Beiträge von Caro07

    Diese Maßnahmen werden jedoch sicherlich nichts bringen, wenn nicht gleichzeitig eine Anpassung von Deputat und Besoldung an RS und Gym erfolgt. Warum sollte ich als Studienanfänger ein Lehramt wählen mit 4-5 Stunden mehr Deputat und gleichzeitiger Einguppierung in einer niedrigeren Besoldungsstufe? Darüber hinaus ohne Regelbeförderung (ohne Funktionsamt) wie an Gym und berufl. Schulen?

    Wie Bayern seit 10-15 Jahren mit GS- und MS- Lehrern umgeht, ständig neue Arbeit aufhalst ohne zeitlichen Ausgleich zu schaffen, hat mit Fürsorgepflicht nichts mehr zu tun.
    Gerade aktuelles Beispiel: Während RS und Gym statt eines Zwischenzeugnisses nur Notensammellisten austeilen, sind seit 2 Jahren an der MS 2-seitige Zwischenzeugnisse mit ausführlichen Wortgutachten Pflicht. Zeitausgleich: Fehlanzeige!

    Du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen!
    Die Grundschulen werden schon seit dem alten 2000 Lehrplan, also vor ca. 20 Jahren mit diesen Berichten traktiert. Grundschulen haben immer die kleinste Lobby in den ganzen Interessenvertretungen.

    In den Mittelschulen herrscht seit ca. 15- 20 Jahren ein ständiger Mangel, da traf es öfter die Grundschullehrer mit Abordnungen und Zwangsversetzungen.
    Außerdem haben die Lehrerverbände, vor allem der BLLV massiv darauf aufmerksam gemacht, dass in diesen Jahren viele Lehrer in Pension gehen werden. Da hat man nicht entgegengesteuert, weil man immer noch der Annahme war, dass die Schülerzahl, wie vor ca. 5 Jahren in den Grundschulen zu merken, abnimmt.
    Kurz vor der Flüchtlingskrise stiegen die Geburtenraten und kurz danach mussten Flüchtlingskinder beschult werden. Gleichzeitig wurden mehr Ganztagesklassen eingerichtet. Um das gut zu machen, brauchte man ab da mehr Personal. Erst seit wenigen Jahren muss man in Bayern das Staatsexamen in der Grundschule nicht mehr mit einer 1,... bestehen, um sofort übernommen werden. Innerhalb von 3-4 Jahren waren sämtliche Wartelisten abgeräumt und jeder, der die beiden Staatsexamen besteht, wird bis zu einem Schnitt von 3,5 in Grund- und Mittelschule übernommen.

    Es stimmt: Vor ca. 15- 20 Jahren gab es schon einmal ein Arbeitszeitkonto, das danach wieder ausgeglichen wurde. Von daher denke ich, dass das passen wird.
    Obwohl alles ärgerlich ist und von wenig Voraussicht zeigt, frage ich mich, was hätte man kurzfristig anders machen können um dem Lehrermangel zu begegnen.
    Bei der Teilzeit geht es um die Antragsteilzeit ohne familiäre oder sonstige Gründe. Da musste man schon für dieses Schuljahr mindestens 21 Stunden machen. Nun muss man ab nächsten Schuljahr mindestens 24 Stunden unterrichten. Wer noch Kinder unter 18 hat, kann weiterhin weniger Stunden beantragen, diese Art von Reduzierung ist nicht betroffen. Das Sabbatjahr fällt weg und man kann auf Antrag frühestens mit 65 in den Ruhestand gehen. Die Altersermäßigung bleibt erhalten.
    Wegen Stressreduktion haben viele in der Grundschule auch ohne familienpolitische Gründe diesen Antragsteilzeitantrag gestellt.
    Ich denke, wer so kaputt ist, dass er die Vorgaben nicht mehr schafft, lässt sich eben krank schreiben. Ich bin einmal gespannt, ob die Maßnahmen wirklich zur Überbrückung helfen werden.

    Vielleicht ist das Kultusministerium so schlau und entlastet uns einmal von Zusatzaufgaben: Konzepterstellung, ständig neue pädagogische Konzepte, Evaluation und Zielvogaben, Zeugnisberichte, Vorgaben der 22 Proben in D, M und HSU im 4. Schuljahr, Herunterfahren des Fortbildungszwangs....
    Außerdem könnte man sich einmal überlegen, ob man das dreistündige Religion- und Ethikfach um eine Stunde kürzen kann. Selbst in Ba-Wü wird seit Jahr und Tag Religion nur 2stündig unterrichtet.

    Die Qualifizierungsmaßnahmen von jungen Lehrern anderer Schularten finde ich gut. Allerdings bin ich dagegen, irgendwelche Seiteneinsteiger betreuen zu müssen, die fälschlicherweise meinen, dass Grundschule ein Spaziergang sei. Denn ich glaube einfach, dass dadurch viel Unruhe in das ganze Grundschulsetting hineingetragen wird und die gesamte Professionalität leidet. Die pädaogische und erziehliche Herausforderung in der Grundschule ist groß - diese muss professionell geleistet werden und ist nicht zu unterschätzen. Da unterrichte ich lieber eine Stunde mehr.

    Um arbeitslose Lehrer anderer Schularten zu motivieren, muss erst einmal die Bezahlung gleichgestellt werden. Interessanterweise scheinen arbeitslose Gymnasiallehrer auch gerne an die Förderschulen zu gehen, obwohl die Herausforderung dort eine ganz andere ist als das, was sie ursprünglich studiert haben. Aber dort stimmt zumindest mit A13 die Eingangsbesoldung.

    Ich habe einige KollegInnen an meiner Schule, die trotz Pensionierung noch arbeiten. Sind aber allesamt Überzeugungstäter und würden es auch ehrenamtlich machen.

    Also ich kenne fast nur KollegInnen, die früher aufhören, kaum einer macht bis zum Schluss. Sie nutzen die Altersteilzeit oder den Antragsruhestand, denn viele wollen sich den Stress bis zum Schluss nicht antun.
    Im Ruhestand darf man natürlich nicht in ein Loch fallen, sondern muss gucken, dass man hier etwas Sinnvolles macht. Die wenigsten suchen sich eine stressfreie Aufgabe im schulischen Bereich, da wäre man ja wieder auf die Ferien angewiesen.
    Ich denke, dass man einige Leute dazu gewinnen kann, reduziert weiterzuarbeiten, die jetzt wenig Ideen für einen sinnvollen Ruhestand haben, aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass einer mit den ganzen Aufgaben, die man so hat, ehrenamtlich unterrichtet.

    Ich muss zwar in der Regel auch nicht runterkommen, aber ich brauche nach 2 1/2 Stunden einfach eine Pause, zumindest bilde ich mir das ein um wieder durchschnaufen zu können, schließlich hat man 3 Unterrichtsstunden am Stück viele unterschiedliche Sachen gemacht und einige Dinge gemanagt. Wenn die Schüler alle Richtung Pausenhof verschwunden sind, räume ich erstmal mein Pult auf - da herrscht nämlich nach 3 Stunden und meistens 3 verschiedenen Fächern inklusive Abgabe von irgendwelchen Dingen Chaos - und richte die Dinge für die kommenden Stunden her bzw. gehe gedanklich nochmals durch, was ich alles für die kommenden Fächer brauche.
    Ich versuche ebenso das Kopieren und das Material herholen aus dem Lehrmittelraum in der Pause zu vermeiden, denn das ist mir ebenso zu stressig. Ich mag es nicht, wenn ich für solche Dinge im Schulhaus lange Wege während der Pause zurücklegen muss. Deshalb versuche ich diese Dinge vor oder nach dem Unterricht zu erledigen.
    Dann geht es endlich Richtung Lehrerzimmer für einen Kaffee. Dort setze ich mich dann irgendwo dazu zum Reden. Meistens ist es ganz locker, manchmal muss man etwas verarbeiten, was so im Unterricht war und da findet man immer jemanden zum Reden. Bei uns hat keiner einen festen Platz.
    Ich bin froh, dass ich an dem Tag Aufsicht habe, wo Massen an Studenten bei uns einfallen, die sich dann im Lehrerzimmer aufhalten. Das ist nämlich ziemlich stressig, denn es ist dann laut.

    Eine vom Thema her interessante Umfrage!

    Die aufgelisteten Themen deuten an, dass du politische Bildung im weiten Sinn meinst.

    Zu den Methoden der politischen Bildung in deiner Umfrage:
    Im streng genommenen Sinn ist vieles, was du aufgezählt hast, keine Methode, sondern eher ein Unterrichtsthema bzw. ein Unterrichtsinhalt oder eine pädagogische Maßnahme . Streitschlichterausbildung ist etwas, was die gesamte Schule betrifft und was als Arbeitsgemeinschaft angeboten wird.
    Eine Klassenkonferenz (das ist meistens der sogenannte Klassenrat) könnte man noch als Methode sehen.
    Vielleicht solltest du hier in Bezug auf politischer Bildung unterscheiden:
    1) was auf Schulebene angeboten wird (Streitschlichter, SMV usw.)
    2) was auf Klassenebene gemacht wird ( Klassenrat, Streitklärung, Klassenregeln usw.)
    3) was auf stofflicher Ebene (Unterrichtsinhalte)
    4) was auf methodischer Ebene (Unterrichtsmethoden) gemacht wird.
    Im weitesten Sinne gibt es in der Grundschule viel politische Bildung (in Bezug auf Mitspracherecht z.B. in den ganzen kooperativen Methoden), wenn man auch noch die Methoden und das Drumherum mit einbezieht.

    Ich kann das jetzt nur von Bayern schreiben.
    Das hängt von vielen Kriterien ab.
    Bei uns ist das abhängig vom Bedarf und dem Bedarf anderer Schulen in der Umgebung. Wer das mitbringt, was man braucht sowohl stundenmäßig als auch fächermäßig, wird bevorzugt.
    Wenn die obige Voraussetzungen beide ungefähr gleich erfüllen, dann wird derjenige, der schon vorher an der Schule war, bevorzugt.
    Allerdings steht in Bayern immer ebenso zur Diskussion, dass man auch Referendare ausbilden muss und diese auch einen Platz brauchen.
    Vielleicht weiß jemand für Ba-Wü etwas Konkretes.

    Hallo Exodus,
    vor 2 Jahren hast du eine ähnliche Anfrage nach beruflicher Orientierung gestellt. Da hast du geschildert, dass du das Referendariat am Gymnasium aufgegeben hast und auch mitgeteilt, dass du kaum belastungsfähig bist, was die Arbeit als Lehrerin betrifft.
    Vielleicht liegt dir einfach die Arbeit als Lehrerin nicht? Das ganze "Berufssetting"?
    Da kann ja wirklich sein, dass ein anderer Beruf (wenn auch die Fächer stimmen) besser zu einem passt.

    In meinen Augen gäbe es jetzt noch zwei Möglichkeiten:
    Entweder machst du jetzt ein ordentliches Referendariat und ziehst es durch und schaust danach, ob du nach dieser Ausbildung mit den ganzen schulischen Gegebenheiten besser zurecht kommst.

    Oder du erkundigst dich, was du mit deinem Studium alles beruflich machen kannst (Berufsberatung usw.). Du könntest z.B. an einer VHS unterrichten, an eine Musikschule, an einem Schulbuchverlag mitarbeiten... Das würde mir so einfallen. Du hast in dem Thread vor 2 Jahren selbst dazu einige Gedanken geäußert. Ich könnte mir vorstellen, dass du sehr gut einzelnen Schülern etwas beibringen könntest, wenn dich die Klassensituation und die Unterrichtsorganisation überfordern. In Musikschulen bzw. im Bereich Musik gibt es Lehrer, die das hauptberuflich machen. Bei uns gibt es z.B. eine Kooperation Musik, wo Musiker von außerhalb bei uns Instrumental-AGs leiten und natürlich noch woanders Einzelunterricht geben und als Dirigenten unterwegs sind. Die leben davon. Ich kenne zwei Leute, die mit ihren Fächern VHS und weitere Erwachsenenbildung (DAZ und Sprachen) hauptberuflich machen, weil für sie die Schule nichts war.

    Ich denke, es ist besser, für sich eine Zufriedenheit zu haben, wenn man finanziell einigermaßen davon leben kann wie ständig in einer Stressituation zu stecken, die es für das persönliche Lebensglück nicht wert ist.

    Nachtrag: Wie ich sehe, hast du negative Erfahrungen im Bereich freiberuflicher Musiklehrer gemacht. Dann muss man das streichen.
    Vielleicht gibt es eine Möglichkeit in der Erwachsenenbildung.

    Wer von euch hat einige Tipps für Schüler bzw. Eltern parat, wie man Blackouts/ Aufgeregtheiten bei Leistungsüberprüfungen vermindern bzw. verhindern kann?
    Um ehrlich zu sein, ist meine Palette, die ich Eltern bei Elterngesprächen vorstellen kann, nicht allzu groß. Meine Standardantwort ist, dass man keinen Stress und Druck machen und sich gewissenhaft/normal darauf vorbereiten soll.
    Ich selbst bemühe mich bei den Leistungsüberprüfungen in der Klasse durch meine Wortwahl und mein ruhiges Auftreten keinen Stress zu machen.
    Ich weiß, dass Kinder/Schüler von ihrer ganzen häuslichen Umgebung, ihren Zielen und ihrem "Charakter" unterschiedlich damit umgehen, doch es wäre schön, wenn noch einige Foristen einige Ideen dazu hätten.

    Vielen Dank für eure Vorschläge und Ideen.
    Ich denke, wir brauchen uns nicht mehr weiter an dem Gedicht aufhängen. Es ist ja keine wichtige Leistung und die handhabe ich entsprechend pädagogisch bzw. gebe dem Kind beim nächsten Mal noch mehr Unterstützung bzw. verlange weniger.

    Meine Frage ist eher allgemein, wie man denn spielerisch die Merkfähigkeit mit Gesellschaftsspielen zuhause fördern könnte.
    Wenn ich die Vorschläge zusammenfasse, dann waren das folgende Vorschläge:
    - Memory (visuell)
    - Kim- Spiele (verschiedene Sinne)
    - Ich packe meinen Koffer...(akustisch)

    Na ja, eigentlich ist die Ausbeute tatsächlich nicht so groß. Es sollte auch einen motivierenden Charakter haben. Gibt es da keine geeigneten Ravensburger Spiele? Ich fände es gut, wenn ich hier etwas empfehlen könnte, was nicht unbedingt einen schulischen Charakter aufweist.

    Ich ergänze noch:
    - Geräuschememory

    Außerhalb von Spielen fällt mir noch ein, Hörbücher anzuhören.

    Meinst du mit Gedächtnisspielen sowas wie "Ich packe meinen Koffer..." oder "Quatschsilben merken und nachsprechen"?

    Nicht nur das, vielleicht irgendwelche gezielten Lernspiele (Brettspiele, Kartenspiele), die die Merkfähigkeit schulen. - Wenn es etwas nutzt, da der Beitrag von Wollsocken besagt, dass das nichts nutzen soll.

    Und Shadow, die Merkmale, die du beschreibst, treffen auf "meinen Fall" ähnlich zu, nicht ganz so ausgepägt in den Bereichen, weshalb noch zielgleich unterrichtet wird.

    Zur AVWS: Wurde mehrmals geprüft, das ist Kind durchgecheckt, mehr kann man nicht machen. Es waren keine akustischen Hörhilfen notwendig.
    Aber es ist eine Idee, dass der Wortschatz hinterherhinkt. Letztes Jahr war das Weihnachtsgedicht kürzer und sprachlich nicht ganz so anspruchsvoll, das hat das Kind noch bewältigt. Das könnte deine These bestätigen, Conni.

    Ansonsten, danke für eure Gedanken.

    Wie ich aus den bisherigen Beiträgen sehe, ist man wohl zuhause eher beschränkt, das Gedächtnis allgemein zu trainieren und muss das Kind zu einem koordinationstechnischen Sport schicken oder es muss ein Instrument lernen. Das besagte Kind ist sportlich und auch koordinationsmäßig ziemlich gut (was ich so im Sportunterricht sehe und wenn ich die Ergebnisse in den künstlerischen Fächern sehe) und spielt Fußball.

    Danke für deine Tipps für Schwächere, konkret ein Gedicht zu lernen.
    Ich bin bei der Benotung jetzt schon großzügig gewesen und habe weniger erwartet - eine kleine Minimalleistung war sichtbar - obwohl sonst kein Nachteilsausgleich besteht.

    Zum laut lesen:
    Ich wollte damit sagen, dass keine großen Leseschwierigkeiten in Bezug auf das Gedicht bestanden.
    Schwerhörig ist das Kind nicht, es hat einen Notenschutz bei der Rechtschreibung und einen Nachteilsausgleich bei längeren Lesetexten.

    Mir ist aber durch diese Aktion bewusst geworden, dass es Kinder gibt, die dringend zusätzlich ihr Gedächtnis trainieren sollten. Und da sie schulisch schon genug gefordert sind, dachte ich daran, mich einmal schlau zu machen, was man den Eltern spielerisch außer das bekannte Memory empfehlen kann, das man so in der Freizeit machen kann. Darum geht es mir in diesem Thread.

    Ich suche nach Gedächtnisspielen, die ich Eltern empfehlen kann, deren Kinder Merkschwächen haben, am besten für 8-10 Jährige.

    Gerade habe ich einen aktuellen Fall, da konnte sich das Kind (sonderpäd. Förderbedarf, akkustische Hörverarbeitungsprobleme) zum ersten Mal in meiner Laufbahn als Lehrerin ein Gedicht, das bisher alle nach einer gewissen Zeit auswendig konnten, trotz hohem Übungsaufwand nicht auswendig merken. Das Kind liest regelmäßig laut.

    Meine Frage besonders an KollegInnen und Sonderpädagogen:
    Kennt ihr da etwas Spielerisches, das man zuhause machen kann und wo effektive Fortschritte zu sehen sind? Mit irgendetwas muss man doch seine Gehirnzellen trainieren können.
    Mir fällt da erst einmal nur das altbekannte Memory ein. Doch das arbeitet mit Bildern und nicht mit Wörtern. Aber das ist wenigstens etwas.

    Edit, kann man nicht lieber das Unterrichtsfach Glück einführen? Achtsamkeit, Meditation, Konfliktlösung, gutes Gesprächsklima und sowas, da gibts doch genug erforschte Techniken, die Menschen gut tun.

    Das fände ich gut als Alternative. Wenn es ein Fach gäbe, wo ein achtsamer Umgang miteinander nachhaltig bewusst gemacht werden würde, dann würde das den Religionsunterricht ersetzen, der sich u.a. auch intensiv Gedanken macht, wie man tolerant und mitmenschlich lebt.
    Religionsunterricht gehört in die Glaubensgemeinschaften, wir brauchen eine Trennung von Staat und Kirche mit allen Konsequenzen (Kirchensteuern usw.). Irgendwann wird es auch so weit kommen, da immer mehr Menschen aus den großen Kirchengemeinschaften austreten.

    Ich recherchiere immer wieder.

    Jetzt habe ich von Kolleginnen den JBL3 charge (war interessanterweise zu leise) und den Dockin D Mate (ging gerade in der Lautstärke, aber der Klang war ziemlich trocken) ausprobiert.

    Jetzt liebäugle ich mit dem Bose SoundLink Revolve (gibt es gerade im Angebot, der Plus ist mir zu teuer). Hat jemand Erfahrung mit diesem Modell?

    Woher weißt du denn, dass es Gott gar nicht geben KANN ?

    Wobei wir hier wieder bei dem Gottesbild sind, das unterschiedlich in den ganzen Religionen der Erde ist und gemeinsam haben, dass diese Götter den Menschen überlegen sind.

    Dennoch darf man bei all den Diskussionen nicht vergessen, dass der Mensch zwar gut reflektieren und für seine Verhältnisse gut forschen kann und schon einiges erkannt hat, aber noch lange nicht alles weiß.
    Außerdem gibt es auch andere Attribute neben dem Kognitiven, die den Menschen ausmachen. Die Naturwissenschaft setzt auf das Kognitive, religiöse Ausrichtungen haben auch andere Elemente.

    Dass der Mensch letztendlich nicht viel weiß und seine Auffassungsgabe beschränkt ist, ist mir neulich beim Besuch eines Planetariums wieder vor Augen geführt worden:
    Was war vor dem angenommenen Urknall?
    Gibt es etwas außer Raum und Zeit?
    Was ist die treibende Kraft der Bewegungen im Weltall?
    Warum ist ausgerechnet durch so viele Zufälle Leben auf Erden entstanden?
    Ist der Mensch nur das, was sichtbar ist?

    Antwortversuche finden wir in den Religionen und in den Wissenschaften. Negativ für die Religionen ist, dass man das Handeln bzw. Nichthandeln der angeblich unsichtbar präsenten göttlichen Kräfte nicht nachvollziehen kann.
    Doch wir wissen letztendlich nicht, was sich hinter allem verbirgt (oder nicht) und ob wir es je als Mensch erfassen können.
    Das kann man so stehen lassen, sich einer Antwort einer Religion anschließen, seine eigenen Schlüsse ziehen oder zu dem Schluss kommen, da ist nichts und war noch nie etwas.

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