Da ist ein Fehler im System!
Da ist wirklich ein Fehler im System. Man kann nicht alle mitziehen und keine Maßnahmen ergreifen, wie sie aufgefangen werden können. Diese Schüler müssten verstärkt auf ihrem Niveau beschult werden.
Ich verstehe auch das Problem des Sitzenbleibens. Als ich vor ein paar Jahren in der Hauptschule Vertretung gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass gerade die überalterten Schüler ganz schön aufmischen, weil sie altersmäßig nicht mehr in die Klasse gepasst haben und zudem auch als Sitzenbleiber bis auf wenige Ausnahmen dennoch größere schulische Schwierigkeiten hatten.
Ich meine, dass die Schüler, die grundsätzlich schwächer sind, nach anderen Programmen beschult werden müssen. In Bayern hat man die sogenannte Praxisklassen in den Mittelschulen eingerichtet, für SuS, die noch ein (oder zwei?) Schulbesuchsjahr haben und die dann hier besonders auf einen einfachen Beruf vorbereitet werden. Bei uns werden örtlich nur diejenigen genommen, wo es Sinn macht. Das ist zumindest einmal etwas, wenn auch nicht der Idealzustand.
Bei uns in der Grundschule nützt bei ca. knapp der Hälfte der Schüler die frühzeitige freiwillige Wiederholung des 1. oder 2. Schuljahrs. Je später die Wiederholung, desto eher treten die grundsätzlichen Probleme wieder auf. Bei den Schwachen geht das Verständnis und die Merkfähigkeit einfach nur bis zu einem gewissen Punkt.
Fazit: Man muss sich bei der inklusiven Beschulung andere Wege überlegen, wie man die Schüler auf ihrem Niveau durch mehr Personal (ein Lehrer in der Klasse kann das nie leisten) unterstützen kann und das frühzeitig!
Wenn meine schwachen Schüler auf die Mittelschule (= Hauptschule) gehen, dann brauchen sie dort eine gewisse "Sonderbehandlung", sonst gehen sie unter bzw. besteht die Gefahr, dass sie sich zu Verweigeren entwickeln, was man im jüngeren Alter in der Grundschule noch auffangen konnte.