Beiträge von Caro07

    Lies dir dazu doch auch noch die Ratschläge in diesem Forum durch:

    Carrot
    9. Februar 2025 14:00

    Ich meine, er muss ja meinen Unterricht nicht mögen, aber was veranlasst ihn, so etwas beleidigendes zu schreiben? Vielleicht ist wichtig zu erwähnen, dass ich ihm Gegensatz zur Klassenlehrerin nicht so streng bin und er sich vielleicht mehr Durchsetzungsvermögen meinerseits wünscht? Also so eine Art Grenzen austesten?

    Darüber würde ich mir jetzt keine Gedanken machen und auch nicht nachfragen. Du machst deinen Stil und gut ist. Prinzipiell würde ich eine klare Linie fahren.

    Dem Kind muss klar gemacht werden, wo seine Grenzen sind, wenn es diese nicht von sich aus erkennt. Wie ich schon oben schrieb, Schülern passt öfter mal etwas nicht. Bei mir haben sicher auch Schüler über irgendetwas gestöhnt, mitbekommen habe ich es dann, wenn es um Hausaufgaben ging.

    Ich würde es versuchen nicht persönlich zu nehmen, aber mit dem Kind reden. Bei so etwas meine ich: "Wehret den Anfängen!" Lässt man es durchgehen bzw. ignoriert man es, dann verschwindet so etwas nicht einfach, sondern das geht dann irgendwie weiter. Das ist schlechter Stil, deswegen muss dem Kind bewusst werden, warum es unhöflich ist, so etwas in ein Englischheft zu schreiben, das die betroffene Lehrkraft einsammelt und sieht.

    Dass man mal über Lehrer schimpft, ist normal, geschieht doch oft zuhause, egal ob es gerechtfertigt ist oder nicht.

    Aber dass man so etwas bewusst in ein Heft schreibt, das die Lehrkraft sieht, hat eine andere Qualität und sehe ich auch als versuchte Beleidigung und Wut an der Lehrkraft ablassen. Hier ist eine Grenze überschritten. Und das muss dem Kind klar werden.

    Ähnlich ist doch auch, wenn die Kinder beleidigende Briefchen, Notizen über Mitschüler schreiben. Das kommt in der Grundschule vor. Da greift man ja auch als Lehrkraft ein. Für mich gehört das zur Erziehungsarbeit.

    Ich hatte heute 8 Kinder gehabt und war zwischendrin echt überfordert...

    Hast du überhaupt Ideen an die Hand bekommen, wie man mit Störungen umgeht? Vom Studium her oder mit Leuten, mit denen du gerade arbeitest? Auch für Störungen in Kleingruppen braucht es Strategien und Regeln, die besprochen werden und umgesetzt werden müssen. Das lernt man mit der Zeit.

    An deiner Stelle würde ich mich mit "Umgang mit Störungen" beschäftigen, Literatur dazu lesen. Man ist dem nicht hilflos ausgeliefert und darauf angewiesen, dass die Kids sich von sich aus an die Regeln halten. Man muss sie dazu erziehen.

    ich bin zu einem Krisengespräch mit der Schulleitung eingeladen...

    Was es nicht alles gibt. Finde ich für eine Grundschule total ungewöhnlich. Schon allein der Begriff. Von außen wirkt eine solche Vorgehensweise auf mich, wie hier kein Vertrauen bestünde, sondern Misstrauen.

    Diese Art von Vorgehen schafft natürlich super Vertrauen zwischen Schulleitung und Kollegium und fördert die Zusammenarbeit enorm. (Ironie)

    Ich habe zwar auch schon einige Konflikte in den Grund- und Hauptschulen erlebt, wo ich war, aber diese wurden weniger förmlich angegangen und besprochen. Letztendlich muss man sich wieder zusammenraufen, damit etwas für die Schule vorangeht.

    Ich wundere mich so oder so, wie das jemand machen kann, was ich seit dem Lehrermangel an meiner Schule beobachte: Da übernehmen Studentinnen oder gerade mal mit dem Studium fertige Leute die Vertretung für Krankheitsfälle oder andere Ausfälle, was zu guten Zeiten die mobilen Reserven (fertige Lehrer, die turnusgemäß drankamen) gemacht haben und die jetzt nicht mehr so üppig gesät sind.

    Die unbedarften Studentinnen steigen voll eigenverantwortlich in den Unterricht ein. Wo schon Vertretungsunterricht für fertige Lehrer eine Herausforderung ist und nicht gerne gemacht wird.

    Die Situation an Schulen wird von Studentinnen, die dann plötzlich eigenverantwortlich in eine Vertretung hineingeworfen werden, völlig unterschätzt. Die, die das machen, sehen es als Erfahrung und die Möglichkeit schon im Beruf etwas Geld zu verdienen. Wahrscheinlich erreicht man dadurch nur, dass einige abspringen. Denn das ist die völlige Überforderung als Vertretungslehrerin einzuspringen ohne Erfahrung und Referendariat, nur die Idealsituationen vom Studium her im Hinterkopf.

    Da gut durchzukommen gelingt nur wenigen und letztendlich sind sie desillusioniert. An meiner Schule hatte z.B. nach einiger Zeit Vertretung der Klassenlehrerin in einer schwierigen Klasse die Studentin dermaßen genug, dass sie erst einmal etwas anderes machte und das Referendariat aufschob.

    Ich hätte diese Vertretungen in dem Stadium der Ausbildung nicht machen können; ich wäre gnadenlos untergegangen und hätte mir wahrscheinlich auch überlegt, ob ich für den Beruf geeignet wäre.

    Deswegen stimme ich state_of_Trance und Seph zu.

    Ansonsten würde ich mich bei der Studienberatung oder beim Arbeitsamt, wie Palim vorschlägt, informieren, was man mit dem Studium noch anfangen kann. Vielleicht wird etwas anerkannt oder kann ein Studium oder eine Ausbildung draufsatteln, wenn man in einem ähnlichen Bereich arbeiten möchte.

    Wir hatten z.B. Refs, die waren Erzieher, haben dann GS studiert, sind in der Praxis nicht klar gekommen und haben dann wieder als Erzieher gearbeitet.

    Vielleicht gibt es im erzieherischen- pädagogischen Feld etwas, was besser zu dir passt.

    Carrot

    du hast das schon richtig erkannt. Das sind alles Geschütze, die da aufgefahren werden um dich zu manipulieren. Mit der Wahrheit hat so etwas nicht viel zu tun. Wahrscheinlich hat die Mutter mit dieser Art schon in ihrem Leben Erfolg gehabt. Ich kenne übrigens Beispiele, wo es auch in diese Richtung ging. In einem Beispiel hat die Schulleitung diesem Elternteil klare Grenzen gesetzt.

    Lass dich sozusagen nicht ins Bockshorn jagen und versuche zu dem Problem Distanz zu gewinnen. Du hast sachlich richtig gehandelt. Wer dich versucht auf der emotionalen Ebene anzugreifen, ist die Mutter. Entweder bewusst oder unbewusst.

    Deswegen, sofort mit der Schulleitung reden und hören, was sie dazu sagt. Vielleicht kann mit Hilfe der Schulleitung dieses Verhalten der Mutter etwas eingedämmt werden.

    Ansonsten finde ich Milk&Sugar s Ratschläge gut. Keine Telefonate mehr mit dieser Mutter, nur noch persönliche Gespräche, wo noch jemand anders dabei ist und ggfs Protokoll führt.

    Im Ref. in BY war es, meine ich, vorgeschrieben, auch so ein Rahmen außen rum. Und alles per Hand (mangels PC). Was haben wir geflucht, v.a., wenn alles schön fertig war und dann der der Rahmen nicht mehr draufging. Aber gehorsam hat man alles mit sich machen lassen.

    Eine offizielle Vorschrift kann ich mir nicht vorstellen, davon habe ich noch nie etwas gehört. Wahrscheinlich war es etwas, worauf die Seminarleitung Wert legte.

    Im Süden muss es auch eine Trauerrand-Vorschrift geben, da ja im WSC auch viele Materialien diesen aufzeigen (Thema, Name, Klasse, Datum).

    Nein, es gibt keine Vorschriften. Das fanden aber viele schön übersichtlich, dass sie es so gemacht haben. Ich würde einmal sagen, es hat sich so eingebürgert. Zumal auch oft die Kopiervorlagen von (bayerischen) Lehrer - Verlagen (pb Verlag, Prögel Verlag, Auer) so aussahen. Mir selbst hat das nicht getaugt und ich habe es anders gemacht, denn mich hat es eher in der Gestaltung eingeschränkt.

    Nun gibt es eine Kollegin, die dieses Fach im nächsten Schuljahr ebenfalls unterrichten möchte. Allerdings erwartet sie, dass man ihr alles erklärt und sämtliche Materialien liefert, ohne dass sie selbst nennenswerten Aufwand betreibt.

    Du empfindest evtl. wegen der ganzen Vorgeschichte, wo sie deine Mentorin war, nicht neutral.

    Unabhängig davon: Ich würde unter diesen Bedingungen (Erwartungshaltung und Forderungen ohne Angebot zum Austausch) mein Material nicht hergeben. Das muss schon anders kommuniziert und sollte nicht eingefordert werden.

    Aber wenn du Material hergibst, dann macht derjenige das draus, was für ihn passt.

    Mit dem Kennzeichnen von Materialien: In der GS hatte jeder so seinen eigenen Arbeitsblattkopf. Oft übernimmt man das Material auch nicht eins zu eins, sondern adaptiert es an seine Vorstellungen. Bei uns ist zwar kein Kürzel drauf, aber je nach Lehrkraft eine andere Kopfzeile.

    Also ich habe mich im Lauf der Zeit dann auch geärgert, dass Kolleginnen immer gerne mein Material genommen haben (mit positiver Rückmeldung), aber von einigen kaum etwas zurückkam. Bei uns ging es jetzt nicht um Hilfe für Unerfahrene, sondern um Materialaustausch. Das habe ich ein paar Jahre mitgemacht. Irgendwann war dann meine Gutmütigkeit bzw. Großzügigkeit zu Ende.

    Mit der Zeit habe ich nämlich mitbekommen, dass ich für andere quasi eine Arbeitserleichterung und ein Freizeitfenster geschaffen habe, während ich das nicht hatte, weil eben wenig oder nichts zurückkam. Zudem hatten sie dann auch noch ein von mir optimiertes Material für den Unterricht in der Hand. Es gab auch welche, die selbst immer wieder super Material und Ideen hatten, gerne von anderen nahmen, aber selbst nur auf Aufforderung, wenn man es zufällig mitbekam, bereit waren, auszutauschen.

    Also habe ich die Konsequenz gezogen und nur noch mit denen ausgetauscht, wo es ein Geben und Nehmen war. Diese Art war wirklich bereichernd und wir haben uns gegenseitig sozusagen optimiert ohne dass wir unsere individuellen Ansätze aufgaben.

    Ich habe mich dazu entschlossen, mich vom Großteil meiner abonnierten Zeitschriften "Grundschule Musik" zu trennen, da ich nun im Ruhestand bin. Alle Zeitschriften sind mit CD. Am Anfang waren es nur Audio-CDs, später - ab Heft 38 - war nur eine CD (CD Rom) angeboten und ab da waren teilweise weitere Materialien und Videos mit darauf. Besonders die Arrangements von Joachim Schlüter fand ich super. Für mich war es eine tolle Zeitschrift mit schönen Anregungen und guten didaktischen Ideen. Der Neupreis im Abo betrug pro Heft anfangs 17,20 €, später 21,50 €.

    Die Zeitschriften selbst haben unterschiedliche Gebrauchsspuren, deshalb unterschiedliche Preise. Bei manchen Zeitschriften habe ich das Zusatzmaterial, das noch weitere Themen behandelte, innen entfernt und das kann ich nur beschränkt mit abgeben.

    Wenn jemand genauer wissen will, welche Themen/Lieder/ Tänze/Musikstücke usw. in den Heften genau abgehandelt werden, dann bitte pn.

    Pro Zeitschrift 4 € plus Portokosten:

    Nr. 26: Tiere in Haus und Hof

    Nr. 28: Zauberei

    Nr. 29: So ein Theater

    Nr. 36: Musik hören

    Nr. 38: Anfang und Abschied

    Nr. 39: Im Verkehr

    Nr. 41: Musik aus anderen Ländern

    Nr. 42: Stars und Sternchen

    Nr. 45: Sport (ohne Zusatzmaterial)

    Nr. 49: Feste, Feiern, Jahreszeiten (ohne Zusatzmaterial)

    Nr. 51: Spannung (ohne Workshop)

    Nr. 52: Verspielt?

    Nr. 54: Afrika

    Nr. 55 Experimentieren mit Musik (ohne Zusatzmaterial)

    Nr. 60: Zeit für Märchen (ohne Zusatzmaterial)

    Nr. 61: Piraten (ohne Zusatzmaterial)

    Nr. 66: Wald (ohne Zusatzmaterial)

    Nr. 72: Weltraum (ohne Zusatzmaterial)

    Nr. 78: Riesen und Elfen

    Pro Zeitschrift 5 € plus Portokosten:

    Nr. 43: Musik erzählt Geschichten

    Nr. 57: 30 Jahre Neue Deutsche Welle

    Nr. 62: Mit Musik ins erste Schuljahr

    Nr. 64: Mittelalter und Renaissance

    Nr. 67: 1001 Nacht

    Nr. 69: Brasilien

    Nr. 70: Kunst und Musik

    Nr. 71: Voll im Takt

    Nr. 80: Zeit

    Pro Zeitschrift 6 € plus Portokosten:

    Nr. 53: Tierisch musikalisch

    Nr. 58: Gefühle

    Nr. 63: Musik und Sprache

    Nr. 74: Wilder Westen

    Nr. 76: Barock

    Nr. 79: Bilderbücher

    Nur weil es etwas schon immer gab, muss es nicht ok sein! Lehrpersonen fangen seit Jahrzehnten auf, was Dienstherren versäumen: Ausreichend Personal (120%) einzustellen und für ordentliche Zeiterfassung / Arbeitsplätze in der Schule zu sorgen.

    Ist mir schon klar. ;) Es ging um die Ausgangsfrage. Vertretungen sind immer zusätzliche Belastungen.

    Hallo alte Oma“ , werde als alte Frau mit Stock( den ich noch nicht habe😎) imitiert. Soll ich das ignorieren, oder den Schülern vermitteln, dass mich solche Äußerungen verletzen?

    "Nimm es mit Humor": Klar, sollte man versuchen die Äußerungen mit Gelassenheit zu nehmen, wie andere Äußerungen der Schüler auch. Aber diese Sache abstellen und wie nirtak schreibt - dagegensteuern auf jeden Fall. Es ist die Frage, wie man es macht. Ich würde jetzt nicht unbedingt den Schülern gegenüber äußern, dass mich diese Verhaltensweisen verletzen, sondern das anders vermitteln.

    Ganz klar: Ich sehe es als eine Respektlosigkeit und Provokation. Das hat nichts mit Humor zu tun. Von Grundschülern schon gar nicht.

    Also kann man es nicht durchgehen lassen und es braucht eine klare Ansage!

    Ich denke gerade daran, dass dann diese Kleinen, wenn man es denen nicht klarmacht, wie sie sich verhalten, lernen, dass sie älteren Menschen in der Öffentlichkeit genauso respektlos begegnen können.

    Wer in der Nähe der Schule wohnte, wurde auch zu Hause auf dem Festnetztelefon angerufen, wenn eine Vertretung benötigt wurde.

    Und wenn es einmal sehr kurzfristig war und man länger für den Weg brauchte, wurde die Klasse so lange mitgeführt oder aufgeteilt, bis die Vertretung kam. Dem Telefonanruf entkam man normalerweise nicht. Als noch nichts digitalisiert war, wusste man nicht, wer anrief.

    Vertretungen gab es schon immer! Normalerweise wird versucht, dies einigermaßen gerecht unter dem Kollegium aufzuteilen.

    treasure

    Du schilderst wahrscheinlich eine Grundschule bis zur 4. Klasse. Ich glaube tatsächlich - und habe das auch aus meinen Vertretungen vor allem in 5/6 an der Hauptschule so gesehen, dass da noch zusätzlich ein Problem kommt. Die Peer group wird da wichtiger und das erfordert noch ein anderes Auftreten, wenn solche Auswüchse vorkommen. Bei meiner Vertretung vor vielen Jahren kamen in der Hauptschule bei mir, unerfahrenen KollegInnen und in Pausen Sachen vor, die hätte ich mir von Grundschülern nicht vorstellen können. Die richtige Reaktion waren stringente Konsequenzen und ein bestimmtes Auftreten.

    Bei Grundschülern bis Klasse 4 kann man über ausgefeilte pädagogische Handlungen oft noch mehr erreichen - natürlich nicht bei allen. Es ist umgekehrt auch falsch, wenn man mit einem Sekundarstufenverhalten versucht kleine Grundschüler zu bändigen, da kommt man nämlich nicht weit.

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