In unserem ländlich geprägten Landkreis in Bayern, zumindest im Volksschulbereich, ist es schon sehr auffällig, wie viele der nicht einfach nur Lehrerinnen und Lehrer, also der in Schulleitung, Personalrat und anderen schulischen Funktionen (Medien-, Verkehrsbeauftragte etc.) engangierten Lehrkräfte, auch kommunalpolitisch in der CSU engagiert sind - vor allem die Männer, und da die im MIttelschulbereich (in der Grundschule gibt es nicht so viele). Die sind aber auch alle beim BLLV oder KEG aktiv, in Vereinen etc., sie netzwerken also überall (und sind demensprechend oft in der Lokalzeitung präsent). Dass das Netzwerken dann Pöstchen verschafft, ist gerade der Sinn vom Netzwerken.
Ich kenne es eher umgekehrt: In der BLLV Zeitschrift standen zur Landtagswahl mal Interviews mit Bewerbern der Parteien drin, die alle (nicht aktiv) beim BLLV waren. Das ging quer durch das Parteispektrum: Grüne, SPD, CSU und evtl. FW - FDP weiß ich nicht mehr.
Ich habe noch von keinem BLLV Funktionär (bin dort Mitglied) mitbekommen, dass dieser bzw. diese gleichzeitig parteipolitisch aktiv ist. Wo soll derjenige auch die Zeit hernehmen? Die Arbeit in einem Lehrerverband - und meistens sind viele noch im Personalrat - ist unglaublich zeitaufwändig. Ich hätte es schon aus diesen Gründen nicht machen können, weil ich viel zu sehr in die Schule eingebunden war.