Beiträge von Caro07

    Mit den gymnasialen Angeboten kann ich dir zwar nicht weiterhelfen, aber bei FIBS bringen mir die regelmäßigen Nachrichten per Mail viel. Da ist man immer auf dem neusten Stand.

    Man kann dort einstellen, in welchen Fächern, in welchen Schularten und von welchen Anbietern man über Fortbildungen per Mail informiert werden möchte.
    Mehrfachnennungen sind durch bestimmtes Anklicken (bin ich mit der Zeit auch erst daraufgekommen) möglich.

    @ Miss Jones
    Für mich sind das zwei paar Stiefel. Natürlich gibt es die Erfahrungswerte, dass man in bestimmten Gruppen gehäuft gewisse Verhaltensweisen beobachten kann.
    Aber kann man daraus Vorurteile ableiten? Jedem Lehrer sollte klar sein, dass man Schüler nicht gleich in Schubladen stecken kann und vor allem daraus keine festgezurrte Meinung ableiten kann.
    Fatal wäre, wenn man solchen Schülern vermitteln würde, du kommst eh aus dieser Gruppe, um dich bemühe ich mich nicht, du kannst das so oder so nicht. Das macht hoffentlich kein Lehrer! Aber auf genau diese Denkweise zielen solche Studien ab.
    Ich habe schon genug Ergebnisse solcher Studien gelesen, die dann genau DAS behaupten, dass nämlich Lehrer vorurteilsbehaftet handeln und Schüler dadurch weniger Chancen haben.

    Mich regt so langsam auf, dass man Lehrern in solchen Studien ständig unterstellt, sie wären gefühls- und vorurteilsgeleitet in ihrer Notengebung und würden sich von Namen in der Notengebung beeinflussen lassen. Damit spricht man Lehrern die Professionalität ab. Wir haben alle studiert und wissen um das Thema.
    Das Beispiel "Kevin" der TE zeigt die Denkweise. Die Namen Lukas und Marco hatte ich schon von angepasst bis auffällig, von bildungsfern bis bildungsnah, Maximilian von sonderpäd. Förderbedarf bis hochbegabt, Ahmad von gut und sehr bildungsinteressiert bis schwach, aber bemüht. Und jetzt?

    Ich glaube schon, dass es einen längeren Bedarf an Grund- und Mittelschullehrern in Bayern gibt.
    Den Lehrermangel an den Mittelschulen haben wir schon seit mindestens 10 Jahren. Der wurde immer durch Abordnungen von Grundschullehrern aufgefüllt, was jetzt nicht mehr geht, weil an der Grundschule sich immer größere Lücken auftun.

    Kurze Ergänzung:

    Einerseits meinte ich ein Wasserwerk (hier wird Wasser aus unterirdischen Quellen hochgepumpt und in einem Zwischenspeicher gebunkert, bevor es ins Wassernetz eingespeist wird) und andererseits ein Wasserkraftwerk, das an einem gestauten Fluss oder einem See ist und Strom erzeugt.

    Der Als- Verlag hatte sogar einmal einen Solarofen zum Selberbauen im Programm. Leider jetzt nicht mehr. Zur Solarenergie bietet er dennoch etwas an, sogar ein Arbeitsheft, das interessant sein könnte, falls das Thema relevant wäre.

    Das Thema "Müll" vermeiden und richtig entsorgen finde ich sehr wichtig. Vor allem, weil Müll in der Landschaft und in den Meeren unser Trinkwasser verschmutzt und die Tier- und Pflanzenwelt nachhaltig beeinflusst.

    Ich erweitere einmal die Themensammlung in Bezug auf Wasser (ist teilweise Thema in der 4. Klasse, aber auch für ältere Schüler interessant):
    Trinkwasserschutzgebiet anschauen und dort ein Wasserwerk besichtigen, Kläranalage und Biogasanalage sind interessant, aber grenzwertig. Alles das kann man kostenlos besichtigen.

    Für den Klimawandel ist eigentlich unser Wohlstand verantwortlich. Damit können wir nicht punkten. Eine Müllverbrennungsanlage finde ich interessant, zumal diese viele Filtersysteme eingebaut haben um die Luft reinzuhalten.

    Zum Thema "Umwelt" fällt mir noch die umweltfreundliche Stromerzeugung ein. Nicht viele afrikanische Länder haben bisher die Solarenergie für sich entdeckt. Vielleicht gibt es in dieser Beziehung etwas, was sich lohnt anzuschauen? Jemand, der Solarautos und Photovoltaikanlagen vorführen und demonstriern kann? Gibt es ein Wasserwerk in der Nähe? Das kann man auch kostenlos besichtigen.

    Ich beziehe mich jetzt einmal auf die Frauen:
    Interessant in diesem Zusammenhang ist vielleicht dieser Artikel:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturges…er_Menstruation

    Interessant finde ich in dem Artikel, dass die menstruierende Frau in unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich gesehen wurde - vom Positiven bis zum Negativen.
    Es gibt in vielen Ländern auch heute noch Handlungsbedarf für Frauen in dieser Beziehung. Teilweise werden sie während der Menstruation von vielem ausgeschlossen, weil sie tatsächlich als "unrein" gelten (das hat wohl kulturgeschichtliche Hintergründe) oder es fehlen die Hygieneartikel. Da findet man einige Artikel darüber, wenn man entsprechend googelt.

    Faktisch haben wir aber kaum Mittel, die Jugendlichen an ihrem Tun zu hindern.

    Meine Erfahrungen in der Sekundarstufe sind zwar schon länger her. Aber: Habt ihr kein Suchtpräventionsprogramm, das in regelmäßigen Abständen durchläuft? Ich denke, so etwas sollte auf jeden Fall Standard sein.
    Wir haben an der Grundschule ein Missbrauchsprogramm, das jedes Schuljahr ein Thema aufgreift, u.a. die Ich- Stärke und das Nein- Sagen und etwas Kleineres zu den Gefahren im Internet mit Elternabend. Das sind Aktionen in Zusammenarbeit mit der Sozialarbeit.
    Zu den Eltern: Ich würde nicht gegebenfalls die Eltern informieren, sondern immer, wenn so etwas auffällt als Klassenlehrkraft ein Elterngespräch suchen. Es sei denn, es sprechen irgendwelche häuslichen Verhältnisse dagegen, die das Ganze noch verschlimmern.

    ich bin Junglehrer und mir gefällt mein Job sowie die Arbeit mit den Jugendichen. Jedoch merke ich immer wieder, dass ich in einen extremen Rollenkonflikt gerate.

    Diese Sätze erinnern mich daran, wie ich einmal angefangen habe. Ich war in den Anfangsjahren eher in der Hauptschule. Da ging es mir ebenso, dass ich große Schwierigkeiten hatten, zu Schülern eine Distanz aufzubauen. Der Altersunterschied war nicht dermaßen groß und ich hatte einen Bruder in dem Alter und kannte diese Altersgruppe durch eine ehrenamtliche Tätigkeit, wo das Vertrauen da war.

    So dachte ich als junge Lehrerin aufgrund dieser Erfahrung, dass die Schüler aufgrund meines Alters zu mir mehr Vertrauen hätten als zu älteren Lehrern. Das habe ich völlig falsch eingeschätzt. Es war eher so, dass sie mein Rollenproblem bemerkt hatten und das ausgenutzt haben.Vertrauen hatten sie eher zu älteren Lehrern oder ihrem Klassenlehrer.
    Ich denke, es macht einen Unterschied, ob man mit Jugendlichen in einem anderen Umfeld arbeitet oder ihnen als Lehrkraft begegnet.

    Was will ich mit dem Beispiel sagen? Ich kann deine Lage gut verstehen. Allerdings halte ich, wie schon erwähnt wurde, dein Ansinnen, dass du die Schüler in der Problematik eher erreichen könntest als eine Fehleinschätzung.
    Besonderen Zugang zu Schülern haben Menschen, die das ausstrahlen, unabhängig vom Alter. Nicht umsonst gibt es Vertrauenslehrer. Bei uns an der Grundschule haben die Schüler teilweise Vertrauen zur Klassenlehrerin. Der Hit der Vertrauensleute ist aber unser Sozialarbeiter.

    Unter den Tisch kehren würde ich das Problem nicht. Ich kenne es auch von Elternseite. Alle Eltern machen sich Sorgen, ob ihr Kind als Jugendlicher nicht doch einmal unter die Räder gerät und vor allem ob es bei einer Erfahrung bleibt. Wir hatten hier im Dorf einmal ein größeres Problem, wo Drogen auf dem Spielplatz von Erwachsenen unter Jugendlichen vertickt wurden. Das dauerte ewig, bis das herauskam. Da wurden bis dahin angepasste Mädchen involviert. Für die Eltern ein Riesenschock und viel Arbeit, ihr Kind wieder da rauszubringen. Wie schon andere vorgeschlagen, solltet ihr euch an der Schule mit dieser Thematik beschäftigen und auch zusätzlich an die betroffenen Eltern denken.

    Danke, dass ihr euch so viele Gedanken macht. Da sind viele Tipps dabei, die ich verwerten kann. :top:

    Zu meiner Motivation für Paul Maar: Meinen Kindern habe ich einige Samsbände vorgelesen und war selbst begeistert. Das kleine Känguru und der Biberburgbaumeister von Anne Maar gehörte auch zum Repertoire. Irgendeiner 4. Klasse habe ich den Galimat vorgelesen. Ich selbst habe mir einen Gedichtband und die skurilen Märchen im Hinblick auf den Unterricht angeschafft. Paul Maar ist einer der bekanntesten Kinderbuchautoren. Warum sollte ich ihn nicht einmal zum Thema machen? Die Bücher, die ich verwende (und deswegen ist das meine Schwerpunktfrage hier, damit ich eine Vorauswahl treffen kann), kann ich im Vorfeld selbst (dosiert überfliegend) lesen. Die Lesenacht mache ich erst am Ende des Schuljahrs und das ist im Juli.

    Ein Buch ist grundsätzlich ein gute Idee. Doch ich möchte das bewusst nicht machen. Der Grund: Wir gehen im monatlichen Abstand in die örtliche Bücherei. Dort leihen sich die Kinder ein altersgerechtes Buch aus und stellen es dann nach 4 Wochen der Klasse vor. D.h.: meine Klasse ist "gezwungenermaßen" fast zwei Schuljahre lang immer mit einem Buch befasst. Ich sehe, was ausgeliehen wird und was nicht. In der 3. Klasse wird von den Klassikern Kirsten Boje schon eher (das ... schwein), der kleine Drache Kokosnuss und die Olchis so oder so ausgeliehen. Ein Junge hat Otfried Preussler für sich entdeckt und empfiehlt das seinen Klassenkameraden. (Es ist so oder so interessant, die gegenseitigen "Beratungsgespräche" während der Buchausleihe - wir haben da immer einen exklusiven Termin - zu belauschen.) Paul Maar wird seltener ausgeliehen. Der Trend bei Jungs geht sehr stark in Richtung Fantasy (qualitativ zum größten Teil nicht besonders) und bei den Mädchen zu Tier - bzw. Pferdebüchern. So langsam entdeckt meine aktuelle Klasse das magische Baumhaus.
    An allem, was verfilmt wurde, sind die Kinder nicht mehr so sehr als Buch interessiert, höchstens, wenn der Film neu herausgekommen ist.
    Ein wichtiges Kriterium für gute Kinderbücher ist für mich auch die Sprache. Da muss man bei den neueren Autoren lange suchen. Von diesem Kriterium her ist Maar nicht absolut der Beste, aber nicht schlecht. Von der Warte her siedle ich Otfried Preussler und Michael Ende ganz oben an.

    Wenn man mal 20 Jahre im Beruf arbeitete, kann man "einfach so" eine Stunde aus dem Schrank ziehen.

    Ich arbeite jetzt schon so lange in dem Beruf und habe nicht den Eindruck, dass die Arbeit weniger geworden ist. Das Drumherum ist mehr geworden, Inhalte müssen neu durchdacht und neu didaktisch aufbereitet werden.
    Am Anfang (bis auf die Referendariatsjahre) konnte ich noch nicht alles ausarbeiten, weil mir die Zeit fehlte, das mache ich immer noch.
    Als ich anfing, haben wir noch Matritzen von Hand und mit der Schreibmaschine geschrieben. Inzwischen bin ich über die zusammengeschnippelten Kopiervorlagen bei der Digitalisierung angekommen.
    Seitdem ich mit Computer und Internet arbeite, sind die Unterrichtsvorbereitungen aufwändiger geworden. Da baut man dann noch irgendetwas zwecks Motivation ein oder differenziert.
    Jetzt bin ich in der Phase, dass ich so viel habe, dass ich die Materialien teilweise suchen muss bzw. Zeit aufwende sie zu finden. Ich habe mir vorgenommen, nichts mehr auszuweiten und werfe im Gegenzug weg.
    Da inzwischen auch die Schule, an der man arbeitet, perfekt funktionieren muss, ein Schulprogramm hat, Konzepte ausgearbeitet werden müssen, hat man da immer eine Menge außerunterrichtliche Arbeiten für seine Schule zu erledigen. Früher ging das alles nicht so geplant und spontaner. Aber komischerweise hat das auch funktioniert.

    Vielleicht zur Verdeutlichung:

    Ich möchte kein ganzes Buch lesen.
    Sondern: an jeder Station liegt ein anderes Buch von Paul Maar, evtl. auch doppelt, je nachdem, an wie viele Bücher ich komme. Die SuS bekommen dann Aufträge, etwas herauszufiltern. Das Sams würde ich auch mit in die Station nehmen. Die Aufgaben sollten so in 10-20 Minuten machbar sein.

    Z.B. hätte ich gerade spontan eine Idee für Onkel Florians fliegender Flohmarkt:
    Lest S. 211/212. Schaut euch die Wörter auf den nächsten 7 Seiten an. Gestaltet ein neues Wort wie auf diesen Seiten.

    Oder: Ich scanne Bilder von den Büchern heraus und sie müssen sie in den Büchern suchen und aufschreiben, wie die Personen heißen. Bei Astrid Lindgren gab's auf dem AB immer erst eine kurze Zusammenfassung vom Inhalt des Buches. Z.B.: In einem tiefen dunklen Wald, da gibt es ein Bild von den Füßen eines Monsters, das Bild könnte man suchen, dazu kann man gut Fragen stellen, die durch das Erlesen dieser Seite beantwortet werden können.

    Ich möchte so 8- 10 Stationen machen lassen. Immer 3 Schüler arbeiten in einer Gruppe. Längere Stationen möchte ich doppelt anbieten. Durch Sammeln der Bücher und Ausleihe bei Büchereien in der Umgebung werde ich wohl an das Buchmaterial kommen. Außerdem habe ich privat welche.

    Herr Bello und das blaue Wunder habe ich noch nicht angeschaut. Ich habe einen Folgeband.

    Liebe Mitglieder,
    es geht um eine Lesenacht für die 3. Klasse.
    Bisher habe ich verschiedene Bücher von Astrid Lindgren genommen, diese im Schulhaus verteilt und zu diesen Büchern einzelne Aufgaben gestellt wie z.B. Karte gestalten, Fragen beantworten, Hauptfiguren charakterisieren, Rätsel lösen, etwas basteln, etwas anmalen, etwas über die Autorin und ihre Bücher erfahren usw.
    Für Astrid Lindgren gibt es viele Anregungen. Diese Lesenacht habe ich fix und fertig.

    Schon lange reizt mich, so etwas zu den Büchern von Paul Maar zu entwickeln. Dazu gibt es als Grundlage nur die "Literaturwerkstatt Paul Maar" vom Westermann.
    Das Sams kenne ich natürlich, das kleine Känguru und den Galimat. Nachdem ich mich jetzt mit weiteren Büchern von ihm beschäftigt habe und mal so drübergelesen habe, habe ich gemerkt, dass es eigentlich gar nicht so viele geeignete Bücher gibt und Paul Maar einen etwas skurilen Humor hat. Lippels Traum scheint für Ältere zu sein. Andere Bücher sind eher einzelne fantastische Geschichten oder für jüngere Kinder und der Hund Bello ist auch - wie ich hineingeschmökert habe - im Fantastischen anzusiedeln.

    Frage 1: Hat jemand von euch Erfahrung mit verschiedenen Büchern von Paul Maar (Sams ausgeschlossen)? Wie kommen die bei Drittklässlern an? Ich möchte schließlich die Kinder zum Lesen von Büchern von Paul Maar anregen.
    Frage 2: Hat jemand von euch schon einmal ein Literaturprojekt bzw. eine Lesenacht zu Paul Maar gemacht?
    Frage 3: Kennt jemand noch andere Quellen von Anregungen? (außer Literaturwerkstatt Paul Maar und Material 4 teachers)

    @Anja

    Eine Verständnisfrage:
    Machst du wirklich das große Einmaleins (darunter verstehe ich das 1x1 zwischen 11 und 19) jetzt noch im 3. Schuljahr?
    Oder meinst du das 1x1 mit Zehnerzahlen?
    Da wir im 4. Schuljahr nur noch bis 20 schriftlich dividieren, mache ich das große 1x1 in diesem Zusammenhang.

    Richtigstellung (s.u.): Nach neuem, aktuellen Lehrplan dividieren wir jetzt nur noch schriftlich einstellig.

    Guck einmal in ein Schulbuch, das in NRW zugelassen ist.
    Ich habe mir jetzt einmal aus Interesse Welt der Zahl und Fredo angeschaut.
    Die meisten Themen, die du nennst, kommen auch dort im 3. Schuljahr nicht vor.
    Es würde mich wundern, wenn die schriftliche Multiplikation und Division schon im Tausenderbereich eingeführt werden würde. Da wäre der Zahlenbereich ziemlich klein.

    https://www.westermann.de/artikel/978-3-…-Schuelerband-3
    https://www.cornelsen.de/produkte/9783637018648

    Übrigens werde ich mit meiner Klasse auch nicht alles schaffen, was das Mathebuch fürs 3. Schuljahr vorsieht. Da muss man dann Prioritäten setzen. Bestimmte Dinge kann man noch im 4. Schuljahr machen, wenn wiederholt wird. Dann ist das eben neu für die Schüler. Das ist auch kein Beinbruch. Außerdem gibt es Themen, die kann man etwas oberflächlicher machen und andere muss man gründlicher durchnehmen.

    Ich selbst mache die halbschriftlichen Verfahren nur fürs Kopfrechnen, weil sie spätestens mit den schriftlichen Verfahren out sind. Früher, als ich noch nicht so viel Erfahrung hatte, habe ich die Kinder durchs Halbschriftliche durchgequält. Dann gab es einmal die grundsätzliche Diskussion, ob die halbschriftlichen Verfahren überhaupt sinnvoll sind. In unseren Büchern werden sie inzwischen nicht mehr so ausführlich gemacht wie noch vor mehreren Jahren.

    Ich schreibe jetzt einmal von Bayern:

    - die schriftliche Multiplikation und Division machen wir im 4. Schuljahr
    - die halbschriftliche Multiplikation und Division machen wir ansatzweise (nur, was man für das
    Kopfrechnen braucht) im 4. Schuljahr
    - das große 1x1 machen wir überhaupt nicht (nur eben halbschriftlich bzw. mit Herleittricks), ebenfalls im
    4. Schuljahr
    - die Multikplikation/Divisionen mit 10, 100 evtl. im 3. Schuljahr, schwerpunktmäßig im 4. Schuljahr, wenn der Zahlenraum erweitert ist

    Zu den Größen:
    - Geld wird ab der 1./2. Klasse gemacht
    - Längen machen wir im 3. Schuljahr, wird in der 2. Klasse angefangen
    - Gewichte möglichst auch, kann man aber auch ins 4. Schuljahr schieben
    - Zeit fortsetzen (wird auch im 2. Schuljahr angefangen), wenn noch "Zeit" ist
    - Hohlmaße machen wir im 4. Schuljahr

    Du musst dir also - wenn es jetzt in Bayern wäre - keine Sorgen machen.
    Bei uns dauern die Lehrplaneinheiten immer 2 Jahre.
    Lieber werden die Grundlagen gründlicher gemacht, dann kann man später besser darauf aufbauen.

    Es gibt auch das Buch "Das kleine Wir in der Schule", aber das kenne ich nicht.

    Das " kleine Wir in der Schule" finde ich sehr geeignet. Es geht darum, dass das kleine Wir bei erwünschtem Sozialverhalten immer größer wird und beim unerwünschten klein. Dazu gibt es auf einer Blogseite ein schönes Material. Meine Drittklässler hat das am Anfang des Schuljahrs ziemlich fasziniert.

    Wenn man bei Bilderbüchern die Botschaft herausarbeitet, finden die Kinder diese nicht zu kindisch. Ich habe diese sogar schon in der 4. Klasse schon eingesetzt. Die Prämisse war: Überlege dir, was will uns diese Geschichte sagen...

    Da ich öfter Bilderbücher in der 3. Klasse als Klassenlehrerin zum sozialen Lernen einsetze, kann ich dir darüber hinaus folgende nennen:

    Gemeinschaft:
    Leo Lionni: Swimmy
    Leo Lionni: Pezzettino
    Rob Lewis: Freunde sind stark

    Mittelmaß:
    Lorenz Pauli: Das Beste überhaupt Meerschwein zu sein

    Verschiedenheit und Toleranz:
    Brigitte Weninger: Einer für alle - alle für einen
    Brigitte Weninger: Ein Ball für alle
    Nele Moost: Wenn die Ziege schwimmen lernt
    Julia Volmert: Du gehörst zu uns

    Gerüchte:
    Quentin Greban: Habt ihr schon vom Wolf gehört?
    Kathrin Schärer: So war das! Nein so!

    Den größten Teil der genannten Bücher habe ich schon eingesetzt - allerdings meistens im Gesprächkreis als Gesprächsanlass (bis auf Das kleine Wir in der Schule und Swimmy, die mache ich standardmäßig am Schuljahresanfang in der 3. und 4. Klasse). Da gab es gerade in diesem Bezug Handlungsbedarf in der Klasse.
    Bei Amazon findest du oft Rezensionen zu den Büchern. Für mich ist das eine Hilfe um zu sehen, ob die Bücher für meine Zwecke geeignet sind. Außerdem kommt man dadurch auf weiterführende Hinweise zu anderen Büchern.

    Tipp: Frage erstmal die Klassenlehrerin, ob sie nicht schon ein Buch eingesetzt hat.

    Dazu kommt, dass wir inzwischen an der Grundschule noch so viele alternative Leistungsbewertungen machen, dass die Proben nicht das Nonplusultra sind.
    Ich finde es viel gewinnbringender, wenn Eltern 2-3 mal im Schuljahr zur Sprechstunde kommen und man dann die Wertigkeit der Noten erläutert. Durch die Notenprogramme, wo man den Wert einer Leistungsüberprüfung einstellen kann, wird das Ganze so oder so für Eltern unübersichtlich.
    Man merkt ja als Eltern selbst, wie viel man zuhause dem Kind helfen muss und was es vom Aufgabenverständnis mitbringt.
    Letztendlich geht es um die allgemeine Einschätzung: In welchem Bereich sind die Leistungen meines Kindes zu sehen? Ich als Lehrkraft kann den Eltern in der Sprechstunde eine differenzierte Einschätzung geben. Wir haben viele Einzelnoten und machen Beobachtungen, die wir aufschreiben. Meist decken sich diese im Groben mit den Empfindungen der Eltern. Gerade wir an der Grundschule, die die Kinder fast rundum in sehr vielen Fächern als Klassenlehrkraft haben, machen uns viele Gedanken über die Kinder und sind auch dazu angehalten durch die regelmäßigen Beobachtungen. Wir geben Auskünfte über Arbeitsverhalten in der Gruppenarbeit, Aufgabenverständnis und vieles mehr. Wir kennen unsere Kinder in der Klasse ziemlich gut als Schüler, weil wir eben keine Fachlehrer sind, die von Klasse zu Klasse hetzen müssen.
    Und da kommt es dann wirklich nicht mehr um 3 fehlende Punkte bei einer Mathematikprobe an, über die ich als Lehrkraft den Eltern gerne im persönlichen Gespräch eine Auskunft gebe bzw. dies noch lieber den Schülern, die es betrifft, erkläre. Wenn sich an der Schule in der Bewertung der dargestellten Aufgabe tatsächlich dies eingebürgert hat, dann finde ich sachliche Nachfragen (keine vorwurfsvollen, denn da wird man in eine Ecke gedrängt) der Eltern sogar wichtig als Feedback und als Impuls, eine solche Bwertung grundsätzlich zu überdenken. Wenn mehrere Nachfragen kommen, dann fängt man schon an nachzudenken und sich zu erkundigen, wie andere Schulen das machen.

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