Beiträge von Kiggie

    Das ist mit Sicherheit richtig. Der Knackpunkt, den du nennst ist "vorsorgen". Ich bezog mich auch eher auf das eher blauäugige Modell, dass die Mutti auf halbe Stelle geht und die Kinder versorgt und der Vati das Geld ranschafft - in der Hoffnung, dass das für immer so bleibt. Das ist naiv und davor muss man warnen.


    Ja, ich kenne auch solche Fälle.
    Meine Mutter hat mir und meiner Schwester immer beigebracht uns nicht "abhängig" zu machen.
    Heißt in einer Partnerschaft sollte man so etwas immer im Blick haben und auch absprechen.
    Ich gehe nach dem Ref VZ arbeiten, da mein Partner (der mich im Ref unterstützt hat) nun ggf noch ein Master-Studium nachziehen möchte und somit bei seinem Job reduziert.

    Darum wurde bei uns z.B. auch gebeten, aber es gibt dafür keine rechtliche Grundlage, wir haben das z.B. verweigert, denn es passt mit dem Vertrag auch nicht zusammen.


    Mit welchem Vertrag?

    Ich hatte für meine Thesis (beide sogar) einen Job an der Uni, habe geforscht und dafür Gelder aus einem Pott bekommen, somit war das für mich kein Problem.

    Meine Abschlussarbeit wurde auf Grund einer Empfehlung des betreuenden Profs von der Uni selbst kostenfrei veröffentlicht. Für mich ist es selbstverständlich, dass jeder in Bibliotheken kostenfrei darauf zugreifen kann. Das habe ich nicht aus Eitelkeit gemacht (wie oben jemand schrieb) oder um Geld zu machen, sondern um etwas - und wenns nur ein Tröpfchen ist - zur Wissenschaft beizusteuern. Dass es dazu taugt, wurde ja außerdem nicht von mir entschieden, sondern von Leuten, die fest im wissenschaftlichen Sattel sitzen.

    der Buntflieger


    Also innerhalb der Uni sind sowohl Bachelor- als auch Masterthesis eh frei zugänglich. Also steht nicht im Regal, aber können zur Einsicht angefordert werden, dafür muss man bei uns extra ein zusätzliches Exemplar abgeben.


    Ansonsten: Ich habe fachwissenschaftlich geschrieben und die Themen waren interessant, aber die interessanten Teile wurden als Paper (von meinem Betreuer mit mir als Co-Autor) veröffentlicht.

    Da ich das gerade bei uns erfragt hatte: Eine Wahl in die Schulkonferenz ist verpflichtend (NRW), das Amt kann nicht abgelehnt werden.
    Es gibt ein Treffen zur Bildung und ansonsten ist es ja nicht unbedingt viel Arbeit.

    Lehrerrat sind bei uns nur Leute, die das aktiv wollen.

    Die Gymnasien lassen uns zur Beratung aber nicht gern rein: Die befürchten, dass wir mit der Konkurrenz berufliches Gymnasium ihnen Schüler wegschnappen.

    Da müssten unabhängige Berater eher drauf hinwirken (Arbeitsamt etc)


    Jup ich weiß.
    Uni erschwert es später noch zusätzlich. Chemie für BK, das hat mein Prof nicht verstanden und ich durfte mir Sek I Zeug bis zum gehtnichtmehr antun.

    Einverstanden: Aber wie erzielst Du dann, dass nicht alle Deutsch/Geschichte studieren, sondern eben Mathe, Physik, Maschinenbau und Elektrotechnik? Werden nur diese Absolventen gut bezahlt?


    Problem an E-Technik und Co ist, dass die Gymnasiallehrer zum großen Teil selbst keine Ahnung von berufsbildenden Schulen haben. Die Schüler natürlich noch weniger.
    Die meisten die Lehramt für BK oder BBS machen haben eine Ausbildung zuvor genossen, wodurch diese Schulform erst bewusst wird.
    Ich habe Elektrotechnik auch nur auf Lehramt studiert, weil ich es durch meinen Vater und Onkel kannte. (Und weil es zu der Zeit kein Chemietechnik gab)
    Ich meine also da müsste Aufklärung gerade auch an Gymnasien erfolgen, also ein Blick über den Tellerrand hinaus.
    Die meisten wählen ja doch Fächer, die sie selber hatten und die sie gut fanden oder in denen sie gut waren.

    Ich bin absolut pro dafür, dass Schüler nach der Schule eine Ausbildung oder ein praktisches Jahr machen sollten. Manche meinen das wäre vertan Zeit, auch ich werde immer gefragt, warum ich nicht direkt studiert habe, aber ich bin so froh über meine Ausbildung (Chemielaborant) und meine Entwicklung durch diese.

    Die Ausbildung (egal ob Ref oder Seiten/Quereinstieg) dient ja dazu, einen auf den Stand zu bringen der verlangt wird.
    Nicht drauf - vielleicht aktuell nicht. Aber auf die Kritik einlassen und daran arbeiten muss man natürlich.
    Wenn man das nicht will, ist man leider falsch (so ist das System, damit muss man sich abfinden)

    Wenn allerdings Hospitationen mit Bewertung anstehen, bekomme ich immer wieder zu hören, mein Unterricht sei ineffektiv, sprich: [...] Die Kinder waren die ganze Zeit beschäftigt, dennoch war der Unterricht "ineffektiv". Ich mache diesen Beruf nicht seit gestern, und selbstverständlich gibt es systembedingte Unterschiede, aber die gestrige Stunde war meines Erachtens wirklich in Ordnung, ich habe sie lange geplant, verschiedene Arbeitsblätter erstellt usw.[...] Einige Stunden hatte ich auch mit anderen, erfahrenen Kollegen vor Ort geplant, und diese Stunden schnitten bei der Überprüfung noch schlechter ab.

    Ich bin gerade im Ref und kann daher einiges von sowas berichten.
    Nur weil Schüler etwas tun, heißt es noch lange nicht, dass sie einen Lernzuwachs haben. Und um den geht es in den Stunden. Mangelnder Lernzuwachs ist ein ko-Kriterium in Unterrichtsbesuchen oder in der Examensstunde. Wenn einem das nicht selber auffällt ist es noch schlimmer. (Berichte aus Erfahrung)
    Nur weil Kollegen erfahren sind, heißt das auch noch lange nicht, dass sie die Sachen so umsetzen, wie es laut Bilderbuch sein soll. Ich habe einen Ausbildungslehrer, der hat tolle Ideen, macht auch für die Schüler guten Unterricht, aber für die Planung eines UBs war es nicht passend und ich bin auf die Schnauze gefallen.
    Von daher sind das keine Indizien dafür, dass andere Schuld sind.

    Selbstreflexion ist das Stichwort.
    Meine "Lieblingsfrage": Was können die Schüler nach dieser Stunde, was sie vorher noch nicht konnten. ;)

    Nunja, aber da reicht dann auch nicht das Geld, denn mein Gehalt gäbe problemlos eine Putzfrau her, wir finden aber schon seit 2 Jahren keine, die das nicht schwarz machen will. Hat mir gerade wieder eine über Kleinanzeigen geantwortet, sie arbeitet nur schwarz.


    schau mal auf https://www.helpling.de/
    habe es selber noch nicht genutzt, aber gutes gehört. Meine Schwester hat da ihre Putzfrau gefunden, die sie nun ohne die Seite beschäftigt.

    Mich belastet es erstaunlich wenig, kommt vielleicht noch, wenn ich es verteidigen muss.

    Nächste Woche soll die Klassenkonferenz stattfinden, dort wird dann darüber beraten und abgestimmt.
    Scheinbar entscheide ich dann gar nicht mehr alleine?
    Ich bin gespannt.

    Nebenbei setze ich mich mal an meine UPP-Vorbereitung. Argh

    Eine Verschlechterung um zwei Noten ist rechnerisch schon schwierig zu begründen, der Schüler müsste dann ja - wenn man das rein-rechnerische Modell verwenden würde - im zweiten Halbjahr auf 6 oder zumindest sehr nah dran stehen.


    Falsch! Die Note die auf dem ersten Zeugnis steht ist völlig irrelevant.
    Ich habe alle Teilnoten des Schuljahres zusammen angeschaut. Schriftlich ist das eine 4. Und Mündlich ging es im zweiten Halbjahr auch in die Richtung.
    In NRW muss das im angemessenen Rahmen berücksichtigt werden.
    Da es Noten gibt, sah man halt weder, dass es eine 2- war (wusste der Schüler aber, dass es Vorschusslorbeeren waren) und nun sicherlich eine 4+.

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