahme eines Studiums in der DDR einverstanden. Nach freier Berufswahl klingt das jedenfalls nicht.

    Ich finde den Dienst gut. Im Endeffekt macht man es doch sowieso mit sich selbst aus, ob man zuhause bleibt oder nicht.

    Mir ging es eher darum, daß Schüler den Dienst nutzen werden, um ganz gezielt an den Tagen der Abschlußprüfungen "krank" zu sein. Dürfen wir die Kranken dann noch am Tag der Abschlußprüfung trotzdem einbestellen und direkt zum Amtsarzt schicken?

    Quasi vorab schon als Info: "Wer am Tag der Abschlußprüfung krank ist, hat trotzdem zu erscheinen, weil er dann gleich zum Amtsarzt darf, der eh nur 300m entfernt im Gesundheitsamt anzutreffen ist. Anderweitige Krankmeldungen werden nur im Falle von stationären Behandlungen im Krankenhaus akzeptiert."

    denn sexuelle Aufklärung darf und soll ja heutzutage handlungsorientiert erfolgen außerdem lernt man ganz praxisnah gleich noch was über Dinge wie Menschenwürde, sexuelle Ausbeutung, Sexismus und Frauenfeindlichkeit... - Mal ehrlich: Haben die Kollegen in der Uckermark keine noch blödere Aktion gefunden?!?

    ... und im Sinne der Gleichbrechtigung :pirat:
    Workshop zu Masturbation: Studentinnen der Uni Bielefeld lernen, wie man selbst Hand anlegt

    Was veranstalten wir da jetzt für die männlichen Studenten? :teufel:

    Wie findet ihr die Aktion?

    Naja,
    jedenfalls nicht so realitätsfremd wie die Gesetzte, die wir an der Berufsschule haben. Uns in NRW ist ja sogar das Glas Sekt bei der feierlichen Übergabe der Abschlußzeugnisse untersagt. Das gilt insb. auch, wenn alle "Schüler" schon seit etlichen Jahren volljährig sind.
    Mit der Technikerschule auf den Weihnachtsmarkt und da einen Glühwein trinken, auch wenn der jüngste "Schüler" 25 ist? Nicht erlaubt.

    Oder anders: Wie erklärt man einem Schüler, daß die Besichtigung eines Weinbaubetriebs inkl. Verköstigung auf einer Klassenfahrt ausdrücklich als Ausnahme erlaubt ist, wenn er aber ein paar Stunden später mit einer Rotweinflasche in der Jugendherberge angetroffen wird, dies ein Problem ist?

    Und ja, 9. Klasse paßt auch so ungefähr. In dem Alter habe ich selber jedenfalls das erste Mal bewußt getrunken... war damals relativ guter Wodka. Und nein, so betrunken, daß das Zeug oben wieder raus gekommen ist, war ich noch nie, ich bin da vorher immer eingeschlafen.
    Obwohl... Den ersten Alkohol gabs schon eher bei der Konfirmation und ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum das ein Problem ist, wo sie mir am Morgen doch alle erzählt haben, daß man mit dem ganzen Budenzauber jetzt "zu den Großen" gehört.

    Und noch etwas: Glaubt man wirklich, dass man mit einer Verbeamtung die notwendig guten(!) Lehrer bekommt. Wer Lehrer wird, weil er dort verbeamtet wird, hat seinen Job total verfehlt.

    Na, sieh es doch mal so: Wer sich überlegt auf Lehramt zu studieren, guckt sich vorher an, was man in dem angestrebten Beruf verdienen kann. Reicht einem das Gehalt nicht, studiert man was Anderes. Wer will heute schon Friseur werden? Da verdient man nichts.
    Und da ist die Verbeamtung nichts weiter als eine versteckte Lohnerhöhung, wenn man auch die Pensionsansprüche mit rein rechnet.

    Euer Bundesland weiß auch, daß es nicht einfach die Gehälter der Lehrer massiv steigern kann, auch wenn sie es eigentlich müßten, um mit der Wirtschaft um die besten Leute konkurrieren zu können, weil sie davon so schnell nicht wieder runter kommen würden, gibt es die nächste Lehrerschwemme in ein paar Jahren.

    Moin,
    sagt mal, müssen wir wirklich alle Krankschreibungen akzeptieren?

    Mir flattert gerade die Werbung für AU-Schein ins Haus. Dabei handelt es sich wohl um ein Portal, das Arztdienstleistungen vertreibt. Konkret geht es darum, daß man sich krankschreiben lassen kann, ohne einen Arzt je gesehen zu haben.
    --> https://au-schein.de/

    Und hier mal die Erklärung zu dem Geschäftsmodell der Firma:
    --> https://www.gruenderszene.de/health/au-schein-hamburg-can-ansay
    --> https://www.waz.de/wirtschaft/kra…d216168999.html


    Wenn da jetzt jemand mit so einem Attest aus Schleswig-Holstein bei der Abi-Prüfung etc. fehlt, sollte man den dann generell zum Gesundheitsamt schicken? Wie bekommt man solche Delinquenten sehr schnell, also noch am Tag der Prüfung zum Amtsarzt? Ansonsten kann der ja generell nichts mehr feststellen. Könnte man eine amtsärztliche Untersuchung für die Prüfungstage vorschreiben, auf das an den Tagen der Abschlußprüfungen eben kein normales Attest mehr reicht? Oder gibt es noch andere Mittel gegen den Mißbrauch vorzugehen?

    Das ist einfach alles zu schnelllebig für die Institution Schule. Und Schule muss auch nicht Versicherungsvergleich, Führerschein und Wasserrohreflicken unterrichten, obwohl das sehr brauchbare Fertigkeiten sind.

    Schule soll Kindern Grundlagen vermitteln und zwar die, deren Halbwertszeit über der Lebensdauer einer Generation liegt.

    Moin,
    und genau da sehe ich das Hauptproblem bei allem, was vom Ministerium auf die Berufsschule so herabregnet, wie Mana vom Himmel. Die Politiker denken bei ihren Erlassen beim Schlagwort "Schule" wohl immer nur an die Klassen 1-10. Bei uns an der Berufsschule paßt das alles nicht. Ein kaufmännischer Angestellter muß einen Versicherungsvergleich hinbekommen und ein Versorgungstechniker, so heißen heute die Klempner, muß ein Wasserrohr flicken können. Kann er das nicht, hat er eindeutig seinen Beruf verfehlt und da helfen auch keine noch so schön gemalten Plakate, da zählt ausschließlich das Ergebnis.

    Aber auch beim Versorgungstechniker gilt heute: Wissen, dessen Halbwertszeit über der Lebenserwartung des Azubis liegt, gibt es nicht. Vor einem Menschenalter wurden für die Wasserversorgung noch die letzten Bleirohre eingesetzt und man ging dazu über verzinkte Stahlrohre zu verschrauben. Zwischendurch gab es dann noch verlötete Kupferrohre und verklebte Plastikrohre. Im Heizungsbau wurden Stahlrohre verschweißt. Heute werden bei einer Hausinstallation die Kunststoff/Alu-Verbundrohre verpreßt.
    Das sind alles komplett unterschiedliche Techniken (Schrauben, Schweißen, Kleben, Verpressen) und der Versorgungstechniker muß die drauf haben. Oder würdest Du es akzeptieren, wenn auf einmal in deiner Wohnung kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn kommt, weil die Halbwertszeit der eingesetzten Technik so kurz ist, daß der Klempner nie gelernt hat wie es geht, weil es ja nicht Aufgabe der Schule bzw. des Lehrherren war ihm das beizubringen? :teufel:

    These: mobile Endgeräte sind ungeeignet um hier den "Grundstein für ein tiefes Verständnis" zu legen und der Grund, weshalb die smarte Generation weniger Computerkenntnisse hat, als die mit der Brotkiste.

    Die Generation mit der Brotkiste hat ein tieferes Verständnis, weil sie zu ihrer Zeit tiefer in die Materie einsteigen mußte, um die Kiste überhaupt ans Laufen zu bekommen. Werf der smarten Generation doch mal Begriffe wie "Interrupt, IRQ und DMA-Kanal" vor die Füße und warte ab, was passiert. Das sind für die alle böhmische Dörfer. Wobei sie ja nicht einmal mehr wissen wo Böhmen überhaupt liegt. ;)
    Oder, aktuelles Beispiel: Informationstechnische Assistenten, denen sollen wir die Fachhochschulreife + IT-Berufsausbildung bescheinigen, scheitern an der Installation eines Netzwerkdruckers. Am USB-Anschluß bekommen sie ihn zum Laufen, aber nicht am Netzwerk. Die unüberwindbare Hürde war, daß man beim Netzwerkdrucker den Treiber von Hand installieren muß. Plug&Play wie am USB-Anschluß gibt es da nicht. Wobei der Begriff "Treiber" ihnen auch schon nicht mehr bekannt ist. Das ist einfach alles nur "Die Software". Das man die aber auf allen Computern im Netzwerk installieren muß... komplettes Neuland. Die haben bisher wohl noch nie bemerkt, daß da das Betriebssystem automatisch Treiber installiert, wenn man am USB-Anschluß irgendein Gerät ansteckt.

    Wegen solch eklatanden Wissenslücken hat mein Kollege der ganzen Klasse im Halbjahrszeugnis die Note 6 gegeben und schreibt gerade fleißig an den Begründungen. Es gibt wirklich nicht eine 5. Er hatte auch schon das ganze Halbjahr über per eMail alle gewarnt (auch die SL), die haben diese Warnungen aber alle als Spaß abgetan. Und ich muß zugeben, daß er leider recht hat. Bei den Berufsabschlüssen geht es halt darum was die Schüler am Ende können und nicht wie toll die Methoden sind. Ein Systemintegrator, der keinen Drucker installieren kann, hat eindeutig seinen Beruf verfehlt.

    Stimmt...und dann ist der Ansatz zur Arbeit halt BYOD. Wenn die Schüler eh die Geräte zu Hause haben (und in die Schule mitbringen ), kann dort auch gleich damit sinnvoll gearbeitet werden und natürlich auch über Nutzungsverhalten usw. gesprochen werden.

    Und dann muß ich als Info-Pauke rmich spontan mit allen möglichen Geräten und Betriebssystemen auskennen? Wo finde ich dort die Einstellungen? Welche Schlupflöcher haben die Systeme?
    Das Theater habe ich schon, wenn es um den Info-Unterricht in der Sek2 geht. Da hatten sie auch diese grandiose Idee BYOD. Ist aber ganz schnell gestorben, weil es eben die gerade besprochene Software-Lösung nicht für alle Plattformen gibt oder weil da jeweils die Oberfläche etwas anders ist. Ganz nebenbei mutierte BYOD dann noch zu einem Notebook-Reparatur-Cafe. Der Pauker sollte also dafür sorgen, daß die Geräte überhaupt so richtig funktionieren. :daumenrunter:
    Oder wir müßten halt ganz klar sagen: Ihr dürft eure eigenen Geräte mitbringen, aber wir erwarten, daß ihr alle mit einem Microsoft Surface-Book Typ xyz kommt, auf das dann alle die gleichen Geräte haben und auch die gleiche Software intstallieren können. Im Grundschulbereich dann wahlweise: "Alle kommen mit einem iPad 4 Mini." ... und eben nicht mit irgendeinem Tablet und eben nicht mit Android-OS.

    Und wenn ich mich im Ref dann deutlich überlastet fühlen würde wäre das definitiv ein Grund zum Seminar zu gehen. Es gibt ja auch noch was zwischen offizieller Beschwerde und nichts tun. Reden hilft!

    Was meinst Du, was ich damals gemacht habe? Reden hilft eben nicht, weil es danach nur noch schlimmer wird, so meine Erfahrung.
    Ist zwar alles schon einige Jahre her und der Seminarleiter ist heute nicht mehr Seminarleiter, obwohl er bei weitem noch nicht an der Pensionierungsgrenze angelangt ist, aber das hat mich absolut geprägt.

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