Beiträge von sam1976

    zu 1. Strafanzeige wegen Körperverletzung stellen und wenn die Schulleitung nichts unternimmt, wegen Verletzung der Fürsorgepflicht eine Dienstaufsichtsbeschwerde schreiben. Dass eine DAB das Klima nicht gerade positiv beeinflusst, dürfte klar sein. Aber zumindest liegt der Vorgang auch bei einer höheren Instanz. Wenn die dann die Schulleitung deckt, ist das natürlich umso peinlicher.


    zu 2. Wer eine Krankmeldung abgegeben hat, ist grundsätzlich nicht verpflichtet, weshalb man gefehlt hat. Bezülich Fürsorgepflicht wird es erst interessant, wenn ein BEM anstehen könnte. Dass eine Schulleitung nach dem Grund des Fehlens fragt, halte ich schon für extrem respektlos und übergriffig.

    Hallo,
    zumindest in Hessen sind solche regelmäßigen Teamsitzungen nicht Teil der Dienstpflicht.
    Man hat zwar Anwesenheitspflicht bei Klassenkonferenzen, aber die Schulleitung kann nicht ohne Weiteres generell eine monatliche Klassenkonferenz vorschreiben.
    M. E. sollte die Zeit 1 zu 1 auf das eigene Stundendeputat angerechnet werden, bzw. vom Personalrat wegen nicht zugestimmter Mehrarbeit abgelehnt werden.


    Andersum: Mal die Schulleitung fragen: "wo steht das?" Und sich von der SL über diese Dienstpflicht anhand der geltenden Gesetze, Verordnungen, Erlasse, ..."belehren" lassen. Danach ist man schlauer

    Aus dem Hessischen Beamtengesetz:
    § 64 Beurlaubung aus familiären Gründen
    (1) Einer Beamtin oder einem Beamten mit Dienstbezügen ist auf Antrag, wenn zwingende dienstliche
    Belange nicht entgegenstehen, Urlaub ohne Dienstbezüge bis zur Dauer von insgesamt 14 Jahren zu
    gewähren
    , wenn sie oder er
    1. ein Kind unter 18 Jahren oder
    2. eine pflegebedürftige sonstige Angehörige oder einen pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen
    tatsächlich betreut oder pflegt.


    Wenn sich die Schulleitung beim aktuellen LehrerInnenmangel an Grundschulen dagegen sträubt, ist das nachvollziehbar. Aber das ändert nichts an dem Anspruch aus dem HBG. Zumal der Dienstherr nicht nur eine Fürsorgepflicht gegenüber des / der Beamten / Beamtin hat, sondern auch für die Familie.

    Wenn du so lange krank warst, müsstest du doch Anspruch auf ein BEM (Berufliches Eingliederungsmanagement) haben. Im Rahmen des BEM ließe sich ein Wiedereingliederungsplan inklusive Versetzung an eine andere Schule mit deinem Arzt aushandeln.
    Wenn du innerhalb eines Kalenderjahres insgesamt länger als 6 Wochen erkrankt warst, hast du meines Wissen Anspruch auf ein BEM.
    Die 6 Wochen müssen nicht am Stück sein und die Krankheiten können auch verschieden sein.
    Deine Schwerbehindertenvertretung dürfte der Experte in dieser Richtung sein.

    Hallo,


    auch wenn ich aus Hessen komme, dürfte sich in den Grundsätzen des Beamtenrechts nicht viel anders sein.


    Prinzipiell besteht kein Recht auf Versetzung. Wenn dem Antrag eine Begrüdung, nähere Ausführung der familären Gründe, beigelegt ist, dürfte dort schon eine gewisse Dringlichkeit zu erkennen sein. Schließlich hat der Dienstherr nicht nur eine Fürsorgepflicht seiner Beamtinnen und Beamten sondern auch seiner Familien gegenüber.


    Ich wüsste nicht, was dagegen spricht, dass man bei einer Verbeamtung auf Probe, keinen Versetzungsantrag stellen dürfte.


    Nebenbei hast du ja die Möglichkeit, die Elternzeit, mit Zustimmung des Arbeitgebers bis zum 8. Lebensjahr des Kindes auf insgesamt 36 Monate zu verlängern.


    Viele Erfolg!


    sam1976

    Eine pauschale Regelung, wer zu viel fehlt, erhält Punktabzug, widerspricht meines Wissens sowohl der VOGSV als auch der OAVO.
    Wenn die Gesamtkonferenz eine Regelung basierend auf § 133 (1) 9. beschließt, darf sie trotzdem nicht pauschal jeden Schüler über einen Kamm scheren. Mit Grundsätzen für eine einheitliche Leistungsbewertung ist nicht gemeint, wer eine bestimmte Zeit fehlt, erhält einen Punktabzug. Formal muss ein Schüler, der in einem Fach eine Stunde anwesend war, sonst entschuldigt fehlt, auf Grundlage dieser Stunde bewertet werden.


    Da wäre es meines Erachtens sogar Pflicht des Schulleiters, den Beschluss überprüfen zu lassen und ggf. aufheben zu lassen.


    Was gesetzeskonform wäre, ist z.B. per Klassenkonferenzbeschluss einem Schüler nur noch die Fehlzeiten zu entschuldigen, wenn eine ärztliche Bescheinigung vorliegt.
    Was hindert aber eine Klassenkonferenz mit entsprechenden Begründungen das bei 1/3 der Klasse zu bechließen?


    Pauschal für ganze Klassen, Jahrgänge oder die ganze Schule darf die Regelung nicht getroffen werden.


    Wer dem Arzt, der Verfasser der Bescheiniung nicht traut, kann das über Schulleitung und Schulamt ja anmahnen, so dass´entweder der Arzt überprüft wird bzw. Schüler zum Amtsarzt geschickt werden. Aber das Fass ist echt groß .... Wer das aufmachen will....

    Prinzipiell ist das Einstellen von Übungsleitern für den Sportunterricht in Hessen ja jetzt schon möglich, ohne eine selbstständige Schule zu sein.
    Ich kann Meike nur zustimmen. Dieses eine Prozent mehr an Stundendzuweisung geht auf Kosten einer zumindest auf dem Papier stehenden Transparenz und Mitbestimmung vor allem der Konferenzen.
    Formal wäre es in einer selbstständigen Schule möglich, bei einer Zuweisung einer Stelle für das gleiche Geld zwei Leute ohne jede pädagogische Ausbildung einzustellen. Wenn sie mangels Ausbildung so niedrig eingruppiert werden, könnte man auf Kosten der Kompetenzen doppelt so viele Leute unterrichten lassen.
    Nur zu welchen Lasten? Ausgleichen muss es dann das Restkollegium, das entsprechend ausgebildet ist, zusätzlich zu dem nicht zu wenigen sonstigen Dienstpflichten.
    Daher kann ich auch nur von einer SES abraten.

    Ich kann Tarjon nur zustimmen. Meine Schulleitung beispielsweise ist zu Beginn der Sommerferien auch schon mal in die Planung gestartet, ohne zu wissen, wie sie 100 Lehrerstunden besetzen soll.
    Es kam auch schon vor, dass während der Sommerferien, nachdem der Plan fertig war, eine Lehrkraft plötzlich woanders eine Planstelle erhielt. "Dumm gelaufen" für den Leistungskurs, den diese Lehrkraft mitten im Laufe der Oberstufe übernehmen sollte.


    Andererseits habe ich es auch schon erlebt, dass ich donnerstags vor Schubeginn einen Stundenplan erhielt und per Zufall am ersten Schultag in ein Fach schaute, um zu merken, dass ein neuer Plan mit anderen Lerngruppen dort lag.
    So viel Verständnis man auch für die Planer haben mag, aber was soll man eine andere Lehre daraus ziehen, als zu warten bis zum letzten Augenblick, bevor ich mir Gedanken und Pläne für Sahanalyse und wie das alles heißt, mache. Nachher habe ich anstatt einer H7 in Mathe plötzlich eine G9 und eine R7 in Physik. Dann kann ich mir meine Planungen ins Archiv, Unterordner "Dumm gelaufen", ablegen.


    Wenn man dann startet, hat man auch deutlich weniger Langeweile, weil ja parallel zur Stundenvorbereitung die Jahresplanung auch stehen muss, von Übergaben und etlichen Konferenzen mal abgesehen. Ich suche da auch noch den Mittelweg. Außer Berufserfahrung, die eine Grobplanung in allen Fächern, allen Schulzweigen und Jahrgängen beinhaltet, ist mir noch nichts eingefallen.
    Aber bei einer kooperativen Gesamtschule mit 3 Schulzweigen dauert es, bis man in allen seinen Fächern alle Jahrgänge und Schulzweige mal durchlebt hat.

    @ WillG:
    Auszug aus dem Hessischen Schulgesetz § 133 (1) 2. Satz:
    Sie [Die Gesamtkonferenz] entscheidet im Rahmen der Rechts- und Verwaltungsvorschriften insbesondere über
    1. Grundsätze der Unterrichts- und Erziehungsarbeit an der Schule, das Schulcurriculum ( § 4 Abs. 4 )
    sowie über den Einsatz von Beratungsdiensten und Beratungslehrerinnen und -lehrern,
    2. Vorschläge für ein Schulprogramm und zur Entwicklung, Gliederung und Organisationsänderung der
    Schule,
    3. die Zusammenfassung von Fächern zu Lernbereichen und die Umsetzung der Aufgabengebiete (
    § 6 Abs. 2 und 3 ),
    4. die Auswahl der Fremdsprache, in die in der Grundschule einzuführen ist,
    5. Art, Umfang und Beginn der Fachleistungsdifferenzierung in der Förderstufe ( § 22 Abs. 6 , der
    Mittelstufenschule ( § 23c Abs. 5 ) und der schulformübergreifenden (integrierten) Gesamtschule (
    § 27 Abs. 2 ) sowie des schulzweigübergreifenden Unterrichts in der verbundenen Haupt- und
    Realschule ( § 23b Abs. 2 ) und der schulformbezogenen (kooperativen) Gesamtschule ( § 26 ),
    6. die Einrichtung eines zehnten Hauptschuljahres ( § 23 Abs. 2 Satz 2 ),
    7. die Einrichtung von Fachrichtungen und Schwerpunkten in beruflichen Schulen ( § 43 Abs. 2 ),
    8. fachübergreifende und fächerverbindende Unterrichtsvorhaben, die sich über einen Zeitraum von
    mehr als vier Wochen erstrecken, unter Beachtung des Schulprogramms,
    9. Grundsätze für eine einheitliche Leistungsbewertung,
    10. die Bildung besonderer Lerngruppen,
    11. Vorschläge für die Verteilung und Verwendung der der Schule zugewiesenen Haushaltsmittel,
    12. Grundsätze für die Einführung zugelassener Schulbücher und digitaler Lehrwerke ( § 10 ) und die
    Auswahl und die Anforderung von Lernmitteln,
    13. Grundsätze für die Unterrichtsverteilung und für die Stunden-, Aufsichts- und Vertretungspläne
    sowie für die Übertragung besonderer dienstlicher Aufgaben,
    14. Vorschläge für den schulischen Fortbildungsplan,
    15. Grundsätze für die Anrechnung dienstlicher Tätigkeiten sowie
    16. Angelegenheiten, die ihr durch Rechts- und Verwaltungsvorschrift zugewiesen sind.


    In 1. heißt es Grundsätze der Unterrichts- und Erziehungsarbeit, wenn Klassenfahrten, Schulfeste, Tag der offenen Tür da nicht darunter fallen, dann vielleicht unter 2., dort ist das Schulprogramm erwähnt, sind die Veranstaltungen dort aufgelistet, keine Chance, 15. gibt es auch noch, man kann über die Grundsätze entscheiden, welche dienstlichen Tätigkeiten angerechnet werden.


    Was Klassenfahrten angeht, wird im entsprechenden Erlass sogar darauf hingewiesen, dass sie ein wichtiger Teil des Erziehungsauftrags der Schule sind, also sind die Grundsätze in der GK abzustimmen.


    Wenn es um Veranstaltungen geht, die gesetzlich nicht geregelt sind, und die Schulleitung will diese "durchdrücken" greigt in Hessen das Hessische Personalvertretungsgesetz mit § 74 (1) 2. Bei Maßnahmen zur Hebung der Arbeitsleistung (also Mehrarbeit) hat der Personalrat ein Recht auf Mitbestimmung.

    Wenn es in den Aufgabenbereich der Schulkonferenz, fällt gebe ich dir Recht, hatte ich nicht im Auge, aber dort sitzen auch Lehrkräfte mit Stimmerecht und können auch eine Mehrheit erreichen, auch wenn sie keine 50 % der Stimmen inne haben, aber Abweicheler gibt es überall...
    Beim Wechsel von einer 5- auf eine 6-Tage Woche trifft das die Unterrichtsstunden und die sind geregelt, aber für diverse Veranstaltungen finde ich leider keine zeitlichen Regelungen...


    Und wenn in der Gesamtkonferenz / Schulkonferenz beschlossen wird, dass zwei Mal pro Schuljahr ein Tag der offnen Tür und zwei Schulfeste ohne Zeitausgleich ausgerichtet werden sollen, dann werden sie aufgrund der Dienstordnung Pflicht inklusive unbezahlter Mehrarbeit.


    Man kann den Zeitausgleich verhandeln, aber man hat kein Anrecht darauf, wenn die Veranstaltungen Teil der Dienstordnungen sind, ohne dass sie Pflicht sind.
    Die Durchführung der Bundesjugendspiele ist in Hessen auch Teil der Dienstordnung und rechtfertigt keinen Anspruch auf Zeitausgleich, es sei denn es trifft Teilzeitkräfte.


    meike: Die Gesamtkonferenz kann doch nach § 133 HSchG beschließen, dass kein Tag der offenen Tür oder Schulfest mehr veranstaltet wird. Dann fallen diese ersatzlos aus.
    Wenn es ein beschlossenes Fahrtenkonzept gibt, in dem in nahezu jedem Jahrgang eine Fahrt stattfinden soll, am besten noch fächerbezogen und klassenübergreifend (Sprache, Sport, ...) hat man auch keine Wahl dank Dienstordnung.
    Aber da die Grundsätze für Klassenfahrten in der GK beschlossen werden, kann man das auch kippen.
    Bei Elternsprechtagen geht dies z.B. allerdings nicht.

    Zunächst ist man als Beamter verpflichtet, die Anweisung auszuführen.
    Als Beamte haben wir ja eien Eid auf die Verfassung gechworen, so dass wir zudem verpflichtet sind, der Schulleitung dies zu remonstrieren, entweder mündlich, wenn es nicht hilft, schriftlich. Ein wenig Diplomatie sollte da schon dabei sein.


    Sollte das alles nicht helfen, under der Personalrat wird ignoriert oder noch schlimmer, bleibt passiv, kann man sich ja mal beim Juristen der Schulverwaltung "informieren", oder beim entsprechenden Dezernenten oder beim Gesamtpersonalrat.


    Auch wenn es immer heißt eine Dienstaufsichtsbeschwerde (DAB) sei formlos, fristlos und fruchtlos, sorgt sie vor allem für die Vorgesetzten der Schulleitung für Arbeit und sind nicht daher sehr beliebt. Zwangläufig muss eine Ermittllung anlaufen, bei er auch die Schulleitung Stellung nehmen muss. (Wieder Mehrarbeit, diesmal für die Schulleitung)


    Wer sich nicht traut, eine DAB alleine zu abzugeben, der Personalrat kann dies tun, aber auch mehrere Kollegen unterschreiben die DAB. Bei der Formulierung sind Gewerkschaften sicherlich hilfsbereit.


    Egal wer nach der DAB recht bekommt, das Klima zwischn SL und dem Personenkreis der Beschwerdeführer wird um einiges kühler werden.
    Man darf aber ein paar Nebenwirkungen nicht vergessen:
    - Die SL überlegt sich das nächste mal genauer, ob sie etwas an dem Regelungen vorbei durchdrücken will, oder nicht.
    - Die SL weiß, dass es rechtskundige im Kollegium gibt.
    - Die Kollegen zeigen ausreichend "Mut", sich für die eigenen Intressen und / oder die der Schulgemeind einzusetzen.

    Ich weiß nicht, wie es außerhalb der Hessischen Grenzen geregelt ist.
    innerhalb gilt zunächst mal die Anwesneheitspflicht für die zu haltenden Unterrichtsstunden und die verpflichtenden Konferenzen gemäß Konferenzordnung, sowie der Elternsprechtag.
    Alles andere, wie z.B. Tag der offnen Tür, Projekttage oder -wochen, Schulfeste sind Veranstaltungen, die stattfinden können, aber nicht müssen.
    Sämtliche aufgeführten Veranstaltungen sind Teil der pädagogischen Gestaltung der Schule und sind folglich erst verbindlich, wenn die Gesamtkonferenz darüber abgestimmt hat und der Personalrat im Rahmen seines Mitbestimmungsrecht zugestimmt hat.
    Dann allerdings ist die Anwesenheit verpflichtend.


    Folglich könnte man auch verhandeln, dass ein Tag der offnen Tür mit entsprechendem Freizeitausgleich verrechnet wird. Wenn eine Schulleitung oder die Schulverwaltung das nicht billigt, stimmt entweder der Personalrat dagegen und / oder die Gesamtkonferenz lehnt mehrheitlich diese zusätzliche(n) Veranstaltung(en) ab. Mit Klassenfahrten kann man übrigens ähnlich verfahren, man muss schauen, dass die Grundsätze für die Fahrten von der Gesamtkonferenz abgelehnt werden. Für Hessische Lehrer ist da der § 133 des Hessischen Schulgesetzes sehr interessant.


    Wer sich beschwert, dass es nur 2 oder 3 Tage sind, der möge sich bitte mal die Dienstordnung für Lehrkräfte und Sozialpädagogen (oder vergleichebare Literatur in anderen Ländern) durchlesen. Erst wenn derjenige ABSOLUT alle Punkte fristgerecht innerhalb seiner Arbeitszeit versieht und sich dann noch über zu viel Freizeit aufregt, darf gerne meine Anwesenheit beim nächsten Tag der offnen Tür an meiner Schule übernehmen. ;)

    Mit Mathe kannst du an einer solchen Gesamtschule, die alles anbietet, allen Schülern "zum Fraß vorgeworfen" werden. Als H&E-Lehrer wird es mit Naturwissenschaften nichts, da dort spezielle Sicherheitsvorschriften gelten. Du würdest ja auch keinen Mathe- und Physiklehrer, der keine Ahnung von einer Lehrküche hat, bedenkenlos dort unterrichten lassen. Spätestens, wenn etwas passiert, dürften einige Köpfe wegen grober Fahrlässigkeit rollen.
    1. Man braucht die entsprechende Befähigung. Wer die nicht hat oder nachholt, handelt fahrlässig,
    2. seitens der Aufsichts- und Fürsorgepflicht von der Schulleitung würde ich als Schulleiter niemals einen nicht qualifizierten in ein Fach mit Gefahrenpotential einsetzen.
    Mit H&E dürftest du an einer Gesamtschule AL-Kurse anbieten. Und viele Schule wären dafür dankbar.

    Schüler dürfen selbstverständlich fordern, dass die Notengebung begründet wird, aber ein Recht, diese schriftlich zu erhalten haben sie nicht. Wenn jemand mit einer Zeugnisnote nicht einverstandne ist, hängt der Vorgang vom Bundesland ab. In HEssen z.B. kann die SL nur die Lehrkraft bitten, die Notengebung nochmal zu überdenken. Sie ist nicht befugt, die Änderung anzuweisen oder dies selbst zu tun. Volljährige Schüler oder bei minderjährigen dessen Eltern müssen sich bei der Schulverwaltung schriftlich beschweren. Die Schulverwaltung darf dann eine schriftliche Begründung bzw. die transparente Notengebung bekommen und unter Umständen die Lehrkraft anweisen die Note zu ändern.


    Wie es in NRW läuft, weiß ich nicht. Andere Länder, andere Sitten.


    Als Klassenlehrer den Mediator "spielen", halte ich für gefährlich, da man, wie schon beschrieben, ganz schnell zwischen den Stühlen sitzt, einmal als "Anwalt" seiner Schüler, zum anderen als Kollege.
    (Ich will die Aufgabe des Klassenlehrers als Vertrauensperson der Schüler nicht in Frage stellen.)

    Die Besoldungsgruppe hängt vom Lehramt ab bzw. welches Lehramt man ausführt.
    Gymnasiallehrkräfte werden in A13 als Studienrat eingruppiert.


    Wie es bei anderen Schulformen aussieht, hängt vom Bundesland ab.


    Die Einstufung hat etwas mit der Vorerfahrung zu tun. Im Allgemeinen beginnt man nach dem Vorbereitungsdienst, wie ds Ref in Hessen heißt :autsch: , mit Stufe 1.


    Wenn man dann einige Jahre "durchgehalten" hat, wird man je nach "Vorerfahrung" höher gestuft.


    Wer vor dem 2. Staatsexamen bereits maßgebliche Unterrichtserfahrung in Form von Vertretungsverträgen usw. gesammelt hat, sollte diese auf jeden Fall angeben und nachweisen. Eine Höherstufung kann unter Umständen erfolgen.


    Zumindest in Hessen hat der Personalrat hier keine Mitbestimmung. Wenn es um angestellte Lehrkräfte geht, hat der Personalrat sowohl bei der Eingruppierung als auch bei der einstufung mitzubestimmen.

    Ich bekomme nächstes Schuljahr (wieder) eine 10. Hauptschulklasse, von denen sich alle freiwillig dazu entschlossen haben, ihren Realschulabschluss binnen eines Jahres nachzuholen. Sie mussten sich ja bewerben.
    Selbstverständlich bin ich für meine Schüler da, respektiere sie, höre ihnen zu, unterstütze sie, berate sie usw. und die Erfolgsquote liegt, wenn es gut läuft, nach einem Jahr bei 50 - 60 %.
    Es gibt viele, die zuverlässig sind, alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen, den nächsthöheren Abschluss zu erreichen und hinter denen stehe ich auf jeden Fall.
    Dann gibt es ca. 25 - 35 % des Jahrgangs, die es mit Pünktlichkeit und Anwesenheit nicht so genau nehmen.
    Wenn dann das Schulamt sich weigert, diese Schüler auszuschulen, obwohl sie z.T. ihre 10 Schuljahre hinter sich haben, welche Konsequenzen soll man denn dann noch ziehen? Das Zeichen gegenüber denen, die zuverlässig erscheinen, ist ja dann auch mies.


    Bei Absentismus wird z.B. verlangt:
    1. mehrere Schulbesuchmahnung verschicken;
    2. Gespräch mit Schulleitung, Schulpsychologe, Klassenleitung, Eltern und Schüler
    3. s. unter 1.
    4. s. unter 2.
    (und das ca 2-3 Mal)
    erst nach merfachen Gesprächen
    5. Antrag auf Bußgeldverfahren einleiten (Bearbeitungszeit ca. 3 - 9 Monate)


    Macht alles Sinn, wenn es sich um Schüler handelt, die noch einige Jahre Schulkarriere vor sich haben. Man muss ja nicht gleich mit der Keule draufhauen. Wer weiß. aus welchen Gründen die Schule aus dem Fokus der Kinder verlorenging.


    Wer aber nur für ein Jahr kommt und dann den Platz nur auf dem Papier füllt, nimmt zusätzlich anderen Bewerbern die Möglichkeit, ihren Realschulabschluss nachträglich zu erlangen.


    Wenn man aber in der eigenen Klasse 5 - 10 Schwänzer hat, wie soll man sich da aufs Kerngeschäft konzentrieren, wenn derart viel Zeit für die Schwänzer draufgeht, obwohl die zuverlässig Anwesenden eigentlich die Aufmerksamkeit und Energie verdient hätten? Leider sorgen diese Kinder dafür, dass man phasenweise sehr verbittert ist, wie es in meinen vorigen Posts rüberkam.


    Faszinierend bei der Sache ist die Arbeitshaltung: So negativ wie ich die Zuverlässigkeit beschrieben habe. So kann ich gar nicht ausdrücken, wie positiv die Arbeitsdisziplin während des Unterrichts ist. Daraus schöpfe ich wieder Motivation und Zuversicht.


    Leider ist die Arbeit falsch verteilt. Wir dürften uns nicht schwerpunktmäßig mit den auffälligeren Kindern beschäftigen sondern versuchen eine Gleichverteilung zu erreichen. Wenn ein Kind im Unterricht sich vorbildlich verhält, Topleistungen bringt, so wird es doch eher als "problemloser Mitläufer" betrachtet und man ist dankbar für jeden dieser Art.


    Wie kann man erreichen, dass man sich als Lehrkraft um jeden gleichermaßen bemühen kann?
    1. kleinere Klassen
    2. geringere Unterrichtsverpflichtungen
    3. Arbeitszeit für Förderung und Forderung
    4. Reduzierung der "sonstigen" Dienstpflichten
    5. schnell zur Verfügung stehende externe Unterstützung bei Kindern, die für uns eine Herausforderung darstellen


    Solange Legehennen eine stärkere Lobby haben als Kinder und für betrügende Autokonzerne und zockende Banken massig Geld locker gemacht wird, im Gegensatz zur Erziehung und Bildung, bringt die Erkenntnis nichts, dass die einzig wahre Zukunftssicherung in der Erziehung und Ausbildung unserer Kinder / Jugens ist.


    Erst wenn seitens der Gesellschaft ein Umdenken erfolgt, dass unter anderem Milliarden in die Hand genommen werden müssen, damit eine Bildung und Erziehung adäquat und wertschätzend verläuft, können wir hoffen, dass wir unsere nachfolgenden Generationen gut vorbereiten können.
    (Mit Wertschätzung meine ich nicht das Gehalt / die Besoldung von Lehrern, sondern das Schaffen von mehr Lehrerstellen, damit Klassen kleiner werden usw., Gebäude qualitativ ähnlich hochwertig sind, wie manche Bankentürme, das Unterrichtsmaterial modern und in ausreichender Zahl vorhanden ist, ....)

    Bei neuer Kritik:
    1. Bitte geben Sie es mir schriftlich.
    2. Bitte geben Sie es mir schriftlich, damit ich es rechtlich prüfen lassen kann.
    3. Bitten geben Sie mir es schriftlich, damit ich rechtlich dagegen vorgehen kann.


    Bei aller Sorgfaltspflicht eines Schulleiters, hat er zusätzlich noch eine Fürsorgepflicht seiner Untergebenen auzuüben.
    Wenn so eine Kritik "öffentlich" in einer Konferenz fallen sollte, freundlich aber bestimmt darauf hinweisen, dass man das auch unter 6 Augen besprechen könnte. Bei Dienstgesprächen sollte man eine Vertrauensperson mitnehmen, egal ob Mama, Personalrat oder Anwalt. Danach sich das Protokoll des Gesprächs geben lassen und ggf. eine Stellungnahme dazu abgeben und daruf bestehen, dass die auch in die Personalakte kommt.


    Aufpassen, dass Schulleiter nicht die Noten dann auch tatsächlich ändern, denn in Hessen darf dies nur vom Schulamt aus gehen!

    Leider hört man immer wieder, dass Vorgesetzte einen mit der Lebenszeitverbeamtung erpessen wollen. Prinzipiell hat man bei Dienstgesprächen eine Anspruch,eine Person des Vertrauens mitzunehmen. Das kann der Personalrat sein, das kann aber auch ein Rechtsanwalt sein.
    Spontane Dienstgespräche muss man nicht zwangsläufig führen. Man kann bitten, einen Termin zu vereinbaren und im Vorfeld das Gesprächsthema mitgeteilt zu bekommen. Über anderes wird dann nicht gesprochen.
    Vorwürfe sich grundsätzlich schriftlich geben lassen. Der Jurist bei der Schulverwaltung wird sich freuen, wenn er sowas prüfen soll. Erst recht, wenn sich so Nichtigkeiten häufen.


    Der Personalrat hat das Recht, Personalversammlungen einzuberufen, bei der es z.B. um die Umgangsformen und den Umgangston euerer Schulleitung geht und (in Hessen) darf der Schulleiter dabei nicht anwesend sein. Zu der Personalversammlung dürfen auch eine oder mehrere Gewerkschaften und andere Experten dazugeholt werden, um ein weiteres Vorgehen zu beraten.


    Werden Hausmeister und Sekretariat genauso behandelt? Wie sieht es beim Schulelternbeirat aus? Auch von den Eltern der Schüler kann man im Zweifelsfall Unterstützung bekommen.


    Abgelehnte Fortbildungsanträge aufheben und ins Portfolio heften, als Nachweis, dass man fortbildungswillig ist.


    Wenn alles nicht wirkt, sich auf das Kerngeschäft zurückziehen. Klassenfahrten, Projekte, Ausflüge auf ein Minimum reduzieren oder ausfallen lassen. Wenn nahezu alle nur noch das tun, was sie unbedingt müssen, dann fallen Profile weg, die Schülerzahlen sinken.
    Dienst nach Vorschrift ist für eine erfolgreiche Schule tödlich. Man sollte sich nicht durch seine Leidenschaften erpressbar machen lassen.


    Wenn es genug Kollegen gibt, die sich da zusammentun, jeder einen Versetzungsantrag stellen. Dieser müsste nicht mal begründet werden, aber wenn plötzlich sich das gesamte Kollegium versetzen lassen will, wird die Schulverwaltung sich bei der Schulleitung erkundigen. Wenn Gesamtkonferenzanträge der Schulleitung nicht mehr angenommen werden (geheime Abstimmung ist auch da möglich), und die Sachen werden trotzdem gemacht, begeht die Schulleitung eine Dienstpflichtsverletzung.


    Jeder Bürger kann sich mittels einer Dienstaufsichtsbeschwerde über jeden Beschäftigten im öffentlichen Dienst beschwerden, wenn man unfreundlich behandelt wurde.
    DIenstaufsichtsbeschwerden können auch vom Personalrat oder dem gesamten Kollegium eingereicht werden, und zwar direkt bei der Schulverwaltung, nicht auf dem Dienstweg.

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