Beiträge von plattyplus

    Der Punkt ist aber ein anderer. Plattyplus verglich die generelle Möglichkeit der Überprüfung von Verfassungsfeindlichkeit einer Partei mit dem Wahlsystem der DDR.

    Ich vergleiche das, weil die Linke als SED-Nachfolgepartei auch in Teilen verfassungsfeindlich ist und vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Trotzdem finden es die anderen Parteien aber inzw. in Ordnung mit dieser Partei Koalitionen einzugehen. Bei der AfD hingegen wird ein riesen Bohei gemacht.

    Für mich stehen diese beiden Parteien auf einer Stufe. Wer die Brandmauer zur AfD fordert, darf selber mit den Linken auch nicht koalieren, weder im Bund (noch nicht passiert) noch in den Ländern (sehr wohl passiert)!

    Wenn eine Gruppe von Menschen trotzig reagiert und eine Partei wählt, die Bestrebungen hat, die Demokratie zu zersetzen, muss man diese vor sich selbst schützen bzw. muss man den Rest der Gesellschaft vor diesen Bestrebungen beschützen.

    Hört sich irgendwie an wie das „betreute Wählen“ in der DDR, in der jeder, der nicht den Stimmzettel gefaltet und gleich in die Urne eingeworfen hat sondern in die Wahlkabine gegangen ist, um das Kreuzchen zu machen, ganz besonders betreut wurde. Solche Leute mußten ja vor sich selber geschützt werden.

    Zur Info für die Unwissenden: Jeder gefaltete Stimmzettel ohne Kreuzchen bedeutete eine Stimme für die SED.

    Mein Bruder leidet an einem Ärztefehler. Da wurde viel vertuscht und schließlich akzeptierten meine Eltern einen Vergleich.

    Mein Opa ist an einem Blinddarmdurchbruch verstorben, der als Krebs diagnostiziert und behandelt wurde, seine Frau ist verstorben an einem Darmverschluß, meine (andere) Oma ist aufgrund eines Pflegemangels schlichtweg verdurstet und meine Mutter hat eine Gallenstein-OP nicht überlebt.

    Verklagt wurde da niemand.

    Also ich sehe da keine besondere Verantwortung. ISD

    Allerdings finde ich nicht, dass Schulleitungen sooo überragend viel Verantwortung tragen, dass A16 zu wenig wäre. Immerhin verdienen sie damit vergleichbar viel wie ein Oberarzt, der mMn deutlich mehr Verantwortung trägt.

    • Wenn der Oberarzt einen Fehler macht: 1 Toter
    • Wenn wir im Privat-PKW einen Fehler machen: 4 Tote (Mitfahrer)
    • Wenn der Busfahrer einen Fehler macht: 100 Tote
    • Wenn der Pilot einer 747 einen Fehler macht: 500 Tote

    Erzähl doch nicht die Mär von der Verantwortung. Der Oberarzt hat die geringste Verantwortung, schließlich arbeitet er im Rahmen eines Dienstvertrags, er bekommt also sogar sein volles Gehalt, wenn der Patient verstirbt.

    Nun - wenn die CDU mit den anderen Parteien eine "Koalition der Willigen" eingeht, würde diese 63% der Wählerschaft repräsentieren. Da braucht es keine AfD für. So funktioniert Demokratie.

    Eben nicht, da für manche politischen Entscheidungen eine 2/3-Mehrheit notwendig ist. Aber nehmen wir mal an, daß die CDU in einem solchen Fall eine Große-Koalition aller Parteien gegen die AfD zusammen bekommen sollte: Da können sie dann ja immer noch nicht wirklich regieren, weil für manche Entscheidungen - wie gesagt - die 2/3-Mehrheit notwendig ist. Sollte eine solche Regierung dann ein entsprechendes Gesetzesvorhaben in den Landtag einbringen und die AfD da dann sogar zustimmen, wird das Gesetzesvorhaben dann gestoppt, weil im Sinne der Brandmauer mit der AfD ja keine Politik gemacht werden darf, also auch keine Gesetze verabschiedet werden dürfen, bei denen diese Partei zugestimmt hat und bei denen der Erfolg der Abstimmung von den Stimmen dieser Partei abhängt?

    Nehmen wir mal an die AFD erreicht 34%, die Linke 33 % und die Grünen 33%. Nach deiner Argumentation müsste dann die Afd regieren, da sie die Mehrheit gewonnen hat. Faktisch wäre aber in dem Beispiel davon auszugehen, dass die Mehrheit genau das nicht möchte. Ähnlich ist es auch in deinem Beispiel. Ich kann mir vorstellen die CDU zu wählen. Ich würde aber das aber nur machen, weil die CDU eine Koalition mit der AfD ausschließt. Wenn sie das nun doch macht, würde sie in meinem Fallen meinem Willen widersprechen.

    Und jetzt werden wir mal realisitisch. Die AfD bekommt 37%, die CDU bekommt 33% und die verbleibenden 30% teilen sich alle anderen Parteien auf. Widerspricht es dann nicht dem Wählerwillen, wenn es zu keiner AfD/CDU-Koalition kommt? Schließlich haben beide zusammen sogar eine 2/3-Mehrheit.

    FLIXE Danke für diesen Beitrag. Ich unterrichte im zweiten Bildungsweg auch auf, bis auf ein paar Ausnahmeklassen, auf niedrigem (Abendrealschule: sehr niedrigem) Niveau und mache die gleichen Erfahrungen.

    Bei mir ist es so, daß die SuS mitunter förmlich lehrerzentrierten Unterricht einfordern, indem sie auf gewisse KuK verweisen, die ihr Methodenfeuerwerk abbrennen und esden SuS eben absolut zum Halse raushängt, eben weil bei dem Budenzauber die fachlichen Inhalte nicht mehr in ausreichender Tiefe rüberkommen.

    Die CDU/CSU hat 16 Jahre lang Zeit gehabt, Politik aktiv zu gestalten. Ich traue weder Merz noch Söder zu, einen positiven Einfluss auf Deutschland zu haben.

    Man muss aber dazu sagen, dass Merkel alles getan hat, um Merz in der eigenen Partei nicht hochkommen zu lassen, daher noch meine Hoffnung.

    Und ja, ich will einen Kanzler, der auf den Tisch hauen und klare Kante zeigen kann, auch wenn das dann zu Verwicklungen führt.

    Sogar König Edmund (Stoiber) hatte mehr Format als die aktuelle Regierung.

    Aus meiner Sicht ist das Grundproblem, dass man viel zu wenig gegen die AfD vorgegangen ist. Solange man sie in den sozialen Netzen irgendwelche Lügenmärchen veröffentlichen lässt, werden sie auch Leute finden, die das glauben.

    Aus meiner Sicht ist das Grundproblem, dass die anderen Parteien praktisch handlungsunfähig sind. Wo bleibt den die Zeitenwende? Die Wehrbeauftragte Högl zerredet macht da in der eigenen Partei Opposition, ich denke an die Wehrpflicht.

    Wo bleibt die Ansprache von Scholz zur Lage der Nation?

    Die Einzigen, die aktuell zumindest den Anschein erwecken Politik aktiv gestalten zu wollen und nicht bloß dem Geschehen hinterherlaufen, sind Merz und Söder.

    Ich hab auch mal 'ne Aufgabe:


    In einem fernen Planetensystem hat ein Planet 2 Monde. Sie laufen auf derselben Umlaufbahn. Die Umlaufbahn ist eliptisch. Der durchschnittliche Abstand der Monde-Umlaufbahn zum Planeten ist 10 AE.

    Da fehlen mir ein paar Informationen:

    • Haben die Monde auf der Bahn die gleiche Umlaufgeschwindigkeit?
    • Sollten sie die gleiche Umlaufgeschwindigkeit haben: In welchem Winkel, betrachtet von dem Zentrum des Planeten, stehen die Monde zueinander? Sie müssen sich ja nicht zwangsläufig auf einer Bahn gegenüber stehen.

    Generell sehe ich aber oft folgendes: je weniger Korrekturen die Leute haben, umso aufwendiger wird gearbeitet. Das verdirbt leider auch die Preise für die Kollegen, die keine Zeit für so ein Trallafitti wie Probeklausuren und extra korrigierte Hausaufgaben haben.

    Ist bei uns leider auch. Wir haben KuK, die nur in den Landesfachklassen eingesetzt sind. Diese Klassen müssen wir einrichten, egal wie wenige Azubis die Betriebe uns schicken. Ein Kollege hat da nie mehr als 5-7 Azubis sitzen, oft auch nur 1-3 Azubis.

    Und von dem muss man sich dann anhören was man alles machen soll, wo man selber 44 Azubis in einer Klasse vor der Nase hat.

    Wenn ihr fragt, wie es zu so großen Klassen kommt: Zu Beginn des Schuljahres waren es 29 Azubis, aber die Betriebe können ja zu jedem beliebigen Zeitpunkt einen Lehrvertrag abschließen, die Azubis bei uns anmelden und wir müssen die dann beschulen. Für das nachträgliche Teilen der Klassen fehlt das Personal und selbst wenn dieses verfügbar wäre, würde es die Einsatzpläne des kompletten Kollegiums sprengen.

    Ja, in Prüfungen darf man einfach nichts zeigen, was im Alltag vielleicht gold wert ist, weil es Schüler da abholt wo sie stehen. Also wenn man jetzt noch nicht merkt wie absurd ein System ist, in dem man in Prüfungen ganz anderes zeigen muss als die Dinge, die im Alltag dann sogar als sinnvoll

    oder wertvoll betrachtet werden.

    Also mir haben die Ausbildungslehrer gleich gesagt, daß die Unterrichtsbesuche und insb. die UPP eigentlich reine Show-Veranstaltungen sind, die nichts mit der Realität zutun haben. Das fängt schon mit dem Planungsaufwand für solche Stunden, den man für 25,5 Std./Woche eh nicht einmal ansatzweise durchhalten könnte an, geht weiter über die Tatsache, dass man keine Klassenarbeiten sowie deren Rückgabe zeigen darf und endet bei einer überbordenden Reflexion, die so im Alltag auch schlicht nicht durchführbar ist.

    Sächsisch :zungeraus:

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