Beiträge von plattyplus

    ... Zumal jemand der Mathe nicht kann als Naturwissenschaft zu 99% Bio wählt und sicherlich auch nicht Informatik.

    Auch wieder wahr. Als ich Referendar war, wurde am dortigen Berufskolleg die Physik komplett abgeschafft und durch Bio ersetzt mit der Begründung, daß ansonsten zu viele Schüler durchfallen. Mit einer 5 in Mathe und der nächsten in Physik wird es mit der Versetzung halt schwer. Bei Bio könne man durch Labern immerhin eine 4 schaffen. Das würde sich positiv auf die Quote der Absolventen auswirken, die ans Ministerium zu melden ist ...

    Der Physiklehrer hat irgendwann einfach mal angemerkt, daß er nicht weiter didaktisch reduzieren kann. Die physikalischen Formeln sind nun einmal gegeben und wenn dort eine Potenz oder eine Wurzel auftaucht und die Schüler das nicht berechnen können, dann kann man die Formel nicht abändern, auf das sie dann vom Schwierigkeitsgrad an das unterirdische Niveau der Schüler angepaßt ist. Dann ist die Formel nämlich fachlich falsch.

    "Unterirdisch" deswegen, weil ich von Schülern spreche, denen wir die Fachhochschulreife attestieren sollen.

    Bzw. sollte normalerweise schulintern von der Fachkonferenz ein Stoffplan erstellt werden, der dann verbindlich ist.

    Das Blöde dabei: Bei uns in NRW kommen die Rahmenlehrpläne rückwirkend raus. Der Rahmenlehrplan für dieses Schuljahr erschien z.B. erst knapp 4 Wochen nach Unterrichtsbeginn und war dann natürlich schon für dieses Schuljahr verbindlich. Entsprechend gibt es noch keinen schulintern abgesegneten Stoffplan.

    In Deutschland gibt es ein paar Sonderformen der Beschulung, wie die Zirkusschulen (Inselschulen?) die oft nur eine ausgebildete Lehrkraft haben, die alle Fächer übernehmen muss. Sek.II-Unterricht findet da teilweise dann nur noch als Heimunterricht mit Material, PC-Prüfungen, Skype-Sprechstunde mit Lehrkräften statt in den Zirkusschulen, da dieser eher selten benötigt wird bislang. Das geht zumindest in Richtung Heimunterricht.

    Was die Inseln angeht, gibt es dort zumeist eine Gesamtschule bis zum Ende der Sek 1. In der Sek 2 müssen die Schüler dann für den Unterricht aufs Festland. Wenn sie bei Verwandten irgendwo in der Republik unterkommen, ist es gut. Ansonsten bleibt eine Berufsschule mit Internatsbetrieb, so daß sie nur noch am Wochenende nach Hause kommen.

    Wenn da dann allerdings die Tide gerade unpassend liegt, kann es schon passieren, daß sie erst am Samstag-Nachmittag wieder auf die Insel kommen und am Sonntag Morgen wieder los müssen.

    Ich hatte jedenfalls selber mal eine Schülerin von der Insel Helgoland, die auch nur bei uns an der Schule war, weil die Großeltern in der Nähe wohnten. Die hat mir das mal dargelegt, wie der Laden so läuft. Sie konnte halt in einer Woche erst Dienstag zur Schule kommen, weil am Sonntag wegen Seenebel die Inselflieger nicht starten konnten, um sie ans Festland rüberzufliegen. Da war sie dann erst am Montagabend wieder am Schulort.

    Moin,

    ich sitze hier gerade vor dem Rahmenlehrplan, in dem nur noch Handlungssituationen enthalten sind und stelle mir gerade die Frage nach den Inhalten, die ich basierend auf diesem Lehrplan in die Dididaktische Jahresplanung aufnehmen soll. Wobei das Problem weniger die Inhalte selber sind sondern viel mehr die fachliche Tiefe.

    Bsp.: Gravitation (Physik)
    Sollen die Schüler lernen, daß aufgrund der Gravitation der Apfel vom Baum fällt oder müssen sie die Kräfte auch berechnen können, um so die Planetenbahnen im Sonnensystem zu bestimmen?

    Das ist zwar alles die gleiche Thematik, aber die fachliche Tiefe ist natürlich eine ganz andere. Gibt es dazu irgendwelche Handreichungen?

    Ich bin halt in der Sek 2 eher Freund von "wir lassen den Budenzauber weg und machen dafür mehr fachliche Tiefe", meine Kollegen sehen das genau umgekehrt.

    Aber in Mathe ist das ja gar kein Problem?! Das soll eine allgemeine Hochschulreife werden - nicht ein Sichdurchmogeln auf Teufelkommraus.

    Mathematik ist nur eine Hilfswissenschaft.
    Wenn nicht rudimentäre Kenntnisse beim Schüler vorhanden sind, würde er bei mir in den Nebenfächern, die sich der Hilfswissenschaft "Mathematik" bedienen auch keinen Fuß auf den Boden bekommen.

    Oder ist das heute üblich, daß man in den anderen Fächern (Informatik und so) nur mit Labern schon 50% der Punkte holt, um so eine 4 zu bekommen?
    In Informatik, Physik, BWL, ... hätte er bei mir jedenfalls ohne Mathematik ebenfalls keine Chance.

    Gleiches gilt für Englisch in der informatik. Ohne Englischkenntnisse wird es in Informatik auch mehr als schwer. Sämtliche Veröffentlichungen und Handbücher werden von den Herstellern mitunter ausschließlich in Englisch herausgegeben.

    Moin Franz,

    wenn er wirklich bei Jahrgangsstufe 7 ansetzt, weil 8-12 fehlen, wie Du sagst, würde ich nicht mit Stochastik anfangen sondern ganz grundsätzlich mit der Arbeit mit mathematischen Formeln. Sonst bringt Stochastik nämlich überhaupt nichts.

    Muß es in Mathe die Grundkurs- oder die Leistungskurs Klausur sein? Sollte die Grundkurs-Klausur reichen, würde ich mit Kurvendiskussionen einfacher Funktionen anfangen, also mit der Faktor- und Summenregel. Dann kommt Geometrie.

    Die Frage ist aber: Wie viel Zeit hat der Schüler in den 3 Monaten effektiv? Er wird bestimmt nicht 8 Stunden täglich Mathe machen sondern muß sich ja auch auf die anderen Prüfungen vorbereiten.

    Das klingt für mich gar nicht "normal". Ist das echt üblich an BBSn?

    Das Chaos ist üblich.

    Hängt meiner Meinung aber auch damit zusammen, daß wir eine Anweisung haben keine Überstunden mehr anzusammeln. Im technischen Bereich dauert aber eine Lehre nunmal 3,5 Jahre, so daß im 2. Halbjahr weniger Klassen da sind als im ersten Halbjahr. Ein normaldenkender Mensch würde sagen: Da macht man im ersten Halbjahr so viele Überstunden, die man im zweiten Halbjahr wieder abbummelt, daß es am Ende des Jahres paßt. Blöd nur, daß das Kultusministerium die Anordnung herausgegeben hat, daß keine Überstunden gemacht werden sollen.
    --> Rate mal, warum sich zur nächsten Woche mein Stundenplan kräftig ändert. Da ist denen nämlich plötzlich und ganz unerwartet aufgefallen, daß ich ansonsten im 2. Halbjahr eine massive Unterdeckung habe, weil - oh Wunder - die Prüfungsklassen aus dem Dualen System weg sind.

    Wie ich an diversen anderen Stellen schon sagte: Ich habe immer das Gefühl, daß die Schulverwaltung bei ihren Erlassen und Verordnungen nur den Schulunterricht der Klassen 1 bis 10 vor Augen hat. Auf den Betrieb an einem Berufskolleg ist Vieles praktisch nicht anwendbar.

    Natürlich hat immer der das Problem, der gemobbt wird. Das Gerede von wegen "die anderen sind doof" kommt doch echt nur von Leuten, die das Problem selber nie hatten.

    Die ganze Diskussion hier erinnert mich gerade an einen Zeitungsartikel von vor wenigen Tagen.
    --> https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Grundsc…id53327101.html
    Da geht es darum, daß auch an Schulen Toiletten für das dritte Geschlecht eingeführt werden sollen. Wie immer jetzt dieses dritte Geschlecht auch definiert ist.

    Da hoffe ich doch mal, daß sie in der Grundschule einfach 15 einzelne Toilettenräume mit Waschbecken einbauen und dann auf das Geschlechts-Schild komplett verzichten, wie ich es an manchen Autobahnraststätten schon gesehen habe. Sollten sie da nämlich im deutschen Spar-Wahn auf die Idee kommen einfach drei Sammel-Toiletten (mit diesen Trennwänden aus Spanplatte, die 2m hoch sind und unter denen man unten drunterdurch gucken kann) einzubauen, hätten wir doch gleich wieder das nächste Mobbing-Problem.

    Was meint ihr, was mit den Kindern passiert, die diese dritte Toilette benutzen? :uebel:

    Tja, da plant dann die Politik mal wieder komplett an der Lebensrealität vorbei und wundert sich, daß das gemeine Volk nichts mehr versteht und sich nur noch abwendet.

    Hier hat bisher keiner gesagt, dass er auch so einen Plan hat.

    Bei uns gibt es mehrere Kollegen mit solchen Plänen.

    Gnerell kommt dann noch dazu, daß wir Bezirks- und sogar Landesfachklassen haben. Es gibt für diese Azubis also nur eine Schule im ganzen Bezirk (Düsseldorf, Köln, Münster, Arnsberg, Detmold, ...) bzw. gar nur eine Schule in ganz NRW. Die Azubis kommen also mitunter auch aus ganz NRW morgens mit Dienstwagen vom Ausbildungsbetrieb oder sind gar im Blockunterricht für 6 Wochen im Halbjahr (=Internatsbetrieb) da. In den Berufen gibt es einfach so wenige Azubis, daß es anders nicht geht. Entsprechend klein ist da dann natürlich auch der Arbeitsmarkt bei den Kollegen.

    In ganz seltenen Berufen gibt es ja nicht umsonst Bundesfachklassen. Da gibt es dann in ganz Deutschland nur eine Berufsschule, die diese Berufe ausbilden können. So müssen z.B. die Steinmetze alle nach Mainz und die Hörgeräteakustiker alle nach Flensburg.

    Das ist halt genau das Gegenteil von einer Grundschule, wo alle Kollegen praktisch alles unterrichten können und wo man einfach zur nächsten Grundschule 3km weiter wechseln kann, weil es da genauso läuft wie an allen anderen Grundschulen.

    Jedenfalls bekomme ich immer nur ein müdes Lächeln, wenn einer der Vollzeitschüler fragt, ob ich den Unterricht 5 Minuten eher beenden könne, weil er sonst 20 Minuten auf den nächsten Bus warten muß. Im Vergleich zu dem, was wir den Azubis zumuten, ist das Kindergarten.

    Was aber, wenn sie das Medikament irgendwann nicht mehr verträgt? [...] Daher tendieren wir zur Gesamtschule.

    Die Entscheidung würde ich dann treffen, wenn es soweit ist. Sollte es überhaupt soweit kommen. Solche Entscheidungen auf Vorrat zu treffen bringt nichts, weil es am Ende doch ganz anders kommt.

    Mir kommt es gerade so vor als hättest Du Angst vor der eigenen Courage dein Kind aufs Gym zu schicken.

    Hätte den sehr angenehmen Nebeneffekt, dass der Staat dann eben auch konkurrenzfähige Arbeitbedingungen bieten müsste.

    Hätte auch den angenehmen Nebeneffekt, daß Quereinsteiger nicht mehr bessergestellt sind als originäre Referendare. Dann würden alle vor dem Ref. schon die feste Stellenzusage bekommen, wenn sie das Ref. mit der Note 4,0 nur irgendwie überleben und müßten sich nicht nachher noch einmal notenscharf bewerben.

    Jemand kann im Klassenraum jahrelang vor sich hinmurksen, ohne dass es groß auffällt. Dann werden halt nur Einsen und Zweien vergeben und niemand beschwert sich.

    Darum gibt es bei uns im Kollegium ja auch die Weisheit, daß nur ein guter Lehrer das Notenspektrum von 1 bis 6 wirklich ausnutzen kann. Bei einem schlechten Lehrer haben am Ende alle Schüler die Note 2 oder 3, eben weil er nirgendwo anecken will mit seiner Notengebung, die er dann im Zweifelsfall ja auch begründen muß.

    "Oberstufenfähig deklariert" bedeutet, dass diese Schüler eine FOR-Q haben. Wie kommst du auf die Idee, dass sie diese nicht zu Recht bekommen haben?

    Du oder Lisam sollten mal ins Berufskolleg kommen, wo diese ganzen Schüler mit FOR+Q dann aufschlagen. Bei uns versuchen die dann ihr Abitur zu machen. Total aussichtsloses Unterfangen bei vielen. Wir fragen uns immer, wo sie den FOR+Q bekommen haben, etwa bei Neckermann auf der Rolltreppe? Da hast dann mitunter 1/4 Analphabeten in der Klasse sitzen aber alle haben sie den FOR+Q.

    Von einem Schüler habe ich mal eine Englisch-Klausur aus der 10. Klasse gesehen. Was da alles als richtig durchgegangen ist, läßt mir die Haare zu Berge stehen. Ich sag nur: "In summer the girl carries a rock." Das sollte soviel heißen, wie: "In summer the girl wears a skirt." Aber der Pauker hat das damals als richtig akzeptiert und unser Englisch-Pauker faselte nur was davon, daß das Ziel des Englisch-Unterrichts heute wäre, daß sich die Schüler verständigen können.

    Auf meinen Einwand, daß "verständigen" für mich bedeutet, daß sie ein Telefongespräch mit einem Engländer führen können, kam nur blankes Entsetzen. Meine Meßlatte wäre viel zu hoch.

    Und diese Schüler wollen bei uns vollzeitschulisch dann irgendwelche Abschlüsse im Informatik-Bereich bekommen und schaffen es nicht einmal die für den Unterricht notwendigen Handbücher zu lesen, die ausschließlich in Englisch verfügbar sind. :sterne:

    Einen neuen Kollegen verheizen den man unbedingt braucht?

    Weißt Du, ob sie den wirklich unbedingt brauchen? Könnte auch sein, daß sie den einfach loswerden wollen. Als ich Ref. war wollte die Schule eigentlich auch einen anderen, aber das Kultusministerium hatte mich denen aufs Auge gedrückt. Da war die Ansage der SL gleich beim ersten Aufeinandertreffen noch vor der Vereidigung: "Hr. Plattyplus, ich sehe es ihnen an ihrem Augenaufschlag an, sie können es nicht. Wollen sie nicht gleich aufgeben und sich die vergebliche Mühsal ersparen? Ich brauche nur einmal im Seminar anzurufen."

    Tja, mit dem Satz hatte die damalige Schulleiterin bei mir aber genau die richtigen Knöpfe gedrückt: "Was bildet die sich eigentlich ein wer sie ist? Meint die, daß sie alles mit dir machen kann? 10 Jahre den Abfluß runter, weil ihr deine Nase nicht paßt? Jetzt erst Recht! Soll sie dich rauswerfen, freiwillig gehst du nicht, nicht einen Millimeter."
    Die nächsten 2 Jahre waren richtig spaßig.

    Von daher würde ich deine Schlußfolgerung, daß die den unbedingt brauchen, erstmal in Zweifel ziehen.


    Nachtrag:
    Und selbst du im Umgang mit der Klasse Fehler gemacht haben solltest, was will dir die Schulleitung denn? Hast Du die Aufsicht nicht gemacht? Wenn du sie gemacht hast und es dabei zu einer Schlägerei kam, bist du so oder so aus dem Schneider, denn wie schon verschiedene Gerichte Festgestellt haben, ist Unfähigkeit kein Dienstvergehen!

    --> https://www.michaelbertling.de/disziplinarrec…ouis4k52408.htm

    Wenn deine SL das anders sieht, soll sie doch Disziplinarklage einreichen. Alles andere ist eh Kindertheater; zugegeben von sehr alten Kindern.

    Das ist das System Schule.

    Ein Tipp von mir: Sieh zu, daß du mit dir selber ins Reine kommst, geh wieder auf die volle Stundenzahl und such dir schon einmal eine andere Schule, die dich haben will und anfordert. Was aus den Schülern wird muß dir in der Situation sch**** egal sein, um es einmal ganz deutlich zu sagen.

    Was die 4-Augen Gespärche angeht, würde ich diese immer ablehnen und mindestens auf unbefangene Zeugen (also Personen, die nichts mit der Schule zutun haben) bestehen. Besser noch sollte die Schulleitung dir ihre Vorwürfe schriftlich darlegen.

    Wenn du genug Kraft hast, könntest Du den Spieß auch umdrehen. Lehrer- und Personalrat scheinen ja eh schon involviert zu sein. Beschwerde über die Schulleitung bei der nächsthöheren Stelle. Bei dieser Beschwerde kannst auch den Dienstweg insoweit ignorieren, als das du die Beschwerde direkt an die übergeordnete Stelle schicken und den Schulleiter übergehen kannst.

    Und, was das Zutrauen in den Ref. angeht: Könnte es nicht vielleicht sein, daß die Schulleitung den einfach verheizen und die Stammkräfte schonen will?

    Zuletzt noch: Paß auch hier im Forum mit den Details auf. Ggf. ließt deine Schulleitung mit!

    z.B. auch feste Termine für Abendunterricht hätte

    Hat man aber gerade an der Stelle nicht. Die abendlichen Fachschulklassen werden nur eingerichtet, wenn man mindestens 19,5 Anmeldungen (wie geht das eigentlich mit ,5?) hat. Entsprechend entscheidet sich immer erst ganz zum Schluß, ob es im nächsten Jahr eine neue Fachschulklasse geben wird, die dann natürlich bis obenhin durchläuft.

    oder ob sein Einsatz dort am Zufallsgenerator des Stundenplaners liegt (was ich nicht glaube)

    Zufallsgenerator bestimmt nicht. Aber im berufsbildenden Bereich gibt es halt in NRW verdammt viele Fächer. Wenn man sich die Mühe macht und bei LEO NRW die Fakulten durchzählt, kommt man zum Schluß, daß es am BK 129 berufsbezogene Fakulten gibt. Hinzu kommen noch die allgemeinbildenden Falkulten.

    Im Ergebnis heißt das, daß für jedes Fach praktisch nur 1-2 Kollegen da sind. Klar können wir alle, wenn wir einmal in dem System sind, auch fachfremd unterrichten. Aber wenn es dann um Abschlußprüfungen etc. geht, muß doch wieder der Kollege mit den passenden Fakulten ran. Hat man dann das Glück, daß es in dem Fach doch noch einen zweiten Kollegen/eine zweite Kollegin gibt, kommt das leidige Thema "Schutz der Familie" und schon hat man als männlicher Single praktisch alle Randstunden und Abendeinsätze im Plan, die die Kollegin nicht machen will.

    Hinzu kommt, daß die Berufsschulklassen nur an einem Tag/Woche in der Schule sind. Aus Tradition werden die Klassen auch immer an den gleichen Wochentagen einbestellt, weil "das schon seit 35 Jahren so ist". Da kann der Stundenplaner also auch nichts machen. Warum eigentlich nicht?
    Im Ergebnis kommen dann jedes Jahr solch zerpflückte Stundenpläne raus, wenn man mit seinen 25,5 Stunden Unterrichtsverpflichtung durch 18 Klassen gejagd wird, vgl. Religionslehrer in allgemeinbildenden Schulen.

    Wir sähen ganz schön alt aus derzeit ohne Quereinsteiger !
    Sie retten uns vor noch größeren Klassen, noch höherem Stundensoll und noch mehr Vertretung.

    Das sehe ich genau anders. Sie retten nicht uns sondern das System vor der Implusion. Wären sie nicht da, würde das System Schule zusammenbrechen und es zu einem richtig großen Knall in der Gesellschaft kommen, auf das der Staat wieder seine Kernaufgaben wahrnimmt und entsprechend die Schulen auf Vordermann bringt, egal was es kostet.

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