Beiträge von Caro07

    Ich stelle mir das ganz schön schwierig vor, unter vielen Beteiligten einen einigermaßen passenden Termin zu finden. Wenn man bei allen Eltern diesen Aufwand machen müsste.

    Wir haben für berufstätige Eltern 2x im Schuljahr einen Elternsprechtag von 17 bis 20 Uhr. Ansonsten haben wir eine feste wöchentliche Sprechstunde. Ich bin oft länger an der Schule und mache auch einmal mit Eltern am frühen Nachmittag oder nach dem Unterricht einen Termin aus. Irgendwie bekommt man das immer hin. Manche Eltern unterbrechen ihre Arbeit oder hören früher auf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei jedem die Arbeitszeit so festgezurrt ist.
    Bei Gesprächen mit multiprofessionellen Teams gibt meistens der MSD oder die Schulpsychologin eine Terminauswahl vor und da schauen wir, ob es bei allen passt. Es gibt Eltern, die sich für diese Zeit auch einmal frei nehmen, da ihnen solche Gespräche wichtig sind. Komischerweise geht das dann immer, wenn es solche Gespräche sind.

    Ich denke, man muss aufeinander zugehen und beiderseits flexibel sein.

    Entspannt euch, es handelt sich hier um eine Bachelorarbeit, die umfassen doch meistens knapp 30 Seiten.

    Wenn man aber den Eingangstext liest, sieht das schon so aus, als ob die Umfrage Teil eines Projektes wäre. Die Arbeitsgruppe, anscheinend von mehreren Professoren begleitet oder sogar geleitet, heißt: "Arbeitsgruppe für Unterrichtsqualität in heterogenen Kontexten". Vielleicht haben die Mitglieder den Auftrag, kleinere Studien zu erstellen und können sie für ihre Bachelorarbeit nutzen.
    Hatten wir nicht vor kurzem schon einmal eine ähnliche Umfrage aus dem Unipark Mannheim, über die hier diskutiert wurde?

    Um uns auf die Adventszeit einzustimmen, ist es bei uns an der Schule Tradition, dass wir in der Jahrgangsstufe einmalig eine kleine Adventsfeier am Morgen machen.
    Dieses Jahr haben wir das Thema "Frieden" in der 4. Jahrgangsstufe als Motto. Der Beitrag einer Klasse kann ein Text mit verteilten Rollen, ein Gedicht, etwas Musikalisches etc. sein. Er soll wenige Minuten gehen (höchstens 10 Minuten, eher weniger).

    Jetzt habe ich einmal in meinen Materialien gestöbert, das ist ganz schön schwer, für diese Altersstufe in diesem Thema etwas zu finden. Bisher fand ich nur "der Streit der Kerzen", mit dem ich nicht ganz zufrieden bin. Singen fällt aus, da meine Klasse wirklich nicht singen kann.
    Ich habe auch bei youtube gestöbert, ob es so etwas wie einen Friedenstanz gibt, habe ich auch nichts Brauchbares gefunden.

    Also, lange Rede, kurzer Sinn:
    Hat jemand einen Tipp für mich?

    Diese Studiengänge sind irgendwie relativ.

    Ich habe in den 80igern an einer PH in Baden-Württemberg Grund- und Hauptschullehramt studiert. An dieser PH studierten gleichzeitig auch Realschullehrer, die mit A13 einstiegen.

    Was war gleich, was war der Unterschied?
    Wir hatten 7 Semenster Regelstudienzeit, die Realschullehrer 8 Semenster. Wir hatten ein Haupt - und ein Nebenfach, ein ergänzendes Studienfach (wahlweise Psychologie, Soziologie, Philosophie oder Theologie), Grundschuldidaktik und jede Menge Pädagogik, während die Realschullehrer 2 Hauptfächer hatten, keine Grundschuldidaktik und dafür weniger Pädogogik hatten, was sie eben an zweitem Hauptfach an Zeit aufrüsten mussten. Ob sie ein ergänzendes Studienfach hatten, weiß ich nicht mehr, aber ich glaube nicht. Aber wir saßen in allen fachwissenschaftlichen Vorlesungen unserer Fächer zusammen, teilweise auch in den fachdidaktischen, vor allem wenn es um den Stufenschwerpunkt Hauptschule/Realschule ging. Die Praktika, die es an der PH gab, machten wir dann jeweils an unseren Schularten.
    Vom Anspruch her gab es da keinen großen Unterschied. Was die Realschullehrer mehr an 2. Hauptfach machten, machten wir mehr an Pädagogik und Grundschuldidaktik. Ich absolvierte wie viele ebenso 8 Semenster, weil es in 7 Semenstern schon ziemlich stressig war, wenn man noch eine anständige Zulassungsarbeit schreiben wollte.
    Alles in allem rechtfertigte offiziell dieser Studienaufbau jahrelang den Gehaltsunterschied um eine Gehaltsstufe. Inzwischen sieht es an den PHs anders aus wie ich den Eindruck habe.

    Aber wenn es so viele sind, dass man seinen normalen Job (und normal sind nunmal 40 Stunden / Vollzeit) grundsätzlich nicht schaffen kann, stimmt irgendwas nicht.

    Da stimmt gewaltig etwas nicht im Grundschulbereich. Zusätzliche Zeitbelastung durch zu große Klassen (ist jetzt an meiner Schule so, wir haben zwischen 25 und 29 Schüler), Heterogenität, individuelle Förderung in Vorbereitung und Nachbereitung, Absprache/Rücksprache mit anderen an der Förderung beteiligten Personen, Dokumentationen, Berichtszeugnisse und dann noch on Top alle Aufgaben, die Schulen so leisten müssen, in der Grundschule fast alles ohne Ermäßigung.

    Dann reduziere ich aber doch meine Stunden nicht, sondern die Zusatzaufgaben.

    Die Zusatzaufgaben kann man gar nicht reduzieren, weil sie Pflicht sind.
    Man kann doch nicht einfach aus Teamsitzungen wegbleiben, Gespräche mit multiprofessionellen Teams ablehnen, von verpflichtenden Fortbildungen wegbleiben etc.
    Wenn keiner die Arbeit macht, die in Schulen anfallen, wer soll sie dann machen? Dann bleibt die Arbeit auf den Schultern Weniger hängen!
    Wenn wir uns eigene schulentwicklerische Ziele setzen, sind das notwendige Verbesserungen, mit deren Ergebnissen wir dann alle leichter leben. Sie entstehen immer aus einem gewissen Manko heraus.

    Nachtrag: Natürlich entsteht die Reduzierung des Deputats nicht aufgrund von Zusatzaufgaben.

    @ Tulpe 80
    Kann ich für unsere Schule auch bestätigen. Nur sind die Vollzeitlehrer bei uns hauptsächlich Frauen, die Hauptverdiener in der Familie sind.

    @ Lehramtsstudent
    Es ist bei uns tatsächlich so, dass so viele außerunterrichtliche Tätigkeiten an unserer Schule auflaufen, dass deine Zeitvorgabe mit vollem Deputat und übrigens auch mit leichter Stundenreduzierung nicht zu schaffen ist.
    Stundenermäßigung für Sonderaufgaben gibt es bei uns selten. Neben anderen außerunterrichtlichen Tätigkeiten wie Absprachen in Teams, Routineaufgaben usw. haben wir auch eine Menge Aufgaben, die in dem Bereich Schulentwicklung anfallen. Wobei da ein gewisser Motivationscharakter liegt, weil wir uns aussuchen können, in welchem Arbeitskreis wir mitarbeiten. Motivation ist so lange gegeben, bis man nicht von oben gezwungen wird, das Konzept X zu erstellen.

    Verstehe. Missverständliche Formulierungen gibt es immer wieder bei den Vergleichsarbeiten.

    Allerdings sind diese Begründungsaufgaben in Vera meistens so, wie du beschrieben hast, formuliert. Da steht ganz einfach zuerst die Frage und dann in der Folge "Begründe."
    Deswegen muss man das im Vorfeld thematisieren, dass die Schüler bei dieser Art von Fragestellung immer möglichst genau begründen sollen. Damit es nicht zu Missverständnissen bei diesen Fragenstellungen kommt, sollte man das Format "Vera" im Vorfeld mit den Schülern an einigen Beispielaufgaben durchgehen.
    Da Vera bei den KuK ziemlich umstritten ist, handhabt das jeder anders.

    Veruntreuung von Geldern gibt es auch an öffentlichen Schulen.
    Ich kann mich an zwei Fälle aus dem lokalen Umfeld in den letzten 10 Jahren erinnern,
    die durch die Presse gingen.
    Von weiteren deutschlandweit habe ich im Lauf der Jahre gelesen.
    Die entsprechenden Schulleitungsmitglieder mussten dann gehen.

    Wie bei VERA. Da war eine Art aufgeklappter Würfel im Heft abgebildet, bloß falsch gezeichnet.
    Aufgabe: „Warum ist das kein Würfelnetz? Begründe!“
    Mein Sohn schreibt: „Weil man daraus keinen Würfel bauen kann.“

    Da ging es um ein "Würfelnetz", das so gezeichnet war, dass sich zwei Seiten überlappt hätten. Die Anzahl der Flächen hat gestimmt.

    Na ja, da ging's schon um genauere Begründungen.
    Ich kann dir sogar die Musterantwort aus dem Lösungsheft liefern:

    "Alle Begründungen, die erkennen lassen, dass das Kind erkannt hat, dass im gefalteten
    Würfelnetz zwei Flächen übereinander liegen werden bzw. ein Loch bleibt, z. B.:
    - weil er auf der rechten Seite/oben ein Loch hat
    - weil links/oben/unten Seiten doppelt liegen"


    Bei der 1. Beispielaufgabe der TE fehlt in meinen Augen noch eine wichtige Information, nämlich, dass jeder Vogel einen Wurm verspeist. Da hätte es eindeutiger gemacht. Somit müsste man eigentlich mehrere Lösungen zulassen, in der Richtung wie MarieJ schon angedeutet hat. Es könnte auch ein Vogel zwei Würmer fressen oder gar alle drei. ;)

    Ansonsten stimme ich den anderen zu, dass die 2. Aufgabe für die Schüler an für sich schwieriger ist. Das "mehr" wird gerne überlesen bzw. muss man solche Aufgaben richtig üben, damit die Schüler lernen, wie man dieses sprachliche Element in Rechnungen übersetzt.

    Manche bewerben sich auch ganz einfach an einer Privatschule aus der Not heraus, weil sie vorerst an einer staatlichen Schulen keine Anstellung gefunden haben.
    Privatschulen haben ein anderes Finanzierungsmodell und einen der Arbeitgeber ist ein anderer. Woher soll denn das Geld für die Lehrkräfte kommen?
    Der Staat hat Interesse an seinen eigenen Schulen und "duldet" sozusagen die Privatschulen. Ein gesteigertes Interesse hat er an den Ideen der Privatschulen nicht.
    Allerdings gibt es auch Privatschulen mit hervorragendem Ruf, bei uns gerade im gymnasialen Bereich, da hängt noch die Kirche, also ein Orden, mit drin. Ich weiß allerdings nicht, was dort die Lehrkräfte verdienen. Wenn Priester schon staatlich bezahlt werden, dann vermute ich, dass das auch über den Staat läuft.

    Wenn ich mir vorstelle, dass, wie Palim weiter obengeschrieben hat, Eltern ihre Sicht erläutern und Hinweise auf das Umfeld zum Zweck der Transparenz geben.

    Zu diesem Thema:
    Ich habe das schon erlebt, wo Eltern mir Hinweise auf das familiäre Umfeld anderer Kinder geben wollten. Das ist immer gefärbt und von eigenen Interessen geprägt.
    Ich würde als Elternteil nicht wollen, dass ein anderes Elternteil meine Privatsphäre in solchen Konferenzen zum besten gibt.
    Und ich erlebe, dass Eltern über gewisse Kanäle herausbekommen wollen, wie andere Kinder notenmäßig stehen.
    Wir haben an unserer Schule immer wieder ein Whatsapp Problem, wo Eltern sich gegenseitig anfeinden.
    Ich mag Eltern nicht als Handlanger haben, die über andere Eltern urteilen und ihre Meinung kundgeben. Wenn man auf gleicher Ebene ist (also Elternebene) ist man nie frei von eigenen Interessen gegenüber Schule.

    Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass die Elternbeteiligung fair für alle Beteiligten ist, vor allem, wenn sie die von Palim beschriebenen Ausmaße annimmt.

    Aber offensichtlich scheinen die Bundesländer das hinzubekommen, sonst wären da auch schon kritische Stimmen aus den betroffenen Bundesländern selbst gekommen.

    Bei uns gehen bestimmte Themen, Beschlüsse der GLK (die Bereiche sind vorgeschrieben) an den Elternbeirat, der diese dann genehmigen muss. An diesen Sitzungen ist nur die Schulleitung anwesend. Es geht z.B. um Schulbücher, Hausordnung und solche Themen.
    Zudem sind zu unserer Schulentwicklungskonferenz die Elternbeiratsvorsitzenden eingeladen.

    Ich sag's mal so:

    Am besten ist es doch so, dass Krankheiten möglichst ohne Nebenwirkungen besiegt werden oder noch besser Vorkehrungen getroffen werden, dass sie gar nicht entstehen. Und da haben alle Methoden Recht, die diesen Weg begleiten.

    Manchmal kommt man eben nicht drum herum: Als ich die Borreliose hatte, habe ich mich dafür entschieden, trotz Nebenwirkungen eine starke Dosis Antibiotikum zu nehmen (ich bat den Arzt zeitweise um eine stärkere Dosis), weil das Risiko viel zu groß war, einen Dauerschaden zu bekommen. Da haben übrigens unterschiedliche Ärzte unterschiedliche Ansichten, was die Dosis betrifft. Wie da die Erfahrungen sind, kann man gut im Internet recherchieren, z.B. von Betroffenen oder Ärzten, die sich darauf spezialisiert haben.

    Bei der Stimmbandentzündung habe ich eine Runde Antibiotika genommen, die Klinik wollte mir standardmäßig nochmals eine Runde geben, die ich dann nicht mehr nahm. Stattdessen habe ich mich alternativ bis zur vollständigen Ausheilung (nicht nur homöopathisch, sondern auch mit anderen alternativen Methoden) behandeln lassen - diese Behandlung schlug sehr gut an und die Stimmknoten waren dann auf einmal weg. (Ich befürchtete schon ein Aus meines Berufslebens, sah erst schlimm aus.)

    Wollsocken, das ist doch voll in Ordnung, wenn man gute Erfahrungen weiterentwickelt.
    Homöopathie verbinde ich jetzt nicht mit Spontanheilungen.
    Mit Spontanheilungen verbinde ich eher die Pfingstgemeinde, die ich einmal vor 35 Jahren in der Schweiz erleben durfte, wohin mich eine Freundin mitschleppte, als ein sogenannter Heiler anwesend war. Oder diese Wunder in Fatima. In meinen Augen sind Spontanheilungen etwas Psychosomatisches wie im umgekehrten Fall auch einige Krankheiten.

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