Beiträge von Caro07

    Das mit dem "Urlaub" und den rotierenden Klammern finde ich eine schöne Idee. :top:
    Bei mir hängen auch die Klassendienste im Klassenzimmer mit Klammern.
    Immer 2 Kinder haben einen Dienst. Wenn ich mehr Kinder brauche, sage ich z.B., der Ordnungsdienst hilft heute beim Austeilen. Ich habe Dienste, die wenig gebraucht werden, in einen Dienst zusammengefasst. Wir haben z.B. einen Dienst, der drei Dienste für 2 Kinder impliziert, der dann abgekürzt "Dreifachdienst" heißt.

    Inzwischen teile ich die Dienste folgendermaßen ein: Tabelle mit Klassenliste und Diensten.
    Ich nenne ein Kind, das sucht sich den Partner aus. Dabei achte ich darauf, dass das genannte Kind vergleichsweise noch wenig Dienste auf seinem Konto hat. Dann notiere ich auf der Liste, wer in welcher Woche welchen Dienst hat. Das verschafft eine gute Übersicht über die geleisteten Dienste. Der Ordnungsdienst ordnet dann anhand der Liste die Klammern zu.
    Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Chance besteht, auch einmal mit einem anderen Partner Dienst machen zu können. Die Einteilung der Dienste und das Aufnotieren ist in 5 Minuten erledigt.
    Das mit den wandernden Klammern geht natürlich noch schneller!

    Musst du das Thema irgendwo unterordnen? Im verlinkten Thread wurden schon viele gute Vorschläge gemacht, wie du daraus eine Unterrichtsstunde/-einheit basteln kannst.

    Neuerdings spielt das Thema bei uns in der Grundschule ebenso (4. Klasse) eine Rolle, bzw. ein HSU Buch (Erlebniswelt3/4) hat das Thema intensiver aufgegriffen.

    Es wird in der Einheit "Wasser" verarbeitet. Da geht es erstmal um virtuelles Wasser (Umweltgedanke). Danach leitet es über zu Recycling und nachhaltige Rohstoffe.

    Anschließend wird die Plastiktüte in Bezug auf die Herstellung (Erdöl - Rohstoffausnutzung) und die problematische Entsorgung (Plastikmüll in den Meeren, Nahrungsketten) und Recycling behandelt. Anschließend geht es darum, wie man nachhaltig leben kann. Zum Schluss werden die Zukunftsziele der Vereinten Nationen angeschaut.
    https://www.bmu.de/themen/nachhal…ng/2030-agenda/

    Vielleicht kannst du von diesen Gedanken etwas verwenden. Wie ich in dem anderen Thread gelesen habe, geht es um das Fach Politik/Wirtschaft. Vielleicht kannst du mit den UN- Zielen einsteigen (Agenda 2030) und das dann schwerpunktmäßig rausgreifen, was dann für Plastik passt?
    Ich würde alles mehr unter dem Thema "Nachhaltigkeit" und "Zukunftsziele" sehen. Wenn es um Wirtschaft geht, könnte man Alternativen zu Plastik überlegen, die nachhaltig sind. Z.B. welche Wirtschaftszweige man durch diesen Aspekt fördern kann. Es gibt Ansätze, dass die Wirtschaft bei uns schon darauf reagiert, z.B. will glaube ich Lidl oder Aldi Plastikmüllverpackungen vermeiden.

    Übrigens, in vielen nordafrikanischen Ländern ist das Land von Plastik vermüllt. Das weiß ich aus Berichten von Mitreisenden. In Ägypten habe ich mit eigenen Augen gesehen, wie die Leute ihre Plastikflaschen und sonstigen Müll im Nil entsorgt haben. Ich kann mich an kein Feld erinnern, wo wir vorbeigefahren sind, das frei von Plastik war.

    Letzendlich empfinde ich das Thema "Plastik" vom Sinnstiftenden her als ein zukunftsorientiertes Thema (also Umgang bzw. Vermeidung) und nicht ein vergangenheitsorientiertes. Allerdings war früher die Erfindung von Plastik eher ein "Segen", heute wird das immer mehr zum "Fluch".

    an Düften:
    1) eine Mischung aus Zitrone und Orange
    2) eine Mischung aus Lavendel/Thymian/Salbei
    3) Eukalyptus (in der Sauna)


    Wie lange brauchst du, bist du in den großen Ferien deine Arbeitsmaterialien bzw. dein Arbeitszimmer aufgeräumt und wieder auf Vordermann gebracht hast?

    @Buntflieger

    Ich vermute, dass du in deinem Beitrag Übungsstunden in D oder M beschrieben hast.

    Wie führst du denn das Thema ein?
    In der Grundschule ist bei uns (vielleicht ist das regional, wir sind stark vom SINUS - Programm beeinflusst) verbreitet, dass wir die Einführung mit Aufgaben machen, die so gestellt sind, dass sich jeder auf seinem Niveau Gedanken machen kann.
    Dann werden die Ergebnisse nach einem Austausch zusammengetragen und ggf. diskutiert und verifiziert und schlussendlich zu einer Sicherung (falls es das Thema so will) zusammengefasst. Da kommen Dokumentationen und auch kooperative Unterrichtsformen mit ins Spiel.

    Man hat es sich zur Aufgabe gemacht, solche Fragestellungen/Impulse zu entwickeln, wo jeder angesprochen ist und diese auf seine Weise lösen kann.
    Z.B. beobachte ich schon seit Jahren, dass es z.B. bei Experimenten, irgendwelchen Texten zum Nachdenken und mathematischen Aufgaben mit etwas Anspruch unterschiedliche Beobachtungen, Gedanken und Lösungswege von unterschiedlichem Niveau aufgeschrieben werden. Das Niveau steigert sich im Laufe des Schuljahrs, wenn es dazu Rückmeldungen gibt und den Kindern klar ist, dass ihre Notizen etwas wert sind (Stichpunkt: Lerntagebuch, wenn der Begriff es auch nicht ganz richtig trifft).

    Wie du schon richtig schreibst, kann man für Schwächere, die mit der Aufgabenstellung überhaupt nichts anfangen können, Hilfen anbieten.
    Meine Erfahrung: Nicht zu früh! Sonst werden sie denkfaul. Ich sage meistens, dass ich ihnen mindestens einen Gedanken dazu zutraue. Und meistens schreiben sie dann doch etwas Sinnvolles auf. Viele Schwache sind einfach nur unsicher und trauen sich nicht. Ich traue den Schülern in der Regel mehr zu als sie sich selbst.

    Das, was ich geschrieben habe, betrifft jetzt eher die Einführungsphase. Lehrerzentriert mache ich es auch mal mit Kärtchen usw., wo die Schüler im Halbkreis (Kinositz) vor der Tafel sitzen. Kommt darauf an.

    Zur Übungsphase: Ich fand es bisher nicht unbedingt nötig, so viele unterschiedliche Materialien in der Grundschule bereitzustellen. Wir haben allerdings auch gute Schulbücher inkusive angebotener Materialien. Ich sehe es da eher so, dass ich bei schwächeren Schülern entweder noch Hilfestellung gebe oder gewisse Aufgaben nicht machen lasse. Doch vieles in der Grundschule sind Grundlagen. Und eine Grundlage sollten erst einmal alle haben.
    Dann gibt es schon Methoden, die von sich aus differenzieren z.B. die Lautlesetandems oder individuelle Lernwörterdiktate.
    Wer schneller fertig ist und auf eine angegebene Weise kontrolliert hat, bedient sich aus den Angeboten, die im Klassenzimmer sind. Für mich muss das nicht unbedingt das Fach sein, denn die Kids haben ja bewiesen, dass sie das, was gefordert ist, können. Sie können auch gerne dann eine ganz andere Aufgabe aus einem anderen Fach machen.

    Meine Erfahrung in der Grundschule (geht in die Richtung wie state_of_Trance beschrieben hat): Stellt man Material von unterschiedlichem Niveau zu freien Auswahl bereit, werden nicht alle das Material bearbeiten, das ihnen entspricht. Jeder hat eine andere Motivation, das Material zu nehmen oder nicht. Das kommt auf die Lerneinstellung, Selbsteinschätzung und den (nicht vorhandenen) Ehrgeiz in diesem Alter an.

    Das Thema s-Schreibung ist doch aber ohnehin in Klasse 4 dran ... oft auch schon in 3 ... und es gibt eine Menge Materialien dazu.
    Außerdem ist das doch mit Regeln gut zu erklären.

    Das ist mir klar. Es geht mir nicht um Materialien und Regelwissen. Daran mangelt es mir nicht und die werde ich nach Bedarf einsetzen. Vielleicht habe ich mich missverständlich in meinem Eingangspost ausgedrückt.

    Ich hatte noch nie einen Schüler aus der Schweiz und deshalb habe ich nach Erfahrungen und evtl. - falls es das gibt - Erlassen gefragt.

    So und so kannst Du Dich darauf einstellen, dass das Kind kein Hochdeutsch sprechen kann, Mundart ist bei uns nicht bäh sondern Alltagssprache und zwar immer und überall. Im Kindergarten und in der Primar wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Kinder Schweizerdeutsch sprechen.

    Wenn dem so wäre, finden das meine Schüler sicher klasse! 8)

    Bisher weiß ich nicht, wo die Familie in der Schweiz gewohnt hat. Unbekannt ist mir der Dialekt nicht, da ich selbst insgesamt 8 Jahre in der Nähe der Schweizer Grenze im südlichen Baden- Württemberg gewohnt habe.

    @ plattyplus
    Im Zweifelsfall schaue ich im Duden nach. Der lässt oft zwei Varianten gelten.

    @ Wollsocken
    Vielen Dank für deine Antwort von der vordersten Front. :)
    Ich könnte mir schon vorstellen, dass der Weg umgekehrt schwieriger ist, denn nicht aus allen ss wird ein ß, während in der Schweiz aus ß immer ein ss wird.

    ß folgt nämlich nur nach Zwielauten und lang gesprochen Vokalen und Umlauten; diese Regel gilt auch fürs einfache s. Nach kurz gesprochenen Vokalen/Umlauten bleibt das ss bestehen.

    Wenn der Wortstamm sich ändert, z.B. bei den Zeitformen, dann ist immer diese kurz oder lang gesprochene Variante ausschlaggebend. Allerdings werden dann aus ss immer ß.

    Ob das der Schüler so schnell kapiert? ;)
    Gut für ihn, dass wir das nochmals intensiv im 4. Schuljahr thematisieren. Im 3. Schuljahr haben wir es nur angerissen.

    Liebes Forum,
    nächstes Schuljahr bekomme ich in der 4. Klasse einen Schüler, der aus der Schweiz hierher gezogen ist. Ich kenne ihn allerdings noch nicht.

    Ich bin gerade am Überlegen, wie ich da mit dessen erlernter Rechtschreibung in Bezug auf das ß umgehen soll.
    Wer hat denn hier Erfahrung? Wie lange dauert es, bis sich jemand an die Rechtschreibung mit ß gewöhnt hat?
    Kennt jemand eine Vorschrift für Bayern, wo der Umgang damit festgelegt ist?
    Muss ich gleich nach deutscher Rechtschreibung bewerten oder gibt es da eine Kulanzzeit?

    @Wollsocken80
    Ich für meinen Teil konnte das Thema auch nicht so locker stehen lassen.
    Wie du ein paar Beiträge vorne geschrieben hast, scheint es durchaus unterschiedliche Ansichten über die moralische Bewertung der Sache zu geben und das nicht nur bei der Threaderöffnerin.
    Egal ob Troll oder nicht, ich finde, auch wenn Leute hier Ratschläge geben, gehören die geäußerten moralischen Gedanken mit zum Thema.

    Weitere Diskussionen bringen allerdings nichts, denn es ist alles gesagt und geschrieben. Alles andere artet jetzt nur noch in einen sprachlichen Schlagaustausch aus. Da gebe ich dir Recht: Über alle jetzt noch hingehaltenen Stöckchen sollte man nicht mehr springen.

    „Man fällt mit seinen Idealen schnell aus der Zeit“ (Annette Schavan, 2019)

    Der Spruch fiel in diesem Zusammenhang:
    Zitat:
    "Im Herzen der katholischen Kirche hatte Schavan auch persönliche Erkenntnisse. „Ich habe in Rom den roten Faden in der Theologie gefunden“, meint sie. Die katholische Kirche solle nicht nur bewahren, sondern auch Pionieraufgaben übernehmen. Sie ist überzeugt: „Man fällt mit seinen Idealen schnell aus der Zeit, wenn man die Zeit nicht mehr verstehen will“."
    Quelle: Spruch Schavan zur kath. Kirche

    Na ja, ob dieser Spruch in diesem Zusammenhang (also des Threads) passt? Manche Ideale überdauern die Zeiten und zählen zu den Grundlagen der Gesellschaft oder/und des menschlichen Zusammenlebens.
    Ansonsten ist alles gesagt: Ein Schummeln bei Abschlüssen, die in Eigenleistung erbracht werden sollen, ist nicht zu unterstützen. Da kann man in der Folge gleich gucken, wie man sich den besten Ghostwirter angeln kann. Am besten man hat betuchte Eltern.
    Wirklich toll. Dann haben wir in letzter Konsequenz die ganzen Schummler an vorderster Front, wo man Geschicke lenken kann.

    Ich wollte allen Mitdenkenden noch Rückmeldung geben:
    Habe die Lesenacht durchgeführt, es hat alles geklappt.
    Zur Einführung gab's kleine Filmchen mit Interviews von Paul Maar, danach ein Autorenportrait.
    Danach bearbeiteten die Schüler an verschiedenen Stationen, die mit unterschiedlichen Büchern oder Buchserien von Paul Maars Büchern bestückt waren, wie ich oben beschrieben habe, kleine Aufgaben zu den Büchern.
    Auf meine Frage hin, welche Bücher sie nun von Paul Maar lesen bzw. Jüngeren vorlesen (hatte auch leichte Bücher dabei) würden, kam bei mir der Verdacht auf, dass die das etwas nach dem Motivationscharakter bzw. der Schwierigkeit der ABs beurteilt haben.
    Das Sams, Herr Bello und In einem tiefen, dunklen Wald waren die Favoriten.

    Na, um das Ganze noch zu vervollständigen eine "Anekdote":
    Als Studenten mussten wir alle (also alle Lehramtsstudenten) an einer Reihenröntgenuntersuchung zur Tuberkulose teilnehmen. Ich glaube, das war im 2 jährlichen Abstand. Irgendwann wurde es dann abgeschafft. Laut wiki 1983.

    Das will ich auch noch loswerden:
    Zur Diskussion insgesamt: Das größte Problem, das die Menschheit hat, ist die Klimaerwärmung. Wie lange kann die Menschheit überhaupt noch existieren, wenn sie so weitermacht?

    Wie macht ihr das eigentlich, wenn es im Klassenraum mal wieder über 30°C heiß ist, ihr natürlich weder hitzefrei noch "Schutzmaßnahmen" vom Dienstherren / Schulträger gestellt bekommt ("Fenster auf" zähle ich jetzt nicht dazu, auch nicht Sonnenschutz für die Fenster, da die Hitze ja oft schon im Gebäude / Dach (falls im obersten Stock) steckt, so dass ein Sonnenschutz für die Fenster nichst bringt, zudem geht ja in der Regel entweder "Fenster auf" oder "Sonnenschutz", aber nicht effektiv beides gleichzeitig)?

    Wir haben in Bayern 2 Hitzewellen in diesem Schuljahr mitgemacht.
    Draußen war es auch zu heiß. Die Pause war bei sehr heißen Tagen eine Zumutung.

    Ich bin ganz oben und habe Morgensonne in meinem Klassenzimmer. Ich lasse die Rollos den ganzen Tag, auch bis zum nächsten Schultag, komplett zu und lasse die Fensterflügel gekippt. Wir "arbeiten" paradoxerweise bei Licht und ich habe 2 billige Ventilatoren aufgestellt; bei der nächsten Hitzewelle habe ich mir geschworen, dass ich noch einen Ventilatorturm anschaffe. (Das Ding habe ich neulich im Fitnesscenter gesehen, das kühlte gut und war platzsparend.)
    Tatsächlich empfindet man es durch die Maßnahmen etwas kühler, wobei ein Blick auf das Thermometer sagt, dass es das kaum ist. Trinken dürfen die Schüler so oder so so viel sie wollen. Die Ventilatoren gingen bisher auf meine Kosten, ich finde allerdings, dass der Schulträger wenigstens das bezahlen sollte. Das werde ich in der nächsten Konferenz ansprechen.
    Wir gehen mit den Schülern den ganzen Morgen ins Freibad, doch mehr als 2-3x pro Klasse im Schuljahr ist dann auch nicht drin.

    Diese ganzen Ghostwritinggeschichten verwässern die akademischen Abschlüsse und Grade.
    Entweder gehört eine umfangreiche Arbeit zu einem akademischen Abschluss dazu oder nicht.
    Wer sich die Arbeit weitgehend schreiben lässt, hat den Abschluss nicht verdient. Er schummelt.

    Das gehört in keinster Weise unterstützt. Ich verstehe so oder so nicht, dass man über das Internet an solche dubiosen Geschichten herankommen kann und das nicht offiziell unterbunden wird.

    Bei meinen schriftlichen Arbeiten zun den Staatsexamen konnten wir zum betreuenden Prof gehen und ihm das Inhaltsverzeichnis vorlegen. Er sagte uns dann, ob man das so machen kann und was man noch beachten muss.
    Korrekturlesen, denke ich, ist legitim. Nur, wenn der sg. Ghostwriter geistige Arbeit und Recherchearbeit leistet, die ich zu erbringen habe, dann sind das eben nicht mehr ein eigenes Produkt. Bei schriftlichen Arbeiten ist es doch gerade für die persönliche Weiterentwicklung wichtig, dass man das selbst macht und alles strukturiert und durchdenkt.
    Durch die beiden umfangreichen Zulassungsarbeiten (heute Hausarbeiten genannt) habe ich sehr viel dazugelernt, nicht nur inhaltlich, sondern auch, wie man eine akademische Arbeit verfasst und wie man hier arbeitet.
    Ansonsten bin ich der Meinung wie O. Meier beschrieben, es ist Betrug an allen, die ihren akademischen Grad oder ihr Zulassungsverfahren zum Staatsexamen usw. ehrlich im Sinne des Wortes verdienen. Man hat hier etwas Wesentliches zu seinem akademischen Studium nicht geleistet, wenn man sich solche Arbeiten weitgehend schreiben lässt.

    Also in Bayern (Grundschule) ist es eher so, dass jeder nach dem Ref erstmal nach München versetzt wird. Aufs Land kommt man nicht so leicht.

    Kommt auf den Regierungsbezirk an. Deiner ist Oberbayern. Da ist es sicher so, da das Land um München sehr begehrt ist. Ich bin in einem anderen Regierungsbezirk. Alle Referendare, die ich kenne, sind bisher im Regierungsbezirk geblieben. Wharscheinlich gibt es hier hohen Bedarf. Bei uns kamen die Referendare an Schulen, wohin keiner will. Einerseits an Brennpunktschulen in den Städten bzw. im Dunstkreis der Städte und andererseits an Schulen am A... der Welt, also tiefstes Land, nicht selten 50 - 100 km vom jetzigen Lebensmittelpunkt entfernt.

    Ja, Scharlach galt schon immer als schlimm. FSME ebenso. Allerdings bin ich da am Überlegen, ob ich es auffrischen lassen soll, weil ich die letzte Impfung sehr schlecht vertragen habe und dachte, das Kopfweh und die Schlappheit gehen nicht mehr weg.
    Menschen mit einem schwachen oder unausgeglichenen Immunsystem haben immer ein erhöhtes Risiko. Meine Mutter ist an der Folge einer Grippeimpfung gestorben, weil ihr Immunsystem überreagiert und sie eine zusätzliche Autoimmunerkrankung bekommen hat. Mein Vater ist bei einer der letzten großen Grippeepidemien an dieser auf einer Reha gestorben. Er war gegen Grippe geimpft, aber ausgerechnet nicht gegen den grassierenden Virus und hatte eine gerade größere Operation hinter sich, die ihn zusätzlich geschwächt hat.

    Nachtrag: Oft will man gar nicht wissen, welche Trägerstoffe wegen einer ausreichenden Immunantwort noch mit eingespritzt werden. Bei meiner letzten Tetanus/Diphterieimpfung vor drei Wochen erfuhr ich, dass da noch Formaldehyd als Konservierungsmittel und irgendein Aluminiumsalz (das andere habe ich vergessen) mit drin sind, aber weniger als früher. Je mehr verschiedene Impfstoffe desto mehr Zusatzstoffe, so die Auskunft der Apotheke. Meine Mutter war in dem Jahr mit dabei, wo man bei der Grippeimpfung den Trägerstoff auf abgetötete Krebszellen (Info vom Arzt) umgestellt hat.

    Früher, als es noch keine Impfstoffe gab, war's tatsächlich so, dass man froh war, wenn man möglichst alle Kinderkrankheiten vor Einbruch der Pubertät hinter sich hatte. Am besten im späten Kindergartenalter oder im Grundschulalter. Je älter man war, desto heftiger war der Ausbruch. Großen Horror hatte man davor, wenn man eine Kinderkrankheit noch nicht im Erwachsenenalter gehabt hat. Da hieß es, ein Ausbruch sei je älter man sei umso gefährlicher.
    Scharlach galt früher als eine der schlimmsten Kinderkrankheiten, heute scheint es harmloser zu sein. Masern empfand ich nicht so schlimm, Keuchhusten war unangenehm, aber Mumps war schon heftig mit dem geschwollenen Gesicht und Hals. Windpocken bekam ich komischerweise 2x (falls diese beim 1. Mal richtig diagnostiziert waren), der Ausbruch in der Pubertät war wesentlich heftiger als die erste Variante.
    Früher hatten wir alle diese Kinderkrankheiten und bekamen sie in dem Alter, wo sie zwar leidvoll, aber anscheinend von der Masse gut zu bewältigen waren. Ich weiß von keinem in meinem damaligen Umfeld, der irgendwelche Folgeschäden erlitt.
    Diphterie, Polio und die jetzt ausgerotteten Pocken waren und sind ein anderes Kaliber.

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