Einige deiner genannten Fälle kann man gar nicht verallgemeinern. Das kommt auf den Schultyp, die Persönlichkeit, das eigene Geschlecht, die persönlichen Grenzen und - in bestimmten Situationen wie z.B. Art des Kontakts mit Eltern - das eigene Stressempfinden an.
Zu deinen Beispielen:
Bowling: würde ich nicht so organisieren, dass ich in diese Verlegenheit käme
In Bayern kann man inzwischen wieder Kinder im Auto mitnehmen und ist versichert. Würde ich aber nur in absoluten Notfällen machen.
Kind umarmen: in der GS persönliche Geschmackssache und hat auch mit der eigenen Persönlichkeit und dem Kind zu tun. Ja, ich nehme in zu tröstenden Situationen manchmal spontan Kinder kurz in den Arm, umarme sie aber nicht.
Sportunterricht: Wenn man erste Hilfe leisten muss und die anderen Kinder beaufsichtigen muss, überlässt man das Trösten meistens den Mitschülern. Allerdings, wenn es einem Kind schlecht geht und man den Rücken frei hat, wird man schon selbst bei dem Kind bleiben.
Handynummer ist für mich ein Nogo. Mit Grundschülern tausche ich nichts über private Nummern. Allerdings haben wir inzwischen über schulische Wege digitale Möglichkeiten, z.B. Mebis und speziell über Bücher: Antolin.
Emails: Bin darüber zusätzlich zum Hausaufgabenheft über organisatorische Dinge im Austausch mit Eltern. Aber nur gebremst, weil ich keine übergriffige Mails erhalten will. Probleme werden nur im persönlichen Gespräch besprochen, es gibt höchstens einen Abgleich über Vereinbarungen und schnelle Infos über Mails. Das klappt ganz gut und die Eltern halten sich in der Regel daran. Meine jetzige Klasse bisher schon. Sollte ich dennoch eine solche Mail erhalten, ignoriere ich sie erst einmal oder gebe dem Kind eine mündliche Antwort oder mache einen Termin. Wenn ich etwas in Ruhe klären kann, schreibe ich in Ausnahmefällen zurück.
Raum allein: Solche Einzelgespräche führe ich öfter einmal, entweder vor dem Klassenzimmer oder nach dem Unterricht. Die Mitnachhausegeher warten dann vor der Tür auf das Kind. Ich lasse auch mal die Tür auf. Es geht einfach darum, dass die anderen es nichts angeht, was wir besprechen, denn es sind die ureigenen Probleme des Kindes, auf die eine Lösung gesucht wird. Einzelgespräche in der Grundschule sind ein effektives Mittel.