Und jetzt frage ich mich, ob das in den MINT-Fächern wirklich so viel anders ist. Brauche ich da denn kein vertieftes Verständnis für die Systematik des Fachs - auf einer abstrakten Ebene, die ich niemals im Unterricht verbalisieren werde - um meinen Unterricht angemessen planen und durchführen zu können? Irgendwie will ich das nicht glauben.
Ich denke weiterhin das Problem liegt an der Tiefe und Breite der Fächer.
Elektrotechnik umfasst so viele Vertiefungsrichtungen, die kann ich mir nicht alle im Detail aneignen. Und damit kämpfe ich nun gerade auch, weil es eben stark vom Bildungsgang abhängt. Hatte vorher Automatisierer und nun unterrichte ich Telekommunikation im Handwerk. ISDN und Co habe ich im Studium nicht kennengelernt. Daraus bezog sich meine angesproche Diskrepanz zwischen Studium und Schule.
Signale und Systeme in absoluter Tiefe sehe ich gerade nicht, dass mir das was bringt. Kann aber natürlich auch an mir liegen. Ich zweifel definitiv immer häufiger an meiner Fächerwahl, werde nun auch Schritt für Schritt versuchen meine Situation zu verbessern.
Studium war halt sehr mathematisch und wenig praxisnah. Und Schule ist da doch deutlich praxisnäher.
Ich darf keine Installationen vornehmen, aber das ganze Thema unterrichten.