Wenn man die Umfragereaktionen im Forum anschaut, kann man gestehen, dass entweder fast jede Umfrage relativ dilettantisch ist und/oder die Fragenden keinen Fuß auf den Forenboden bekommen. Sind Lehrer so überkritisch und es gewöhnt zu bemängeln oder wird an den Unis keine ordentliche Betreuung geleistet ...
Hilft es den Studis, wenn ich mir da was aus den Fingern sauge? (Wahrscheinlich ist es am Ende wirklich egal)
Aber es gibt nun einmal Umfragen, da sind Fragen schlichtweg für mich nicht zu beantworten, das hat dann gar nichts mit kritisch zu tun.
Es ist beides: Lehrer SIND überkritisch und die Betreuung an den Unis ist mehr als suboptimal. Im Idealfall sollten vom ersten Semester an die Studenten Schritt für Schritt inhaltlich und methodisch darauf vorbereitet werden, irgendwann eine Abschlussarbeit eigenständig anfertigen zu können. Im Lehramtsstudium sind die einzelnen Teilbereiche häufig sehr schwach miteinander verknüpft, was dazu führt, dass jeder sein Süppchen kocht - und das auch nur bis zum Ende des jeweiligen Kurses. Entsprechend groß ist der Schock, wenn dann die Abschlussarbeit ansteht. Lehrer sollten das eigentlich wissen statt junge Leute, die gerade in der Situation sind, mit dem Vorwurf der Antiwissenschaftlichkeit zu strafen. Sehr viele wissen es einfach nicht besser, woher auch?
Ist es denn überall so, dass man seine Abschlussarbeiten so schreiben muss?
Ich weiß warum ich nicht in der Didaktik geschrieben habe, da wäre wohl ähnlicher Mist rausgekommen, ich habe lieber geforscht und fachwissenschaftlich in der physikalischen Chemie gearbeitet.
Ja das war Arbeit, verdammt viel Arbeit und auch anspruchsvoll.
Wenn ich gesehen habe was andere in der Didaktik so gemacht haben ... das beantwortet vielleicht auch die Frage, warum viele in den Bildungswissenschaften und nicht den Fachwissenschaften schreiben.