Beiträge von Caro07

    Gibt es dafür nur einen Sachbearbeiter? Ich würde nochmals anrufen, vielleicht triffst du dann auf einen Sachbearbeiter, der dir definitiv helfen kann. Ich habe es schon öfter erlebt, dass es unterschiedlich hilfreiche Sachbearbeiter gibt. Du könntest gleich konkret fragen, wie du am geschicktesten die Unterlagen nachreichen kannst. Manchmal musst du auch Sachen zu Händen an... schicken.

    Wenn du telefonisch keine Auskunft bekommst, dann würde ich eine Email schreiben, die Dokumente einscannen und anhängen (oder das gleich machen, bevor du anrufst). Gleichzeitig könntest du die vergessenen Unterlagen noch schriftlich mit Einschreiben nachschicken.

    Vielleicht funktioniert das auch in der Sekundarstufe:

    - im Vorab zu dem Arbeitsauftrag Ziele (Regeln) der Gruppenarbeit festlegen und auch die Gründe dazu (viele reden gleichzeitig, man muss nachdenken können usw.)

    - heute auf ein besonderes Ziel hinarbeiten

    - als Hilfe eine Rolle zuordnen (siehe Quittengelee) - das wäre der Lautstärkenwächter

    - zu den Arbeitsergebnissen auch den Ablauf der Gruppenarbeit reflektieren

    (- neues Ziel für die nächste Gruppenarbeit festlegen)

    Die Lautstärke in der Gruppenarbeit zu regeln fand ich in Klasse 3/4 sehr schwierig. Ich habe zusätzlich bezüglich der Gruppenarbeit den Gruppen während der Arbeit an der Tafel eine Rückmeldung gegeben, wie die Gruppenarbeit funktioniert. Wenn die SuS sahen, dass sie sich nicht im Plusbereich bewegten, haben sie sich meistens wieder besonnen.

    Geholfen hat auch die Vorstellung nur so laut zu reden, dass man sich innerhalb der Gruppe versteht. Das nannten wir bei der Partnerarbeit die 20 cm oder bei der Gruppenarbeit die 50 cm Regel.

    Zu den Arbeitsergebnissen wurde jedes Mal auch der Charakter der Gruppenarbeit reflektiert: Z.B.: Wie war die Zusammenarbeit? Wie war die Lautstärke?

    Vielleicht sowas, wie ein Gedicht musikalisch gestalten, eine Lesekiste basteln oder ein Schattentheater inszenieren? Bin mir aber nicht sicher, was mit offenem Auftrag genau gemeint ist, vielleicht denke ich in eine falsche Richtung.

    Spontan fällt mir bei diesem Thema auch keine offene Aufgaben mit so richtig unterschiedlichen Ergebnissen (Lösungen) ein.

    Ich kann es mir eigentlich auch nur so vorstellen, dass man einen Text hat, den man unterschiedlich gestalten kann bzw. unterschiedlich gestalterisch vortragen kann. D.h.: man kann den Text in unterschiedlichen Stilen oder mit unterschiedlichen Hilfsmitteln vortragen. Z.B. einen Text in unterschiedlichen Stimmungen vortragen, die offen sind oder einen Text wie schon Quittengelee angedeutet hat, unterschiedlich ausgestalten: mit Hilfe von musikalischen Elementen, Bildern, Theater in unterschiedlichen Varianten, einen Text mit einem Computerprogramm gestalten (da gibt es doch slow motion auf dem ipad...) , gesprochene Texte aufnehmen...

    Die Grundsatzfrage ist, soll es derselbe Text mit unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten sein ? Oder soll das Offene schon in unterschiedlichen, evtl. selbst geschriebenen Texten liegen? Letztendlich sollten die Schüler unterschiedliche Möglichkeiten präsentieren.

    Konkret fällt mir noch ein: Du könntest ein Unsinnsgedicht (z.B. Ernst Jandl, Christan Morgenstern: Das große Lalula usw.) nehmen. Je nachdem, was die Schüler mit der Aneinanderreihung der Silben verbinden, kommen andere Betonungs-Ergebnisse heraus. Als Vorübung dazu würde ich die Schüler geeignete Silbenfolgen in verschiedenen Emotionen sprechen lassen. Wenn du dich mit dieser Art beschäftigen willst, solltest du die Schüler sicherheitshalber an diese Gedichte heranführen, das geht nicht von Null auf Hundert.

    Es geht ihr ständig darum,dass ich alles bis ins kleinste Detail erkläre.

    Macht sie das grundsätzlich bei allen KollegInnen so? Ich habe schon Eltern an meiner Schule mitbekommen, die so oft da standen, dass ihnen die Schulleitung deutliche Grenzen aufzeigen musste. Gerade in der Grundschule kommt das immer wieder vor.

    Sollte die Mutter bei dir vor oder nach dem Unterricht vor der Klassentüre gestanden haben: Grundsätzlich auf kein Gespräch einlassen, sondern einen Termin geben, der nicht zeitnah ist, damit die Emotionen sich etwas abgekühlt haben und du dich auf das Gespräch vorbereiten kannst.

    Ich erinnere mich an einen Vorfall vor x- Jahren: Da sollte ich dringend einen Vater zurückrufen. Ich dachte schon, es wäre etwas passiert. Dabei ging es nur um irgendeine unverständliche Bepunktung. Spontan sagte ich dann am Telefon: "Und ich dachte schon, es wäre etwas passiert." Der Vater hat die Botschaft verstanden. Bei manchen Eltern stimmt einfach die Verhältnismäßigkeit nicht - die Grenzen müssen dann sachlich oder wenn es geht, freundlich, aufgezeigt werden.

    Warum musst du eigentlich einer Mutter eines Sekundarschülers Details einer Notengebung erklären? Die Kinder sind selbst groß genug. Ich selbst habe Anfragen von Eltern wegen einer Bepunktung in der Regel den Schülern erklärt und sie gebeten, das ihren Eltern mitzuteilen bzw. sie gefragt, ob ich es noch für die Eltern aufschreiben soll. Die meisten Kinder wollten es ihren Eltern erklären, manche wollten es nochmal schriftlich. Da gab es auch schon Äußerungen wie: "Ich habe es meiner Mutter auch schon so erklärt."

    (Da kam bei mir der Verdacht auf, dass man doch über Noten seitens der Eltern verhandeln will. Bestätigt wurde dieser Gedanke als ein Vater mir gegenüber am Ende eines Schuljahrs bei einem Fest äußerte, dass er es probiert hat. Ab da habe ich bei grenzwertigen Anfragen immer mit einberechnet, dass Nachfragen in diese Richtung gehen könnten.)

    Spätestens in der 4. Klasse (in der 3. Klasse auch bei einigen Fällen) habe ich das so - also über die Schüler - gemacht, denn eigentlich ist die Bewertung so transparent, dass es auch ein Schüler versteht. Außerdem bespricht man die Tests ja meistens bei der Herausgabe. (Das wäre z.B. ein Ansatzpunkt, wie du das Gespräch vermeiden könntest, indem du dem Schüler deutlich die Notengebung erklärst.)

    Mir waren persönliche Gespräche immer wichtiger, außer es ging um Kleinigkeiten, die man sachlich und reibungslos über Mail klären konnte. Denn die Gefahr, bei emotionalen Themen schriftliche Ausführungen zu bekommen, die sich im Ton vergreifen, ist groß. Oft interpretiert man das Geschriebene auch falsch. Bei persönlichen Gesprächen kann man viel besser auf Emotionen reagieren und diese beim Gegenüber ablesen, denn beim persönlichen Gespräch wird auch über Mimik und Gestik kommuniziert.

    Die Elterngespräche sollten nicht unter der Prämisse Machtkampf zwischen Lehrkräften und Eltern stattfinden, sondern lösungsorientiert.

    Quittengelee hat hier im Forum schon öfter gute Tipps gegeben, wie man schwierige Elterngespräche führen kann.

    Wenn es nicht dringend ist, würde ich mir Zeit mit der Reaktion lassen bzw. nicht einen unmittelbaren Termin anbieten. Auf das Gespräch würde ich mich in so fern vorbereiten, dass ich mich vorher mit professionellen Gesprächstechniken befassen würde. Dafür gibt es Grundregeln wie z.B. widerspiegeln um Emotionen herauszunehmen, Lösungsvorschläge diskutieren und von den Eltern selbst vorschlagen lassen, ein Stück weit Verständnis zeigen.

    Z.B. habe ich während eines Gesprächs immer versucht mich in die Lage der Eltern hineinzuversetzen und den Eltern signalisiert, dass ich bestimmte Dinge aus ihrer Sichtweise verstehen kann (falls ich es konnte), aber als Lehrkraft meine Position so oder so wäre.

    Bei mir war die Gesprächsführung ein jahrelanger Lernprozess, aber es hat sich gelohnt, denn ich hatte in den letzten Jahren fast keine stressige Elterngespräche mehr.

    Letztendlich gibt es Eltern, die dir in der Rolle als Lehrkraft von vorneherein erstmal mit Misstrauen begegnen und da gilt es eine Vertrauensbasis zu schaffen. Eltern treten als Anwälte ihrer Kinder - oft mit einem gewissen Tunnelblick - auf und deshalb ist es wichtig, dass sie in gewisser Weise vertrauen, dass du auch ihren Kindern helfen willst, in der Schule zurecht zu kommen. (Das sollte natürlich auch die eigene Einstellung sein.)

    Wenn man als Lehrkraft alle Äußerungen als persönlicher Angriff sieht und mit emotionalen Verteidigungsmechanismen reagiert, wird es schwer.

    Vielleicht noch eine Bemerkung: Wenn die Mutter eher von dem Typ ist, dass sie über Noten verhandeln will, dann kann man gerne zeigen, dass man nicht mit sich verhandeln lässt und die Notengebung eine Tatsache ist. Sollte das Kind Verhaltensprobleme haben, kann man ja die Probleme sachlich schildern und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten suchen.

    Wenn bei den ersten Gesprächen schon die Schulleitung dabei war, weiß ich natürlich nicht, welche Signalwirkung durch diese Situation an die Mutter gegangen ist. Wurde sie evtl. dadurch ermutigt, weiter nachzubohren? Gebremst hat es sie anscheinend nicht, Vertrauen wurde nicht geschaffen.

    ....wären vergessende Zettel, nicht fertige Werkstücke, fehlende Buntstifte und falsche Farben (rosa statt lila verwendet...), nicht (sauber) ausgemalte Bild (zb ein Landkarte im SU war zum ausmalen), unterstreichen freihand statt mit Lineal und dergleichen.

    Wie weit ich mich bei den Eltern einbringen soll weiß ich noch nicht. In erster Linie will ich alle meine Kids stärken und hoffe, dass sie vom Schachtraining etwas mitnehmen ins Leben und die Schule.

    Der Schüler scheint im Schach organisiert vorzugehen. Vielleicht könntest du ihm dahin versuchen zu helfen, indem du ihn ermutigst, diese Organisation und das planvolle Vorgehen auf die Schule zu übertragen, also auf das, was noch nicht klappt. Da kann man sich von kleine Ziele stecken, die nach und nach "eintrainiert" werden.

    Um vergessenen Hausaufgaben und Arbeitsmaterialien vorzubeugen, muss man lernen ein Hausaufgabenheft sorgfältig zu führen. Gerade Kinder, die ein gutes Gedächtnis haben, meinen, sie müssten sich nichts aufschreiben,

    Ich habe immer darauf bestanden, dass die Schüler, spätestens dann, wenn sie etwas vergessen haben, alles aufschreiben (und mir zeigen). Normalerweise sollten die Eltern dann zuhause mit kontrollieren, wenn es nicht klappt.

    Aber du könntest den Schüler motivieren, dass er aufschreibt und mithilfe des HA- Heftes kontrolliert, ob er alles gemacht hat. Sich organisieren kann er ja anscheinend (wenn er will).

    Zu Schach: Ich kenne es so herum: Ich kenne hochbegabte Jungs, die als Hobby Schach spielen in der Grundschule hatten und im Schachverein waren. Die Motivation der Eltern war, dies den Kindern anzubieten, damit sie eher ausgelastet bzw. herausgefordert sind.

    Ansonsten würde ich das machen, was Palim vorgeschlagen hat. Du könntest das Gespräch mit den Eltern suchen und die dir aufgefallene Diskrepanz schildern, sofern sie offen dafür sind. Dann könnten die Eltern - so fern sie es noch nicht getan haben - das Gespräch mit der Lehrkraft suchen. Man könnte auch eine professionelle Diagnose veranlassen, wenn man das möchte. Ob das angebracht ist und in welcher Richtung, kann eine Grundschullehrkraft normalerweise gut einschätzen.

    Als Eltern kann man seine Kinder bei der Arbeitshaltung zuhause unterstützen; manche müssen erst einmal darauf hingewiesen werden. Wie die GrundschullehrerInnen mit dem Schüler umgehen, das weißt du nicht, wenn du nicht dabei bist. Oft hört sich das aus dem Mund des Schüler anders an, wie es stattfindet.

    P.S.: Habe gerade deinen Beitrag gelesen. Hausaufgaben (also HÜ), dürfen bei uns gar nicht benotet werden. So weit ich weiß, ist das in vielen deutschen Bundesländern so. Die generelle Mitarbeit und Arbeitshaltung bekommt eine extra Bemerkung im Zeugnis und ist kein Bestandteil der Fachnote. Eindrucksnoten gibt es nicht, es zählen quasi nur konkrete Sachen (in Bayern).

    Wenn man etwas falsch anmalt und es ist wichtig, kann das in die praktische Note am konkreten benotenen Arbeitsauftrag einfließen. (Aber nach deiner Schilderung war das ja nicht wichtig.)

    Zuerst einmal hätte ich folgende Fragen:

    - Welches Bundesland?

    - In wie fern bist du Trainer? Trainierst du mit dem Schüler irgendetwas, was mit dem Lernen zu tun hat und bist so zur Einschätzung gekommen?

    - Bzw. von wem weißt du um die Situation es Schülers? Von der Lehrkraft persönlich oder aus 2. Hand?

    Das ist jetzt erst das 3. Schuljahr. In Bayern zählen für den Übertritt hauptsächlich die schriftlichen Leistungen (also in D, M, SU) , die im 4. Schuljahr bis zum Übertrittszeugnis erbracht werden - die mündlichen und praktischen Leistungen spielen auch eine Rolle, aber prozentual eine geringere.

    Gibt es überhaupt ein Bundesland, wo das Zeugnis des 3. Schuljahrs für den Übertritt zählt? So weit ich informiert bin, sind es bei den meisten Bundesländern Empfehlungen im 4. Schuljahr, an die man sich halten kann oder auch nicht.

    Ich mache die Noten so, wie die Kriterien festgelegt sind. Der grobe Rahmen legt das Bundesland fest, dann haben die Schulen innerhalb dieses Rahmens noch Gestaltungsmöglichkeiten.

    Unabhängig von dem, was du geschrieben hast: Das Erlernen einer Arbeitshaltung finde ich enorm wichtig, denn ich habe schon Schüler erlebt, denen in der Grundschule alles zugeflogen ist (die haben die Hausaufgaben gemacht, mussten aber nie lernen) und die dann, als sie am Gymnasium waren, das Arbeiten auf die harte Tour lernen mussten. In der Abstufung: Normal gute Schüler, die schon in der Grundschule Probleme mit der Arbeitshaltung hatten, hatten es am Gymnasium sehr schwer, wenn sie sich nicht umstellten. Einige befanden sich dann nach Jahren nicht mehr auf dem Gymnasium.

    Ich war oft mit verantwortlich für die Anschaffung der Orff- Instrumente. Ich fand zusätzlich zu "Sonor" auch die Instrumente von "Studio 49" sehr gut. Die sind sehr langlebig und Ersatzteile waren auch zu bekommen.

    Vor allem bei den Stabspielen (also Glockenspiel, Xylophon, Metallophon, Klangstäbe) würde ich auf Qualität achten. Da lieber ein Instrument weniger als viele billige. Eigentlich ist gute Qualität überall zum Vorteil, billige Handtrommeln klingen manchmal schrecklich, Holzblocktrommeln und Schlagstäbe von schlechter Qualität sind auch nicht unbedingt ein tolles Klangerlebnis.

    Das Angebot von Betzold war von der Qualität her sehr durchwachsen. Es gab aber auch Instrumente von Betzold, die dem Anspruch genügten. Wenn du z.B. bei den Rasseln sparen möchtest, dann sind "Chicken eggs" eine preisgünstige Alternative. Die klingen auf jeden Fall besser als billige Rasseln. Da bin ich noch nie reingefallen.

    Ich habe nach dem Auer- Sprachbuch gearbeitet, das so vorgeht:

    - Arbeiten an Rechtschreibstrategien mit dazugehörigem Wortschatz

    - Der Wortschatz wird in nachfolgenden Texten und Kapiteln immer wieder aufgegriffen

    - Die Besonderheiten waren, dass man mit Rechtschreibsymbolen ähnlich der FRESCH - Methode arbeitete

    - In der Grammatik wurden die Wortarten mit Montessorisymbolen gekennzeichnet ( bei der Groß- und Kleinschreibung hilfreich)

    - Das Buch arbeitet nach dem (bayerischen) Grundwortschatz

    Durch die schwerpunktmäßige Bewusstmachung der Rechtschreibstrategien, das Einprägen und Wiederholen der Lernwörter, die immer wieder zusammenfassende Sicht auf Rechtschreibstrategien wurde die Rechtschreibung in meinen Augen gut eintrainiert. Besonders sinnvoll fand ich die Arbeit mit Symbolen und das dadurch verknüpfte Überlegen.

    Rechtschreibstrategien gibt es auf verschiedenen Ebenen: Silben, Regeln, grammatikalisch usw.

    Zusätzlich habe ich noch Lernwörterlisten passend zum Buch an die Schüler herausgegeben. Dazu gab es dann noch verschiedene Übungen, oft strategiegeleitet oder etwas zur Grammatik oder man musste bestimmte Wörter im Wörterbuch suchen.... usw.

    Abschreibtexte spielten bei der Rechtschreibvermittlung nur eine untergeordnete Rolle, weil sie nur auf die optische Wahrnehmung gehen.

    Karteikarten können unterschiedlich angelegt werden. Mit dem 5 Karteiensystem habe ich bei individuell immer falsch geschriebenen gängigen Wörtern gearbeitet; das war sozusagen eine individuelle Rechtschreibkartei.

    Zusammenfassend: systematische Rechtschreibung und Lernwörter, also die Automatisierung.

    Ich habe den Ansatz des Buches ausprobiert, weil er mir zielgerichtet erschien und er hat funktioniert. Vorher hatten wir nach dem Konzept von Steinleitner gearbeitet - deren Rechtschreibansatz wurde ab 2000 in Bayern verbreitet. Diese orientierte sich fast nur an Strategien und wenig an dem systematischen Eintrainieren des Grundwortschatzes. (Das Material dazu war oft spielerisch aufgebaut und hat aber nicht ausgereicht.) Das Eintrainieren mit Wörterlisten haben wir bald noch dazugemacht.

    Der Fortschritt des oben genannten Ansatzes von Auer ist die Symbolik und der in meinen Augen noch bessere didaktische Aufbau, der vieles berücksichtigt. Außerdem arbeiten wir laut Lehrplan nun verstärkt mit Silben.

    Ein bisschen schade finde ich es schon, dass ihr sie entsorgt habt. Man muss die Experimentierkästen (werden jetzt neuwertig, vielleicht etwas verändert, von Cornelsen Experimenta siehe hier angeboten) nicht eins zu eins verwenden, sondern kann (gut erhaltene) Materialien daraus verwenden. Den vergammelten Filz haben wir einfach herausgenommen und die guten Materialien behalten und aktiv benötigte nachbestellt.

    Ich kann jetzt nur für 3/4 schreiben - mit Klasse 1/2 habe ich mich diesbezüglich wenig beschäftigt: Für 3/4 hatten wir einige Kästen, die zum Lehrplan passten und nahmen daraus, was man brauchen konnte, oft einmal anders als gedacht:

    Für Mathematik habe ich beim Thema "Gewichte" für ein Stationentraining vieles aus "Waagen und Gleichgewicht" genommen. Aber nicht nur, manche Stationen hatten andere Sachen zum Experimentieren. Materialien aus Wasser habe ich für das Thema Versickerung durch die verschiedenen Erdschichten genommen. Wie ein Wasserhahn funktioniert, konnte man mit dem anderen Wasserkasten demonstrieren. Als wir in 3/4 noch Magnete und Wetter auf dem Lehrplan hatten, kamen Materialien aus den entsprechenden Kästen zum Einsatz. Geräusche und Klänge habe ich entweder für den Musikunterricht oder, als wir noch das Ohr, Hören und Schall hatten, für dieses Thema verwendet. Den Kompasskoffer hat man für die Himmelsrichtungen gebraucht.

    Den Stromkasten von CVK (Cornelsen) finde ich übrigens sehr gut, weil man da noch richtig am Materialursprung zugange ist. Wir haben uns einmal von einem Vertreter überzeugen lassen, einen Stromexperimentierkasten mit den aufsteckbaren Schienen zu nehmen, aber das war letztendlich nur eine Spielerei, die kaum genutzt worden ist. (Ich bin nicht mehr aktiv im Schuldienst - aber diese Kästen sahen so aus wie das Merlin- Elektronik- Experimientierset.)

    Nützlich fand ich die Kästen von Merlin-Didakt siehe hier zum Brückenbau und Bauen. Meine Schule hat beide Kästen und man braucht nicht viel anderes Material besorgen. Was mich bei Merlin stört, ist, dass eine Station so vorgegeben ist , dass man die Dinge nur nachbauen muss. Ich habe nur die Materialien verwendet, aber einen anderen didaktischen Ansatz gehabt - nicht nachbauen nach Karteikarten, sondern selbst herausfinden. Doch die Lehrermaterialien fand ich hilfreich für den Aufbau der Einheit.

    Weiterhin habe ich die Aufgaben noch mit anderen Materialien ergänzt. So weit ich mich erinnern kann, wurden wir in die Kästen per Fortbildung eingeführt. Vielleicht kann man sie sich auch erstmal unverbindlich vorführen lassen.

    Wenn man einmal ein Experimentierkonzept hat, kann man das immer hernehmen und muss das aufgrund von Erfahrungen nur geringfügig verändern.

    Der Struwelpeter soll da ganz schlimm sein. Ich habe den als Kind damals so gerne gelesen und konnte es auswendig aufsagen.

    Ich fand Max und Moritz besonders schlimm - die endeten doch ganz schrecklich in einer Mühle - ich habe diese eine Geschichte kaum ausgehalten, da ich als Kind noch nicht unterscheiden konnte, was die Aussage der Geschichte ist. Die ganz schlimmen Märchen waren auch Horror, aus demselben Grund. Den Struwelpeter habe ich nicht besonders gemocht, manche Geschichten darin fand ich eher so schrecklich faszinierend.

    die z. B. in der Mundorgel zu finden waren und heute wirklich nicht mehr gehen (dieser Aufstand in Kuba ... ihr wisst schon ... oder diese Geschichte von dem Mord im Schloss ... ).

    Ich habe die alte Mundorgel noch. Da habe ich jetzt weder das mir bekannte "Aufstandlied in Kuba" noch ein Lied über einen Mord im Schloss gefunden. Ich gebe dir Recht, einige Lieder von dort kann man heute nicht mehr singen bzw. müsste man umtexten. Viele Melodien der dortigen Lieder fand und finde ich immer noch sehr schön. Früher hat man die Lieder mitgesungen, weil die Melodie so eingängig war oder weil man - so meine Meinung - trotz sozialer Denkweise eine solche Distanz zu dem Text hatte, dass man gar nicht groß Zusammenhänge herstellte. Das lag wohl mit daran, dass man keiner ungebremsten bzw. freien Informationsflut z.B. durch Internet und Privatsender ausgesetzt war.

    Phase 6 ist nur für das Vokabellernen geeignet, nicht für Lernwörter, die sich auf die deutsche Rechtschreibung beziehen.

    Waschbaer83 : Ich habe dafür die Anton-App benutzt. Da gibt es eine Funktion, wo man Lernwörter eingeben kann, die die Schüler üben können. Sie ist zu finden unter: Lernlisten/ Rechtschreiben, Wortliste, Deutsch. Man erstellt individuell eine Lernliste und gibt die Aufgabe in die Lerngruppe. Da meine Schule eine Lizenz hat, ging das. Vielleicht geht es auch ohne Lizenz, das weiß ich nicht.

    Die Wörter werden auf verschiedene Arten geübt (allerdings nicht nach dem 5 Schritte Karteikartensystem) und man kann die Übungen immer wieder wiederholen, bis sie richtig sind. Die Übungen sind: Karten werden vorgelesen, sie werden digital umgedreht und man sieht das Wort, Worte bauen anhand richtiger Silben, Schreiben Training (Wörter vom Hören her eintippen), Schreiben Test.

    Als Lehrkraft sieht man, wie die Schüler daran arbeiten und hat Einblick in die Ergebnisse.

    Auf die Noten hat die einzelne Lehrkraft aber sehr wohl Einfluss. Wenn eine ehrgeizige Schulleitung sich da eine gute Quote wünscht, "stimmen" die Zahlen sehr schnell nicht mehr.

    Das ist außerhalb meiner Erfahrungen. Sollen dann extra leichte Proben geschrieben werden, die den Standards nicht mehr genügen? Werden dann die Proben über die Maßen großzügig bewertet? Das muss dann doch auffallen, wenn eine Schule so aus der Reihe fällt.

    Die Rektoren unserers Schulamtsbezirks treffen sich regelmäßig und da kommen auch solche Dinge auf die Tagesordnung. Ich glaube nicht, dass das so leicht geht.

    Im Ernst, was soll das denn dann alles überhaupt?

    Das kann ich dir nicht genau sagen. ;) Ich kann mir aber denken, woher das kommt. Da es öfter Klagen von Eltern gibt, macht man alles so fest, dass die Klagemöglichkeit nicht allzu groß ist. In unserem Kultusministerium sitzen gefühlt oder wirklich? mehr Juristen als Lehrer.

    Rein theoretisch konnte man auf dem Papier früher (heute weiß ich nicht) anders empfehlen als der erreichte Schnitt. Doch in die Nesseln wollte sich keiner setzen.

    Seltsam finde ich, dass in Bayreuth z.B. 70,9% der Jungen, aber nur 63,2% der Mädchen eine solche Eignung attestiert bekommen haben.

    Halte ich für Zufall. Vielleicht hat es auch etwas mit der Bevölkerungszusammensetzung zu tun. War das in jedem Jahr so?

    Ich merke generell Unterschiede in Klassen bezüglich der weiterführenden Schulen (vor allem in Richtung Realschule und Gymnasium) je nachdem in welchem Wohngebiet die Kinder wohnen - wir haben sowohl städtischen - vom Neubaugebiet bis zur Kernstadt und Wohnblöcken, als auch dörflichen Einzugsbereich.

    Ein neues Bewerbungsverfahren musste in diesem Fall nicht durchlaufen werden.

    Zur Zeit scheint es auch nicht viele geeignete Bewerber zu geben. Unsere Konrektorenstelle war letztens zwei- oder dreimal ausgeschrieben, bis sie schlussendlich geeignet besetzt wurde.

    Da man als normale Lehrkraft nicht richtig den Einblick hat, kann es durchaus sein, dass es keine weiteren Bewerber gab oder die Stelle schon öfter ausgeschrieben war und man somit das Verfahren abgekürzt hat.

    Als ich bis vor 2 Jahren noch berufstätig war, konnte ich in den letzten Jahren kein Hobby intensiv pflegen. Da habe ich mehr so Dinge zum Ausgleich gemacht: relaxen, d.h. 1x wöchentlich Sauna und Sport, wenn möglich (Fahrradfahren und Fitness), reisen in neue Gebiete und Länder, die wir noch nicht kannten und regelmäßig Fahrradfahren - Sonntags richtige Touren.

    Die Hobbys pflege ich immer noch, es sind noch welche dazugekommen bzw. habe ich alte Hobbys aufleben lassen: Musikmachen in einer Gruppe, Sprachen lernen und auffrischen durch VHS- Kurse, vor allem die, die man auf Reisen gebrauchen kann, kulturelle Angebote wie Konzerte, Führungen usw. nutze ich mehr. Und neu: Linedance und Aquarellmalen. Beim Aquarellmalen (unter Anleitung) hatte ich schnell unerwartete Erfolgserlebnisse, deswegen bin ich immer noch dabei und gespannt, was noch möglich ist. Garten mache ich wieder intensiver- das Gewächshaus wird wieder aktiviert. Brot backe ich schon länger selbst. Dazu habe ich mir einen gußeisenen Topf gekauft, um das Holzofenfeeling zu bekommen.

    Als ich noch nicht die unberechenbaren Knieprobleme hatte und die Berge noch nicht an den Wochenenden so überlaufen waren, haben wir häufig an den Wochenenden von Frühsommer bis Herbst eine Alpenwanderung gemacht und sind unregelmäßig Ski gefahren. Ich hoffe, dass ich meine Knie noch so hinbringe, dass wieder Bergwanderungen einigermaßen schmerzerträglich möglich sind. Schade - das Skifahren ist mir zu riskant geworden - ich war noch nie besonders gut im Alpinskifahren, aber zum Schluss auf einem guten Weg. Langlaufen geht wegen des wenigen Schnees in den letzten Jahren leider nicht mehr in der Nähe.

    In der Oberpfalz z.B. haben 51,6% der Jungen und 56,7% der Mädchen die Eignung fürs Gymnasium attestiert bekommen. Einige Regionen haben noch höhere Quoten. Seltsam finde ich, dass in Bayreuth z.B. 70,9% der Jungen, aber nur 63,2% der Mädchen eine solche Eignung attestiert bekommen haben. Was ist da denn da los?

    Hier schrieb ja bereits jemand, dass das nicht mit der tatsächlichen Eignung, sondern mit der erforderlichen Anzahl von Menschen zusammenhängen könnte, die Abitur machen sollen.

    Jedenfalls finde ich es seltsam, dass so viele Kids in Bayern eine gymnasiale Eignung attestiert bekommen.

    Spekulieren kann man da schlecht - es gibt da kein Gemauschel - da die sogenannte "Empfehlung" (wird in Bayern Übertrittszeugnis und nicht Empfehlung genannt) nur den bis Mai erreichten Notenschnitt in D, M, und HSU enthält. Dafür gibt es klare Regeln, die im Übertrittszeugnis Anfang Mai automatisch angekreuzt werden - die Lehrkraft hat darauf keinen Einfluss:

    2,33 und besser: geeignet für Gymnasium, Realschule und Mittelschule

    2,66: geeignet für Realschule und Mittelschule

    schlechter als 2,66: geeignet für Mittelschule

    Je besser der Notenschnitt, desto mehr Wahlmöglichkeiten haben die Eltern. Die "Feinjustierungen" bezüglich was wäre sinnvoll kann man dann mit den Eltern besprechen bzw. kommen Eltern um sich beraten zu lassen. Nicht jeder geht mit 2,33 oder besser aufs Gymnasium. Es gehen auch Schüler auf die Realschule, da die Aufbaumöglichkeit ganz gut ist. Man kann nach der 10. Klasse auf einige Arten weitermachen - inzwischen geht mit einem Zwischenjahr auch der Übertritt auf ein normales Gymnasium.

    Wer die Schnitte nicht erreicht, hat die Möglichkeit an einem dreitägigen Probeunterricht der gewünschten Schulart teilzunehmen, der ca. 2 Wochen nach Ausgabe des Übertrittszeugnisses ist. Da werden an 2 Tagen diverse schriftliche Prüfungen in D und M geschrieben, der 3. Tag ist mündlicher Unterricht.

    Inzwischen gibt es zur Vereinfachung nur noch den Notenschnitt wie erwähnt und keine Wortgutachten oder irgendwelche Texte. Die hat man dann wieder am Ende des Schuljahrs beim Jahreszeugnis.

    Die Noten werden nach festgelegten Prinzipien gemacht, z.B. gibt es Richtwerte für Proben in M, D und HSU, die einen erheblichen Anteil an der Notenbildung ausmachen.

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