Beiträge von O. Meier

    Noch eine Anekdote. Ich war in der Aula, in der wenig später eine Zeugnisverleihung stattfinden sollte. Von der Veranstaltung vorher (es wurden Speisen gereicht) lagen noch Krümel am Boden. Ich sprach die Hausmeisterin an, ob ich einen Besen bekommen könnte. Sie aber telefonierte mit dem Reinigungspersonal, sie möchten bitte die Reihenfolge ihrer Aktivitäten anpassen und bitte in die Aula kommen. Ich hätte noch genug anderes zu tun, da solle ich mal machen. Fürs Fegen gebe es Fachleute.

    Bei mir fehlt etwas. Nach der Aufzählung der Möglichkeiten müsste doch eine Begründung kommen, die das „Also“ des Fazits rechtfertigt.

    Dir mag b2) als beste Möglichkeit erscheinen. Und je kleiner die Kleinigkeit ist, die man macht, um so eher kann ich das nachvollziehen.

    Trotzdem halte ich die Lösungen a) und b1) nach wie vor für attraktiv. b1) ist tatsächlich super entspannend.

    Die Antwort auf die Frage, woher die Zeit für die außerdienstliche Verrichtungen kommt, steht indes noch aus. Ich erlaube mir zu vermuten, dass man sich darum herumdrückt, weil man trotz mangelnder genauer Erhebung doch irgendwie merkt, dass man mal wieder mit der eigenen Freizeit draufzahlt.

    Im Übrigen glaube ich werde, dass ein Schulsingen spontan stattfindet, noch, dass das Toiletenpapier spontan aufgebraucht war. Aber egal, es ging bei diesen Beispielen um die Größenordnung. Die wurde klar und hier ist der Disput gering.

    Aber da war halt noch die Geschichte aus Absurdistan (in der Nähe von Spandau), in der die Schulleiterin tatsächlich die Kolleginnen zum Möbletransport angewiesen haben soll. Das ist schon ein anderes Kaliber. Und da müssen wir aufpassen, dass uns nicht zu viel übergestülpt wird.

    Also, mein Fazit: Entscheidungen treffen. Pragmatismus ist nicht verboten. Größenordnung abschätzen, Folgen abschätzen. Symptombekämpfung vs. Ursachenbekämpfung nicht aus dem Blick verlieren.

    Leider nein, der Schulträger ist nämlich der Meinung, der Umzug ist nicht notwendig (und für nicht notwendige Sachen gibt es kein Personal), das Gehbehinderte Kind kann doch problemlos jeden Tag die Treppe in den 1. Stock nehmen, so wie sie uns auch mitgeteilt hatten, dass er dann eben nicht am Schwimmunterricht teilnehmen kann, wenn er die Strecke nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß zurück legen könnte. So funktioniert leider gerade in Berlin Inklusion (und das war nicht das ist leider kein Einzellfall).

    Das ist in der Tat ein interessantes Beispiel (das natürlich nachgeliefert wird, vorher schien es für deine Argumentation nicht relevant). Dir Diskriminierung dieser Schülerin ist natürlich nicht hinzunehmen.

    Abe auch hier ergeben sich die Möglichkeiten am Symptom zu operieren oder die Uraschen anzugehen. Natürlich kann man sich von den Eltern genehmigen lassen, dass die Schülerinnen in dieser Klasse alle mit anfassen, damit ihre Kamamradin mit Behinderung auch am Unterricht teilnehemn kann. Dann lernen sie sogar etwas. Zum einen, dass Inklusion nicht einfach passiert, sondern insbesondere die Menschen ohen Handicap sich bewegen müssen. Außerdem belehrt die Lehrerin sie natürlich über die Unfallverhütungsvorschriften, die man zu baeachten hat, damit man so etwas sicher hinbekommt (oaky, das entstammt jetzt meiner Phantasiewelt. In der Realität, befürchte ich, sagt sie etwas wie „Das sit nur ein Stuhl, stell dich nicht so an.“). Kann man machen.

    Da die Schülerin aber noch an anderer Stelle staatlich diskriminiert wird, sollte man vielleicht doch mal dem Bezirk einen guten Schluck Rechtslage mitgeben. Als erste Maßnahme gäbe ich den Eltern mal ein paar Adressen, die ich durch die Arbeit im Verein kenne.

    Und ansonsten packe ich dich, Susannea , in meinen Killfile. Mir sind nicht nur deine Geschichten zu absurd, mir ist auch der Stil, in dem du sie vorträgst, zu wirr. Das mag ich nicht länger lesen. Und von oben herab möchte ich auch nicht gerne angesprochen werden.

    Ich hatte bislang geglaubt, dass Unterricht vorzubereiten total meine Aufgabe ist und Kot, Altpapier bzw. Tische rumzutragen nicht, aber vielleicht liege ich ja falsch.

    Ja, Berlin, weisste. Da backt die Feuerwehr die Brötchen und die Bäckerinnen sammeln Altpapier im Park. Die Sekretärinnen machen Kunstunterricht und die Lehrerinnen dürfen keinen Unterricht vorbereiten. Und die Schulträgerinnen sind nicht für die Schulen zuständig. Es gibt keine Tische. Und wenn es mal welche gibt, dürfen die nicht in die Räume gebracht werden.

    Ja, das ist alles sehr verwirrend. Und wenn man von da in die Realitäten der andern Bundesländer schaut, ist das noch verwirrender.

    Ja gut, sicher... aber die hängt ja nicht vom Einsatz ab. Ein (fiktiver) Kollege, der jede 3. Woche für ein paar Tage krank ist, mitunter auch mal länger, zwar seinen Dienst sonst ohne Beschwerden verrichtet, aber mit dem Klingeln auch nach Hause fährt und weiterhin keinen Handschlag für die Schule tut, ist es auch.

    Und sogar die Kollegin, die im falschen Job oder der falschen Schulform gelandet ist.

    Aber deshalb lasse ich die Schüler nicht stehen und ich stehe auch nicht

    Im Unterricht stehe ich tatsächlich meistens. Ich habe keine Lust mir auf dem Müll Haltungsschäden zu holen. Wenn keine Möbel da sind, kann man in die tiefe Hocke gehen. Gesund und preiswert:

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    Und wer selbst das nicht versteht, bitte lachen:

    Immer noch nicht begriffen, dass sie gebraucht werden die Sachen. Ich kann jetzt warten bis sie mir irgendjemand irgendwann man bringt, weil ich sie brauche oder ich hole sie mir dann einfach selber.

    Man kann Symptome behandeln oder Probleme lösen. Aussitzen, tät ich mal sagen. Ich arbeite im Unterricht mit dem, was da ist. Das war eine ganze Zeit lang sehr vom Raum abhängig.

    Heutzutage leider wieder. In den Räumen mit Whiteboards können wir nur mit vier Farben schreiben. Ich sag dann immer dazu, welche Farbe das an einer richtigen Tafel wäre. Auf der einen Seite total bekloppt. Auf der anderen Seite kannst halt nichts machen, wenn andere nicht wollen, dass der Unterricht was taugt.

    Nur so’n Beispiel. Man hat halt nicht überall die Idealausstattung. Dann wird improvisiert.

    Ja, aber man kann doch nicht sein Leben lang darauf festgenagelt werden, was man mit Anfang 20 mal entschieden hat?!

    Die Abordnung an eine andere Schulform war dir auch nicht recht.

    Viele Leute arbeiten ein Leben lang das, was sie sich als Jugendliche ausgesucht haben. Viele treffen die Entscheidung schon mit sechzehn.

    Deshalb habe ich mir ja nach dem Ref die Berufskollegs ausgesucht

    Womöglich hättest du da bleiben sollen. Manchmal ist man hinterher schlauer.

    Ich habe im Ref festgestellt, dass ich mit Kindern nicht klar komme, sie nerven mich und provozieren

    Trotzdem hast du das Referendariat für diese Schulform beendet und an dieser eine Staatsexamensprüfung abgelegt. Ja, damit hast du dich weitgehend festgelegt.

    Andere KuK haben nur für die Sek II eine Zulassung, z.B. an Berufsschulen

    Die Kolleginnen haben entsprechend studiert, ein entsprechendes Referendariat durchlaufen und eine entsprechende Prüfung abgelegt. Die sind genau so an ihre Entscheidung gebunden. Wenn ihnen auffällt, dass junge Erwachsene sie nerven und sie lieber mit Kindern arbeiteten, sind sie näse.

    In der Privatwirtschaft ist es so, dass solche Leute aber immerhin die Möglichkeit haben, aus ihrer Unabhängigkeit Kapital zu schlagen, indem sie flexibel sind und sich auch mal woanders bewerben können.

    Beim Schuldienst, besonders bei Beamten, ist dies eher hinderlich

    Haderst du mit deiner Entscheidung, ins Beamtenverhältnis eingetreten zu sein? Die privatwirtschaftliche Alternative zur Abordnung nennt sich übrigens „betriebsbedingte Kündigung“. Jeder Zauber hat seinen Preis.

    Es ist auch nur konsequent. Deine Dienstherrin muss dich behalten. Dann braucht sie wiederum die Flexibilität dich so einzusetzen, dass sie dich auch brauchen kann.

    Und doch, solange es die Schulleitung anweist ist es erstmal meine Aufgabe und ich begehe zumindest kein Dienstvergehen (ach, kann ich ja eh nicht ;) ) wenn ich das umsetze.

    Die Schulleitung ist auch an Recht und Gesetz gebunden. Man sollte schon eine Ahnung davon haben, was zu den eigenen Aufgaben gehört. Wie gesagt, ich remonstrierte. Mal sehen, ob die Schulleiterin das Risiko eingeht, das auf ihre Kappe zu nehmen.

    Wie sollte man es denn sonst nennen, wenn man einfach irgendwohin abgeordnet bzw. versetzt wird,

    Abordnung oder Versetzung wäre angemessen. Nicht alles, was einer nicht passt, ist Zwang.

    Außerdem wirst du nicht „einfach“ abgeordnet, sondern weil eure Schule überbesetzt ist. Und nicht „irgendwohin“, sondern an deine Schule, die Bedarf an deinen Fächern hat.

    denn die Alternative wäre die Kündigung.

    In der Tat. Und in Wirklichkeit ist das keine Alternative. Bürgerinnengeld käme dir bestimmt nicht zu Pass. Niemand bezweifelt, dass dienstrechtlich Druck aufgebaut wird. Aber es ist eben kein Zwang.

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