Beiträge von Caro07

    Vielleicht noch zum Stoff, was die Klasse schon gemacht hat:

    Ich habe die Kolleginnen gefragt, wie das schon oft hier erwähnt wurde.

    Also: Wenn in deinem Bundesland noch Ferien sind, aber die Schulleitung erreichbar ist, frag doch vor dem Schuljahresbeginn, ob du eine Kontaktmöglichkeit zu der vorhergehenden Englischlehrkraft oder Parallellehrkraft bekämst.

    Außerdem: Ich habe mir von Schülern am Beginn des Schuljahres Unterlagen geben lassen (Heft oder Ordner), aus denen ersichtlich ist, welche Themen sie behandelt haben.

    Danach habe ich angefangen so grob zu wiederholen und daran gemerkt, was vorhanden ist und was ich noch vertiefen muss. Wir haben an der Schule Sally, dennoch haben sich manche leider nicht ans Buch gehalten. Da konnte ich logischerweise nicht mit dem Buch vollumfänglich einsteigen.

    Fängt in deinem Bundesland Englisch mit Klasse 3 neu an? Dann versuche dir ein Konzept zu besorgen, falls kein Buch da ist. Sally als Orientierung finde ich nicht schlecht. Vielleicht gibt es ja Dokumentenkamera oder besseres an der Schule, wo du das Buch mindestens so benutzen kannst. Vielleicht hat die Schule Mittel, wenigstens für deine Klassen Schulbücher zu besorgen. An manchen Schulen gibt es noch Gelder im Haushaltsjahr dafür. Nur hat sich einfach keiner um Englischbücher gekümmert, weil man sich immer anderweitig beholfen hat und/oder es nicht wichtig genug war.

    ....wurden in allen 4 fächern im staatsexamen geprüft. und das war weit mehr als der stoff, den man im gymnasium lernt (z.b. riesige literaturliste in lit.wi), daher wüsste ich nicht, warum man dann nicht befähigt sein sollte,

    Das ist bei allen Schulfächern, die man fachwissenschaftlich auf Lehramt studiert, so. Nach dem Abistoff geht es weiter. Selbst mein PH- Studium (vor langer Zeit) in Ba-Wü setzte bei meinen beiden fachwissenschaftlich studierten Schulfächern am Abiturstoff an und ging deutlich darüber hinaus.

    @nihilst: (OT)

    Das Studium ist in Bayern immer noch so ähnlich wie du es geschildert hast. Das man im fachwissenschaftlichen Fach mit anderen Lehrämtern in denselben Veranstaltungen sitzt, höre ich immer wieder. Nur ist dein Missverständnis, dass man mit diesem studierten fachwissenschaftlichen Fach, das man in Bayern im Rahmen des Grundschullehrerstudiums studiert hat, - zumindest in Bayern - befähigt ist, an der Realschule oder am Gymnasium zu unterrichten.

    Mit der Mittelschule ist das so ein Ding: Da wird gerne in Bayern nach Bedarf geschaut. Es kann einem als Grundschullehrkraft durchaus passieren, dass man an eine Mittelschule versetzt oder abgeordnet wird. Vor 10-15 Jahren war der Bedarf an den Mittelschulen so hoch und die Grundschule überbelegt, dass einige Grundschullehrkräfte an die Mittelschule abgeordnet oder gar versetzt wurden, teilweise gegen ihren Willen.

    Umgekehrt wird bei den mobilen Reserven munter zwischen den Schularten hin und her vertreten. Das kommt daher, weil ein Schulamt gleichermaßen Grund- und Mittelschulen betreut.

    10 jährige kleben in ihrer Freizeit leidenschaftlich gerne Fliesen

    Zwanghafte Realbezüge sind mir im Mathematikunterricht der Grundschule immer mal wieder begegnet, vor allem bei den Textaufgaben früher. Bei der schriftlichen Division waren Standardtextaufgaben für Viertklässler Texte mit Ratenzahlungen. Da musste man den Schülern erstmal mühsam verständlich machen, was Ratenzahlungen überhaupt sind. Da gab's dann in der Mathematikdidaktik Diskussionen bezüglich des Alltagsbezugs auf die Altersgruppe bezogen. Später hat man in Schulbüchern dann doch eher Texte vorgefunden, die einen Bezug zum Schüleralltag hatten.

    In der Grundschule gibt es auch schöne abstrakte Sachen, die sich rein auf die Zahlen und Ziffern beziehen, z.B. Zahlenmuster. Natürlich steckt da eine Formel dahinter, aber für die Grundschüler hat das einen Rätselcharakter, indem sie das Muster entdecken. Und das spricht den Entdeckergeist an.

    an der ph ist das studium der fachwissenschaften schmaler und dafür mehr pädagogik und didaktik für grund- und hauptschule.

    Das stimmt nicht. Das Grundschullehramt ist ein eigenes Studium und nicht mit Hauptschule kombiniert. Das ist etwas mit SekI.... CDL weiß, wie es genau heißt.

    Früher war es in Ba-Wü tatsächlich so, wie nihilist beschreibt. Jetzt ist es so wie du Zauberwald beschreibst.

    Und natürlich CDL schreibt.

    So oder so ähnlich war es für Grundschullehramt schon immer, nämlich seit das Studium auf der Uni möglich war.

    nihilist: Deine Angaben passen nicht zu Bayern. Man kann nicht einfach Grundschuldidaktik (da fehlen dazu noch die anderen Anteile für das Lehramt) und ein Fach studieren, mit dem man dann am Gymnasium unterrichten kann. Und wenn du das 2. Staatsexamen fürs Lehramt Grundschule hast, dann müsstest du dann vollumfänglich Grundschullehramt studiert haben um überhaupt fürs Referendariat zugelassen zu werden. Ich stimme Zauberwald zu.

    Und: Seit wann geht nur Deutsch fürs Gymnasium und man kann dann das 2. Staatsexamen nach 1,5 Jahren Referendariat machen? Du brauchst immer eine Fächerkombination mit Deutsch.

    Und wie hast du beide Staatsexamen gemacht? Einmal an der Grundschule nach 2 Jahren und dann ans Gymi gewechselt um dort nochmals das Ref durchzuziehen um das 2. Staatsexamen zu machen? (Was so oder so mit nur Deutsch im Normalfall - und ich kenne auch keine Ausnahme -nicht geht.)

    ich habe damals in bayern das unterrichtsfach germanistik zusammen mit gymnasial- und magisterstudenten studiert und dürfte dieses auch in höheren klassen unterrichten.

    das zweite fach an der uni war dann grundschuldidaktik. also wäre ich dann gymnasiallehrkraft mit nur einem fach. das gibt es schon manchmal.

    Und welchen Abschluss hast du in Bayern dann von der Uni her erreicht?

    Ich schreibe es jetzt einmal aus Elternseite: Wenn das bei meinem Kind gewesen wäre, hätte ich mich ungern vor anderen Eltern, die das Klassenbuch auch in die Hände bekommen, blamiert und geschaut, dass in dem Buch etwas Sinnvolles steht. Die Kinder vergleichen weniger, aber doch viele Eltern. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren.

    Zudem ist man am Wochenende zusätzlich gezwungen, etwas Schulisches zu machen und womöglich noch am Sonntagabend, wenn man von seinem Erlebnis, das man dokumentieren will, zurückkehrt.

    Bei mir gab es im 4. Schuljahr, wie ich schon schrieb, meistens einen Erzählkreis um das Wochenende abzulegen und in den Tag zu starten. Wer wollte, konnte etwas erzählen, sollte sich aber spätestens im 4. Schuljahr ein Erlebnis herauspicken und das dann ausführlicher erzählen. Das konnte ganz banal etwas im Alltag sein. Der Hintergrund war tatsächlich noch eine Sprachübung. Das ist nämlich anspruchsvoller als Erlebnisse hintereinander aufzureihen. Wenn es gut erzählt war, waren die einfachen Dinge echt spannend. Zudem stärkte es auch das gemeinschaftliche Gefühl, weil man durch persönlich Erlebtes die Mitschüler besser kennenlernte. Ein paar wenige brachten von sich aus ein Foto mit oder etwas Spezielles, was sie am Wochenende erstanden haben. Ganz zwanglos. 1-2 Nachfragen waren erlaubt. Interessante Beobachtung: Die Viertklässler interessierten sich tatsächlich gehäuft für die Namen der beteiligten Personen oder Tiere.

    Im Nachhinein habe ich von einer Mutter erfahren, die zuhause mit ihrem Kind überlegt und geübt hat, was das Kind denn im Montagskreis erzählt. Da hat sich jemand unnötig Stress gemacht...

    Zu den faulen Lesern: Die haben bei mir am liebsten Sachbücher mit vielen Bildern angeguckt. ;)

    Wenn es als erhebliche Belastung empfunden wird, zwei Korrekturfächer mit viel Oberstufe zu haben (was nachvollziehbar ist), kann es eine Entlastung sein, die Schulform zu wechseln.

    Wenn das in Bayern wäre, müsste man erst 2 Jahre lang eine Umschulung machen, sofern die Fächer anerkannt werden. So locker auf die Grundschule mit ihrer speziellen Pädagogik wechseln geht hier zumindest nicht.

    Den Tipp mit der Grundschule finde ich schon gefährlich. In den vielen Grundschulen geht es nämlich nicht so zu, wie es nach nihilists Beitrag zu sein scheint.

    Die Probleme und Herausforderungen sind an der Grundschule anders gelagert und machen sich vielleicht nicht schwerpunktmäßig an Korrekturzeiten der Arbeiten von korrekturintensiven Fächern wie am Gymnasium fest (wobei in Bayern tendenziell alles korrigiert wird, auch Hausaufgaben). Mal schnell drüberschauen wäre bei meinen heterogenen Klassen gar nicht gegangen. Da hätten die Kinder wenig davon gehabt. Es geht ja auch um Lernzuwachs.

    Es gibt in Grundschulen genug Leute, die zum Burnout kommen. Fast alle meiner Kolleginnen (und auch welche von anderen Grundschulen, die ich kenne) hören früher auf und nutzen das Altersteilzeitmodell, weil sie den Stress nicht mehr aushalten.

    Bei mir war in der Leseecke immer ein sehr großes Kuscheltier, das haben manche Kinder genommen, umarmt, damit geschmust. Aber aktiv habe ich selten ein Tier im 4. Schuljahr eingesetzt, höchstens eine kuschelige Handpuppe wie z.B. die Handpuppe zum Englischbuch.

    Nein, würde ich auch nicht machen. Ich würde kein Klassentier mehr in der 4. Klasse benutzen. Viertklässler sind anders als Erst- und Zweitklässler. Du kannst montags im Sitzkreis einfach vom Wochenende erzählen lassen. Du könntest einen Erzählstein o.ä. zum Weitergeben benutzen. Ein lustiges Stofftier würde vielleicht auch gehen zu Weitergabe, aber nicht als Klassentier. Ich habe unterschiedliche Frisbeescheiben aus Stoff, wo lustige Gesichter draufgemalt waren, benutzt. Die hatte ich einmal zufällig in einem Billigladen entdeckt.

    Ich habe z.B. nicht jeden Montag erzählen lassen, denn mit der Zeit war mir das zu langatmig. Ich habe auch einmal etwas Themenorientiertes gemacht oder bin mit den Kindern anders in die Woche gestartet.

    An meiner Schule bzw. meinem Schulamtsbezirk wissen jedes Schuljahr die Referendare in der 1. oder 2. Woche der Sommerferien ihre Einsatzschule. Wenn die Lehrerzuteilung klar ist, geht die Schulleitung in Urlaub. D.h., die Klassenverteilung ist schon mal am Anfang der Sommerferien festgelegt. Bis zum Schuljahresbeginn kann es geringfügige Änderungen geben.

    Ich würde an deiner Stelle aktiv im Schulamt des Landkreises, für den du vorgesehen bist, anrufen und nachfragen, also die vorgesehene Einsatzschule erfragen. Ich hoffe, es ist zumindest minimal besetzt. Ansonsten würde ich die Kontaktnummer auf dem Schreiben anrufen. Ich finde es, ausgehend von meinem Schulamt, etwas ungewöhnlich, dass du jetzt noch keine näheren Infos hast. Garantie hast du wahrscheinlich erst, wenn das Schuljahr beginnt. Die behalten sich immer Änderungen vor. Meistens sind die Änderungen, die dann noch gemacht werden, geringfügig.

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