Kinderkrankheiten? Ich muß bei jedem Start immer daran denken, daß es ein paar Sekunden dauert, bis der Schmieröldruck überall im Motor anliegt. PKW-Motoren haben ja keine elektrisch betriebene Ölpumpe, die vor dem Motorstart schon alle Lagerstellen durchölen und die Hydrostößel mit Öldruck beaufschlagen kann. Entsprechend ist jeder Start eine extra Belastung. Vom Partikelfilter und dem erhöhen Rußausstoß während der Startphase rede ich mal gar nicht.
Wenn ich wieder sehen kann, das es eh nur für wenige Sekunden ist, dann halte ich einfach die Kupplung gedrückt und der Motor schaltet sich nicht ab. Und wenn ich aus Erfahrung weiß, dass es sich bei der Schranke lohnt, dann lasse ich den Motor ausgehen.
Bei einem PKW mit Schaltgetriebe funktioniert das auch so. Da hängt die Start/Stopp-Automatik am Kupplungspedal. Bei dem TDI stört mich da nur, daß es gefühlt ewig dauert, bis der Anlasser den Motor wirklich wieder in Gang gebracht hat. Hab da schon wiederholt den Wagen abgewürgt, weil ich zu schnell war. Ich hatte schon den 1. Gang eingelegt und war dabei die Kupplung kommenzulassen, da war der Anlasser immer noch am Arbeiten.
Als Ersatzauto während eines Werkstattauffenthalts hatte ich mal einen Benziner mit Automatikgetriebe. Da gibt es ja kein Kupplungspedal mehr und die Start/Stopp-Automatik kann sich nur am Bremspedal orientieren. Der Wagen stellt also den Motor ab, wenn das Fahrzeug steht und man die Bremse kräftig tritt. Blöd nur, daß ich nicht so kräftig auf dem Bremspedal rumtrampele. Da stoppte und startete der Motor bei jeder Ampelphase 5-10 mal, weil ich die Bremse nur leicht getreten hatte. Aber dafür sprang der Benzinmotor schnell genug an, dass man dann auch wirklich losfahren konnte und nicht aufs Auto warten mußte.