Beiträge von Kiggie

    Ich bin abends am Produktivsten. Nach der Schule freue ich mich meist über 2 Stunden Ruhe und dann geht es wieder los. Kommt aber auch aufs Thema an und ob ich Lust drauf habe. Meist arbeite ich auch noch an einem Tag des Wochenendes. In den Ferien dafür fast gar nicht.


    Arbeitest du eher in den Ferien vor oder just-in-time vor den jeweiligen Reihen/Stunden?

    Ich bin freiwillig Lehrerin geworden und du?
    Und schon zu Beginn des Studiums kann man sich über sein Gehalt informieren, es ist planbar, das geht woanders nicht.
    Mir ist egal, wie viele Urlaubstage andere haben oder wie viel Geld. Es geht darum, womit ich glücklich bin.
    Keiner hindert dich, was anderes zu machen, was dich glücklicher macht, wenn du es aktuell nicht bist. Das zeigen auf andere ist nervig, nervt mich genauso, wenn andere uns Lehrern unterstellen, wir hätten 12 Wochen Ferien. ich antworte da mittlerweile nur noch, was daran hindert selbst Lehrer zu werden, wenn das so toll ist. Meistens ist dann Ruhe.


    Ich schätze, dass das Gehalt der GS-Lehrerinnen so schnell nicht angeglichen wird, weil fast nur Frauen in der Grundschule arbeiten. Die sehr wenigen Männer, die es gibt, werden uns gleich als Schulleiter vor die Nase gesetzt (und haben dann A13 oder A14), bzw. bewerben sich nach 2 Jahren auf eine Stelle im Schulamt.

    Klar könnten wir auch SL werden, aber zu Hause wartet meistens schon ein kleines Familienunternehmen, das auch noch gestemmt werden will. Ich weiß nicht wie es im Gymnasium und anderen weiterführenden Schulen ist. Aber ich schätze, dass da auch mehr Frauen als Männer Teilzeit arbeiten, bzw. weniger Führungspositionen innehaben als Männer.

    Aber auch das ist doch selbst gewählt?
    Wo steht geschrieben, dass die Frau sich um dieses Familienunternehmen kümmern muss, warum kann das nicht der Partner?

    Ja, deshalb sollten alle A12 oder A13 oder das Gleiche verdienen. Alle Lehrer haben unterschiedliche Aufgaben. Wer entscheidet, was mehr wert ist?

    Ich habe es nicht entschieden und auch nie gesagt, ob ich dafür oder dagegen bin.

    Allerdings auch A12/A13 für alle heißt nicht, dass alle gleich arbeiten.
    Das kommt am Ende auch auf das Engagement und auf die Fächer und vieles mehr drauf an. Ist es also jemals gerecht?
    Damit wären wir auch wieder bei manchen Themen in diesem Thread.

    Ich mag auch die Aussagen nicht, dass man ja in der Wirtschaft so viel mehr verdienen würde. Ich war in der Industrie tätig, ich habe Gründe, warum ich anschließend Lehramt studiert habe.
    Viele Geisteswissenschaftler hingegen werden als Lehrer sicherlich mehr verdienen, als sie es sonst tun würden.

    Liebe KuK, wenn man euch mal alle eben auf A12 setzen würde, mit all den Aufgaben, die wir eben nebenbei (bei Vollzeit) mit 28 Unterrichtsstunden erfüllen müssen, würde eure Welt schlagartig anders aussehen.

    Also ich habe mich bewusst für meine Schulform entschieden, eben weil ich nicht mit den Kleinen arbeiten wollte. Ich habe zu keinem Zeitpunkt dabei auf das Gehalt geschaut.

    Aber wir können gerne tauschen, habe gerade drei dicke Wälzer Fachliteratur über Physikalische Chemie vor mir liegen um fachlich die Techniker bedienen zu können.

    (Manche Aufgaben lassen sich einfach null miteinander vergleichen)

    Wenn das kommen würde, müssten zunächst einmal die Räumlichkeiten gebaut und werden und zudem noch die Lehrpläne angepasst werden.
    Von daher halte ich es nicht für realistisch.
    Abgesehen davon gilt es ja auch nicht generell, sondern nur für bestimmte Fächer.

    Ich unterrichte drei Parallelklassen, manches Mal wäre es mir da lieber für einen Moment mit Input alle beisammen zu haben, so erzähle ich immer alles dreimal ;)
    Hat also alles Vor- und Nachteile.
    Und ist weder auf alle Fächer noch auf alle Schulformen einfach übertragbar.

    Kann die Aussage von @Nachgedacht bestätigen. Hatte selber als Schülerin Unterricht im Container. War kein Unterschied von Innen.
    Wenn man mal auf großen Baustellen in so Containern war, die als Büro dienen, merkt man auch wie gut die von Innen ausgestattet sind. Und oft eben auch technisch neuer, wenn sie dafür angelegt worden sind.

    Naja, manches von dem, was du fragst, zielt ja auf einen Vergleich Schule (ÖD) - freie Wirtschaft, aber das kann ja nur wirklich beurteilen, wer beides schon gemacht hat. Die meisten Lehrer waren immer nur Lehrer.


    Bei allgemeinbildenden Schulen mag das zutreffen, am Berufskolleg haben die meisten Lehrer zumindest eine Ausbildung absolviert oder auch einen Abschluss am BK erlangt, wodurch sie diese Institution kennen. Da wird nämlich auch entsprechende Berufserfahrung vorausgesetzt (52 Wochen fachpraktische Tätigkeit in NRW). Viele Quereinsteiger gibt es dort auch.

    Zitat von mpsieben

    Ich selber kenne nur den Schulbetrieb an Gymnasien...


    Wie so viele, daher: Über ein Praktikum (Hospitation) solltest du nicht drumrum kommen.


    Zitat von mpsieben

    - Gibt es an Berufskollegs/schulen einen deutlich höheren Praxisbezug als bei anderen Schulformen wie dem Gymnasium? Wie kann man sich eine solche "Praxis-Schulstunde" vorstellen? Was wird den Schülern hierbei vermittelt und wie?

    Alleine diese Frage zeigt, dass du dich mit dem Berufskolleg noch gar nicht auseinander gesetzt hast.
    Dass der Praxisbezug höher ist wird einem dann schnell klar.


    Zitat von mpsieben

    - Wie sind die Schüler an BK / Berufsschulen? Wie hoch ist die Lernmotivation? Muss man sich dort ein extrem dickes Fell zulegen (im Vergleich zu anderen Schulformen)?

    Gleiche Antwort wie oben. Schau, welche Bildungsgänge es gibt und schon zeigt es dir, dass BKs im Prinzip alle Schulformen vereinen, du hast alle Abschlüsse vertreten und entsprechend auch keine pauschale Aussage.


    Zitat von mpsieben

    - Wie ist die Belastung des Schulalltags im Vergleich zur Arbeit in der freien Wirtschaft?

    Kommt drauf an. Ist ja auch die Frage, was einen persönlich mehr stresst.
    Ich mag die freie Zeiteinteilung und dass ich selbst im Winter noch Licht abbekomme nachmittags, dafür sitze ich gerne abends am Schreibtisch. Jeder empfindet eine Belastung aber anders.


    Zitat von mpsieben

    - Bereut ihr den Schritt zum Lehramt? Nennt gerne Vorteile/Nachteile

    Nein. Ansonsten gibt es dazu wohl genug Threads.


    Zitat von mpsieben

    Falls ihr noch andere Wege kennt, den Schulalltag näher kennen zu lernen, gerne her damit.

    In NRW würde ich dir mal die APO-BK oder die Seite berufsbildung NRW empfehlen um das Konzept Berufskolleg und auch Berufsschule (die bei uns ein Teil vom Kolleg ist) zu verstehen.


    Die Rakete findet demnächst einen Ehrenplatz in meinem Büro. Auf dem Sideboard. Vor der durch durchgängigen Fensterscheibe. Angeleuchtet.

    Bei uns steht sie im Wohnzimmer und daneben die Mondlandefähre <3

    Außerdem bin ich ein Harry Potter Fan, entsprechend gibt es noch Hogwarts und diverse andere Sets davon zu bestaunen.

    @kleiner gruener frosch du solltest für deine Schüler Lego Mindstorms oder dieses kleinere Modell davon anschaffen. Dann haben alle was davon :)

    Genau das habe ich getan. Über die Ferien stehen die verschiedenen Mindstorms bei mir zu Hause, ich muss ja Unterricht damit vorbereiten.
    Bzw. bei uns gab es diverse Kästen, wurden nur nicht mehr genutzt, ich habe mich freiwillig gemeldet, die Pflege und "Arbeit" damit zu übernehmen.

    Statt zu kritisieren, dürft ihr gerne einen Vorschlag machen, wo der Klassenteiler bei euch in der Berufsschule wäre, wenn ihr Entscheidungsfunktion hättet ;) .

    Klassische Antwort: Kommt drauf an.
    Es gibt so viele verschiedene Bildungsgänge am BK. Vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur gibt es alle regulären Schulabschlüsse, dazu noch diverse andere mögliche Qualifizierungen.
    Selbst ich bin immer wieder überrascht was es alles gibt.
    Es hängt auch stark vom jeweiligen Fach ab, was sinnvoller wäre oder ist.

    woher willst du wissen, dass man in der Berufsschule mit 25 Schülern arbeiten kann?
    Hast du schon mal versucht 25 Maurern in der 10. Stunde unser politisches System zu vermitteln? Oder mit 25 Verkäufern Handelskaklulation rückwärts zu rechnen? Oder mit Sport- und Fitnesskaufleuten Buchführung zu machen?

    Viel Spaß dabei!


    Noch dazu die Bandbreite an Abschlüssen, ich habe Klassen mit Hauptschulabschluss bis zum abgebrochenen Studenten und auch nicht wenige mit Migrationshintergrund und Schwierigkeiten in Deutsch.
    Dazu kommt auch noch die körperliche Größe. Ich habe eine Klasse mit 31 Leuten, da ist der Raum bis zum Bersten gefüllt, da komme ich nicht zu den einzelnen Plätzen.
    (Auch bei 25 Schülern ist das schon verdammt eng)

    Dass die "normalen" Lehrer an Berufsbildenden Schulen (so heißen die bei uns) wie Gymnasiallehrkräfte eingestuft sind, liegt daran, dass wir auch Gymnasium unterrichten. Vorrangig berufliches, weil da sowieso genug Bedarf ist, aber wir dürften auch an's allgemeinbildende. Dazu kommt noch Techniker- und Meisterausbildung, die teilweise fachlich nochmal heftiger ist als Oberstufe.

    Wir werden wie Gym-Lehrkräfte eingestuft weil unsere Schule eine Schule der Sekundarstufe II ist. So lautet auch mein Abschluss, ich dürfte zum Beispiel nicht am Gym in einer Sek I unterrichten.
    Klar kann man bei uns auch den Hauptschulabschluss nachmachen, aber im Vollzeit-Bereich (berufliches Gymnasisum) geht es bei Klasse 11 los und führt zum (Fach-)Abitur.
    Die Techniker bewegen sich schon auf annäherndem Bachelor-Niveau.

    In Bayern, ja, ein Jahr lang. In den anderen BL anscheinend nicht.

    Doch in NRW auch, mit Unterrichtsbesuchen, wo in der Regel auch immer jemand von oben kommt, also nicht immer der gleiche Fachleiter wie im Ref. Dafür unbenotet und eher in die Richtung Beratung zu stellen.

    In NRW ist übrigens mindestens ein Meister oder Techniker erforderlich, um einzusteigen. Da reicht die Ausbildung nicht.

    Pädagogisch werden sie auch ausgebildet. Je nach Bedarf mal mehr oder weniger. Ein Koch, den wir hatten, musste 2 Jahre eine Art Ref machen (war in den 80ern). Eine Friseurin jedoch nur ein Jahr Seminar mit ein paar unbenoteten UBs.

    Aktuell in Chemie und E-Technik kann ich von einem Jahr berichten, beide Techniker, bzw. Meister. Plus Berufserfahrung, mal eben so Lehrer werden ist da nicht.

    in Bayern machen die Fachlehrer an Berufsschulen übrigens sehr oft einen guten Job, unterrichten mehr Stunden pro Woche (höheres Deputat) und bekommen weniger Geld.

    !!! Bei uns an der Schule auch. Die können für mein Gefühl auch teilweise besser mit den "schwierigen" Leutchen umgehen, eben weil sie aus dem Bereich kommen und nicht nur ihre akademische Bildung haben. Ich setze sehr viel auf unserer Werkstattlehrer (oder wie auch immer man sie nennen mag).

    Bei uns unterrichten sie nicht nur in der Ausbildungsvorbereitung, sondern auch im Labor bei den Vollzeit-Chemie-Bildungsgängen und im dualen System in E-Technik sowohl Industrie als auch Handwerk. Also die ganze bandbreite, so wie ich sie auch unterrichte. (Abgesehen von den Technikern).


    Ich habe schon viel profitiert, da diese Lehrer sehr fit in der Praxis sind. Und dadurch habe ich viel gelernt, denn ich muss diese Praxis unterrichten mit einem Wissen aus dem Studium. Die sind viel näher dran und können es auch entsprechend besser vermitteln.

    c) In Echtzeit kann man ein Etherpad nehmen (und ja, das kann von der Gesamtfunktionalität absolut nicht mit Google Documents oder MS Office Online konkurrieren, dessen bin ich mir bewusst)

    Wird das nicht eingestellt zum 31.12.?

    Ich bin in vielen Bereichen ehrenamtlich tätig, auch mit Leuten, die Ahnung vom Fach haben und wir stellen immer wieder fest, es ist oft gar nicht so einfach eine passende Alternative zu finden. :(

    Die Gegenden, die ich im Sinn habe gelten als infrastrukturiell bevorzugt, wenn ein Bahnhof innerhalb von 10 Kilometern erreichbar ist. Die Leute, die in dieser Infrastruktur aufwachsen, die haben alle mit 17 den Führerschein, verlass dich darauf, ich komme aus so einer Gegend (gebürtig).

    Glaube ich dir. Aber das war nicht die Intention meiner Aussage.

    Dass ÖPNV kostenmäßig nicht besser gefördert wird, hat mich auch sehr verwundert. Der Aufwand ist hoch (man müsste alle Fahrscheine sammeln und kann wie gesagt nicht auf Sparangebote zurückgreifen) und spezielle Angebote für Lehramtsanwärter (auch wenn es nur Infos zu günstig gelegenen Bussen/Zügen etc. wären) Fehlanzeige. Da wäre im Umwelt-Sinne durchaus mehr möglich.

    Das ist eben der springende Punkt!
    Das läuft gründlich was schief. Aber die Frage bleibt bestehen: Kann ich Lehrer werden, wenn ich keinen Führerschein habe?
    Scheinbar wird es ja irgendwie stillschweigend vorausgesetzt und eben auch umgesetzt von den LAAs.

    Hier wird immer vorausgesetzt, dass man ein Auto hat. ZB muss ja jeder Förderschullehrer 2 jahre mobile Reserve sein, da kenne ich bis jetzt eine einzige, die kein eigenes Auto hat (sie teilt sich eines mit ihrem Mann). Ich finde es auch krass, wie das vorausgesetzt wird. Es ist m.E. ein Jammer, dass der ÖPNV nicht wirklich flächendeckend ausgebaut ist. Lieber mehr Autos, LKWs und Mofas...

    Das erschreckt mich wirklich!
    Und wer ein Auto hat, nutzt es in der Regel auch dann, wenn es gar nicht nötig wäre. Weil dann Nahverkehr zusätzlich zahlen ist dann ja Unsinn (für mich aus der SIcht auch nachvollziehbar)

    @Kiggie
    Ich bin inhaltlich ganz bei dir. Aber vielleicht ist das Ref nicht der richtige Zeitpunkt, so etwas durchzukämpfen - einerseits von der eigenen Position her, andererseits weil man in dieser Zeit einfach ganz andere Baustellen hat.


    Später hingegen müsste man hier wirklich viel sturer sein - siehe auch den Thread von @Frapper kürzlich, in dem er beschrieben hat, wie er seine Tätigkeit nach seinem Totalschaden eigentlich nicht mehr rechtig ausführen kann.

    Ja das Ref ist nicht der richtige Zeitpunkt. Ich frage mich trotzdem, ob dadurch Menschen abgehalten werden?
    Es gibt ja auch Leute, die aufgrund von Behinderung nicht Auto fahren dürfen (Epileptiker zB), sind die dann auch automatisch vom Beruf Lehrer ausgeschlossen?

    Den Thread von Frapper hatte ich auch sehr interessiert verfolgt.

    Geht nun sehr weit vom Thema weg, dafür entschuldige ich mich. Ich fand es nur wirklich erschreckend, dass so etwas zur potentiellen Vorbereitung gehören soll.

    Anstatt es hinzunehmen, vom Dienstherr aus und von der eigenen Intention her, sollte man doch viel mehr für bessere Bedingungen im ÖPNV auf die Straße gehen.

    Ich fahre übrigens häufig mit Schülern in Bus und Bahn. Stört mich nicht. Aber ich glaube, viele sehen das Auto als persönliche Privatsphäre an.
    Aber sitzen dann im Schnitt 150 Stunden im Jahr im Stau. Das ist einfach krass.

    Wir reden hier nicht von Sondersituationen - wobei gerade die vielleicht? Das heißt ländliche Schulen haben doppelt verloren, wenn keine vernünftige Infrastruktur vorliegt um allen den Weg dorthin zu ermöglichen.

    Ihr habt meine Frage nicht beantwortet. Ich habe einen Führerschein und hatte zu Ausbildungszeiten auch ein Auto. Habe es im Studium verkauft und habe mir nun so eine Wohnung gesucht, dass ich bis Bahn/Fahrrad pendeln kann.
    Hintergrund ist, ich stelle mal provokant in den Raum - immer mehr Jugendliche machen keinen Führerschein. Siehe auch FFF Bewegung. Führt das am Ende zu noch mehr Lehrermangel? Oder müsste viel mehr das Konzept von dem ein oder anderen Seminar überdacht werden?


    Das wird spätestens dann schwierig, wenn die Schule ländlich gelegen ist und du entweder durch die öffentlichen Verkehrsmittel die dreifache Fahrdauer benötigst oder mehrfach umsteigen musst.

    Das beantwortet nicht meine Frage.

    Kiggie, du hast nie richtig auf dem Land gewohnt, oder? Da gibt's Schulen zu denen kommt man nur mit dem Bus der Schüler zur ersten Stunde und auch nur dem typischen Schüler Wohnort.

    Ne würde ich auch nicht hinziehen, aber auch die Antwort ist nicht passend zu meiner Frage.

    Jepp und das ist keine Seltenheit. Ich habe eine Fahrstrecke von 50 km und schaffe diese gemütlich in 45 min. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln würde ich allerdings 2,5 h (pro Strecke) brauchen. Daher ist das für mich keine Option.

    Ist doch für dich okay. Darum ging es mir gar nicht.

    Ich habe mir extra fürs Ref ein Auto gekauft (bzw. kaufen müssen). Vom ganzen Seminar ist kein einziger Delinquent (doch, eine Ausnahme gab es glaub ich tatsächlich) mit dem ÖPNV unterwegs gewesen, obwohl genügend Busse und Zug erreichbar waren.

    Das war eine eigene Entscheidung weil du den Nutzen für dich hattest.
    ich persönlich sehe das anders.


    Die Frage war aber - ist das Auto Einstellungskriterium? Oder ein Führerschein?
    Oder wird es einfach vorausgesetzt? Wenn ja führt das langfristig auch zu Problemen, siehe mein Absatz oben.

    Ein Grund mehr, dass der ÖPNV entsprechend ausgebaut werden muss.
    Ich persönlich habe mir vorm Ref kein Auto gekauft sondern eine Wohnung gesucht, von wo ich nur 10 Minuten zur Bahnstation brauche zu Fuß.

    Also ich musste mir eine Wohnung suchen und umziehen. Ein uraltes Auto habe ich auch bekommen. ... Wir mussten sooo viel durch die Gegend fahren, das war mit den öffentlichen nicht zu schaffen.

    War der Führerschein und das Auto Einstellungskriterium?
    Ich richte meine Termine immer so aus, dass ich sie mit Öffentlichen schaffe, ansonsten sage ich das entsprechend. Auch im Ref habe ich das so gehandhabt.

    auf Befindlichkeiten des Seminars sollte man wenig geben, außer sie verbieten es ausdrücklich und offiziell, dann kannst wenig machen. DIE sieht man nach zwei Jahren idealerweise nie wieder. An der Schule bleibt man u.U. ein Leben lang. Ich wüsste (und wusste), wo ich lieber einen guten Eindruck machen wollte.

    Ich würde mich zumindest vorher schon über die Schule informieren und den Anfahrtsweg planen und ggf. auch üben.
    ich hatte mich ja vorab sozusagen "beworben", daher fiel der Punkt des Vorstellens weg. Ich habe dann nichts mehr gemacht bis zum ersten Tag.

    Glaube auch nicht, dass ich das im anderen Fall gemacht hätte. Die Schulen erfahren manchmal erst kurz vorher, dass überhaupt einer kommt. So sagte es uns das Seminar, nämlich auch nur Verschiebungen, waren manche Plätze erst kurzfristig besetzt oder verändert worden.

    Zu weit im Voraus sollte man sich also nicht vorstellen, wenn man das gerne möchte.

    Hallo chillipaprika,ich bin reiner Ausbildungslehrer, die beiden ABBA's gibt es bei uns extra. Die Stunde liegt aufgrund der zeitlichen Verfügbarkeit des Fachleiters außerhalb meines regulären Unterrichts in der Klasse. Ich habe als Ref eine sehr gute Ausbildung und eine Top-Unterstützung in der Schule erhalten und gebe das entsprechend motiviert auch an die Refs an meiner neuen Schule wieder. Ich habe nur das Gefühl, dass meiner jetzigen Schule die Ausbildung der LAA wenig am Herzen liegt. Von den vielen Stunden, die ich auch in meiner Freizeit (z.B. am Wochenende) für die Referendare opfer, will ich ja gar nicht reden....aber zumindest die Sondereinsätze in der Schulzeit, da könnte man sich durchaus mal erkenntlich zeigen...und sei es mit einer Entlastungsstunde oder etwas anderem. Aber ich fühle mich ja quasi bestraft, dass ich mich intensiv um die Ausbildung kümmere. Kann doch eigentlich nicht sein...

    LG


    Ein resultierendes Problem ist (kenne ich aus eigener Erfahrung), keiner will mehr ausbilden.
    Also die Kollegen. Ich hatte in einem Fach lange keinen Ausbildungslehrer.
    Wichtiger wäre da, dass alle zusammen arbeiten und somit weniger Arbeit auf jeden zurück fällt. So ist es im anderen Fach gewesen, Rotation.
    Feste Mentoren hatte ich nicht, das kenne ich von anderen Schulen, inklusive Entlastung.

    Letztlich ist jede Schule dafür verantwortlich, inwiefern sie das honoriert aus dem Topf mit den Entlastungsstunden.
    Grundsätzlich gehört die Ausbildung zu den Dienstpflichten eines Lehrers.

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