Beiträge von Caro07

    Wenn man die fehlende Enthaltungsmöglichkeit als scheindemokratisch sieht, dann ja.

    Ich wollte jetzt nicht eine Bayernfeindlichkeit provozieren.
    Meine Ausgangsfrage war, ob die fehlende Enthaltungsmöglichkeit gegen eine demokratische Abstimmung spricht oder nicht.
    Rheinland-Pfalz hat das offensichtlich so gelöst, dass die Enthaltungen als Neinstimmen zählen (siehe Beitrag 10). Das empfinde ich auch nicht als demokratischer, erfüllt aber zumindest die Voraussetzung für eine Dreikomponentenabstimmung.

    So weit ich weiß, haben die Schulen mit Sekundarstufen einen Personalrat an der Schule, nur seltsamerweise die Grundschulen nicht.

    vielleicht sollte tatsächlich der PR die Abstimmungen durchführen.

    Ich will euch nicht weiter schocken. An Grundschulen gibt es keinen ÖPR. Außerdem sagt die Gesetzeslage ganz klar, wer die Konferenz und somit die Abstimmung leitet.
    Wir rufen schon "halt", wenn wir uns überrumpelt fühlen. Bei zweidimensionalen Abstimmungen ist die Gefahr der Überrumpelung immer gegeben, weil keine 3 Komponenten abgefragt werden.

    Aber ich beklage mich jetzt nicht über irgendeine Situation bei mir an der Schule, sondern mich stört die Vorschrift, dass es keine Möglichkeit der Enthaltung gibt. Da ist mir die Schule egal, an der ich gerade bin.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies auch in der Praxis so gehandhabt wird. Was sagen die Kollegen aus Bayern?

    An meiner Schule wird es so gehandhabt. Die Merkblätter des Lehrerverbandes BLLV geben der Schulleitung Recht. Ich bin auch einmal gespannt, ob es an anderen bayerischen Schulen anders läuft. Aber zur Zeit sind in Bayern Ferien, deswegen werden aktuell nicht viele Rückmeldungen aus Bayern kommen.

    Übers Protokoll wird nicht zwangsläufig abgestimmt. Wenn jemand etwas dagegen hat, muss er sich äußern.

    Die Abstimmungen laufen schlauerweise so:
    Wenn die Schulleitung ein Ergebnis durchdrücken will, fragt sie zuerst: "Wer hat etwas dagegen?" Denen es egal ist, haben nichts dagegen. Wenn kaum jemand etwas dagegen hat, dann ist der Punkt ohne Gegenprobe angenommen.
    Umgekehrt: Wenn die Schulleitung etwas nicht haben will, fragt sie schlauerweise: Wer ist dafür? Dann melden sich meist nur die, die dafür sind. Wer unenschlossen ist, stimmt erstmal nicht ab.
    Das geht allerdings nur, wenn es viele Unentschlossene im Kollegium gibt.

    In den Lehrerkonferenzen Bayerns ist keine Stimmenthaltung möglich. Man darf nur mit ja oder nein abstimmen.
    So wird es gehandhabt und vom BLLV in seinen Merkblättern beschrieben.
    Im Schulgesetz steht, dass jeder zur Stimmabgabe verpflichtet ist (was immer das auch heißen mag).
    Mich stört das schon lange, weil das in meinen Augen kein demokratisches Abstimmungsverhalten ist.
    Es gibt Situationen, wo man dazwischen steht.

    Was haltet ihr von dieser Regelung?

    Beim Durchlesen des Eingangsthreads kam bei mir das Gefühl auf, dass du zu viel von dir erwartest. Perfekt zu sein ist nicht möglich. Wir sind Menschen und keine Maschinen.

    Einige Gedanken dazu:
    Dir hat das Praktikum Spaß gemacht. Das ist doch ein guter Ansatz!
    Am Anfang des Berufslebens macht man natürlich mehr Fehler als später als Erfahrener. Dazu wird man betreut.
    Kein Mensch ist perfekt!
    Fehler zu machen sind die Chance, sich weiterzuentwickeln. Sein Lehrerleben lang macht man Dinge, die einem im Nachhinein nicht gefallen. Wichtig ist, sich damit auseinandersetzen und danach etwas zu verbessern. Das können auch so Banalitäten wie sein, wie ein didaktisch ungeschicktes Arbeitsblatt eingesetzt zu haben, aber auch, wie man in Zukunft das Herumbrüllen (weil du es oben erwähnt hast) vermeidet. Es gibt so viele konkrete pädagogische Möglichkeiten, die man diesbezüglich ausprobieren kann. Außerdem gibt es für solche Lehrerreaktionen immer ein Verursacherprinzip.

    Den Gedanken, dass du einen Schaden anrichtest, kannst du vernachlässigen. Du hast dein Handwerkszeug und arbeitest danach. Außerdem gibt es verschiedene didaktische Ansätze und da gilt auch der Spruch: Viele Wege führen nach Rom.
    Den Fokus aufs Fördern legen ist einerseits okay, aber da stößt ein Lehrer schnell an seine Grenzen, vor allem, was die individuelle Förderung betrifft. Die muss man sehen lernen. Fördern ist nicht die Haupaufgabe des Lehrers. Bei uns in Bayern gibt es dazu spezielle Förderlehrer, die keine Klassenführung haben und Kleingruppen betreuen.
    Bei der Unterrichtsstruktur, die vorherrscht, muss man immer die Gesamtheit im Blick haben. Dazu schreibt man u.a. Stoffverteilungspläne.

    Suche dir professionelle Hilfe um mit deiner geschilderten Ängstlichkeit klarzukommen, damit du einen anderen Blick darauf bekommst. Für mich sind viele deiner Wahrnehmungen sehr subjektiv. Ich sehe solche Situationen ganz anders. Unangenehm - aber mit dem richtigen Handwerkszeug und der richtigen Einstellung lösbar.

    Ein anderer Gedanke, wenn das Lehrerdasein für dich nicht passen sollte: Wenn du Theologie studiert hast, probiere doch bei deiner Kirche einmal nachzufragen, ob es da eine Möglichkeit gibt zu arbeiten. Wir haben z.B. kirchliche Lehrkräfte, die nur Religion unterrichten und so etwas wie Pastoralreferenten sind.

    Ich nehme an, es handelt sich um 8jährige Kinder. Wie groß ist die Klasse?

    So wie du das schilderst, sind die Kinder außer Rand und Band. Was sagen denn deine Kolleginnen zu der Klasse? Wurde die Klassenlehrerin plötzlich krank? Gab es schon vorher Probleme? Wie vorher schon geschildert wurde, hole dir vor Ort Unterstützung (Rektor z.B.) und befrage KollegInnen.

    Ansonsten ist mir aufgefallen:
    Du hast deine Methoden innerhalb von 2 Wochen sehr schnell gewechselt. Ich würde lange bei einer Methode bleiben und diese versuchen eher durch Konsequenzen durchzusetzen.

    So aus dem hohlen Bauch heraus, vielleicht kannst du etwas damit anfangen:

    Gut hilft bei kleinen Grundschülern:
    loben, loben, loben und zwar einzelne Kinder. Super, dass du das schon schaffst z.B.
    Wenn du mit Lob anfängst, wollen andere Kinder auch gelobt werden. Oder: Mal sehen, wer ....
    Wir hatten einmal einen Thread, da hat - ich meine Krabappel - die Lobstrategien gut zusammengefasst.
    Loben funktioniert besser als schimpfen oder nur strafen in diesem Alter. Mit loben kann man einige Mitläufer gut einfangen. Wenn du schwerpunktmäßig schimpfst, fühlen sich die Schüler abgelehnt und sie sehen dann keine Notwendigkeit, etwas für dich zu tun. Gerade in der Grundschule geht viel über die Beziehung.

    Dennoch wichtig: Sicher und bestimmt auftreten, keinen Zweifel daran lassen, dass du die Chefin bist. Konsequent auftreten. Wer Gegenstände herumwirft, malt ein Bild oder schreibt etwas - je nach Vermögen, warum das gefährlich ist - mit Unterschrift der Eltern. Die Kinder auf die Gefährlichkeit und Verletzungen hinweisen.

    Beim Spiel diejenigen bevorzugen und das äußern, die sich regelkonform verhalten haben. Die Störer müssen länger warten. Erst wenn sie sich ein Weilchen richtig verhalten haben, dann dürfen sie sich richtig beteiligen.

    Ruhige, reflektierende Einzelgespräche mit Kindern finde ich gut - Grundschüler wissen auf die Fragen "warum" keine vernünftige Antwort und sind schnell bei Schuldzuweisungen. Sie sollten vielleicht eher darauf zielen, warum etwas nicht gut ist und wie man das in Zukunft vermeiden könnte.

    Erziehung in der Grundschule ist eine langwierige Arbeit und das geht nicht von heute auf morgen. Ich habe meine neue 3. Klasse (vom Verhalten her allerdings normaler Standard) nach 7 Schulwochen so weit, dass die Klassenzimmerlautstärke und Arbeitslautstärke bei Unterrichtsphasen, wo man reden kann oder muss, sich reduziert hat - mit ständigen Reflexionen und Rückmeldungen. Es dauert!

    Nochmals zum Feurlöschen:
    Die Kerzenbilder, die du beschreibst, kenne ich so ähnlich.
    Da gibt es 3 Möglichkeiten:
    Glas überstülpen (da nimmt man dem Feuer Sauerstoff)
    Docht abschneiden (da nimmt man dem Feuer den Brennstoff)
    Wasser darüber leeren (da nimmt man dem Feuer die Hitze, Entzündungstemperatur, wie immer du das nennst)

    Das Problem ist, dass man vorher schon mit Versuchen zum Verbrennungsdreieck Ähnliches oder dasselbe gemacht hat.
    Ich finde es schwierig, nochmals Löschversuche zu machen, (höchstens das Brauseexperiment oder das, was wollsocken beschreiben hat) denn letztendlich hat man mit den vorherigen Versuchen schon Sauerstoff weggenommen und runtergekühlt (bei brennbaren, nicht brennbaren Stoffen die Materialien ins Wasser getaucht). Also hat man schon 2 Löschkriterien erfahren.

    Im Grundschulbereich gibt es gute Vorschläge von Brandgeschichten und die Art der Löschung, wo man herausarbeitet, welches Kriterium vom Verbrennungsdreieck man wegnimmt.
    Solche Geschichten kann man in Gruppenarbeit oder in Partnerarbeit diskutieren lassen.
    Dann hast du ebenso einen Alltagsbezug. Also so Geschichten, wo die Feuerwehr Bäume fällt, ein Lagerfeuer mit Wasser und Sand löscht oder falsches Verhalten, dass man in einen Papierstapel bläst um ihn "auszupusten" usw.

    Das Thema "Feuer löschen" kann man praktisch am besten bei einem Besuch der Feuerwehr sehen, wenn das demonstriert wird.
    Ansonsten stimme ich den Vorschreibern zu, dass das Verhalten im Brandfall (Absetzen eines Notrufs, wie aus der Gefahrenzone kommen) und auch die Feuerprävention wesentlich wichtiger sind.
    Kinder lasse ich Feuerversuche nur unter strengen Sicherheitsbedingungen machen, der Rest sind bei mir Demonstrationsversuche.
    Bei Fortbildungen habe ich in anderen Zusammenhängen schon Versuche gesehen, wo die Löschwirkung von Brausepulver gezeigt wurde. Das war ungefährlich.
    Bei planet Schule gibt es ein eindrucksvolles Video über einen Löschversuch mit Wasser bei einem Fettbrand.
    Fettbrand
    (Das gab's einmal als längeres Video, habe ich aber nicht mehr gefunden.)
    Planet Schule ist zwar eher für die Sekundarstufe - man kann sich überlegen, ob man den Schülern als Abschreckung das Video zeigen will.
    Hier findest du vielleicht ein paar nützliche Ideen für die Grundschule
    Supra uni bamberg

    Leider gibt es viele Seiten nicht mehr, die es vor der Datenschutzreform im Internet gab. Du könntest vielleicht noch über die Kindersuchmaschine
    Blinde Kuh

    auf kindgerechte Feuerexperimente kommen.

    @erdbeerchen
    Was ist das für ein Fachunterricht und in welchen Stunden (z.B. Randstunden) findet er statt? Wie oft siehst du die Schüler?
    Es macht schon einen Unterscheid, ob man Musik in den Randstunden, Werken oder ein Hauptfach unterrichtet.

    Wenn ich in einer Klasse Fachunterricht habe, erkundige ich mich erst einmal bei der Klassenlehrerin, welches Erziehungssystem sie verwendet. Dieses versuche ich dann ebenso zu machen.

    Ansonsten ist es wichtig, nicht zu oft zu drohen, sondern die Maßnahmen, die man angedroht hat, wirklich gleich durchzuführen. Das ist zwar anstrengend, aber effektiver, wie wenn man zu lange wartet. Eltern stehen bei mir erst dann, wenn andere Sachen in der Schule nicht mehr ziehen.

    Ich arbeite meist mit "Isolieren im Unterricht", indem ich die Schüler dadurch herausnehme, dass ich sie etwas abschreiben lasse. Anschließend erfolgt ein persönliches (Reflexions)gespräch mit dem Schüler, evtl. auch einmal in der Pause. Da ist es auch bei Grundschülern wichtig, wie man da Gespräch führt, um sich den Zugang zum Schüler zu erhalten. Da kommen manchmal erstaunliche Dinge heraus. Wenn man die Klasse neu übernimmt, hat es auch einen Effekt, wenn man andere für das Positive lobt, was man eigentlich von den Störern erwartet. Das geht aber, wenn alles schon verfestigt ist, später schlecht.
    Wenn im Unterricht gar nichts mehr geht, würde ich sie in eine andere Klasse schicken - wir haben an unserer Schule dafür ein Trainingsraumkonzept.

    Darüber hinaus würde ich mir Tipps bei der Klassenlehrerin holen, denn die kennt die Schüler am besten und hat auch die beste Beziehung zu den Schülern.

    Wenn die drei auch so bei anderen auffallen, dann stehst du da nicht allein, dann muss globaler gehandelt werden. Letztendlich fühlen die Drei sich zu dritt stark. Für mich ist das mit eine Aufgabe der Klassenlehrerin.

    Ich hatte in einer 3./4. Klasse auch einmal eine solche Kombination, die aber anders (nicht so störend, sondern im Sozialverhalten anderen gegenüber) aufgefallen sind. Da habe ich mit den Schülern und mit der Zeit mit den Eltern über die Problematik geredet, die alle meinten, die jeweils anderen Jungs hätten einen "schlechten" Einfluss auf ihr Kind. Das war halt das Typische: einer war der obercoole Anführer, die anderen wollten auch cool sein. Das Problem war dann bewusst, mit der Bewusstmachung wurde es mit der Zeit besser. Da ging es dann nicht um Strafen, sondern um Bewusstmachung und das positive Miteinander.

    Ich glaube, es wird einem auch ein Teil des Studiums angerechnet, denn ich weiß sonst nicht, wie ich auf meine Dienstjahre komme.

    Irgendwie werden zwei Arten "Dienstjahre" ausgerechnet - die Jubiläumsdienstjahre und die Dienstjahre, die für die Pension ausschlaggebend sind. Die meisten arbeiten Teilzeit, dann sind die anrechnungsfähigen Dienstjahre geringer als du tatsächlich Schuljahre in der Schule warst. Also Achtung! Wenn es die sg. Jubiläumsdienstjahre sind, ist es Augenwischerei.

    Ein Klassenfest ist höchstens einmal zum Schuljahresende, oft sogar nur alle 2 Jahre. Ich signalisiere den Eltern, dass ich dort keine Aktien in der Gestaltung drinhabe - in der GS gibt es viele Lehrer, die selbst ein Klassenfest organisieren und ein richtiges Programm dazu einüben. Das mache ich nicht gerne, weil nie alle Eltern und Kinder zum Klassenfest kommen.
    Wenn die Eltern wollen, dass ich komme, sollten sie sicherheitshalber mit mir den Termin absprechen. Das Problem ist nämlich, dass die Termine oft über den Kopf hinweg geplant werden und man an dem Tag lieber etwas anderes gemacht hätte.
    Es ist immer ein bisschen schwierig, bei Festen Unverbindliches zu reden, aber in der Grundschule gefällt es den Kindern und auch den Eltern, wenn die Klassenlehrerin da ist. Etwas anderes wäre in der Grundschule komisch. Ich komme meistens etwas später, sofern es nicht in der Schule stattfindet, und nehme mir dann einen rechtzeitigen Absprung vor; dann gefällt es mir und ich bleibe bis zum Schluss.
    Bei den Stammtischen halte ich es auch so, wie Kathie geschildert; ich lasse es offen. Ich probiere es meistens das erste Mal, einmal in der vergangenen 15 Jahren wurde ich schräg angeredet, deshalb bin ich bei dieser Klasse als Konsequenz dann nicht mehr hingegangen. Außerdem fühlen sich, wenn man sagt, man kommt, manche Eltern verpflichtet, weil sie meinen, das wäre ein Ersatz für einen Elternabend und sie erhalten von mir Informationen. Schon aus diesem Grund lasse ich es offen.
    Bei uns sind die Stammtische so oder so am Aussterben und leider durch What'sappgruppen ersetzt.

    @ BalianB79
    Wenn das so ist, dann könnte man in einem Gespräch das doch gut auf die eigentlichen Probleme umlenken, zumindest wäre es ein Versuch wert.
    Wichtig ist, dass Mutter und Tochter aus dem Dilemma herauskommen.
    Wenn der Mutter klar wird, dass durch übertriebene Kontrolle sich das Verhältnis zu ihrer Tochter verschlechtert, wäre viel gewonnen. Man könnte ja dann entsprechende Erziehungsberatungsstellen empfehlen.
    Wenn sich an der Ursache etwas verbessert, dann ist die Schule auch nicht so involviert. Die Schule mit unsinnigen Forderungen zu überziehen ist nur ein Symptom.
    Mit einem Brief, wie Midnatsol vorschlägt, kann man der Person Grenzen gegenüber der Schule aufweisen, aber auch die Fronten verhärten. Der Ausgang ist ungewiss.

    Nachtrag: Ansonsten sehe ich es wie Friesin. Du selbst hast dir nichts vorzuwerfen.
    Es geht um den besten Weg, aus dieser Situationen herauszukommen und den kannst du nach verschiedenen Vorschlägen nur für dich entscheiden.

    Vielleicht noch eine kleine Variante:
    Irgendwie hört sich die Mutter helikoptermäßig an. Sie will genau wissen, was ihre Tochter macht. Da die Tochter ihr das verschweigt, geht sie an die Schule.
    Gibt es da familiäre Hintergründe, z.B. eine aktuelle Trennungsgeschichte der Eltern? Oder Angst, dass die Tocher einen "schlechten" Umgang hat?
    Irgendwie sehe ich in dem Verhalten, wie du es schilderst, gewisse Ängste der Mutter. Ich habe auch schon ängstliche Helikopermütter erlebt, die dann dazu neigen, Schuldzuweisungen auszusprechen. Es muss für sie alles gebacken sein.
    Ich habe dann die Erfahrung gemacht, wenn ich einerseits ein gewisses Verständnis zeige für die Situation (das ich auch habe, weil ich auch die Elternsicht bzw. die individuellen Probleme sehe ) und dann aber den sachlichen Schulaspekt bzw. meine Sichtweise als Lehrkraft anspreche (nicht praktikabel z.B.), dann findet man doch öfter eine Lösung als man denkt (nicht immer, aber oft).
    Mir hilft für mich bei Eltern, die Dinge anders sehen als ich als Lehrkraft der Gedanke, dass Eltern ihre eigene, spezielle Sichtweise haben. Manche haben sogar einen Tunnelblick, da wird es dann schwer.
    Ansonsten bleibt tatsächlich nichts anderes übrig als Lösungen, wie oben geschildert.

    Hallo Naane,
    auch bei uns läuft das ähnlich wie du schilderst.
    Bei uns ist die Hauptaufgabe des MSD (MSD = mobiler sonderpädagogischer Dienst) Beobachtungen, Testungen und professionelle Beratungen von Lehrern und Eltern (hier gemeinsam mit der Klassenlehrkraft durchzuführen.).
    Wenn dann noch Zeit ist, steigt der MSD in die konkrete Förderung mit ein. Jeder von uns ist aber heilfroh, wenn die Sonderpädagogin/der Sonderpädagoge einmal Zeit hat und sich um die schwachen Kinder kümmern kann bzw. diese beobachtet und uns wichtige Details mitteilt. Ich finde es die beste Förderung, wenn der MSD bei Übungsaufgaben die schwachen Kinder besonders betreut oder in einem seperaten Raum mit diesen mit evtl. Hilfsmitteln dasselbe macht und auf ihre besonderen Probleme eingehen kann. Oder: Wenn man in der Stunde gerade mit differenzierten Arbeitsaufträgen arbeitet, die Unterstützung der Schwächeren übernimmt.

Werbung