Weniger Hausaufgaben erscheint in der 4. Klasse sinnvoll, da viele ja dann auch mehr lernen wollen. Ich hab ja doch noch einige wenige, die auf eine weiterführende Schule wie Gymi oder RS wollen.
Ich habe eher von solchen Eltern die Rückmeldung, dass sie froh sind, wenn die Lehrerin Hausaufgaben gibt, damit sie nicht mit Zusatzaufgaben zuhause den Kampf haben. Die wenigsten Grundschüler lernen freiwillig. Da man mit den HA erarbeiteter Unterrichtsstoff einübt, finde ich es gerade in der Grundschule wichtig, dass mit den Hausaufgaben Grundlagen gelegt und vertieft werden. Sonst fehlt einfach die Übung.
Was ich mache zum Umfang der Hausaufgaben: In Bayern gibt es ja eine Empfehlung zur Hausaufgabenmenge im Verhältnis zur Zeit. Die Zeit bis zu einer Stunde ist in der Grundschule angemessen. Ich rechne mit den Kindern öfter mal zusammen aus, wie viel Zeit ein durchschnittlich schneller Schüler braucht. Meistens kommen wir auf eine Gesamtzeit unter einer Stunde, eher so 35 - 50 min konzentriertem Arbeiten. Es gibt Tage, da ergeben sich kürzere Hausaufgaben, dann wieder längere. Ich versuche mich aber im 4. Schuljahr schon an dieser Stunde zu orientieren.
Wichtig ist auch, dass die Hausaufgaben vorher durchgesprochen oder selbst erklärend sind. In der Regel vertiefen sie das Thema, was man im Unterricht gemacht hat und haben auch keine neuen Formate.
Ich bekomme öfter im 3. Schuljahr die Rückmeldung, dass Eltern jetzt nicht mehr beim "Erarbeiten" der Arbeitsaufträge helfen müssen und die Kinder von sich aus an die Hausaufgaben rangehen. Ich denke, dass das einerseits an der Vorarbeit in der Schule liegt, an der Auswahl der Hausaufgaben in Bezug auf den Unterricht am Vormittag und andererseits daran, dass die Kinder nun verständiger geworden sind.
Also, man sollte überprüfen, ob die Hausaufgaben, die man gibt für Schüler so klar sind, dass sie ohne Probleme mit den Arbeitsaufträgen zurecht kommen.