An meiner Schule werden die Ausflüge immer so geplant, dass es für die "Gehbehinderten" eine Alternative gibt. Wir fahren meistens nicht allzu weit, dann kann man auch nur mal mit dem Auto hinkommen und am Essen teilnehmen. Beim Bowling hätte ich auch kein Problem zuzuschauen, zumal sich ja der Rest der Truppe unterhält, bis man wieder drankommt. Das würde ich wirklich lockerer sehen.
Bezüglich der herabwürdigenden Bemerkungen sehe ich es wie die meisten anderen. Das geht wirklich nicht und da ist ein klärendes Gespräch mit der Schulleitung angebracht. Den Begriff "Mumienstunden" kenne ich nicht - bei uns gehen die meisten Lehrer in Altersteilzeit.
Vielleicht zu den Bemerkungen und dem Gegenwind: Ich war einmal neu an einer kleineren Grundschule und habe mich am Anfang mit meinen kritischen Bemerkungen zu wenig zurückgehalten. Den Gegenwind habe ich gespürt und Lehrgeld bezahlt. Ich denke, manchmal ist Zurückhaltung angesagt bzw. große Diplomatie, wenn man sich nicht unnütz aufregen will. Als ich in meiner letzten Schule länger an der Schule war, da konnte alles sagen ohne Anfeindungen, da kannte man mich. ![]()
Noch etwas zu den Älteren und den digitalen Kenntnissen und neuen pädagogischen Entwicklungen: Ich gehörte an meiner Schule zu den Älteren und war dafür bekannt, dass ich über gute und innovative digitale Kenntnisse verfüge und modernen Unterricht mache, wie auch andere meiner Kolleginnen im ähnlichen Alter. Es gibt überhaupt keinen Grund, ältere Lehrkräfte auf das Abstellgleis der ewig Gestrigen zu stellen. Es liegt immer an einem selbst, wie offen man sich mit der aktuellen Pädagogik beschäftigt und sich fortbildet. Der Vorteil von uns Älteren ist doch, dass wir große Kenntnisse haben und Neues, was uns sinnvoll erscheint, ausprobieren und adaptieren können. Wir haben einen großen Fundus im Hintergrund. Ich bin seit diesem Schuljahr im Ruhestand und dennoch fragen mich noch KollegInnen meiner Schule nach meinen Materialien und Ideen an.