Danke, dass ihr euch so viele Gedanken macht. Da sind viele Tipps dabei, die ich verwerten kann. ![]()
Zu meiner Motivation für Paul Maar: Meinen Kindern habe ich einige Samsbände vorgelesen und war selbst begeistert. Das kleine Känguru und der Biberburgbaumeister von Anne Maar gehörte auch zum Repertoire. Irgendeiner 4. Klasse habe ich den Galimat vorgelesen. Ich selbst habe mir einen Gedichtband und die skurilen Märchen im Hinblick auf den Unterricht angeschafft. Paul Maar ist einer der bekanntesten Kinderbuchautoren. Warum sollte ich ihn nicht einmal zum Thema machen? Die Bücher, die ich verwende (und deswegen ist das meine Schwerpunktfrage hier, damit ich eine Vorauswahl treffen kann), kann ich im Vorfeld selbst (dosiert überfliegend) lesen. Die Lesenacht mache ich erst am Ende des Schuljahrs und das ist im Juli.
Ein Buch ist grundsätzlich ein gute Idee. Doch ich möchte das bewusst nicht machen. Der Grund: Wir gehen im monatlichen Abstand in die örtliche Bücherei. Dort leihen sich die Kinder ein altersgerechtes Buch aus und stellen es dann nach 4 Wochen der Klasse vor. D.h.: meine Klasse ist "gezwungenermaßen" fast zwei Schuljahre lang immer mit einem Buch befasst. Ich sehe, was ausgeliehen wird und was nicht. In der 3. Klasse wird von den Klassikern Kirsten Boje schon eher (das ... schwein), der kleine Drache Kokosnuss und die Olchis so oder so ausgeliehen. Ein Junge hat Otfried Preussler für sich entdeckt und empfiehlt das seinen Klassenkameraden. (Es ist so oder so interessant, die gegenseitigen "Beratungsgespräche" während der Buchausleihe - wir haben da immer einen exklusiven Termin - zu belauschen.) Paul Maar wird seltener ausgeliehen. Der Trend bei Jungs geht sehr stark in Richtung Fantasy (qualitativ zum größten Teil nicht besonders) und bei den Mädchen zu Tier - bzw. Pferdebüchern. So langsam entdeckt meine aktuelle Klasse das magische Baumhaus.
An allem, was verfilmt wurde, sind die Kinder nicht mehr so sehr als Buch interessiert, höchstens, wenn der Film neu herausgekommen ist.
Ein wichtiges Kriterium für gute Kinderbücher ist für mich auch die Sprache. Da muss man bei den neueren Autoren lange suchen. Von diesem Kriterium her ist Maar nicht absolut der Beste, aber nicht schlecht. Von der Warte her siedle ich Otfried Preussler und Michael Ende ganz oben an.