Beiträge von Kiggie

    Zum Einstieg (Brainstorming) nutze ich answergarden.ch

    Als Quiz, gerne vor den Ferien oder so, kahoot.it

    Gerade letzteres, spielerisch Wissen wiederholen und abfragen, macht den Schülern viel Spaß.
    Ich lasse dazu die Schüler auch selber Fragen gestalten.

    Naja klar geht das nicht, aber das Fachwissen muss eigentlich im Studium gelernt werden (bei so fundamentalen Dingen eigentlich ja noch früher).


    Im Studium lernt man sich Fachwissen anzueignen. Kommt ja auch auf das Studium und Fach an.
    In manchen Fächern lernt man sicherlich viel Notwendiges, aber längst nicht alles.

    Chemie und Elektrotechnik ist so breit gefächert, da kann man manches nur anreißen, wenn überhaupt.
    In Elektrotechnik habe ich nun Steuerungstechnik und Kommunikationstechnik, beides im Studium nicht in der Form gehabt, wie es für die Schule benötigt wird. So sicher bin ich daher auch nicht immer. Aber ich gebe mir Mühe und bin offen zu den Schülern. Wir lernen miteinander sage ich dann immer. Bei so vielen Fachbereichen, die die E-Technik bietet, geht es anders nicht.

    Vielen fehlt es an der Schule an Infrastruktur aber ein Beamer gehört eigentlich überall zur Grundausstattung, mehr braucht es eigentlich auch nicht.


    Also ich habe im letzten Schuljahr meine Unterrichtsbesuche mit OHPs durchgeführt.
    Ein Beamer gehört noch lange nicht zur Grundausstattung.

    Nun haben wir einen Neubau und überall Beamer installiert, da schaffe ich mir auch ein Tablet an. Aber wenn man die Gegebenheiten nicht hat, lohnt es sich nicht.

    Ich würde gerne einfach genauso wie die FHler meinen normalen Bachelor fertig machen können um hinterher so einen dualen Master, ausgerichtet auf Lehramt und alles Pädagogische/Fachdidaktische zu machen, der für mich all das nachholt, was mir aus dem Lehramtstudium fehlt. Wo siehst Du da bitte einen Umweg?


    In dieser Variante muss ich jedoch doppelt so viel Praxiserfahrung in der freien Wirtschaft nachweisen wie jemand, der direkt auf BK Lehramt studiert und das noch im Gegensatz zu Lehramt Studi nach dem Studium und nicht schon während des Studiums. Siehst Du den Unterschied nicht?


    Der duale Master ist aus der Not heraus geboren. Es ist also eigentlich nicht der Regelfall. Ich hoffe auch das bleibt so. Ich finde so schon die Lücke zwischen Obas und Ref zu groß, gerade im finanziellen, was je nach Status nun einmal ein wichtiger Aspekt ist.

    Für die Schulen ist das keineswegs attraktiv. Man hat dann zwar in x Jahren einen fertigen Lehrer, bis dahin gibt diese Person aber nur 13 Stunden (im Studium) und wird trotzdem als volle Stelle gezählt.

    Kaum zu glauben, wo doch bei uns die Schulen dringend neue Lehrer suchen. Da kann man sich nur an den Kopf fassen,


    Na dann haben wir doch die Lösung, jeder der will wird Lehrer und sämtliches Lehramtsstudium und Ref wird abgeschafft.


    Ich bin mir auch nicht so sicher, ob dir nicht vielleicht das professionelle Verhalten fehlt. Mich hat auch vieles im Ref gestört. Manches habe ich aber einfach an mir abprallen lassen.
    Das dicke Fell braucht man hier und da und auch später schadet es nicht.
    Es ist nun einmal ein bestimmtes System, das weiß man aber auch, wenn man darauf studiert. Dann muss man sich auch auf das System einlassen.

    Was für ein Exempel? Was haben die für einen Mehrwert, wenn sie dich absägen?

    PS: Muss doch noch etwas dazu beitragen.

    Wird an Gesamtschulen das Abi hinterhergeschmissen, weil man dort Sport als LK wählen kann? Mit Sport LK hätte ich neben Mathe in einem weiteren Fach Kurs für Kurs weitere 14-15 Punkte geschenkt gehabt, die ich am BK nicht haben konnte, weil es keinen Sport LK gab...


    Freie Schulwahl ... Am Gymnasium gibt es auch einen Sport-LK, dafür gibt es Chemietechnik oder Elektrotechnik-LK nur am BK.
    Wenn ich also meine Neigungen an meiner Schule nicht abgedeckt sehe, kann ich durchaus wechseln.

    Zu mir ans Gymnasium sind damals sehr viele Schüler in der Oberstufe gekommen, weil es viel Auswahl und unter anderem auch Sport-LK gab.
    Aber der war nicht ohne, da wird einiges verlangt. Eine Freundin hat zum Teil hart trainiert. Vom Lernen ganz zu schweigen.
    Per se anzunehmen, dass man dann besser gewesen wäre halte ich für sehr vermessen.

    Die Frage ist doch eher hat es einen Mehrwert?
    Wenn du dadurch weniger für deinen Unterricht vorbereiten musst sparst du die Zeit ja woanders ein.

    Ansonsten könnte man natürlich noch sagen, dann musst du die Zeit woanders einsparen. Aber die Zeit an der Schule ist doch nicht fix geregelt. Angestellt ist man für eine Stundenzahl. Vor- und Nachbereiten gehört dazu.
    In Freistunden nehme ich mir ja auch was zu arbeiten mit.
    Und ich sitze auch mit Kollegen zusammen um mich auszutauschen und zu lernen.

    Nur weil man Mathe in einer Vorlesung hat, heißt es nicht, dass man Mathe unterrichten kann.
    Dürfen darfst du vieles, gerade am BK wird viel fachfremd unterricht.
    Gymnasiale Oberstufe brauchst du, zumindest für den LK-Bereich, die Fakulta.

    Die Frage ist, ob man dem gewachsen ist.
    Ich hatte auch sehr viel Mathe im Studium (insgesamt 4 Kurse), rechnen kann ich also durchaus. Aber ich bin gerade teilweise überfordert damit, den Schülern die Mathematik, die beim chemischen Rechnen Grundlage ist, näher zu bringen. Es ist zwar nur bedingt meine Aufgabe, aber manches Mal wünsche ich mir etwas mehr Ahnung von Mathedidaktik zu haben.

    Gerade die Mathematik ist häufig die Stolperstelle.

    Hallo Kiggie,

    wenn du nicht das machst, was der Schulleiter von dir verlangt, bekommst du einfach schlechte Noten in den Beurteilungen und die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit dürfte fraglich sein. Missbilligungen schweben auch schnell mal im Raum, wenn die absolute Autorität gewisser "Persönlichkeiten" nicht kompromisslos akzeptiert wird. Ich bekomme doch mit, wie das aussieht. Das ist kein "Quatsch", sondern an manchen Schulen leider bittere Realität.

    Schön für dich, wenn es bei euch menschlich zugeht. Selbstverständlich ist das aber nicht. Das mit dem Ref war ja nur eine Anmerkung, ändert nichts an der Grundaussage meines Postings.

    der Buntflieger


    Ist in der freien Wirtschaft aber genauso, bzw noch schlimmer.
    Eine nicht Übernahme auf Lebenszeit muss schon ordentlich begründet sein.
    Und 4 Besuche in drei Jahren haben trotzdem nichts mit dem Ref zu tun. Noch dazu kannst du dich mit Kollegen austauschen und kannst erfahren, was dein Schulleiter sehen will. Da ist man selbst ja wahrscheinlich nicht der Erste der eine Revisionsstunde hält. Also viel besser vorbereitet als im Ref mit unbekannten Prüfern.

    Ich finde den Umgang mit TR wichtig, ebenso aber auch das Kopfrechnen und Nachdenken über Ergebnisse.
    In der Chemie versuche ich daher immer Verständnisfragen mit einzubauen (was passiert, wenn Zähler oder Nenner größer wird, wie ändert sich der Wert).
    Wenn man aber nah am Beruf bleiben will, also an der Praxis für die Schüler kommt man um echte Werte nicht drumherum und dann braucht es einen Taschenrechner.
    Da ich eher geschockt bin, wie viele Schüler in der 11. und 12. nicht damit umgehen können, ist die Arbeit damit umso wichtiger.

    Es gibt den schönen Spruch: "Den Letzten beißen die Hunde."
    Man kann aber auch darüber nachdenken, ob vielleicht die Uni "der Letzte" sein könnte...

    Gruß !


    Ich weiger mich auch, den Schülern mit ausreichenden Noten die Studierfähigkeit zu bescheinigen. Bei uns reduziert sich die Schülerzahl auch stetig. Und da arbeiten die Kollegen gut zusammen.
    Aber auf der anderen Seite steht dann die Schulleitung und erwartet Abschlüsse.


    Als "fertiger" Lehrer ist man zwar kein Freiwild mehr (Referendariat lässt grüßen), aber wirklich stark ist die Position der verbeamteten Lehrer in Probezeit auch nicht gerade. Ist so eine Art zweites Referendariat, würde ich mal etwas überspitzt behaupten. ;)


    Das halte ich für Quatsch.
    Der Schulleiter hat dich angestellt, der hat bestimmt kein Interesse dran dich loszuwerden und dir ein schlechtes Gutachten zu schreiben.
    Was das mit Ref zu tun hat frage ich mich gewaltig.

    Ich empfinde es gerade als sehr entspannt.
    Meine Schulleitung könnte vielleicht auch besser sein, aber ich werde mich nun im Bereich Schulentwicklung einbringen und schauen was man wirklich vielleicht erreichen kann. Danach kann man denke ich erst urteilen.
    Andere Schulen müssen nicht per se besser sein.

    Ich musste auch schon einige Male resignieren.
    Ich unterrichte Fachrechnen und bin keine Mathe-Didaktikerin. Da komme ich stark an meine Grenzen, wenn Bruchrechnen und einfache Exponentialrechnungenn nicht beherrscht werden. Auch Logarithmus ist in der 12. Klasse scheinbar völlig unbekannt. Das macht das Fachrechnen dann schwierig. Viele sind in der Chemie überfordert mit der Mathematik. Habe ich aber auch im Studium gemerkt. Die Leute haben Abitur und haben Probleme eine Gleichung nach x aufzulösen. Zieht sich also komplett durch.

    Der Vorteil beim Master of Science Informatik + Quereinstieg wäre der bessere Verdienst. Als OBAS in NRW verdienst du deutlich mehr als ein Ref. Gerade wenn man älter ist und Familie hat oft ein wichtiger Punkt.

    Ich habe E-Technik und Chemie studiert. Mathematik für Elektrotechnik war hart, aber machbar. Es war aber vor allem Fleißarbeit. Ich habe alle Übungen gerechnet und alles was es gab zur Übung genutzt. So bin ich auch mit einer 1 da raus. Dabei würde ich nicht sagen, ich habe ein tiefergehendes Verständnis dafür.
    Informatik (Technische Informatik) am Berufskolleg ist händeringend gesucht. Kann ich nur empfehlen. Da bist du auch näher dran an dem was du jetzt machst, als wenn du ans Gymnasium gehen würdest.

    Da muß ich schmunzeln. Bei uns am Beruskolleg sehe ich das eher andersrum. Unsere Schüler haben genau soviel Religions- wie Matheunterricht. Warum nimmt da Religion einen so großen Raum ein? Die Schüler dürfen, wenn sie bei uns bestehen, ein Fachhochschul- oder Universitätsstudium im Bereich Maschinenbau aufnehmen. Brauchen die dafür keine Methematik?


    Bei uns nimmt es keinen Großen Raum ein. Abiturfach (4. Fach) heißt doch nicht großer Raum?
    Mathe hat bei uns deutlich mehr Stunden.
    Aber am BK braucht es nun einmal auch ein Fach aus den Gesellschaftswissenschaften und da gibt es nicht so die Auswahl an einem technischen BK. Bei uns GL oder Religion.

    Ich habe es ja nicht im Detail ausgeführt. Mindestruhezeit ist auch eben nur mindestens und nicht schön.
    Vereinbarung bei uns ist nach Abendschule angenehme Ruhephase, heißt am nächsten Tag in der Regel erst zur 5. Abendschule geht bis 20:15 Uhr. Damit hat man deutlich mehr als die vorgeschriebene Ruhezeit. Wenns nicht immer klappt ist es manchmal nur die Mindestruhezeit.

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