@DeadPoet
Hörverstehen müssten die Schüler schon sehr viel mitbringen, ebenso gewisse Sprachhandlungen.
Vom einem systematischen grammatikalischen Verständnis darf man nicht ausgehen, das ist nicht die Aufgabe vom Grundschulenglisch.
Bitte schau dir den Lehrplan an im oberen Link an. Genau das machen wir und das ist abgedeckt. Unser Buch - Sally - das die meisten verwenden, erfüllt dies und sogar etwas darüber hinaus.
Die LehrplänePLUS der weiterführenden Schulen müssten doch darauf abgestimmt sein! (was vorher nicht war).
Beiträge von Caro07
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Hier vielleicht einmal ein Link, was bei uns erwartet wird in der Grundschule:
https://www.lehrplanplus.bayern.de/fachlehrplan/g…hule/3/englisch
https://www.lehrplanplus.bayern.de/fachprofil/grundschule/englisch/3Irgendwo ist auch der Wortschatz alphabetisch aufgelistet, aber den finde ich jetzt nicht.
Die schwachen Kinder besuchen die Mittelschule. Da geht Englisch ganz langsam los im Vergleich zum Gymnasium. Da mache ich mir keinen Kopf @felis, wenn sie das nicht anwenden können bzw. den Hintergrund nicht verstanden haben. Das verbessere ich beim Sprechen und belasse es dann dabei. Der bayerische Grundschullehrplan in Englisch erwartet das grammatikalische Verständnis nur sehr anfanghaft. (siehe Link). Die Schwerpunkte sollten in der Grundschule eben nicht auf Grammatik und traditionellem Vokabellernen liegen. (siehe Links)
Als man mit Englisch in der Grundschule angefangen hat, hat man schwerpunktmäßig auf das intuitive Lernen im "Sprachbad" Wert gelegt, weil man dachte, dass Grundschüler ähnlich wie Kleinkinder die Sprache so erfassen können. Deswegen wurde empfohlen, viel authentische Bilderbücher herzunehmen und den Unterricht mit action rhymes und songs zu bestücken. Jetzt kam man bei der Überarbeitung der Lehrpläne den weiterführenden Schulen etwas entgegen und nahm auch anfanghaft systematische Elemente auf. -
Vielmehr muss sichergestellt sein, dass die Grundkompetenzen in Deutsch und Mathe nicht darunter leiden.
In Bayern blieb Mathe gleich (5 Stunden in der Woche), Deutsch wurde um eine Stunde verringert (statt 7 Stunden jetzt nur noch 6 Stunden). Das Ganze seit dem Lehrplan 2000, der 1999/2000 eingeführt wurde. Jetzt haben wir den Nachfolgelehrplan, die Stundenanzahl ist gleich geblieben.
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Schnappi, das kleine Krokodil
Mir fällt gerade ein: Man könnte zur Vertiefung "Schnappi" umdichten. Ein Playback müsste zu besorgen sein. War z.B. einmal in der Zeitschrift Grundschule Musik. Ist aber wahrscheinlich nichts für die UB.
Z.B. spontan umgedichtet:
Ich bin Schnappi, das kleine Krokodil,
mach das Maul auf, so weit wie ich es will.
Vorne passt ja so viel rein,
hinten muss es wenig sein.Ich bin Schnappi, das kleine Krokodil,
mach das Maul auf, so weit wie ich es will.
Lies nach rechts und schau hinein,
wird es eng, dann ist es klein.usw. ....
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Wenn ich es mir so überlege, ist der Begriff Schnabel sogar noch verständlicher, der ist nämlich zu oder auf.Im 3. Schuljahr muss man übrigens die Zeichen wiederholen; die Schüler kennen die Zeichen, das ist kein Problem, aber mancher verwechselt kleiner und größer.
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Ich kann jetzt auch nur etwas ins Blaue hineinschreiben, meine Erfahrungen in 1/2 sind schon etwas länger her.
Ich finde die Elemente gut: Krokodil, Türme und dann zum Schluss abstrakte Zahlen.
Ich vermute, dass die Kinder das Gleichheitszeichen so oder so schon kennen. Und keine Ahnung, ob man das in einer Stunde schafft.Vielleicht hast du ein Arbeitsblatt, um die man dann immer entsprechend der Anzahl der Steine ein
Krokodilmaul malen kann.Das Problem des größer und kleiner Zeichens ist ein Leseproblem. Den Kindern muss klar gemacht werden, dass man das Zeichen von links nach rechts liest - wie man schreibt und auch sonst liest.
Ich bin keine Expertin mehr in 1/2, könnte es mir in etwa so vorstellen:
(Nicht ganz ausgereift, aber so in der Richtung, ich hoffe, es ist nicht zu schwer für die 1. Klasse, bin mir nur nicht sicher, wann ich den Sitzkreis machen würde, da es doch bei Erstklässlern lange dauert...)1) Vorstellen des Krokodils in Bezug auf das Maul.
2) Bauen mit AB:
Vielleicht hast du ein Arbeitsblatt, um die man dann immer entsprechend der Anzahl der Steine ein
Krokodilmaul malen kann.3) Du könntest denjenigen, die fertig sind, als Denkaufgabe (Forscherauftrag) geben, wie man die Zeichen nennen könnte. Im anschließenden Gespräch kann man das sammeln und die richtigen Begriffe nennen und visualisieren. Betonen, dass man immer von links nach rechts lesen muss, mit dem Krokodil in die richtige Richtung demonstrieren. Schüler machen Gesten mit den Armen mit und drehen sich in die entsprechende Richtung. (Ich würde ein oder mehrere Schüler in der richtigen Richtung entlang laufen lassen...)
4) Evtl. gemeinsam überlegen (Sitzkreis) bzw. ein Kind demonstriert, wie zwei Türme beim = (natürlich alle Zeichen visualisiert hinlegen) aussehen würden. Das könnte man evtl. auch Kinder in PA überlegen lassen.
5) Diff: Die es gut verstanden haben, bekommen ein abstraktes Blatt mit Zahlen, die anderen nochmals ein Blatt mit Türmen.
Oder: Diejenigen, die es verstanden haben, bearbeiten die Aufgaben ohne Hilfsmittel, die anderen nehmen die Steckwürfel. -
Was ist bei euch für die visuelle Wahrnehmung/Merkfähigkeit in der Freiarbeitsecke?
Hat jemand Erfahrung mit den sogenannten Brainbox- Spielen? Bringen die wirklich etwas für die Merkfähigkeit oder sind das einfache Wissensspiele wie andere auch? (Ich überlege mit die Anschaffung.) -
Vielleicht kannst du mit der Info etwas anfangen:
Unsere Viertklässler (gesamte Klasse mit Lehrer) dürfen jedes Jahr an einem Schnuppertag, der 2-3 Unterrichtsstunden dauert, an der Mittelschule teilnehmen.
Wenn wir ankommen, gehen sie in Gruppen, geführt von zwei älteren Schülern als Tutoren los. Da gibt es dann bestimmte Stationen, die dann nach einer gewissen Zeit wechseln. Teilweise sind es Unterrichtsbesuche, wo sie den Großen über die Schulter schauen dürfen (finden die Schüler sehr interessant), dann wieder Unterrichtsstunden, wo sie mit einbezogen werden. Eine "Station" besteht auch aus einer kurzen Schulhausrallye, ebenso auch der Computerraum, wo sie am Computer irgendwelche Dinge machen dürfen. Sie dürfen auch in Bereiche, die sie nicht kennen, wie z.B. die Hauswirtschaft hineinschnuppern.Wir Lehrer bekommen einen Plan, wo etwas stattfindet und können die einzelnen Stationen besuchen.
Diese Art ist ein Riesenerfolg. Da das die Mittelschule (= Hauptschule) ist, finde ich gut, dass die ganze Klasse eingeladen ist. -
@Wollsocken
Ich möchte mich in die Diskussion nicht so reinhängen, weil ich schon auch sehe, dass Deutsch und Mathematik wichtiger als Englisch sind. Außerdem ist es für mich schwierig, vernünftig zu argumentieren, weil ich persönlich sehr gerne Englisch unterrichte, mich schon öfter in englischsprachigen Ländern aufgehalten habe und mir einbilde, aber auch rückgemeldet bekomme, dass meine Schüler schon das eine oder andere profitieren - ohne Notendruck.
Beurteilen kann ich nicht, ob es Vorteile bringt oder nicht; das müssten die Sekundarstufenlehrer sehen, die vor über 18 Jahren Englisch (in Bayern) unterrichtet haben, wo es noch keinen Vorlauf in der Grundschule gab.
Ich selbst bin schon einiges über 20 Jahre im Schuldienst, kenne die Zeit in der Grundschule, wo es noch kein Englisch gab. Vielleicht beantwortet dies deine Frage nach dem Englischabitur. Näher möchte ich nicht in persönliche Details gehen.
Aber ich gebe den Vorschreibern recht, die das erwähnt haben: Wenn schon Englischunterricht in der Grundschule, sollte er auch eine gewisse Qualität (aber nicht in Richtung pauken) haben. -
Wenn man quasi jemanden zum Test zwingt, finde ich es schon sehr fragwürdig. Wahrscheinlich gab es zu wenig, die die Befähigung hatten, Englisch zu unterrichten.
Ich meine auch, dass die Art, wie es gerade gemacht wird, immer schwieriger wird, weil Englisch teilweise kein Abiturfach mehr ist. Bei mir war Englisch Abiturfach. Einen gewissen sprachlichen Hintergrund sollte man schon bei dem Fach auch in der Grundschule voraussetzen.Ich bekomme in meiner Klasse Englisch so unter, dass die anderen Hauptfächer darunter nicht leiden und meine Schüler mehr als nur "Good morning" und "thank you" kennen. Wichtig ist, dass man im Englischunterricht möglichst oft Englisch redet (wenn es geht, immer, aber manchmal muss man auch übersetzen). Wenn man nach einem Lehrwerk vorgeht, begegnen die Schüler auf vielen Kanälen der Fremdsprache; sie üben bsw. immer wieder englische Dialoge ein.
Aber ich gebe dennoch allen Recht, die sagen, Deutsch und Mathematik müssen Priorität haben.
Zur Aussprache im Englischen bei Lehrkräften: Ich habe da schon alles in der Hospitation in der Sekundarstufe gesehen: Vom starken deutschen Akzent bis zur perfekten Aussprache.
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Liebe Sekundarstufenlehrer,
hospitiert einfach einmal in einem Englischunterricht der Grundschule. Ich habe sowohl im Gymnasium, als auch in der Realschule mehrfach hospitiert. In der Mittelschule habe ich Englisch selbst gegeben.
Ich finde schon, dass die Grundschüler etwas vom Englischunterricht der Grundschule profitieren. Die guten Schüler profitieren natürlich am meisten. Ich hatte schon Schüler, wo aufgrund des Englischunterrichts in der Grundschule die Eltern extra mit ihren Kindern nach London geflogen sind. Es ist eine gute Chance, Interesse für die Sprache und das Land zu wecken.
Wobei ich meine, dass der Beginn in der 3. Klasse reicht. Allerdings finde ich sehr fragwürdig, dass dies auf Kosten von einer Stunde Deutsch in Bayern stattgefunden hat. -
Ich merke das auch, dass viele Kinder mit Migrationshintergrund im Vergleich zu ihren sonstigen Schulleistungen gut mit Englisch zurechtkommen.
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@laleona
Man kann nur nach bestandenem Kompetenztest und der gemachten didaktischen Fortbildung Englisch in der Grundschule unterrichten. Da ist nichts freiwillig.
Die Fortbildung habe ich ebenso vor ca. 15 Jahren gemacht und da hatten wir einen native speaker dabei, der uns die Kniffe der englischen Aussprache beibrachte.
Allerdings wird die verpflichtende Fortbildung etwas zu wenig angeboten, dass manche in die Verlegenheit kommen, schon vorher Englisch unterrichten müssen.
In der Mittelschule wurde es, glaube ich, lockerer gehandhabt, aber da bin ich nicht auf dem neusten Stand. -
Bei uns für die Grundschulen ist der Sprachkompetenztest, wie er heißt, freiwillig, aber anschließend soll man eine Didaktikfortbildung besuchen. Vielleicht gibt es regionale Unterschiede?
Ich habe auch andere Angebote genutzt, z.B. Auslandsaufenthalte (mit Freuden! War wie Urlaub!) - da trafen sich die Hartgesottenen, aber da kann man nicht von mir auf andere schließen.Ich bin so oder so der Meinung, dass man eine Sprache erst dann authentisch vermitteln und dafür begeistern kann, wenn man in dem Land war und das Land sozusagen "erlebt" hat.
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Als man Englisch in der Grundschule in Bayern ab der 3. Klasse eingeführt hat, hat man eine Stunde Deutsch gestrichen. Früher waren es 7 Wochenstunden, jetzt sind es nur noch 6.
Der Vorteil ist, wenn die Klassenlehrerin möglichst alle Fächer unterrichtet - so kann man mit den Fächern jonglieren.
Von unserem Gymnasium, mit dem wir im Austausch stehen, haben wir nicht so viele negative Rückmeldungen wie du @DeadPoet sie schilderst.
Ich gebe dir recht, wenn man Englisch in der Grundschule unterrichtet, muss man einen guten Zugang zu der Sprache haben. Wer Englisch nicht studiert hat, macht eine mündliche Prüfung - ich habe sie schon lange gemacht und kann nicht sagen, was heute geprüft wird. Nicht jeder besteht die Prüfung. Anschließend gibt es eine längere Didaktikfortbildung. Die Aussprache wird besonders vermittelt. Was ich auf den Fortbildungen sehr geschätzt habe, ist, dass dort auch oft native speakers mit dabei waren. Es werden auch Fortbildungen im englischsprachigen Ausland angeboten. Die Angebote wären da. Man muss sie nur nutzen.Dass die SuS mit unterschiedlichem Vorwissen ankommen, kann ich gut nachvollziehen. Auch bei meinen Kolleginnen merke ich unterschiedliche Einstellungen zum Fach und unterschiedliche Herangehensweisen.
Im Grundschullehrplan Englisch sind ein Grundwortschatz und bestimmte Sprachmuster verzeichnet. Es wird allerdings nur gefordert, dass die SuS die englischen Wörter und Sätze richtig abschreiben können und verstehen können. In Tests sieht es dann so aus, dass sie ein Wortangebot bekommen und daraus die Wörter, die sie gebrauchen können, entnehmen.
Wenn man nach einem Buch arbeitet - die meisten von uns arbeiten nach Sally - wird schon viel für das Hörverständnis getan. Von daher verstehe ich nicht, dass die SuS in diesem Bereich keinen Lernzuwachs haben.
SPO: In der Grundschule übt man wesentlich häufiger die Wortarten als die Satzglieder. Mit Nomen, Verb, Adjektiv und Artikel arbeitet man ständig, dazu werden noch Pronomen und Bindewörter an Wortarten gelernt.In einer kürzlichen Umfrage meiner Schüler im Zusammenhang mit dem Lernentwicklungsgespräch nach den Lieblingsfächern gefragt, schrieben fast alle Kinder Sport, Englisch und Musik auf neben anderen Fächern, die sich von Kind zu Kind unterschieden. Am Lehrer kann es da nicht liegen, denn ich unterrichte fast alle Fächer in der Klasse und eben auch die oben genannten. D.h. Englisch machen die Kinder gerne. Das ist doch DIE Chance, den Kindern einen Zugang zu einer Fremdsprache ohne Notenstress zu ermöglichen.
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Zuerst möchte ich mich wiederum bedanken für die Beiträge und die interessante Diskussion. Ihr habt mich darauf gebracht, dass ich an der örtlichen Mittelschule nachfrage wie sie vergleichsweise einen solchen Fall sehen.
Unabhängig von meinem Fall:
Ein gewisser Prozentsatz der Eltern der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (L) war selbst in der Förderschule. Sie wollen nach ihrer Aussage ihrem Kind genau das, von dem du schreibst @Krabappel ersparen, denn sie selbst fühlten sich so in der Allgemeinheit. Es lag nicht an der Schule selbst, sondern an der Möglichkeit der Kontakte in der Wohngegend unter Gleichaltrigen und der Scham. Eine Mutter, die sich später weitergebildet hat, hat das so empfunden, dass man ihr Potential für die Hauptschule an der Förderschule nicht gesehen hatte.
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Danke für die bisherigen konstruktiven Antworten.
@lamaison
Die Beratungslehrerin wird in diesem Fall nicht kommen, da das Kind einmal in der Woche eine Stunde vom MSD betreut wird. Der MSD hat die Tests gemacht, die er für die Fragestellung für notwendig erachtete. Würde ich jetzt noch die Schulpsychologin (das ist die 3. Möglichkeit) einschalten, ohne dass LRS oder ein anderes Problem ansteht, das der MSD nicht überprüfen kann, würde ich dem MSD in den Rücken fallen, denn der MSD macht die anderen Tests, die die Schulberatung macht (außer LRS und Dyskalkulie) genauso.
Ich habe noch mehr Kinder mit sonderpäd. Förderbedarf in der Klasse - wie auch bei diesem Kind haben sich die Eltern bei der Einschulung entschieden, das Kind in eine Kooperationsklasse der Grundschule zu tun statt ins Förderzentrum. Kooperationskklassen sind quasi auf dem Papier inklusive Klassen mit verstärktem Anteil an L- Kindern. Ursprünglich hat man solchen Klassen mehrere Stunden Doppelbesetzung versprochen, inzwischen sind wir bei max. 2 Stunden in der Woche.
Nur jetzt kam eben neu bei diesem Kind das mit dem IQ- Wert auf. Der betreuende MSD sieht dieses spezielle Kind als Grenzfall an mit Tendenz Richtung Förderzentrum, meine Kollegin, die das Kind in Klasse 1/2 hatte, sieht den Verbleib in der Grundschule, meine Schulleitung trägt sich mit dem Inklusionsgedanken und beide Elternteile tendieren im Augenblick in unterschiedliche Richtungen und ich versuche einfach noch Punkte zu finden. -
@Krabappel
Der Vorschlag war, dass man es im Förderzentrum in die 2. Klasse zurücksetzt. Anscheinend wäre da aktuell noch Platz und es würde gehen. Der MSD sah den Test als ausschlaggebend an, nicht die Noten.Würde das in deiner Meinung etwas ändern bzw. sähst du da eher Chancen für einen besseren Start in der Mittelschule?
Bayern hat schon auch einen Ausweg für schwächere Schüler in der Mittelschule. Sie können, wenn sie keinen Hauptschulabschluss erreichen können, freiwillig auf Antrag im 8./9. Schulbesuchsjahr eine sg. Praxisklasse besuchen, die in einen Beruf führen soll.
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Der sonderpäd. Förderbedarf im Lernen besteht darin, dass man - theoretisch - Unterstützung für das Kind durch den MSD und /oder eine 2. Lehrkraft bekommt. Welche Entwicklungsrückstände das Kind hatte, damit habe ich mich nicht genau beschäftigt bzw. ist es auch nicht genau ausgeführt. Es tat sich einfach in allen Sachen schwerer und hat zudem mittlere Konzentrationsprobleme.
Wenn das Kind einen überdurchschnittlichen, mehrstündigen Lernaufwand in Lernfächern (HSU z.B.) betreibt, schafft es noch eine 4. Es war aber auch schon so, dass bei einem etwas schwierigen Thema trotz hohem Lernaufwand eine 6 herausgekommen ist. Das 1x1 kann es sich nicht merken und die Herleitung klappt aufgrund des nicht Durchdringens nicht. Das sind die negativsten Punkte. Im Lesen ist es bei ungeübten Texten eines der schwächsten der Klasse, bei geübten Texten gehört es zum Mittelfeld.Die Kinder werden zielgleich unterrichtet. Zieldifferent unterrichtet zu werden heißt das Klassenziel nicht erreichen. Das muss man sich in Bayern schon überlegen. Leichtere Proben darf man den Kindern nicht geben. Entweder ohne Noten oder mit Noten wie die anderen auch.
Der Hintergrund meiner Eingangsfrage war eher, welche Chance hat ein Kind mit diesem IQ auf einer Mittelschule? Hier habe ich wenig Erfahrung. Ich hatte eher Schüler mit einem IQ im Normalbereich, die auf eine andere Weise blockiert waren.
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Vielen Dank für deine Antwort.
Das Kind hat sonderpäd. Förderbedarf seit dem 1. Schuljahr, hat man so im Kindergarten beobachtet. (Da wurde Förderschule empfohlen.) Es ist deswegen in der Kooperationsklasse, die allerdings nur 2 Stunden in der Woche doppelbesetzt ist (wenn ich Glück habe). Es brauchte schon immer viel Unterstüzung, was die Eltern bisher hauptsächlich gestemmt haben. Allerdings existierte nie ein Test. Deshalb wurde der jetzt auf meine Anregung - da die Merkfähigkeit schon auffällig ist- vom MSD gemacht. Derjenige, der für den MSD (mobiler sonderpädagogischer Dienst) bei uns an der Schule ist, hat die früheren Unterlagen mit dem Testergebnis zusammen gesehen und kam zum Schluss, Förderschule wäre geeigneter. Ich selbst bin eben auch nicht so überzeugt, deswegen meine Fragen.
Eine Wiederholung würde in meinen Augen nichts bringen, da man schon merkt, dass das Kind an seine Grenzen stößt. Außerdem hat es mit der Klasse, in der es jetzt ist, eine sozial angenehme, kleinere Klasse erwischt und davon haben wir an unserer Schule nicht allzu viele. In den unteren Jahrgangsstufen haben wir keine Kooperationsklassen mehr, da findet nur sporadisch eine Förderung durch eine 2. Lehrkraft statt. -
@keckks
Danke für deine Meinung.
In Bezug auf Entwicklungsmöglichkeiten: Meine Erfahrung zeigt eher, dass im 4. Schuljahr solche Kinder wegen des allgemeinen Übertrittsdrucks - d.h., das Tempo und die Anforderungen sind erhöht - sich eher im Schnitt um eine Note verschlechtern, was vielleicht kein Beinbruch ist, aber schon eine bestimmte Einstellung zu Noten - ich lasse mich nicht frustrieren - voraussetzt.
Meine Einschätzung ist dennoch, dass das Kind die Versetzungen erreicht (auch in die Mittelschule), da es wahrscheinlich nicht auf einen Schnitt von 5,33 in den Hauptfächern kommt, der zu Nichtversetzung führt.
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