Das mit den L- Kindern ist so eine Sache. Wenn bei uns die Eltern den Test auf sonderpädagogischen Förderbedarf verweigern, dann sind diese Kinder trotzdem mit in der Klasse.
Ich habe im Augenblick in meiner 4. Klasse ( 27 Schüler) drei getestete, drei nicht getestete, aber eindeutige Schüler mit Förderbedarf im Lernen und ein Kind, das kaum Deutsch spricht und deswegen differenziert werden muss. Das allein sind nur die Kinder, die einen Unterstützungsbedarf im Lernen haben. Andere (Verhaltensauffällige) habe ich auch noch, doch davon rede ich jetzt nicht.
Unterstützung in der Woche: 1-2 Stunden Doppelbesetzung, meistens nur eine. Das ist wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Den anderen Kolleginnen geht es genauso. Wir haben ähnliche Strukturen in den Klassen.
Einige dieser 6 Kinder werden auch in der kommenden Mittelschule (Hauptschule) einen ganz schweren Stand haben.
Wenn ich die Mütter frage, warum sie ihr Kind nicht auf die Förderschule geben, dann gibt es verschiedene Gründe, meistens geht es aber um Kontakt mit ortsnahen Schülern.
Einige Mütter waren selbst auf der Förderschule, sahen sich falsch eingeschätzt und konnten dann nicht mehr zurück oder haben darunter gelitten, dass sie wenig Kontakt im Ort hatten.
Zur Heterogenität:
Ich habe neben den erwähnten L- Kindern mehrere Spitzenschüler, gute und einige mittelmäßige Schüler. (Extrem) verhaltensauffällige und deswegen anstrengende Schüler habe ich drei Schüler. (keine L- Kinder). Der Rest der Klasse ist "normal" - aber nicht "brav". Dazu kommen noch einige, die zeitweise oder immer schlampig sind, denen man ständig hinterherrennen muss.
Also fordern mich vor allem außer der Reihe 10 Schüler und die paar nachlässigen. Es gibt Zeiten, da springt man in dieser Klasse im Quadrat. Und ich bin nicht einmal an einer Brennpunktschule und wir haben einen gemäßigten Ausländeranteil.
Zu den Unterrichtszeiten:
Bei uns geht der Unterricht in den Ganztagesklassen ebenfalls bis 16 Uhr.