Der Schilderung nach war es ein Drittklässler. Radikale Sekundarstufemethoden sind da in meinen Augen nicht das Mittel erster Wahl.
Der Vorschlag von Zauberwald finde ich gut, wenn man einen konsequenten Weg eingehen will. Eine Weigerung kann man natürlich nicht durchgehen lassen. Aber man kann sie auch hinterher klären. Z.B. über die Klassenlehrkraft oder bei schulbekannten, schwierigen Schülern auch einmal über die Sozialarbeit oder die Schulleitung.
Man muss es immer im Zusammenhang sehen, wie der Schüler insgesamt ist und welche Maßnahmen er schon hatte. Die nächste Steigerung wäre gewesen, dass der Schüler einfach weggerannt wäre, das hat man in der Grundschule öfter mal.
Man kann auch eine Maßnahme hinterher verhängen, nachdem man mit der Klassenleitung gesprochen hat. Für solche Dinge haben wir übrigens in der Schule einen Maßnahmenkatalog, der sich immer weiter steigert.
Versuche vielleicht in Zukunft es nicht so weit kommen zu lassen, dass du die Geduld verlierst.
Wie Zauberwald schon schrieb: sich das Bocken 5 min anschauen, wenn dann nichts passiert, etwas tun, wie man gut aus der Sache herauskommt. Wenn ich in der Situation gewesen wäre, hätte ich vielleicht Folgendes bei einem Grundschüler!, 3.und 4. Klasse getan:
"Wie ich sehe, weigerst du dich weiter. Den Grund, weshalb wir das Klassenzimmer sauber verlassen, haben wir ausführlich besprochen. Ich habe jetzt aber keine Zeit zu warten. Du lässt den Platz jetzt so und ich werde darüber mit deiner Klassenlehrerin/ deinen Eltern/ der Schulleitung / dem Sozialarbeiter (da würde ich das nehmen, wo ich mir den erwünschten Effekt erhoffe) sprechen. Was du für dein Verhalten tun musst, erfährst du noch.( Das überlege ich mir noch.)
Ich hatte natürlich auch schon bockende Schüler, jetzt zwar nicht wegen des Aufräumens aber in anderen Dingen. Meistens überlegen sich die Schüler es dann doch, wenn man ihnen klar sagt, dass ihr Verhalten eine Konsequenz hat. Wenn man das noch wegen eines nachhaltigen Effektes mit der Klassenlehrerin absprechen muss, lieber unklar bleiben. Man will ja eine Nachhaltigkeit erzielen.