Die Gegenden, die ich im Sinn habe gelten als infrastrukturiell bevorzugt, wenn ein Bahnhof innerhalb von 10 Kilometern erreichbar ist. Die Leute, die in dieser Infrastruktur aufwachsen, die haben alle mit 17 den Führerschein, verlass dich darauf, ich komme aus so einer Gegend (gebürtig).
Glaube ich dir. Aber das war nicht die Intention meiner Aussage.
Dass ÖPNV kostenmäßig nicht besser gefördert wird, hat mich auch sehr verwundert. Der Aufwand ist hoch (man müsste alle Fahrscheine sammeln und kann wie gesagt nicht auf Sparangebote zurückgreifen) und spezielle Angebote für Lehramtsanwärter (auch wenn es nur Infos zu günstig gelegenen Bussen/Zügen etc. wären) Fehlanzeige. Da wäre im Umwelt-Sinne durchaus mehr möglich.
Das ist eben der springende Punkt!
Das läuft gründlich was schief. Aber die Frage bleibt bestehen: Kann ich Lehrer werden, wenn ich keinen Führerschein habe?
Scheinbar wird es ja irgendwie stillschweigend vorausgesetzt und eben auch umgesetzt von den LAAs.
Hier wird immer vorausgesetzt, dass man ein Auto hat. ZB muss ja jeder Förderschullehrer 2 jahre mobile Reserve sein, da kenne ich bis jetzt eine einzige, die kein eigenes Auto hat (sie teilt sich eines mit ihrem Mann). Ich finde es auch krass, wie das vorausgesetzt wird. Es ist m.E. ein Jammer, dass der ÖPNV nicht wirklich flächendeckend ausgebaut ist. Lieber mehr Autos, LKWs und Mofas...
Das erschreckt mich wirklich!
Und wer ein Auto hat, nutzt es in der Regel auch dann, wenn es gar nicht nötig wäre. Weil dann Nahverkehr zusätzlich zahlen ist dann ja Unsinn (für mich aus der SIcht auch nachvollziehbar)
@Kiggie
Ich bin inhaltlich ganz bei dir. Aber vielleicht ist das Ref nicht der richtige Zeitpunkt, so etwas durchzukämpfen - einerseits von der eigenen Position her, andererseits weil man in dieser Zeit einfach ganz andere Baustellen hat.
Später hingegen müsste man hier wirklich viel sturer sein - siehe auch den Thread von @Frapper kürzlich, in dem er beschrieben hat, wie er seine Tätigkeit nach seinem Totalschaden eigentlich nicht mehr rechtig ausführen kann.
Ja das Ref ist nicht der richtige Zeitpunkt. Ich frage mich trotzdem, ob dadurch Menschen abgehalten werden?
Es gibt ja auch Leute, die aufgrund von Behinderung nicht Auto fahren dürfen (Epileptiker zB), sind die dann auch automatisch vom Beruf Lehrer ausgeschlossen?
Den Thread von Frapper hatte ich auch sehr interessiert verfolgt.
Geht nun sehr weit vom Thema weg, dafür entschuldige ich mich. Ich fand es nur wirklich erschreckend, dass so etwas zur potentiellen Vorbereitung gehören soll.
Anstatt es hinzunehmen, vom Dienstherr aus und von der eigenen Intention her, sollte man doch viel mehr für bessere Bedingungen im ÖPNV auf die Straße gehen.
Ich fahre übrigens häufig mit Schülern in Bus und Bahn. Stört mich nicht. Aber ich glaube, viele sehen das Auto als persönliche Privatsphäre an.
Aber sitzen dann im Schnitt 150 Stunden im Jahr im Stau. Das ist einfach krass.
Wir reden hier nicht von Sondersituationen - wobei gerade die vielleicht? Das heißt ländliche Schulen haben doppelt verloren, wenn keine vernünftige Infrastruktur vorliegt um allen den Weg dorthin zu ermöglichen.